Pilotstudie zur Untersuchung von Akzeptanz, Durchführbarkeit und Wirksamkeit einer hypnotherapeutischen Intervention für Mütter von frühgeborenen Kindern in täglichen Abschiedssituationen auf der neonatologischen Intensivstation (PANDA)
Projektförderung: Milton H. Erickson Gesellschaft für Klinische Hypnose e.V. (MEG)
Projektlaufzeit: 2025 - 2027
Projektleitung: apl. Prof. Dr. Jenny Rosendahl
Hintergrund
In Deutschland werden jedes Jahr rund 10.000 Kinder deutlich zu früh – also vor der 32. Schwangerschaftswoche – geboren. Diese Frühgeborenen benötigen oft eine lange medizinische Betreuung auf spezialisierten neonatologischen Intensivstationen. Für die Mütter ist diese Situation emotional extrem belastend: Die Sorge um das Wohl ihres Kindes, Gefühle von Hilflosigkeit, Schuld und Angst sind häufig. Dabei gehört der tägliche Abschied nach jedem Besuch zu den schwierigsten Momenten.
Projektziele
In einer Pilotstudie wird untersucht, wie hypnotherapeutisch gestaltete Audioaufnahmen Mütter in diesen täglichen Abschiedssituationen unterstützen können. Dazu werden in drei Studienzentren (Jena, Dresden, Regensburg) insgesamt 72 Mütter von sehr früh geborenen Kindern in eine der Studiengruppen gelost. In allen Gruppen sprechen die Mütter eine kurze Audioaufnahme ein, die in den folgenden Tagen vor dem Verlassen der Station sowohl der Mutter als auch dem Kind über Lautsprecher vorgespielt wird.
Die Gruppen unterscheiden sich in der Art der Aufnahme: Entweder lesen die Mütter eine kindgerechte Abschiedsgeschichte ein oder ein beruhigendes „Schlaf-schön-Ritual“. Beide Varianten enthalten hypnotherapeutische Elemente, die Ängste, Sorgen und Schuldgefühle reduzieren sowie das Sicherheits- und Selbstwirksamkeitserleben stärken sollen. Die Mütter, die in die Kontrollgruppe gelost wurden, sprechen eine neutrale Geschichte ein.
Untersucht werden Veränderungen bei den Müttern vor allem in Hinblick auf Angst, Stress, Depressivität und Selbstwirksamkeit während der täglichen Abschiedssituationen. Die Studie wird von Januar bis Dezember 2026 durchgeführt.
Kontakt: apl. Prof. Dr. Jenny Rosendahl