Klinik für Hals,- Nasen- und Ohrenheilkunde
Promotionsstipendien I/2025
Thema: "Charakterisierung von Präkanzerosen und von nicht-melanozytären Hauttumoren mithilfe multispektraler optoakustischer Tomografie im Format einer prospektiven unizentrischen Machbarkeitsstudie"
Zusammenfassung:
Das biophotonische Verfahren der multispektralen optoakustischen Tomographie (MSOT) kombiniert die Stärken der optischen und akustischen Bildgebung, indem sie laserinduzierten Ultraschall einsetzt. Dadurch entsteht ein hochauflösendes Bild des Gewebes, das nicht nur anatomische, sondern auch funktionelle Informationen liefert. Durch die Nutzung verschiedener Laserwellenlängen und einer Eindringtiefe von bis zu 6 cm können spezifische molekulare Marker wie Melanin, Wasser oder Hämoglobin im Gewebe Kontrastmittel-frei erfasst, quantifiziert und visualisiert werden. Da maligne Hauttumoren in der Regel durch einen erhöhten Stoffwechsel und eine verstärkte Angiogenese gekennzeichnet sind, ist beim Einsatz des MSOT-Verfahrens mit deutlichen HbO2- und HbR-Signalen zu rechnen. Auf diesen Kenntnissen b sierend, soll in einer Untersuchung von 30 Patient*innen am Universitätsklinikum Jena, die verdächtige Hautläsionen im Kopf-Hals-Bereich aufweisen, die Anwendung der MSOT bei Hauttumoren etabliert werden. Zudem soll explorativ die diagnostische Genauigkeit bei der Differenzierung zwischen Präkanzerosen und Tumoren evaluiert werden, indem die MSOT-Daten mit den Ergebnissen herkömmlicher diagnostischer Verfahren verglichen werden.