Institut für Immunologie
Promotionsstipendien I/2021
Thema:"Interaktion von Fibroblastenartigen Synovialzellen und Mastzellen im Hintergrund der G6PIinduzierten Arthritis"
Zusammenfassung:
Als Teil des angeborenen Immunsystems können Mastzellen nach Aktivierung eine Vielzahl von Zytokinen ausschütten (z.B. IL-6, TNF, oder IL-10), die sowohl pro- als auch antiinflammatorisch wirken. Durch ihre hohe Expression von DAMP-Rezeptoren (z.B. IL-33 Rezeptor) sind Mastzellen zelluläre Sensoren für durch Gewebeschäden freigesetzte Alarmine (z.B. IL-33). Die Rolle von Mastzellen in der Rheumatoiden Arthritis (RA) bzw. in Tiermodellen für Arthritis ist noch unklar. In Vorarbeiten detektierten wir in fibroblastenartigen Synovialzellen (FLS) Stem cell factor (SCF) Transkripte, die durch entzündliche Zytokine wie TNF und IL-17A reguliert wurden. Eine Expression von SCF auf NIH/3T3-Fibroblasten konnte durch direkten Zell-Zell-Kontakt die Sensitivität von Mastzellen gegenüber dem Gewebe-Alarmin IL-33 konzentrationsabhängig verstärken. Das hier vorgestellte Projekt soll beschreiben, wie FLS die Aktivität von Mastzellen verändern. Die FLS stammen dabei entweder aus Mäusegelenken mit unterschiedlichem Schweregrad der Arthritis oder werden mit proinflammatorischen Stimuli aktiviert. Es sollen Verständnisgrundlagen geschaffen werden, wie das synoviale Milieu durch aktivierte FLS beeinflusst wird und welche Rolle Mastzellen dabei spielen, dieses Milieu aufrecht zu erhalten oder zu unterdrücken.