Klinik für Neurologie, AG Neurotoxizität und Neuroonkologie; Institut für Medizinische Mikrobiologie
Promotionsstipendien I/2025
Thema: "Nebenwirkungsbezogene Charaktierisierung des T-und B-Zell-Kompartiments im Blut von Immuntherapie-behandelten Tumorpatien:innen"
Zusammenfassung:
Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) haben sich in den letzten Jahren als bedeutende Behandlungsoption für Tumorpatient:innen etabliert. Neurologische Immuntherapie-assoziierte Nebenwirkungen, sog. neurological immune-related adverse events (n-irAEs), stellen jedoch nach wie vor eine erhebliche Herausforderung in Bezug auf ihre frühzeitige Erkennung und ihr Monitoring dar. Das vorliegende Promotionsprojekt ist Teil des translationalen Programms der laufenden, prospektiven NTox-PARTICIPATE-Studie (Ethikvotum: 2023-3023-BO). Besonderheit der Studie über alle Arbeitspakete hinweg ist das quantitative und qualitative neurologische Monitoring der Patient:innen, unabhängig von subjektiven Beschwerden. Ziel des Promotionsprojektes ist es, posttherapeutische Veränderungen in den T- und B-Zell-Populationen bei Tumorpatient:innen unter Immuntherapie zu untersuchen und mit dem Auftreten von n-irAEs zu korrelieren. Hierzu werden longitudinal Vollblutproben von 30 mit Immuncheckpoint-Inhibitoren behandelten Tumorpatient:innen sowie von 20 Kontrollpatient:innen ohne Immuntherapie mittels Fluorescence Activated Cell Sorting (FACS) im Hinblick auf die Zusammensetzung der T- und BZellen analysiert. Posttherapeutische individuelle Veränderungen während der Nebenwirkungen und über jeweils 12 Monate ab Therapiebeginn werden im Vergleich zum prätherapeutischen Status erfasst. Ziel ist es, Veränderungen in der Zahl und der Ausprägung von Aktivitätsmarkern von T- und B-Zellen zu identifizieren und diese in Bezug auf die Entwicklung von n-irAE zu analysieren. Die Pilotstudie soll dabei ein Immunzellprofil als Biomarker der Immuntherapieassoziierten Neurotoxizität für künftige Validierungsstudien definieren.