Institut für Physiologie II
Promotionsstipendien I/2020
Thema: "Wirkung von cGMPS-Derivaten auf HCN-Kanäle"
Zusammenfassung:
Retinitis Pigmentosa (RP) ist eine Netzhauterkrankung, bei der ein progressiver Stäbchenund Zapfenverlust stattfindet. Ursächlich dafür kann ein Funktionsverlust der cGMPPhosphodiesterase 6 sein, welcher durch eine übermäßige cGMP-Akkumulation zur pathologischen Daueröffnung der CNG-Kanäle und zur Überaktivität der Proteinkinase G (PKG) in den Photorezeptorzellen führt. Ein potentieller Therapieansatz ist der Einsatz von antagonistischen cGMPS-Derivaten. Da auch eine Beteiligung der HCN-Kanäle an der Pathogenese von Retinitis pigmentosa diskutiert wird, soll in diesem Projekt die Wirkung verschiedener cGMPS-Derivate auf HCN2-Kanäle untersucht werden. Dafür wird die Patch- Clamp-Technik an Oozyten des südafrikanischen Krallenfrosches als heterologem Expressionssystem zur Anwendung kommen. Ziel ist hierbei, durch Erkenntnisse über das Aktivierungsverhalten der HCN-Kanäle die Entwicklung pharmakologischer cGMPS-Derivate zu optimieren. Dabei soll für eine Reihe von cGMPS-Derivaten, deren Wirksamkeit an HCN2 bereits belegt ist, eine genauere Analyse des HCN2-Schaltverhalten durchgeführt werden. Dazu werden die Parameter Effizienz, Potenz und Aktivierungskinetik bestimmt und der Einfluss der einzelnen cGMP-Substituenten auf diese Parameter untersucht.