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Betreuer: Prof. Dr. Martin Walter,
Klinik für Psychiatrie
Promotionsstipendien I/2021
Thema: "Einfluss von Ketamin auf Ruhezustandsmessungen im Gehirn und deren Assoziation zur peripheren BDNF-Konzentration bei therapierefraktärer Depression mittels funktioneller Magnetresonanztomographie."
Zusammenfassung: Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen und stellen eine große sozioökonomische Belastung dar. Trotz eines breiten Spektrums pharmakologischer Therapien sprechen viele Patienten nur unzureichend auf diese an. Ketamin ist im Bereich der Anästhesie und Notfallmedizin ein bewährt eingesetztes Medikament, dessen antidepressive Effekte in den letzten Jahren vermehrt untersucht wurden. Der positive Einfluss von Ketamin auf das „Default Mode Network" (DMN, ein Netzwerk aus Hirnregionen, die sich bei depressiven Patienten im Ruhezustand überaktiv zeigen) konnte bereits in gesunden Probanden gezeigt werden. In dieser Studie soll der Einfluss von Ketamin auf die Ruhekonnektivität des DMN und deren Assoziation zur Konzentration des Brain-derived neurotrophic factor (BDNF) untersucht werden. Hierzu wird bei Patienten die zu erwartende Verminderung der Ruhekonnektivität DMN-assoziierter Hirnregionen nach einer subanästhetischen Dosis von racemischem Ketamin mittels Ruhezustand-fMRT-Bildgebung analysiert. Weiterhin werden diese neuronalen Veränderungen mit dem peripher venös messbaren Wachstumsfaktor BDNF korreliert, welcher als Induktor neuronaler Plastizität gilt. Damit soll BDNF als potenzieller Biomarker für ein therapeutisches Ansprechen im Rahmen der Ketamin-Therapie evaluiert werden.