Institut für Immunologie
Promotionsstipendien /2021
Thema:"Auswirkungen von Alarminen auf Mastzell-Effektorfunktionen"
Zusammenfassung:
Mastzellen sind vor allem fur ihre Rolle in der IgE-vermittelten Immunreaktion bekannt, bei der sie mittels IgE/Antigen-Kreuzvernetzung aktiviert werden. Eine andere Moglichkeit zur Aktivierung von Mastzellen ist die Stimulation durch Alarmine wie Interleukin-33 (IL-33) und Adenosintriphosphat (ATP). Die Bindung von IL-33 an seinen Rezeptor IL-33R (T1/ST2) fuhrt in den Mastzellen zur Produktion von Zytokinen und Chemokinen. ATP vermittelt seine biologischen Funktionen unter anderem uber den purinergen P2 Rezeptor, P2X7. Die Mechanismen, die zur ATP-induzierten Mastzellaktivierung fuhren, sind jedoch weniger gut charakterisiert. Unsere Vordaten zeigen, dass die simultane Stimulation mit IL-33 und ATP eine massive Zunahme der Produktion proinflammatorischer Zytokine in Mastzellen bewirkt. Interessanterweise handelt es sich dabei um Zytokine, die auch den Zytokinsturm bei schweren Verlaufen von COVID-19 ausmachen (z.B.: IL-2, IL-6 und GM-CSF). Wir nehmen an, dass die durch ATP und IL-33 hervorgerufene massive Mastzellaktivierung eine wichtige Rolle in der Pathogenese von schweren Verlaufen von COVID-19 spielt. Die Identifizierung der dabei beteiligten Signaltransduktionswege konnten daher wichtige Zielstrukturen fur mogliche therapeutische Ansatze aufzeigen.