Neurologie
Promotionsstipendien I/2020
Thema: " Einfluss von Hämabbauprodukten auf die neurovaskuläre Reaktion und die Morphologie zerebraler Gefäße im Maus- und Rattenmodell."
Zusammenfassung:
Die Subarachnoidalblutung (SAB) ist ein neurochirurgischer Notfall, der sich zumeist mit dem Leitsymptom des akut einsetzenden Vernichtungskopfschmerzes präsentiert. Ursache ist in 80% der Fälle die Ruptur eines zerebralen Aneurysmas mit Hämorrhagie in die basalen Zisternen des Subarachnoidalraumes. Die häufigste und oft schwerwiegende Komplikation der SAB ist der zerebrale Vasospasmus, welcher mit verzögerten zerebralen Ischämien sowie neurologischen Defiziten einhergehen kann. Seine Pathogenese ist multimodal und bisher nur unzureichend verstanden. Bisherige Forschungsergebnisse sehen die infolge der Blutung entstehenden oxidativen Abbauprodukte des Hämoglobins, sogenannte Hämabbauprodukte (HDPs), als Ursache des Vasospasmus. In Mausmodellen konnte in Abhängigkeit der Expression des BKCa-Kalium-Kanals ein vasokonstriktorisches Potenzial von HDPs in vitro sowie in vivo nachgewiesen werden. Zum besseren Verständnis der Rolle von Hämabbauprodukten und der BKCa-Kanäle am Pathomechanismus des Vasospasmus sollen die in den ersten beiden Teilprojekten geplanten Untersuchungen der neurovaskulären Reaktion im akuten Hirnschnittmodell der Maus beitragen. Neben diesen funktionellen Messungen soll in einem dritten Teilprojekt der Frage nachgegangen werden, inwiefern HDPs einen Umbau der Gefäßwand zerebraler Arterien auslösen.