Sektion Pathologie; KIM III, Nephrologie
Promotionsstipendien I/2025
Thema: "Multiplex-Immunfluoreszenz (mIF) – Untersuchungen zur invasionsbiologischen Bedeutung der spatialen Organisation von oncofetalem Fibronektin, oncofetalem Tenascin-C und der Laminin g2-Kette im oralen Plattenepithelkarzinom (OSCC)"
Zusammenfassung:
Das orale Plattenepithelkarzinom (OSCC) ist eine der häufigsten malignen Neoplasien der Mundhöhle mit einer hohen Mortalität. Der Malignitätsgrad wird durch die Tumorzellmotilität bestimmt, die multifaktoriell reguliert wird. Neben zellinhärenten Faktoren spielt die extrazelluläre Matrix (ECM) als Leitstruktur eine entscheidende Rolle. In der Invasionsfront kommt es zu einem ECM-Umbau mit Reexpression fetaler Matrixproteinvarianten und Bildung von Multiproteinkomplexen. Die funktionalen Eigenschaften dieser als oncofetal bezeichneter ECM (oncfECM) wird durch die Quantität und Qualität der strukturellen Interaktion der oncfECM-Proteine bestimmt. Kenntnisse hierzu sind Grundlage für neue verbesserte Diagnostik- und Therapieansätze. Ziel des Projektes ist deshalb die vergleichende spatiale Analyse der Deposition der oncfECM-Proteine ED-A+ Fibronektin, B+ Tenascin-C sowie der Laminin g2 – Kette im OSCC mittels Multiplex-Immunofluoreszenztechnik. Der Einfluss auf Malignitätsgrad, Invasionsmuster und budding-Phänomen sowie der Stromaaktivierung soll validiert werden. Im Ergebnis werden Aussagen zum Einfluss komplexer oncfECM - Kompositionen auf die Tumorzellmigration und – transdifferenzierung im OSCC mit klinischer Implikation erwartet.