bedeutet:
» kontinuierliche Betreuung
» intensives Feedback
» Begleitung des Lernprozesses
Das Mentoring beruht auf dem Prinzip der Freiwilligkeit: Jeder PJler erhält einen individuellen Mentor zu Beginn jeden Tertials, der eine gute Betreuung sicherstellen und den Lernprozesses begleiten möchte. Die Person des Mentors sollte während des gesamten Tertials für den Studierenden identisch und selbst idealerweise Facharzt bzw. fortgeschrittener Assistenzarzt sein. Er begleitet den Studierenden in seinem Lernprozess in besonderem Maße, ist berufliches Vorbild und befähigt den Studierenden zu einer selbstständigen ärztlichen Tätigkeit (im PJ selbstverständlich nur unter ständiger Supervision). Die Zuordnung des Studierenden zum Arbeitsbereich des Mentors ist wünschenswert, aber nicht unbedingt erforderlich.
Der Mentor sollte den Studierenden am ersten Tag begrüßen können und mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut machen und ein einführendes Gespräch führen, um gegenseitige Erwartungen und Lernziele festzuhalten. Die Gespräche zu Beginn, Mitte und Ende des Tertials werden anhand eines Mentoringbogens kurz dokumentiert und dem Studiendekanat idealerweise per Scan to E-Mail für Evaluationszwecke zur Verfügung gestellt.
Ein Schulungsvideo zum Thema Mentoring finden Sie im Downloadbereich.
bedeutet:
» Formative Beurteilung
» kontinuierliche Leistungsverbesserung
» Selbstreflexion
Regelmäßige Aufgaben, Übungen und Tests wirken sich positiv auf das Lernverhalten aus. Ziel ist es daher Lernziele, Lehrveranstaltungen und Anreize zum Selbststudium zu verbinden, um einen kontinuierlichen Kompetenzgewinn zu fördern. Leistungsüberprüfungen werden dabei nicht als Selektionskriterium im Studienfortschritt betrachtet, sondern als Spiegel für den jeweiligen Leistungsstand. Um die Studierenden in ihrem Lernprozess zu motivieren, Defizite aufzuzeigen und Missverständnisse zu korrigieren, werden formative Prüfungen, sogenannte Mini-CEX (Mini Clinical Evaluation Exercise) durchgeführt. Zur Vermeidung einmaliger Lernspitzen werden diese gleichmäßig über die gesamte Praxisphase verteilt.
Ein Mini-CEX hat das Ziel, den Studierenden bei einer üblichen Patientenuntersuchung/Anamnese für 10-15 Minuten zu beobachten und ein konkretes Feedback zu geben. Mittels eines vorgegebenen Mini-CEX-Bogens kann der Supervisor strukturiert die Leistungen des Studierenden beurteilen. Im direkten Anschluss erfolgt eine verbale Auswertung der Beobachtung. Dazu gehören konkrete Hinweise zur Verbesserung dargebotener Fähigkeiten, zur Fehlervermeidung, sowie Lob zur Schaffung von Sicherheit bei gutem und korrektem Verhalten. Weiterhin wichtig für den Lernfortschritt ist die Festlegung von individuellen Lernzielen gemeinsam mit dem Studierenden.
Die Prüfungen sollten von verschiedenen Kollegen und in möglichst vielen unterschiedlichen Situationen abgenommen werden, um die Aussagen zu objektivieren und die Reliabilität zu erhöhen. Es werden vor allem klinisch-praktische Kompetenzen (Anamnese, körperliche Untersuchungen), aber auch der Umgang mit dem Patienten (Kommunikation, Gesprächsführung, Empathie) und die Arbeitsorganisation (Entscheidungsfähigkeit, Effektivität, Stringenz) geprüft. Bei guter Organisation eines Mini-CEX kann die Prüfung in den normalen Stationsablauf, z. B. im Rahmen einer Visite, problemlos integriert werden. Alternativ können die in der Regel täglich erfolgenden Patientenvorstellungen im Rahmen eines Mini-CEX bewertet werden. Mit Hilfe des formativen Feedbacks wird ein unmittelbarer Lerneffekt durch Reflexion über eigene Fähigkeiten und den Lernstand ermöglicht.
Ein Schulungsvideo zum Thema Mini-CEX finden Sie im Downloadbereich.
Der PJ-Wegweiser bietet für den PJler in Form eines Moodlekursraums einen umfassenden Einblick in die zukünftige Ausbildungseinrichtung im bevorstehenden Tertial. Ergänzend zum durch die ÄAppO vorgeschriebenen Logbuch enthält der PJ-Wegweiser gebündelte, formale und organisatorische Hinweise und Informationen: Vorgestellt werden neben den allgemeinen Regularien für das PJ am UKJ und seinen Lehrkrankenhäusern, die individuellen Besonderheiten der betreffenden Klinik und ihrer Abteilungen. Erarbeitet wird der Wegweiser vom PJ-Koordinator der betreffenden Klinik unter Mithilfe der Projektkoordination von PJplus. Vor jedem Tertialbeginn sollte der Wegweiser auf Änderungsbedarf überprüft werden.
Inhalte des PJ-Wegweisers:
» Willkommensgruß
» Hinweise zu Arbeitszeiten, (Wochenend-) Diensten
» Regelungen für Selbststudium und anderen Veranstaltungen (Seminare, Kurse, Kongresse etc.)
» Rotationsangebote und dahingehende Erläuterungen
» Aufbau und die Organisation der Klinik mit ihren verschiedenen Abteilungen und Mitarbeitern
» Darstellung des Stationsablaufs (mit allen Veranstaltungen wie Visiten, Dienstübergaben, Besprechungen etc.)
» Liste wichtiger Ansprechpartner
» Hinweise zum selbstständigen Lernen: Wie wird das in den Abteilungen realisiert?
Welche Materialien stehen dafür zur Verfügung (Bibliothek, Anschauungs- und Übungsmaterialien, Sonographiegeräte,
assoziierte SkillsLab-Stationen etc.)?
» Beschreibung konkreter Arbeitsaufgaben und Verweis auf andere Lernressourcen (z.B. besonders hilfreiche Internetseiten)
beinhaltet:
» Medizindidaktik-Schulung
» Feedback-Schulung
» Mentorenevaluation
» Studienabschlussevaluation
Um mit den dargestellten Methoden, Abläufen und Hintergründen des Projektes vertraut zu werden, bietet das Studiendekanat der Medizinischen Fakultät Jena entsprechende Weiterbildungsworkshops an. Bei Einführung dieses Programms ist daher eine Teilnahme der involvierten Kollegen notwendig, um die relevanten Kenntnisse zu vermitteln, die Feedback-Methoden an konkreten Beispielen einzuüben und Fragen zu beantworten.
Regelmäßige Evaluationen dienen darüber hinaus als Nachweis, ob Mentorenprogramm und Mini-CEX einen Einfluss auf die Entwicklung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Haltungen der teilnehmenden PJler haben.
Begleitet wird das Projekt außerdem von verschiedenen Mitteln der Qualitätssicherung, z. B. regelmäßigem Austausch der PJ-Verantwortlichen.
TIPP!
Schauen Sie in die allgemeine Abschluss-Evaluation der PJ-Studierenden: Ein Blick in die Evaluation lohnt sich, die Studierenden haben sehr viele, auch PJplus2.0 betreffende Freitext-Kommentare hinterlassen! Ergebnisse der allgemeinen Abschluss-Evaluation der PJ-Studierenden zum Praktischen Jahr