Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Promotionsstipendien I/2021
Thema:"Seitenunterschiede bei Patienten mit peripherer Fazialisparese: Vergleich von Hochgeschwindigkeitsaufnahmen des Gesichtes bei repetitiven Bewegungen"
Zusammenfassung:
Der Technologische Fortschritt der in Smartphones verbauten Kameras ermöglicht es uns, mit geringem Aufwand bei hoher Qualität Aufnahmen vom Gesicht unserer Patienten in exzellenter räumlicher und zeitlicher Auflösung aufzuzeichnen. Damit ist die Schwelle, regelmäßig und z.B. auch zu Hause optisch Veränderungen zu dokumentieren, enorm gesunken. Damit eröffnete sich die Frage, ob diese technologische Innovation nicht für die klinische Diagnostik verwenden werden kann, um unsere Patienten langfristig auch telemedizinisch nachverfolgen zu können. Mit kommerziellen Smartphones werden im Fazialis-Nerv-Zentrum Jena Hochgeschwindigkeitsaufnahmen von Patienten mit einer Defektheilung nach peripherer Fazialisparese aufgenommen. Einzelne Bewegungen wie lockerer und fester Augenschluss, Lächeln oder Stirn runzeln werde über 30 – 50 Mal wiederholt und diese Bewegungen anschließend analysiert und quantifiziert. Dabei soll die Reliabilität der Messungen, die inter- und intraindividuelle Variabilität der mimischen Bewegungen untersucht werden und auf Effekte wie Ermüdung und krankheitsspezifische Unterschiede hin untersucht werden.