Kammerflimmern (ventrikuläre Fibrillation)
Eine sehr schnelle, unregelmäßige Herzfrequenz, die durch abnormale Impulse verursacht wird, die von mehreren Bereichen des Ventrikels ausgehen. Das Herz schlägt so schnell, daß es kein Blut mehr in den Körper pumpen kann. Das Herz kann im Zustand des Flimmerns über 300mal pro Minute schlagen. Eine Person mit Herzflimmern wird bewußtlos und braucht sofortige ärztliche Hilfe, damit sie überlebt.
Kapillaren
Feinste Blutgefäße, durch deren Wände Sauerstoff, Nährstoffe und Abfallprodukte gefiltert werden und so in das Gewebe hinein oder aus dem Gewebe heraus transportiert werden.
Kardiologie
Umfaßt Diagnostik und Behandlung der Herz- und Kreislauferkrankungen.
Kardiomyopathie
Krankheit des Herzmuskels mit einer Beeinträchtigung der Herzfunktion. Es gibt drei Formen: die dilatative, hypertrophe und restriktive Kardiomyopathie.
Kardioplegielösung
Flüssigkeit mit hohem Kaliumgehalt, mit deren Hilfe der Herzmuskel während einer Operation am offenen Herzen stillgelegt wird.
Kardioversion
Das Stoppen einer schnellen Herzfrequenz durch einen elektrischen Impuls, der zur gleichen Zeit wie der Herzschlag abgegeben wird. Eine geringe bis mittlere Energie wird eingesetzt, um den normalen Herzrhythmus wiederherzustellen.
Katecholamine
Körpereigene Stoffe, die die Schlagkraft des Herzens günstig beeinflussen; auch als Medikamente erhältlich und oft nach Operationen eingesetzt.
Katheter
Dünner Kunststoffschlauch.
Kawasaki-Syndrom (mukokutanes Lymphknotensyndrom)
Hochfieberhafte Krankheit mit Hautausschlag und Lymphknotenschwellung, welche überwiegend kleinere Kinder befällt. Als Komplikation können Aussackungen an den Herzkranzgefäßen entstehen.
Keloid
Überschießendes, dickes Narbengewebe der Haut nach einer Operation.
Kernspintomographie
Modernes, sehr aufwendiges Verfahren, mit dem detaillierte Bilder vom Körper oder von einzelnen Organen gewonnen werden können. Das Prinzip beruht auf Magnetwellen. Die Patienten müssen bei der Untersuchung in einem tunnelförmigen Untersuchungsgerät längere Zeit sehr ruhig liegen.
Klappenstenose
Verengung einer Herzklappe.
Kollaps
Zusammensinken, welches mit Bewußtlosigkeit einher gehen kann. Beruht der Kollaps auf einer Herzrhythmusstörung oder einem Herzfehler, spricht man von einer Synkope.
Kollateralen
kleine Blutgefäße, die bei einem Verschluß eines Hauptgefäßes die Blutversorgung der Organe auf Umwegen übernehmen und dann größer werden. So entsteht schließlich ein Kollateralkreislauf.
Kommissurotomie
Chirurgische Öffnung oder Erweiterung einer Herzklappe.
Kontraktion
Das rhythmische Zusammenziehen des Herzmuskels, das dazu dient, das Blut aus den Herzkammern in den Körper zu pumpen. Diese Kontraktion fährt dazu, daß das Herz schlägt.
Koronargefäße
Herzkranzgefäße. Es gibt 2 Herzkranzgefäße: Die rechte Herzkranzarterie versorgt vor allem die rechte Herzhälfte, die linke Herzkranzarterie vor allem die linke Herzhälfte.
Koronare Herzerkrankung (KHK)
hierbei besteht ein Mißverhältnis zwischen Blutbedarf und tatsächlicher Durchblutung des Herzmuskels. Ursache ist eine fortschreitende Arteriosklerose der Herzkranzgefäße. Durch fetthaltige Ablagerungen in der Intima entstehen atheromatöse Veränderungen, die zum Zelluntergang und schließlich zu einer starken Vermehrung der Bindegewebsfasern in dieser Wandschicht führen (Sklerose). Herdförmige Ablagerungen von Cholesterinkristallen (Atherome) in der Intima lösen entzündliche Reaktionen aus. Schließlich kommt es zu Kalkablagerungen, die Herde brechen auf, und es entstehen Geschwüre, auf denen sich Blutgerinnsel ablagern können. Der vollständige Verschluß einer Herzkranzarterie führt zum Herzinfarkt mit Absterben des betroffenen Gewebes.
Kunstklappe
Künstliche Herzklappe.