
Clostridioides difficile Infektion:
Patientinnen und Patienten mit einer initialen Clostridioides difficile Infektion sind durch Rückfälle (Rezidive) gefährdet. Zur Vermeidung erneuter Rückfälle und bei Auftreten multipler Rezidive empfehlen nationale und internationale Leitlinien den fäkalen Mikrobiotatransfer (FMT) als Behandlungsoption.
Am Universitätsklinikum Jena wird der FMT seit vielen Jahren qualitätskontrolliert durchgeführt. Besondere Sorgfalt liegt in der Auswahl unserer Spenderinnen und Spender, wobei alle sicherheitsrelevanten Untersuchungen, die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gefordert werden, berücksichtigt sind. Diese Anstrengungen gewährleisten die größtmögliche Sicherheit für unsere Patientinnen und Patienten.
Literatur:
Stefan Hagel et al.: Fecal Microbiota Transplant in Patients With Recurrent Clostridium Difficile Infection; DOI: 10.3238/arztebl.2016.0583
Andreas Stallmach et al.: Fecal Microbiota Transfer - Reliable indications, donor screening and modes of application; DOI: 10.3238/arztebl.2020.0031
Katrin Katzer et al.: Häufige Infektion - So gelingt die Eradikation von Clostridioides difficile im Darm; DOI: 10.1007/s15006-025-5159-1
Sie haben Interesse an einem Mikrobiotatransfer (Synonym: Stuhltransplantation)? Hier können Sie sich informieren, ob Sie bzw. Ihre Patientinnen und Patienten für diese Therapie in Frage kommen.
Grundsätzlich bieten wir den FMT in der Klinik für Innere Medizin IV des Universitätsklinikums Jena nur für die rezidivierende Clostridioides (bisher Clostridium) difficile Infektion an.
Die Diagnose muss belegt sein durch:
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- Mikrobiologische Tests aus dem Stuhl
- Relevante Arztbriefe
Des Weiteren muss bei Ihnen bzw. Ihren Patientinnen und Patienten bereits ein Behandlungsversuch mit den folgenden Medikamenten stattgefunden haben:
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- Vancomycin
- Fidaxomicin (Handelsname: Dificlir)
Sollten diese Kriterien bei Ihnen nicht erfüllt sein, können wir Ihnen aktuell leider keinen FMT anbieten. Sollten Sie Probleme haben, im niedergelassenen Bereich die oben genannten Medikamente verschrieben zu bekommen, können Sie sich gerne an uns wenden, damit wir bei gegebener Indikation die entsprechenden Rezepte ausstellen.
Für Anfragen zum FMT senden Sie bitte zunächst den hinterlegten Fragebogen per Telefax an
+49 (0) 3641 9-32 42 22 oder per E-Mail an
Ihr Prof. Dr. med. Andreas Stallmach