Am 07.05.2025 fand zum 20. Mal der Nachwuchswissenschaftlertag am Forschungszentrum Lobeda (FZL) statt.
In 10 Vorträgen und 25 Postern stellten Masterstudenten und Doktoranden aus dem Bereich der klinischen Forschung ihre aktuellen Arbeiten vor.
Eine Fachjury bestehend aus der Direktorin des Institutes für Immunologie und Professorin für Immunologie, Prof. Dr. Diana Dudziak, dem Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und Professor für Pädiatrie, Prof. Dr. Till Milde sowie dem Direktor der Klinik für Hautkrankheiten und Professor für Dermatologie, Prof. Dr. Mario Fabri.
Die besten Poster wurden durch ein Abstimmverfahren durch alle Arbeitsgruppen des FZL bewertet.
Den 1. Vortragspreis gewann Norbert Kinitz aus der AG von Prof. Britt Wildemann an der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie. Er stellte ihre Ergebnisse zum Thema Senolytics as potential modulators of cellular senescence and inflammation in osteoarthritis vor:
"Arthrose ist eine schmerzhafte, degenerative Erkrankung des Gelenks mit eingeschränkten Therapieoptionen. Um neue Behandlungsansätze zu entwickeln, wurde in dem Forschungsvorhaben der Einfluss ausgewählter Wirkstoffe auf alters- und diabetesbedingte Veränderungen in verschiedenen Zelltypen arthrotischer Gelenke untersucht. Die Ergebnisse zeigen das Potenzial dieser Wirkstoffe, zelluläre Veränderungen sowie entzündungsfördernde Mediatoren im arthrotischen Gelenk zu reduzieren und somit pathologische Veränderungen zu verzögern oder umzukehren."
Der 2. Vortragspreis ging an Anna Gomeniuk (AG NANOINFECT, AG von Junior-Prof. Dr. Adrian Press, Klinik für Anästhesie und Intensivtherapie). Sie präsentierte einen Vortrag zum Thema Protein Kinase C alpha is a key driver in the pathogenesis of sepsis-associated liver failure.
Weiterhin konnten zwei erste Posterpreise vergeben werden. Fabian Munzert (Institut für Rechtsmedizin, Sektion Pathologie, AG Experimentelle Tumorpathologie, PD Dr. Yuan Chen) präsentierte ein Poster zum Thema Systematic analysis of the homeodomain-containing gene HOPX in non-small cell lung cancer. Sein Projekt beschäftigt sich mit dem Tumorsuppressor-Gen HOPX, welches in nicht-kleinzelligem Lungenkrebs häufig herunterreguliert ist. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass HOPX die Wirksamkeit bestimmter Krebsmedikamente beeinflusst und mit Veränderungen im Zellstoffwechsel sowie der Immunzellinfiltration assoziiert ist. Besonders der EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitor Gefitinib erwies sich als vielversprechend bei HOPX-transfizierten Zellen, wobei Unterschiede zwischen Plattenepithel- und Adenokarzinom beobachtet wurden.
Alin Mishel Hernandez Bustos (Klinik für Geburtsmedizin, Placenta-Labor, Dr. José-Martin Murrietta Coxca) gewann einen weiteren Posterpreis zum Thema Membrane-bound mitochondrial DNA: a potential senescence signal in placenta tissue. Sie stellte fest, dass Plazentazellen (Trophoblastenzellen) erhöhte Mengen an mitochondrialer DNA (mtDNA) freisetzen, die in extrazellulären Vesikeln (EVs) verpackt sind. Diese in EVs enthaltene mtDNA könnte Schadenssignale an benachbarte gesunde Zellen weitergeben.
Herzlichen Glückwunsch allen Preisträgern!
Vielen Dank an alle, die diesen Tag wieder zu einem gelungenem Ereignis gemacht haben und die zahlreiche Teilnahme. Herzlichen Dank auch an alle Sponsoren, ohne die so ein Tag nicht möglich ist.
Vielen Dank!