Lehre & Studium
Auf diesen Seiten können Sie sich über unsere verschiedenen Lehrangebote informieren.
Blockpraktikum
Im einwöchigen pädiatrischen Blockpraktikum erhalten Studierende einen strukturierten Einblick in die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Ziel des Praktikums ist es, grundlegende ärztliche Kompetenzen der Pädiatrie zu vermitteln – insbesondere die kinderärztliche Anamnese, die körperliche Untersuchung sowie klinisches Denken, differentialdiagnostische Überlegungen und therapeutische Entscheidungsfindung. Das Blockpraktikum ergänzt die in Vorlesungen, Seminaren und im Selbststudium erworbenen theoretischen Kenntnisse durch praxisnahe klinische Anwendung.
Das Blockpraktikum beginnt täglich um 7:30 Uhr. Nach dem Umziehen und Zeit zur Vorbereitung nehmen die Studierenden von Montag bis Donnerstag ab 8:00 Uhr an der Lehrvisite auf den Stationen E130 (Allgemeine Pädiatrie und Onkologie), E330 (Infektiologie und Neuropädiatrie) und E120 (Neonatologie) teil. In der Visite werden nach Sichtung aktueller Untersuchungsergebnisse Diagnostik, Therapie, Verlegungen und Entlassungen der Patient:innen gemeinsam besprochen und festgelegt. Die Studierenden sind eingeladen, sich aktiv einzubringen, eigene diagnostische und differentialdiagnostische Überlegungen zu formulieren und therapeutische Vorschläge in die Diskussion einzubringen.
Am ersten Tag des Blockpraktikums findet von 10:30 bis 12:00 Uhr zudem ein Einführungsseminar im Besprechungsraum 6421.00.080 statt, in dem grundlegende pädiatrische Inhalte vermittelt und die Studierenden auf den Patient:innenkontakt vorbereitet werden.
Ein wesentlicher Bestandteil des Praktikums ist der qualifizierte Unterricht am Krankenbett (QUaK), in dessen Rahmen die körperliche Untersuchung von Kindern sowie kommunikative Fertigkeiten praktisch vermittelt und geübt werden. Die QUaK-Einheiten erfolgen in der Regel von Dienstag bis Donnerstag zwischen 10:30 und 12:00 Uhr.
Am Donnerstag findet von 9:45 bis 10:30 Uhr zusätzlich eine kinderradiologische Lehreinheit im Befundungs- und Demonstrationsraum 6421.00.162 statt. Anhand ausgewählter klinischer Fälle werden grundlegende kinderradiologische Befunde vermittelt und in ihren diagnostischen und klinischen Zusammenhang eingeordnet.
Am letzten Tag des Blockpraktikums erheben die Studierenden am Vormittag eine umfassende kinderärztliche Anamnese bei einer ihnen zugewiesenen Patientin bzw. einem zugewiesenen Patienten. Diese Anamnese bildet die Grundlage für die anschließende strukturierte Patient:innenvorstellung im Rahmen der Prüfung, die zusammen mit den Teilnahmebestätigungen der Stationen als Leistungsnachweis gilt. Das Blockpraktikum endet mit einer gemeinsamen Abschlussbesprechung.
Link Studiendekanat/Studierende/Humanmedizin/Zweiter Abschnitt/9. Fachsemester
Problemorientiertes Lernen (POL)
Das problemorientierte Lernen (POL) soll den Studierenden das pädiatrische Denken und Vorgehen bei der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen im Kindesalter nahebringen. Im POL üben die Teilnehmer, erworbenes Wissen auf klinische Probleme anzuwenden. Dieses Anwenden von Wissen ist außerdem eine wesentlich effektivere Lernmethode als rein rezeptives Lernen. Hierzu werden an sechs Terminen fünf POL-Fälle in Form von Paper Cases bearbeitet. POL ist eine Pflichtveranstaltung.
Der Unterricht findet in Kleingruppen mit 10-12 Studierenden statt. Die POL-Tutoren sind Fach- oder Oberärzte der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin oder der Klinik für Neuropädiatrie. Die zu behandelnden Fälle umfassen mehrere Krankheitsbilder als Differentialdiagnose. Sie wurden mit besonderem Augenmerk auf pädiatriespezifische Aspekte ausgewählt, insbesondere bei Erkrankungen, die auch im Erwachsenenalter vorkommen können.
Der Ablauf des POL entspricht dem Standard der „Seven Steps“ (8 Schritte mit Feedback und Evaluation). In den ersten vier Schritten wird der Fall anhand vorhandenen Wissens bearbeitet. Daraus werden Lernziele generiert, die bis zum nächsten POL-Termin im Selbststudium verfolgt werden. Am zweiten Termin wird der Fall mit dem erworbenen neuen Wissen gelöst und der nächste Fall begonnen. Am letzten Termin wird kein neuer Fall begonnen, die verbleibende Zeit wird zu Feedback und Evaluationszwecken genutzt. Wichtig ist, die durch die Methode gebotenen Chancen des Wissens- und Fertigkeitserwerbs zu nutzen, die Lösung der Fälle ist dabei nur Teil der Methode und nicht das eigentliche Ziel.

Veranstaltungen für JENOS
Im Rahmen des Jenaer Neigungsorientierten Studiums bietet unsere Klinik eine Vielzahl von Seminaren und Praktika an. Die vollständige Auflistung der Angebote sowie die Einschreibemodalitäten finden Sie im DOSIS-Portal.
Vorlesung
Die Vorlesung Pädiatrie im Rahmen des Fortpflanzungs-Entwicklungs-Wachstums (FEW)-Blocks soll einen systematischen Einblick in die Kinderheilkunde vermitteln. Die Vorlesung verteilt sich auf die Professoren und Oberärzte der verschiedenen pädiatrischen Spezialgebiete, so dass die Lehrenden auch über ihre Erfahrungen mit den vorgestellten Krankheitsbildern „aus erster Hand“ sprechen können. Die Vorlesung kann somit oft Aspekte vermitteln, die beim Selbststudium aus Lehrbüchern nicht so leicht zu erkennen sind. Das sind Fragen wie „auf welche Symptome muss ich besonders gucken“ – was ist wahrscheinlich und was nicht?
Die Inhalte der Vorlesung umfassen alle Themen, die in der Abschlussklausur am Ende des FEW-Blocks abgefragt werden können. Natürlich kann der Besuch der Vorlesung das Selbststudium nicht völlig ersetzen, die Vermittlung von Detailwissen würde den zeitlichen Rahmen sprengen. Der inhaltliche Schwerpunkt der Vorlesung soll eben sein – „Was ist klinisch wichtig?“
Der Zeitplan der Vorlesung, die immer nur im Wintersemester angeboten wird, findet sich mit Angabe der Dozenten und Themen auf den Seiten des Studiendekanats und im Dosis-System.
Famulatur
Famulantinnen und Famulanten haben die Möglichkeit, bei uns eine der modernsten Kinderkliniken Deutschlands mit Maximalversorgung kennenzulernen. Unsere Klinik gliedert sich in 5 Stationen: Endokrinologie, Onkologie, Infektiologie, Neuropädiatrie und Neonatologie mit pädiatrischer Intensivmedizin. Neben einer stationären Famulatur kann auch eine ambulante Famulatur in unserer Kindernotaufnahme absolviert werden. Die Studentinnen und Studenten werden bei uns unter ärztlicher Betreuung in den klinischen Alltag integriert und dabei mit den Besonderheiten der Untersuchung im Kindesalter sowie mit moderner Diagnostik und Therapie vertraut gemacht.
Ihre Anfrage mit Ihren inhaltlichen Wünschen und zeitlichen Vorstellungen richten Sie bitte an Herrn Dr. Oliver Metzing oder an das Sekretariat der Kinderklinik .
Praktisches Jahr
Das Praktische Jahr ist ein Teil des Medizinstudiums und findet sich zwischen dem zweiten und dritten Abschnitt der ärztlichen Prüfung. Es besteht zurzeit noch aus 3 Tertialen zu je 16 Wochen (bei Ableistung in Vollzeit). Ein Abschnitt kann auf Wunsch im Fach Pädiatrie absolviert werden.
An der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Jena wird dabei das Tertial in zwei Unterabschnitte geteilt, sodass die Studierenden die Möglichkeit erhalten, zwei Spezialgebiete näher kennenzulernen. Die Zuteilung der Studierenden auf die Stationen erfolgt durch Herrn Dr. Oliver Metzing. Ein PJ-Wegweiser soll den Studierenden den Einstieg erleichtern und ein Leitfaden für das Wahltertial bilden. Alle weiteren das praktische Jahr betreffenden Regelungen finden sich in der Approbationsordnung für Ärzte sowie auf der Homepage des Studiendekanats.
Promovieren in der Kinderklinik
Wir bieten sowohl experimentelle als auch klinische Promotionsarbeiten in den verschiedenen Bereichen der Kinder- und Jugendmedizin an. Einen Überblick über unsere Forschungsschwerpunkte finden Sie hier (Forschungsschwerpunkte Uniklinikum-Jena.de).
Je nach Aufwand ist es erforderlich, mindestens ein (bei experimentellen Promotionsarbeiten zwei) Semester das Studium auszusetzen. Bei Interesse an einer Promotionsarbeit im Fachgebiet der Kinder- und Jugendmedizin richten Sie Ihre Anfrage mit Motivationsschreiben und Lebenslauf bitte an .
Wir freuen uns darauf, Sie in einem persönlichen Gespräch kennenzulernen und Ihnen die Forschung der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin näher zu bringen.
