Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
Promotionsstipendien I/2021
Thema:"Untersuchung epigenetischer Regulationen im murinen Modell des hämolytisch-urämischen Syndroms"
Zusammenfassung:
Epigenetik ist definiert als mitotisch und/ oder meiotisch vererbbare Veränderung der Genfunktion, die nicht auf Modifikation der Gensequenz zurückzuführen ist. Epigen. Regulation ist u. a. bedeutsam, um während Infektionen adäquate Abwehrreaktionen durch Immunzellen einzuleiten. Wegen der Bedeutung der Immunantwort in der Pathogenese des hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS), einer Form der thrombotischen Mikroangiopathie mit ausgeprägter Nierenbeteiligung, soll im vorliegenden Projekt untersucht werden, welche Rolle epigen. Modifikationen dabei einnehmen. In einem durch die betreuende Arbeitsgruppe etablierten murinen Modell des HUS sollen a) epigen. Modifikationen in den Nieren von gesunden und Shiga-Toxin-exponierten Mäusen verglichen, b) die Genexpression von Schlüsselenzymen epigen. Modifikation mittels qPCR ermittelt und c) mögliche Unterschiede mittels Immunoblot auf Proteinebene validiert werden. Zudem soll d) die Enzymaktivität der für das HUS relevanten Histondeacetylasen (HDACs) mittels Enzymaktivitätskits analysiert werden. Mittels e) Chromatin-Immunpräzipitation und anschließender Sequenzierung sollen mit dem HUS assoziierte epigen. Signaturen identifiziert werden, die Rückschlüsse auf die Rolle einer beeinträchtigten HDAC-Aktivität während des Krankheitsverlaufs erlauben.