Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin (KAI)
Promotionsstipendien II/2017
Thema: "Bedeutung des Sphingosin-1-Phosphats und der AMP-aktivierten Kinase für die Integrität des glomerulären Endothels bei Inflammation und Sepsis – Eine In-vitro-Untersuchung in murinen glomerulären Endothelzellen"
Zusammenfassung:
Eine Störung der Integrität der endothelialen Barriere trägt maßgeblich zur Pathophysiologie der Sepsis bei und kann - neben anderen Organfunktionseinschränkungen - auch das Auftreten eines akuten Nierenversagens begünstigen. Sphingosin-1-Phosphat (S1P) ist ein körpereigenes bioaktives Sphingolipid, welches - vermittelt über den G-Protein-gekoppelten S1P-Rezeptor 1 (S1P1) - eine stabilisierende Wirkung auf die endotheliale Barriere hat. Es ist bekannt, dass S1P die AMP-aktivierte Proteinkinase (AMPK) phosphorylieren kann. Ein möglicher Beitrag dieses Signalweges zur Stabilisierung des glomerulären Endothels bei Inflammation/Sepsis wurde bisher noch nicht untersucht. Im Zuge dieser Promotionsarbeit soll in murinen glomerulären Endothelzellen (GENC) untersucht werden, ob der S1P-AMPK-Signaltranduktionsweg auch in der Niere zum Schutz der endothelialen Barriere in gesunden Zellen sowie in einem In-vitro-Modell der Sepsis beiträgt. Dazu soll a) durch Immunoblotting die Interaktion von S1P und AMPK nachgewiesen, b) durch elektrische Resistenzmessung die Effekte auf die endotheliale Barrierefunktion charakterisiert sowie c) die stabilisierenden Mechanismen und Downstream-Mediatoren ermittelt werden. In GENC-Zellen mit transientem AMPK-knockdown sollen die gewonnenen Ergebnisse verifiziert werden.