Zentrum für Sepsis und Infektionsforschung

Das Zentrum für Sepsis und Infektionsforschung (Center for Sepsis Control & Care, kurz CSCC) ist ein Zentrum am Universitätsklinikum Jena (UKJ) und koordiniert dessen Forschungsschwerpunkt Sepsis und Infektionsmedizin. Das CSCC fördert die interdisziplinäre Vernetzung von patientennaher Grundlagenforschung mit klinischer Forschung im Bereich der Sepsis und schwer behandelbarer Infektionen. Dabei ermöglicht das CSCC einen offenen und breit gefächerten wissenschaftlichen Austausch und setzt sich zudem für die Nachwuchsförderung und die Karriereentwicklung in der klinischen Forschung ein.

Gegründet wurde das CSCC 2010 als „Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum Sepsis und Sepsisfolgen“ und wurde zehn Jahre lang wurde es als eines von acht integrierten Forschungs- und Behandlungszentren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Zu den Aufgaben und Zielen des CSCC gehören Organisation und Management des Forschungsschwerpunktes Sepsis und Infektionsmedizin, strukturierte Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses und Karriereförderung sowie die Verbesserung der Versorgung. Nicht zuletzt widmet sich das Zentrum auch der Information und Aufklärung der Allgemeinheit über lebensbedrohliche Infektionen und Sepsis.

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Kontakt

Zentrum für
Sepsis und Infektionsforschung
Center for Sepsis Control and Care (CSCC)
Universitätsklinikum Jena
Am Klinikum 1
07747 Jena

Sprecher

Prof. Dr. Michael Bauer
Prof. Dr. André Scherag

Geschäftsführung
 Dr. Katja Lehmann-Pohl

Sekretariat
Birgit Häfner

Bachstr. 18, Gebäude 4, EG

weitere Kontakte

Center for Sepsis Control and Care

Das Zentrum für Sepsis und Infektionsforschung (Center for Sepsis Control & Care, kurz CSCC) ist ein Zentrum am Universitätsklinikum Jena (UKJ) und koordiniert dessen Forschungsschwerpunkt Sepsis und Infektionsmedizin. Das CSCC fördert die interdisziplinäre Vernetzung von patientennaher Grundlagenforschung mit klinischer Forschung im Bereich der Sepsis und schwer behandelbarer Infektionen. Dabei ermöglicht das CSCC einen offenen und breit gefächerten wissenschaftlichen Austausch und setzt sich zudem für die Nachwuchsförderung und die Karriereentwicklung in der klinischen Forschung ein.
Gegründet wurde das CSCC 2010 als „Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum Sepsis und Sepsisfolgen“ und wurde zehn Jahre lang als eines von acht integrierten Forschungs- und Behandlungszentren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Zu den Aufgaben und Zielen des CSCC gehören Organisation und Management des Forschungsschwerpunktes Sepsis und Infektionsmedizin, strukturierte Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses und Karriereförderung sowie die Verbesserung der Versorgung. Nicht zuletzt widmet sich das Zentrum auch der Information und Aufklärung der Allgemeinheit über lebensbedrohliche Infektionen und Sepsis.

Center for Sepsis Control and Care

Aufgaben und Ziele Forschung

Das CSCC koordiniert und unterstützt translationale und klinische Forschung auf dem Gebiet lebensbedrohlicher Infektionen, insbesondere der Sepsis und ihrer Folgeerkrankungen. Wesentlich ist dabei die Förderung der Translation von basiswissenschaftlichen Forschungsergebnissen in eine verbesserte Prävention, Diagnose und Therapie. Dadurch sind der fächerübergreifende Austausch und die Zusammenarbeit zentrales Element der Zentrumsarbeit, ebenso wie Vernetzung mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern.

Karriereförderung

Das CSCC unterstützt die wissenschaftliche Aus- und Weiterbildung von Studierenden und Forschenden der Lebens- und Naturwissenschaften sowie junger Ärztinnen und Ärzte. Dabei werden geschützte Forschungszeiten und der interdisziplinäre Austausch gefördert. Es beteiligt sich damit aktiv an der Weiterentwicklung von Strukturen zur Karriereförderung am Universitätsklinikum Jena.

Öffentlichkeitsarbeit und Verbesserung der Versorgung

Das CSCC stärkt das Bewusstsein hinsichtlich der Prävention, frühzeitigen Erkennung und Behandlung von Sepsis und schweren Infektionserkrankungen bei ärztlichem und Pflegepersonal sowie in der Gesellschaft. Es fördert die evidenzbasierte Weiterentwicklung von ärztlichen Leitlinien zu diesen Themen.


Arbeitsfelder

Das Center for Sepsis Control and Care deckt, entsprechend seiner Zielstellung, mehrere Aufgabenfelder ab.

Zentral ist dabei die Unterstützung und Vernetzung von Forschung und Behandlung, also die Initiierung und Umsetzung von wissenschaftlichen Projekten und klinischen Studien in den vier Forschungsfeldern des Zentrums.

Wesentliche Forschungsinfrastrukturen wurden im Laufe der BMBF-Förderung aufgebaut und erweitert. Diese nachhaltigen Methodenplattformen sind nunmehr in den Mitgliedseinrichtungen verankert und unterstützen mit ihrer Expertise die wissenschaftlichen Projekte des CSCC.

Training und Karriereentwicklung sind in die Forschungsaktivitäten eingebettet. Neben möglichst frühzeitiger Einbindung des wissenschaftlichen Nachwuchses in die translationale und klinische Forschung, bietet das CSCC Studierenden hier strukturierte Betreuung, Lehrangebote zu wissenschaftlichen Kernkompetenzen sowie Kurse zum Erwerb interdisziplinärer Kompetenzen und "soft skills".

Das Management koordiniert die Aktivitäten in den anderen Modulen und sorgt für den reibungslosen Ablauf aller administrativen Belange. Natürlich gehören auch Qualitätsmanagement und Öffentlichkeitsarbeit zu den Aufgaben der CSCC-Geschäftsstelle.



Zentrumsleitung

Organisation und Gremien

Prof. Dr. Michael Bauer
Sprecher der Zentrumsleitung CSCC,
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Jena
Prof. Dr. André Scherag
Stellvertretender Sprecher der Zentrumsleitung CSCC,
Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Datenwissenschaften (IMSID), Universitätsklinikum Jena
Prof. Dr. Christian Geis
Zentrumsleitung CSCC,
Hans-Berger Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Jena
Prof. Dr. Mathias Pletz
Zentrumsleitung CSCC,
Institut für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene
Prof. Dr. Andreas Stallmach
Zentrumsleitung CSCC,
Klinik für Innere Medizin IV, Universitätsklinikum Jena

Organisation und Gremien

Die Mitgliederversammlung setzt sich aus ordentlichen Mitgliedern mit Stimmrecht und assoziierten Mitgliedern ohne Stimmrecht zusammen.

Ordentliche Mitglieder sind Struktureinrichtungen, die einen signifikanten Beitrag zu Infrastruktur, Personal oder Finanzen des Zentrums leisten. Sie beheimaten Forschungsgruppen sowie zentrale Infrastruktur des CSCC. Die Mitgliedseinrichtungen werden durch die Einrichtungsleitung oder eine dauerhafte Vertretung in der Mitgliederversammlung vertreten. Die ordentlichen Mitglieder geben die allgemeinen Zielstellungen des Zentrums vor, wählen die Zentrumsleitung und entscheiden über die Aufnahme weiterer Struktureinheiten.

Assoziierte Mitglieder ohne Stimmrecht können Forschende oder Ärztinnen und Ärzte aller Karrierestufen werden. Voraussetzung sind wissenschaftliche Projekte, die inhaltlich im Bereich Sepsis- und Infektionsforschung angesiedelt sind. Über die Aufnahme von assoziierten Mitgliedern entscheidet die Zentrumsleitung. Assoziierte Mitglieder werden aktiv in das Forschungsnetzwerk des CSCC eingebunden. Sie erhalten regelmäßig Informationen zur Zentrumsarbeit und Einladungen zu Fachveranstaltungen im Netzwerk. Außerdem können assoziierte Mitglieder zur themengebundenen Beratung der Zentrumsleitung eingeladen werden und so einen Beitrag zur Lenkung des CSCC leisten.

Die Zentrumsleitung besteht aus fünf Mitgliedern, die durch die Mitgliederversammlung gewählt und durch den Klinikumsvorstand bestellt wird. Die Zentrumsleitung ist unter anderem für die Umsetzung der Rahmenvorgaben und Zielstellungen verantwortlich und lenkt die mittel- und langfristige strategische Entwicklung des CSCC.

Die Geschäftsführung verantwortet die inhaltliche, strukturelle und finanzielle Organisation im Hinblick auf Ziele des Zentrums und betreut die Gremien-, Öffentlichkeits- und Nachwuchsarbeit.

Der externe wissenschaftlicher Beirat besteht aus drei international anerkannten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, deren wissenschaftliches Profil den inhaltlichen Schwerpunkten des Zentrums entspricht. Der Beirat berät in strategischen Fragen und in Bezug auf internationale Kooperationen.



Beteiligte Einrichtungen

Beitragende Einrichtungen

Nach Auslaufen der BMBF-Förderung wurde das CSCC Anfang 2021 formal neu gegründet und seine Organisationsstruktur angepasst, um der eines Zentrums am UKJ voll zu entsprechen. Zwölf Kliniken bzw. Institute des UKJ und zwei außeruniversitäre Forschungsinstitute zählen aktuell zu den ordentlichen Mitgliedern. Die Direktoren bzw. Leiter der jeweiligen Einrichtungen oder deren benannte Vertretung repräsentieren diese in der Mitgliederversammlung.

Ordentliche Mitglieder, vertreten durch

 



Kontakt

Zentrum für Sepsis und Infektionsforschung
Center for Sepsis Control and Care (CSCC)

Universitätsklinikum Jena
Am Klinikum 1
07747 Jena

T + 49 (0)3641 - 9 32 33 74
F + 49 (0)3641 - 9 32 33 79

 

Ansprechpartner in der CSCC-Geschäftsstelle
Dr. rer. nat. Katja Lehmann-Pohl
Center for Sepsis Control and Care,
Geschäftsführung,
Qualitäts-, Projekt- und Karrieremanagement
Bachstr. 18
07743 Jena
katja.lehmann-pohl@med.uni-jena.de
Telefon: +49 3641 9 323346
Fax: +49 3641 9 323379
Birgit Häfner
Center for Sepsis Control and Care,
Geschäftsstelle,
Sekretariat
Bachstr. 18
07743 Jena
birgit.haefner@med.uni-jena.de
Telefon: +49 3641 9-323374
Fax: +49 3641 9-323379
Mandy Sack
Center for Sepsis Control and Care,
Geschäftsstelle,
Finanzcontrolling
Bachstr. 18
07743 Jena
mandy.sack@med.uni-jena.de
Telefon: +49 3641 9 323377
Fax: +49 3641 9 323379


Aktuelles

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Verbundforschung zum Thema Long-COVID bei Kindern

09.10.2021

Verbundforschung zum Thema Long-COVID bei Kindern

In einem vom BMBF geförderten Verbund erforschen Kindermediziner des Universitätsklinikums Jena gemeinsam mit Partnern der Universitäten Ilmenau und Magdeburg das Krankheitsbild Long-COVID bei Kindern und Jugendlichen
Kinderkardiologe Dr. Daniel Vilser erforscht das Krankheitsbild Long-COVID bei Kindern und Jugendlichen. Foto: UKJ

Jena (vdG/UKJ). Nach der Überwindung einer akuten SARS-CoV-2-Infektion können auch Kinder unter Spätfolgen leiden. Jedoch fehlen genaue Daten zur Long-COVID-Erkrankung, ebenso wie diagnostische und therapeutische Leitlinien oder spezielle Rehabilitationsprogramme für Kinder und Jugendliche. Das will ein Forschungsteam am Universitätsklinikum Jena, der TU Ilmenau und der Universität Magdeburg im Projekt LongCOCid ändern. Als einziger von insgesamt zehn Verbünden, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bei der Erforschung der COVID-19-Spätfolgen gefördert werden, widmet er sich speziell den Kindern. „Wir wollen zunächst ein umfassendes Bild der Erkrankung erhalten und katalogisieren dazu in unserer Long-COVID-Ambulanz systematisch die Beschwerdesymptomatik“, so Dr. Daniel Vilser. Der Kinderkardiologe und Oberarzt in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Jena koordiniert den Verbund.

In die Datensammlung fließen ebenso Ultraschalluntersuchungen von Herz, Lunge und Lungenfunktion mit Entzündungsmarkern sowie Analysen der Gefäßfunktion am Augenhintergrund ein. Mit Hilfe Herz-Lungen-Belastungstests wird die Leistungsfähigkeit der Betroffenen gemessen. Im Blut werden außerdem immunologische Marker und Stoffwechselprodukte erfasst, die auf eine Entzündung am Gefäßsystem oder Abbauprozesse im Gehirn hinweisen könnten. Dr. Vilser: „Die Förderung ermöglicht uns die so dringende wissenschaftliche Aufarbeitung der Versorgungdaten aus unserer Ambulanz.“

In einem weiteren Projektteil arbeitet das Team mit niedergelassenen Kinderärztinnen und -ärzten zusammen, um die Krankheitslast von Kindern nach einer SARS-CoV-2-Infektion zu erfassen. Sie wird mit der Belastung von Kindern verglichen, die an einer anderen Infektion erkrankt waren. Diese Kontrollgruppe dient der Abgrenzung der Post-COVID-Symptome von allgemeinen Folgen der Pandemie. Ziel des Forschungsteams ist es, mit fundierten Daten und Erkenntnissen über die Long-COVID-Erkrankung dazu beizutragen, spezielle Behandlungen für Kinder und Jugendliche sowie deren Rehabilitation zu etablieren.

Kontakt:

Dr. Daniel Vilser
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Jena
Daniel.Vilser@med.uni-jena.de            
Telefon: +49 3641 9-329543



CSCC-Wissenschaftlerin erhält Förderpreis

27.09.2021

CSCC-Wissenschaftlerin erhält Förderpreis

Auszeichnung für Stefanie Deinhardt-Emmer
Prof. Klaus Pfeffer (l.) und Prof. Volkhard Kempf (r.) von der Stiftung der Fachgesellschaft übergeben den Förderpreis an Dr. Stefanie Deinhardt-Emmer. Foto: DGHM

Dr. Stephanie Deinhardt-Emmer wird mit dem diesjährigen Förderpreis der Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie ausgezeichnet.

Den Preis erhält sie für Ihre Forschungsleistung zum Thema virale Infektionen und viral/ baterielle Koinfektionen bei Pneumonie, die sie initial mit einer CSCC-Förderung startete.

Wir gratulieren herzlich! 

 

Link zur Pressemitteilung des UKJ

 

   


CSCC-Nachwuchswissenschaftlerin erhält Preis für Studienprojekt

06.10.2021

CSCC-Nachwuchswissenschaftlerin erhält Preis für Studienprojekt

Intensivmedizinisches Studienprojekt aus Jena ausgezeichnet

Die Europäische Gesellschaft für Intensivmedizin (ESICM) vergibt ihren diesjährigen Levi-Montalcini Biomedical Science Award an Dr. Julia Leonhardt. Die junge Assistenzärztin der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Jena kann damit ihr Studienprojekt zur Untersuchung des Gallensäureprofils beim Leberversagen umsetzen.

Dr. Julia Leonhardt vom Universitätsklinikum Jena erhält den diesjährigen Levi-Montalcini Biomedical Science Award der Europäischen Gesellschaft für Intensivmedizin (ESICM). Foto: Michael Szabó/UKJ

Jena (vdG/UKJ). Sie können weit mehr als Fett verdauen: Gallensäuren werden von der Leber in den Darm abgegeben, um hier Nahrungsfette zu emulgieren. Seit einigen Jahren weiß man jedoch, dass Gallensäuren auch als Botenstoffe wirken, über die Körperzellen miteinander kommunizieren können. Zum Beispiel binden Gallensäuren bei Abwehrzellen an einem speziellen Rezeptor, der die Immunzellen in ihrer Funktion abschaltet. Wahrscheinlich sorgen die Gallensäuren so dafür, dass sich die Abwehrzellen nicht gegen nützliche Darmbakterien richten.

Was geschieht jedoch, wenn sich durch ein Versagen der Leberfunktion die Gallensäuren ins Blut zurückstauen? Das Jenaer Forscherteam um Dr. Julia Leonhardt konnte in diesem Jahr erstmals zeigen, dass Gallensäuren im Blut von Patienten mit Leberversagen Blutimmunzellen abschalten und so die körpereigene Abwehrreaktion bei Infektionen schwächen. Dieser Mechanismus ist mit einer deutlich erhöhten Sterblichkeit verbunden. Zur Fortführung dieses Forschungsprojektes hat die Preisjury der Europäischen Gesellschaft für Intensivmedizin Frau Leonhardt nun mit dem Levi-Montalcini Biomedical Science Award ausgezeichnet.

„Wir möchten die Gallensäureprofile im Blut und ihren Einfluss auf das Immunsystem, Infektionen und die Sterblichkeit bei Intensivpatienten mit Leberversagen im Rahmen einer größeren multinationalen Studie systematisch untersuchen“, so die junge Assistenzärztin der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Der Preis ermöglicht es der Nachwuchswissenschaftlerin, Blutserumproben und Daten von Intensivpatienten mehrerer europäischer Kliniken auszuwerten, um die Rolle der Gallensäuren und deren Potential für neue Behandlungsansätze gegen Immundysfunktionen bei Leberversagen weiter aufzuklären.

Bereits während ihres Medizinstudiums an der Charité Berlin forschte Julia Leonhardt erfolgreich an G-Protein-gekoppelten Rezeptoren. In ihrer Dissertation analysierte sie die Funktion von Rezeptoren der Immun- und Blutdruckregulation. Für ihre Facharztweiterbildung wechselte sie an die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin nach Jena und bearbeitete unter der Leitung von Prof. Michael Bauer und Prof. Regine Heller eigene Projekte in der Grundlagenforschung am Zentrum für Sepsis und Sepsisfolgen CSCC. Sie nimmt am Mentoring-Programm der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin teil.

Der Förderpreis der Europäischen Gesellschaft für Intensivmedizin ist nach der italienischen Medizinerin Rita Levi-Montalcini benannt, die für die Entdeckung körpereigener Faktoren für das Zellwachstum mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Die über 9.000 Mitglieder zählende internationale Fachgesellschaft vergibt den mit 20.000 Euro dotierten Preis an junge Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen, um sie in der intensiv- und notfallmedizinischen Forschung zu unterstützen.  

Originalpublikation:
Leonhardt J, et al. Circulating Bile Acids in Liver Failure Activate TGR5 and Induce Monocyte Dysfunction. Cell Mol Gastroenterol Hepatol 2021;12(1):25-40. doi: 10.1016/j.jcmgh.2021.01.011.

Weitere Informationen:
https://www.esicm.org/awards-2021/

Kontakt:

Dr. Julia Leonhardt
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Jena
Tel.: +49 3641 9323101
E-Mail: Julia.Leonhardt@med.uni-jena.de   



24.09.2021

Post-COVID Symposium

Interdisziplinäres CSCC-Symposium am 05. Oktober 2021
Bild: M.Leitner/UKJ
Austausch zu Behandlungs- und Forschungsansätzen

Unterschiedliche Beschwerden noch Monate nach überstandener SARS-COV2 Infektion zeichnen das Krankheitsbild Post-COVID aus. Noch immer sind dabei viele Frage ungeklärt und stellen Forscher und Ärzte vor eine große Herausforderung. Für ein besseres Verständnis und die Beantwortung zentraler Fragestellungen ist eine interdisziplinäre Betrachtungsweise unabdingbar.

Dies ist Ziel des am 05.10.21 ab 15.00Uhr stattfindenen Post-COVID Symposiums. Vertreter unterschiedlicher Fachdisziplinen tauschen sich dabei zu aktuellen Entwicklungen in Forschung- und Behandlung bei Post-COVID aus und diskutieren Kooperationsmöglichkeiten.

Die Veranstaltung findet via ZOOM statt. Informationen zum Inhalt und den Einwahl-Link entnehmen Sie bitte der Agenda. Bei Fragen zur Veranstaltung  wenden Sie sich bitte an die CSCC-Geschäftsstelle (cscc@med.uni-jena.de).

 



13.09.2021

WELT SEPSIS TAG am 13.09.

WELT SEPSIS TAG am 13.09.

Auch in diesem Jahr bestimmt SARS-COV2 das aktuelle Geschehen rund um den Welt-Sepsis-Tag. Im schlimmsten Fall kann eine SARS-COV2-Infektion gar zu einer Sepsis führen. 

So stand das diesjährige SEPSIS UPDATE zu seinem 10-jährigen Jubiläum auch ganz unter dem Motto "BEYOND THE PANDEMIC". International renomierte Experten tauschten sich vom 08.-10.09. in Weimar zum aktuellen Wissenstand rund um das Thema COVID und Sepsis aus. Auch wenn es noch viele offenen Fragen zum Verlauf und möglichen Therapien gibt, eines steht fest: 

Impfungen und die Einhaltung der AHA-Regeln helfen Infektionen vorzubeugen und somit das Risiko einer Sepsis zu verringern!


WEIMAR SEPSIS UPDATE

01.08.2021

Weimar Sepsis Update 2021

Internationaler Sepsis Kongress vom 08. bis 10. September

Es ist wieder soweit!

Vom 08. bis zum 10. September findet mit dem Weimar Sepsis Update einer der wichtigsten internationalen Kongresse auf dem Gebiet der Sepisforschung statt.

Unter dem Motto "Jenseits der Pandemie" kommen international anerkannte Experten zusammen, um den heutigen Stand der Sepsisforschung und -behandlung zu diskutieren, die derzeit strittigen diagnostischen Fragen anzusprechen und die Richtung der künftigen Forschung aufzuzeigen. Die COVID-19-Pandemie wird dabei auch Themengeber sein. https://sepsis-update.de/topics-program.

 

Ein Registrierung ist unter folgendem Link möglich: https://sepsis-update.de/registration.

UKJ-Mitarbeiter erhalten eine 20%ige Ermäßigung auf die reguläre Teilnahmegebühr.

Bei Fragen zur Anmeldung und zum Kongress wenden Sie sich bitte an: weimarsepsisupdate@med.uni-jena.de.



28.05.2021

Post-COVID: Geheilt, aber nicht gesund

Post-COVID: Geheilt, aber nicht gesund UKJ richtet fächerübergreifende Post-COVID-Arbeitsgruppe ein
Dr. Daniel Vilser, Leitender Oberarzt und Kardiologe in der Kinderklinik, versorgt Kinder und Jugendliche, die an einem Long-COVID-Syndrom leiden. Foto: UKJ / Rodigast

Jena (UKJ). Mehr als 126.000 Thüringer haben sich bisher nachweislich mit SARS-COV-2 infiziert – die Höhe der Dunkelziffer ist unbekannt. Auch nach einer scheinbaren Heilung leiden viele von ihnen unter einem so genannten Post-COVID-Syndrom. „Dabei ist nicht ausschlaggebend, ob die Betroffenen stationär behandelt wurden oder milde Verläufe zu Hause auskurierten“, so Professor Andreas Stallmach, Direktor der Klinik für Innere Medizin IV am Universitätsklinikum Jena (UKJ).

Zu den typischen Post-COVID-Symptomen zählen ein chronisches Erschöpfungssyndrom (chronische Fatigue), depressive und kognitive Störungen sowie eine eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit, Luftnot und Husten oder auch ein gestörter Geruchs- und Geschmackssinn. „Diese Beschwerden können über viele Monate anhalten und beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen deutlich“, so Professor Stallmach. Rund 75 Prozent der Erwerbstätigen fühlen sich durch diese Symptomatik in ihrer beruflichen Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Doch nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche können an einem Post-COVID-Syndrom erkranken. Die Verläufe ähneln sich. Auch Kinder und Jugendliche können durch die Symptome so sehr eingeschränkt sein, dass sie nicht in der Lage sind, am Schulunterricht oder an ihrer Berufsausbildung teilzunehmen.

Diagnose und Behandlung eines Post-COVID-Syndroms erfordern besondere Erfahrung und die Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen. Daher ist am UKJ jetzt eine fächerübergreifende Post-COVID-Arbeitsgruppe eingerichtet worden, die am Zentrum für Sepsis und Infektionsforschung („Center for Sepsis Control and Care“, CSCC) angesiedelt ist. Experten der Inneren Medizin, Neurologie, Psychiatrie, Augenheilkunde und Hals-Nasen-Ohren-Medizin sowie Vertreter der Kinder- und Jugendmedizin arbeiten hier zusammen.

Das Ziel der Post-COVID-Arbeitsgruppe ist die fachübergreifende Versorgung von Betroffenen, unabhängig vom Lebensalter. Moderne Diagnose und Behandlungskonzepte gehören ebenso zum Konzept wie telemedizinische Therapien. Um möglichst schnell durch verbreitertes Wissen über das Post-COVID-Syndrom zu einer verbesserten Patientenversorgung beizutragen, werden die Daten der teilnehmenden Patientinnen und Patienten in einem Register erfasst.

 

Kontakt:

Koordinatorin der KIM IV Post-COVID-Ambulanz
Frau Geißler
Tel. 03641 - 9 324283



19.05.2021

EGIS- Gruppe veröffentlicht Übersichtsartikel zu SARS-CoV-2 ausgelösten Erkrankungen

EGIS- Gruppe veröffentlicht Übersichtsartikel zu SARS-CoV-2 ausgelösten Erkrankungen Gemeinsame Pressemitteilung des Universitätklinikums Jena, des Ludwig Boltzmann Institut für Experimentelle und Klinische Traumatologie in Wien und der Universitätsmedizin Göttingen
Coronavirus SARS-CoV-2: Die European Group on Immunology of Sepsis versteht die von ihm ausgelöste COVID-19-Erkrankung als neuartige schwere Lungeninfektion mit einem ausgeprägten vaskulären Entzündungsanteil. Quelle:CSCC/UKJ

In einer aktuell in Lancet Respiratory Medicine erschienenen Übersichtsarbeit fasst die European Group on Immunology of Sepsis (EGIS) die wichtigsten Erkenntnisse der durch SARS-CoV-2 ausgelösten COVID-19-Erkrankung kritisch zusammen. Die von Wissenschaftlern aus Wien, Göttingen und Jena koordinierte Autoren-Gruppe versteht COVID-19 als eine neuartige virale Erkrankung mit einem ausgeprägten vaskulären Entzündungsanteil, die in schweren Verläufen durch eine fehlregulierte Immunantwort auf die virale Infektion gekennzeichnet ist.

Jena/ Wien/Göttingen (vdG/UKJ). Die seit anderthalb Jahren währende COVID-19-Pandemie hat einen beispiellosen Wettlauf um wissenschaftliche Erkenntnisse angestoßen, wie die Ansteckung zurückgedrängt und die Ausmaße und Folgen der Erkrankung begrenzt werden können. Die daraus entstehende Flut von wissenschaftlichen Daten nahezu aller biomedizinischen Fachdisziplinen ist selbst für Experten kaum noch beherrschbar. Es fällt zunehmend schwer, fundierte Erkenntnisse, vorläufige Befunde und Hypothesen auseinanderzuhalten – mit merklichen Folgen, auch was das Vertrauen der Bevölkerung in die Wissenschaft betrifft.

Während Maßnahmen zur Infektionsprävention schnell bekannt und Impfungen im Rekordtempo entwickelt wurden, bleiben wichtige Fragen zu den Krankheitsmechanismen unterschiedlicher Krankheitsverläufe – asymptomatisch bis kritisch krank – ungeklärt. Ein Grund hierfür ist, dass die durch SARS-CoV-2 ausgelöste körpereigene Abwehrreaktion äußerst komplex und uneinheitlich ausfällt. Dadurch fehlen aber wichtige Voraussetzungen für die Entwicklung evidenzbasierter Behandlungsstrategien gegen COVID-19.

Internationale, interdisziplinäre Kooperation für gesichertes COVID-19-Wissen

Koordiniert von Autoren aus Wien, Göttingen und Jena hat die European Group on Immunology of Sepsis, kurz EGIS, nun die Masse der erschienenen Publikationen gesichtet und kritisch ausgewertet. In einem ausführlichen Übersichtsartikel fasst die Autorengruppe die wichtigsten Erkenntnisse zur COVID-19-Pathophysiologie zusammen. 2018 als wissenschaftliche Diskussionsplattform für Fragen zur Immunologie der Sepsis etabliert, bietet das EGIS-Netzwerk durch seine Interdisziplinarität beste Voraussetzungen, um die ausufernde COVID-Datenmenge zu sichten und kritisch zu durchleuchten. EGIS umfasst 27 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus zehn Ländern und verschiedenen Fachdisziplinen. „Die vorbehaltfreie Zusammenarbeit über Fächer- und Ländergrenzen hinweg ist entscheidend, gerade in der derzeitigen Situation“, betont einer der EGIS-Koordinatoren und Letztautor Dr. Ignacio Rubio vom Universitätsklinikum Jena. „Nur durch eine größtmögliche Bündelung wissenschaftlicher Expertise werden wir in unserem Streben nach gesichertem ‚COVID-19-Wissen‘ entscheidend vorankommen.

Welche Ergebnisse konnte das EGIS-Team nun zur Pathophysiologie, also den Krankheitsmechanismen von COVID-19 zusammentragen? Im Unterschied zu anderen Corona-Viren, die häufig nur milde bis moderate Erkältungssymptome verursachen, vermehrt sich SARS-CoV-2 in den unteren Atemwegen und löst so eine schwere Lungenentzündung bis hin zu akutem Lungenversagen aus. Ein entscheidender „infektiöser Vorteil“ von Sars-CoV-2 ist hierbei dessen gleichzeitig lang andauernde Besiedlung und Vermehrung auch in den oberen Atemwegen.  

SARS-CoV-2 schädigt das Gefäßendothel

Erstaunlich ist die Erkenntnis, dass wir in einer bestimmten Phase der Erkrankung Patienten sehen, deren Sauerstoffgehalt im Blut kritisch reduziert ist, die aber zunächst oft keine Einschränkungen der Lungenbelüftung zeigen. Patienten atmen selbst in Ruhe nicht selten ein Vielfaches als normal üblich. Dies ist neu für uns! Es ist vermutlich ein Ausdruck, dass die virale Infektion zunächst eher die Blutgefäße betrifft als die belüfteten Areale der Lunge und so den schweren Sauerstoffmangel verursacht. Durch eine virusbedingte Schädigung der innersten Zellschicht von Blutgefäßen, dem Endothel, erklären sich auch andere häufige COVID-19 typische Organkomplikationen durch z.B. Thrombosen oder Gerinnungsstörungen“, so Priv.-Doz. Dr. med. Martin Winkler von der Universitätsmedizin Göttingen.

Dazu kommt eine untypische Immunantwort. Im Vergleich zu Influenza und anderen schweren Infektionen werden bei COVID-19 länger entzündungsfördernde Botenstoffe, Zytokine genannt, produziert, jedoch in deutlich niedrigerer Konzentration. Dieses untypische Entzündungsprofil unterscheidet COVID-19 von anderen septischen Krankheitsbildern und erschwert möglicherweise die Immunantwort und damit auch die effiziente Elimination des Virus. Tatsächlich ist eine hohe virale Belastung mit der Erkrankungsschwere assoziiert.

COVID-19: eine neuartige schwere Lungeninfektion

Im Verbund mit einer fehlregulierten Entzündungsantwort kann die Schädigung des Endothels nicht nur die Lunge, sondern auch Organe wie Gehirn, Herz, Nieren, Darm und Leber in Mitleidenschaft ziehen. Verglichen mit einer Influenza-Grippe oder SARS treten bei COVID-19 Komplikationen wie Multiorganversagen und schwere Gerinnungsstörungen häufiger auf. Priv.-Doz. Marcin Osuchowski vom Ludwig Boltzmann Institut für Traumatologie, Forschungszentrum der AUVA in Wien: „SARS-CoV-2 ist ein neues infektiöses Pathogen, welches unser Immunsystem vor eine neue Herausforderung stellt. Es wird damit verständlich, dass unsere Herangehensweise nicht die sein darf, bekannte und bisher vertretene Konzepte schlicht auf COVID-19 zu übertragen. Es wird zunehmend deutlich, dass die Schwere von COVID-19-Erkrankungen mit einer fehlregulierten Antwort des Immunsystems in Zusammenhang steht, die sich von bislang bekannten Mechanismen und Ursachen einer Sepsis unterscheidet. Wir raten zur Vorsicht gegenüber der weit verbreiteten Vorstellung eines systemischen Zytokinsturms als führender Grund für die beobachteten Multiorganreaktionen. Die Datenlage dazu ist noch nicht eindeutig.“

In ihrer Übersicht formuliert die EGIS-Gruppe weiterhin Forschungsfragen, die mit hoher Priorität zu beantworten sind. Dazu zählen unter anderem die genauere Charakterisierung der bekannten und die Identifizierung neuer Prognosemarker für den Verlauf und Langzeitfolgen der Erkrankung sowie qualitativ hochwertige klinische Studien zur Optimierung der gerinnungshemmenden und immunmodulatorischen Therapien.

Weitere Informationen:
European Group on Immunology of Sepsis: http://www.egis-online.eu/

Kontakt:

Dr. Ignacio Rubio
European Group on Immunology of Sepsis
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Jena
Tel.: +49 3641 9 325876
E-Mail: Ignacio.Rubio@med.uni-jena.de    

Priv.-Doz. Dr. Martin Winkler
European Group on Immunology of Sepsis
Klinik für Anästhesiologie, Universitätsmedizin Göttingen
Tel.: 0551/39-67717
martin.winkler@med.uni-goettingen.de

Marcin Osuchowski DVM, PhD
European Group on Immunology of Sepsis
Ludwig Boltzmann Institut für Experimentelle und Klinische Traumatologie, Wien
AUVA Forschungszentrum
Tel.: +43 5939341961
E-Mail: marcin.osuchowski@trauma.lbg.ac.at

 



10 Jahre Center for Sepsis Control and Care am UKJ

10.05.2021

10 Jahre Center for Sepsis Control and Care am UKJ

Erfolgreiche translationale Sepsisforschung und Nachwuchsförderung im CSCC/Zentrum besteht am Universitätsklinikum Jena fort und koordiniert die Forschung im Schwerpunkt Sepsis und Infektionsmedizin/Leistungsfähige Forschungsinfrastruktur für die Medizinische Fakultät und Partner 
Das vor zehn Jahren gegründete CSCC koordiniert als Zentrum für Sepsis und Infektionsforschung die Arbeit in diesem Forschungsschwerpunkt am UKJ. Foto: UKJ

 Jena (vdG/UKJ). Vor zehn Jahren wurde am Universitätsklinikum Jena (UKJ) das Zentrum für Sepsis und Sepsisfolgen, kurz CSCC, als eines von bundesweit acht Integrierten Forschungs- und Behandlungszentren gegründet. Mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, immerhin 50 Millionen Euro, widmeten sich Arbeitsgruppen am UKJ, an der Jenaer Universität und den Leibniz-Instituten HKI und IPHT der Erforschung der Sepsis – von den molekularen Mechanismen, über Prävention und schnellere Diagnostik, bis hin zu besseren Behandlungs- und Nachsorgemöglichkeiten dieser Erkrankung.

Für die Umsetzung des ehrgeizigen Forschungsprogramms schuf das UKJ wichtige infrastrukturelle Voraussetzungen: Es erweiterte das Zentrum für Klinische Studien und etablierte eine Integrierte Biobank. Von diesen Einrichtungen profitieren jetzt alle klinischen Arbeitsgruppen der medizinischen Fakultät und Forschungspartner darüber hinaus. Das CSCC hat auch neue Strukturen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aufgebaut, wie beispielsweise ein Graduiertenkolleg, in dem nicht nur Promovierende der Natur- und Lebenswissenschaften strukturiert betreut werden, sondern auch Promovierende der Medizin und Postdocs. Diese Strukturen lieferten Anregungen für ein vereinheitlichtes Förderkonzept am UKJ, das alle Karrierestufen berücksichtigt.

Insgesamt arbeiteten die CSCC-Forschungsgruppen in über 160 Projekten, davon 37 klinische Studien mit mehr als 20.000 Teilnehmern, ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in über 800 Fachpublikationen. „Wir konnten zur Einwerbung neuer Forschungsgroßprojekte für Jena beitragen“, so der Sprecher des CSCC, Prof. Dr. Michael Bauer. „Als Beispiele seien des Exzellenzcluster „Balance of the Microverse“ oder das Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung genannt.“ Maßgeblich war das CSCC auch an der aktualisierten wissenschaftlichen Definition der Sepsis beteiligt. Diese charakterisiert die Sepsis als  lebensbedrohliche Organdysfunktion, die in Folge einer fehlregulierten Antwort des Körpers auf eine Infektion auftritt. Bei der Entstehung einer Sepsis wird neben immunologischen Vorgängen jetzt auch Veränderungen des zellulären Stoffwechsels eine wesentliche Bedeutung beigemessen.

Nach dem Ende der Förderung besteht das CSCC nun als Zentrum für Sepsis und Infektionsforschung am UKJ fort. „Das CSCC repräsentiert den Fakultätsschwerpunkt Sepsis und Infektionsmedizin und koordiniert die Forschungsaktivitäten in diesem Bereich. Dabei profitieren die Mitglieder von der interdisziplinären Forschungskultur und  der Translation von Grundlagenforschung in die klinische Anwendung, die das CSCC von Beginn an prägen“, betont Prof. Dr. Thomas Kamradt, Wissenschaftlicher Vorstand des UKJ.

Wie wichtig die Expertise in der Erforschung und Behandlung von Sepsis und Infektionskrankheiten ist, zeigt gerade die aktuelle pandemische Jahrhundertkrise nur allzu deutlich. Denn auch Virusinfektionen können eine Sepsis auslösen und viele COVID-19-Patienten auf den Intensivstationen leiden an einer COVID-19-assoziierten Sepsis mit Organversagen. „Von den über 400 Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen der verschiedensten Disziplinen, die im CSCC gefördert wurden, arbeiten jetzt viele in regionalen, nationalen und internationalen Studien und Forschungsnetzwerken an der Bekämpfung der SARS-CoV-2-Pandemie. Sie beraten Landes- und Bundesregierung, arbeiten in Gremien der WHO, forschen an besseren Behandlungsoptionen für COVID-19-Patienten und sind dabei auch federführend für die Digitalisierung in der Medizin“, beschreibt CSCC-Co-Sprecher Prof. Dr. André Scherag die Einbindung der Jenaer Sepsis- und Infektionswissenschaftler in die weltweite Corona-Forschung und die digitale Medizin.

 

Weitere Informationen:

 

Kontakt:

Prof. Dr. Michael Bauer
Zentrum für Sepsis und Infektionsforschung, Universitätsklinikum Jena
Tel.: +49 3641 9 32 33 74
E-Mail: CSCC@med.uni-jena.de  



16.04.2021

Neue Juniorprofessor für Molekulare Medizin lebensbedrohlicher Infektionen

CSCC-Mitglied Adrian Press wird neuer Juniorprofessor für Molekulare Medizin lebensbedrohlicher Infektionen am UKJ
Dr. Adrian Press ist Juniorprofessor für Molekulare Medizin lebensbedrohlicher Infektionen am UKJ. Foto: Michael Szabó/UKJ

Jena (vdG/UKJ). Eindringende Krankheitserreger können eine so massive Immunantwort auslösen, dass die Abwehrreaktion den gesamten Körper erfasst und die Funktion ganzer Organe schädigt. Bei einer solchen Infektion, die lebensbedrohlich werden kann, ist die Leber als zentrales Stoffwechselorgan besonders gefordert. „Die Hepatozyten, die ‚Arbeitstiere‘ in der Leber, müssen dann nicht nur die von den Erregern produzierten Gifte abbauen, sie haben auch das Blut von all den Signalstoffen und Zerfallsprodukten zu entgiften, die die Immunzellen hinterlassen“, beschreibt Adrian Press den Arbeitsauftrag an die Leberzellen. Er erforscht auf molekularer Ebene, wie durch eine so schwere Infektionserkrankung die Stoffwechselmechanismen verändert sind und wie dadurch die Organfunktion gestört wird. Seit Februar ist der 32-jährige Wissenschaftler Juniorprofessor für Molekulare Medizin lebensbedrohlicher Infektionen am Universitätsklinikum Jena.

Nach seinem Bachelorstudium in Furtwangen absolvierte Adrian Press den Masterstudiengang Molekulare Medizin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und promovierte anschließend am Universitätsklinikum Jena in einem Forschungsprojekt zur Entwicklung funktionalisierter Nanopartikel für den zellspezifischen Wirkstofftransport. Als PostDoc baute er eine eigene Arbeitsgruppe „Nanophysiologie“ an der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des UKJ auf und forschte als Gastwissenschaftler in Japan, Großbritannien und Schweden. Für die Juniorprofessur in Jena lehnte er das Angebot als Associate Professor an der Universität im chinesischen Hangzhou ab.

Seine Arbeitsgruppe kooperiert eng mit den Jenaer Gruppen in der Sepsis- und Mikrobiomforschung. „Wir untersuchen zum Beispiel, wie die Leber das Mikrobiom im Darm steuert und in Schach hält, oder wie schwere Infektionen in die Zelltodmechanismen der Hepatozyten eingreifen“, so Adrian Press. Der Molekularmediziner forscht auch an am medizinischen Einsatz von Nanopartikeln, die als „Taxis“ für Medikamente verwendet werden können und durch spezielle Oberflächeneigenschaften ihren Weg zum Zielort finden, um dort z. B. den Stoffwechsel der Zellen zu unterstützen. Dabei arbeitet Adrian Press mit modernsten biophotonischen Nachweis- und Bildgebungsmethoden: „Mithilfe zeitlich und räumlich hochauflösender Intravital-Mikroskopie gelingt es uns, den Weg von Stoffwechselprodukten im Gewebe nachzuvollziehen.“ Dieses Methodenwissen wird der Juniorprofessor  weitergeben – in einem neuen Spezialisierungsmodul im Masterstudiengang Medical Photonics.

Kontakt:

Jun.-Prof. Dr. Adrian T. Press
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Jena
Tel: 03641/9 323139
E-Mail: Adrian.Press@med.uni-jena.de



DiagnosTech Academy: Basics in Bacteriology – in context of antibiotic resistance

18.02.2021

DiagnosTech Academy: Basics in Bacteriology

The lecture series is intended to introduce the participants to the basic processes in bacteria in order to deepen their understanding of the mechanisms behind antibiotic resistance or tolerance.

The series is organized by the InfectoGnostics Research Campus Jena in cooperation with University Hospital and the Center for Sepsis Control and Care (CSCC) .

The lecture series is aimed at PhD students or Bachelor/ Master students who are working with related topics or are interested in microbial resistances or who would like a refresher course in bacteriology.

Registration via the online form is required.

The link to the ZOOM conference room will be sent to participants after registration.

Topics:
  1. Membrane and Envelope
  2. Bacterial Chromosome
  3. Transcription and Gene Regulation
  4. Translation and Ribosomes
  5. Non-ribosomal Peptides and Polyketides
  6. Pili, Flagella and Secretion
  7. Main Metabolic Pathways

Speaker: Dr. Oliwia Makarewicz / Leader Research Lab UKJ/IIMK

Date: 18 February 2021 from 9:00 to 13:00 and 19 February 2021 from 9:00 to 13:00

Venue: ZOOM conference

Registration: Registration via the online form is required: www.infectognostics.de/dt-registration

Contact: Christin Weber | info@infectognostics.de

 



Organfunktion bei Intensivpatienten verbessern

25.09.2020

Organfunktion bei Intensivpatienten verbessern

Sina Coldewey ist neue Professorin für Klinische Anästhesiologie und Translationale Intensivmedizin an der Medizinischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die auch im CSCC aktiv forschende Ärztin übernimmt die Leitung der Sektion Anästhesiologie in der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Universitätsklinikums Jena.
Prof. Dr. Dr. Sina Coldewey übernimmt die Leitung der Sektion Anästhesiologie in der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des UKJ. Foto: Michael Szabó/UKJ

Jena (UKJ/vdG) „Das breite interdisziplinäre Spektrum macht den Reiz des Faches Anästhesiologie aus, das ich auch wissenschaftlich voranbringen möchte“, sagt Prof. Dr. Dr. Sina Coldewey. Seit September hat die Anästhesistin, Intensivmedizinerin und Notärztin die Professur für Klinische Anästhesiologie und Translationale Intensivmedizin am Universitätsklinikum Jena (UKJ) inne. Als eine in ihrem Fachgebiet bestens ausgewiesene Wissenschaftlerin arbeitet sie bereits viele Jahre erfolgreich.

Sina Coldewey absolvierte ihr Studium und ihre klinische Ausbildung, begleitet von mehreren Auslandsaufenthalten, an der Medizinischen Hochschule Hannover, wo sie mit Auszeichnung in der Medizin promoviert wurde. Anschließend forschte sie mehrere Jahre an der Queen Mary University of London und erwarb hier den Doctor of Philosophy. Seit 2014 arbeitete sie zunächst als Oberärztin, seit 2017 als leitende Oberärztin in der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des UKJ und warb 2016 als Projektleiterin die Nachwuchsforschungsgruppe Translational Septomics am Jenaer Zentrum für Innovationskompetenz (ZIK) Septomics ein.

Forschung auf der Intensivstation und im Labor

Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen Beeinträchtigungen der Organfunktionen bei schweren Infektionserkrankungen wie Sepsis oder dem hämolytisch-urämischen Syndrom. Durch die körpereigene Abwehrreaktion gegen eine Infektion oder durch Bakteriengifte werden die Organe geschädigt – bis hin zum Organversagen. Prof. Coldewey erforscht die molekularen Mechanismen dieser Organfunktionsstörungen und ihre Bedeutung für die Langzeitprognose der Patienten. „Ein wesentlicher Aspekt dabei ist die unmittelbare Verbindung intensivmedizinischer klinischer Studien und experimenteller Untersuchungen im Labor“, betont sie.

Mit ihrer mittlerweile etwa 25-köpfigen Nachwuchsforschungsgruppe am ZIK Septomics untersucht sie in einer umfangreichen klinischen Studie den akuten Verlauf und die Langzeitfolgen der Sepsis, insbesondere hinsichtlich der Herzfunktion. Hierbei werden die Patienten in der akuten Krankheitsphase bis ein Jahr nach ihrer Entlassung von der Intensivstation begleitet. Parallel hierzu arbeitet die Forschungsgruppe im Labor mit Modellsystemen für schwere Infektionserkrankungen, um die Organfunktionen bzw. die Funktionsstörungen auf molekularer Ebene umfassend zu charakterisieren. Gleich zwei multizentrische Projekte will Prof. Coldewey zur Erforschung der COVID-19-Sepsis starten: Eine Therapiestudie, in der die Wirksamkeit und Sicherheit eines entzündungshemmenden Antikörpers evaluiert werden soll, sowie eine Studie, in der die Rolle kardiologischer Ereignisse als Prognosefaktoren im Fokus steht.

Als Mitglied des Zentrums für Sepsis und Sepsisfolgen CSCC am UKJ und des ZIK Septomics ist Sina Coldewey bestens in den Sepsis-und Infektionsschwerpunkt in Jena eingebunden - sowohl in Forschungsprojekte als auch in die Vorstandsarbeit. „Wir freuen uns, dass sich Sina Coldewey trotz einer attraktiven Alternative für die Professur in Jena entschieden hat. Sie wird das wissenschaftliche Profil des Universitätsklinikums weiter stärken“, ist sich Prof. Dr. Michael Bauer, Sprecher des CSCC und Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am UKJ, sicher. „Als Anästhesistin mit langjähriger Leitungserfahrung stärkt sie zudem die neue Leitungsstruktur unserer Klinik, mit der wir noch besser für die stetig wachsenden Anforderungen in der Universitätsmedizin gerüstet sind.“

Verantwortung für die anästhesiologische Versorgung am UKJ

In der Klinik übernimmt Prof. Coldewey die Leitung der Sektion Anästhesiologie, die über 50 Ärztinnen und Ärzte zählt. Damit verantwortet sie die gesamte anästhesiologische Versorgung im UKJ, unter anderem in den 24 Operationssälen, in denen jährlich über 22.000 Narkosen durchgeführt und überwacht werden. Die Begeisterung für ihr facettenreiches Fachgebiet und die universitäre Medizin möchte Sina Coldewey auch an den ärztlichen Nachwuchs weitergeben – deshalb engagiert sie sich als Mentorin in der forschungsorientierten Linie des Jenaer Medizinstudiums, betreut zahlreiche Doktoranden und Masterstudenten und organisiert Facharztweiterbildungen. Prof. Coldewey: „Es ist eines meiner zentralen Anliegen, die Bedeutung von Forschungsergebnissen für die Klinik bereits im Studium praxisnah zu vermitteln und frühzeitig an wissenschaftliches Arbeiten heranzuführen. Für eine Vielzahl von Krankheiten werden wir nur mittels enger interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Naturwissenschaftlern eine Weiterentwicklung und Verbesserung von Prävention, Diagnose und Therapie erzielen können.“

Weiterführende Informationen:

https://www.septomics.de/de/translational-septomics.html

https://www.uniklinikum-jena.de/kai

Kontakt:

Prof. Dr. Dr. med. Sina Coldewey
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Jena
Tel: 03641/9 323190
E-Mail: Sina.Coldewey@med.uni-jena.de



UKJ ist wichtiger Partner im bundesweiten COVID-19-Forschungsnetzwerk

01.10.2020

UKJ ist wichtiger Partner im bundesweiten COVID-19-Forschungsnetzwerk

Von Teststrategien bis Spätfolgen-App: Das Universitätsklinikum Jena ist an elf der 13 Verbundprojekte des Nationalen Forschungsnetzwerks der Universitätsmedizin zu COVID-19 beteiligt.

Jena (vdG/UKJ). Das von der Charité koordinierte bundesweite Netzwerk der Universitätskliniken zur Erforschung von COVID-19 stellte heute (1. Oktober 2020) seine 13 Verbundprojekte zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vor. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Netzwerk mit 150 Millionen Euro. Neben dem besseren Verständnis der SARS-CoV-2-Infektionen, schneller Diagnostik und wirksamen Therapiekonzepten zielt die Arbeit des Netzwerkes auf den Aufbau nachhaltiger Strukturen für ein effektives Pandemie-Management.

Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) ist ein gefragter Partner in diesem Netzwerk, seine Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind in elf der 13 Verbünde integriert. So erweitern die Jenaer Notfallmediziner Notaufnahmeregister, die Versorgungsforschung in Echtzeit ermöglichen sollen. Die jeweiligen Jenaer Fachvertreter arbeiten auch an der Datenvereinheitlichung der radiologischen Lungenbefunde, im entstehenden Autopsie-Netzwerk und an der Verbesserung der palliativmedizinischen Versorgung in der Pandemie mit. Die Mitglieder des Zentrums für Sepsis und Sepsisfolgen am UKJ, kurz CSCC, bringen ihre besondere Expertise im Bereich der Sepsis und Infektionsmedizin ein. Sie nutzen beispielsweise Organ- und Infektionsmodelle, um die Risiken für schwere COVID-19-Verläufe besser abschätzen zu können, sie sind an der Entwicklung von Teststrategien und Konzepten zur Infektionsüberwachung ebenso beteiligt wie an der Umsetzung des neuen Wissens in intensivmedizinische Behandlungsleitlinien.

Da die Vereinheitlichung und der Austausch von Daten ein zentrales Thema des Forschungsnetzwerkes ist, sind auch die Erfahrungen gefragt, die die Datenwissenschaftler des UKJ im SMITH-Verbund der Medizininformatik-Initiative sammeln konnten. „Im Rahmen des Netzwerks soll eine zentrale Forschungsdateninfrastruktur entstehen, die unsere Vorarbeiten nutzt. Neben Themen wie Interoperabilität und Datenschutz sind hierbei insbesondere Datensicherheit und die Erweiterbarkeit wichtige Anforderungen“, so Prof. Dr. André Scherag. Der stellvertretende SMITH-Sprecher koordiniert die Beteiligung des UKJ am Forschungsnetzwerk der Universitätsmedizin. Ein weiterer IT-Verbund des Netzwerkes wird eine App zur Erfassung der Spätfolgen von COVID-19 erstellen. Schließlich wollen die Unimediziner eine Patientenkohorte aufbauen, deren Krankheitsverlauf im Sinne eines „deep phenotyping“ in allen Details und Besonderheiten erfasst wird, daran werden auch die Jenaer Biobankexperten mitwirken.

Für die Bearbeitung seiner Projektanteile soll das UKJ insgesamt zwei Millionen Euro erhalten, wobei die Projekte bereits im kommenden Frühjahr abgeschlossen sein sollen. André Scherag: „Im Gegensatz zu vielen anderen Förderprogrammen stehen die Uniklinika im Nationalen Forschungsnetzwerk nicht in Konkurrenz zueinander, sondern ziehen an einem Strang. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Corona-Pandemie zu bewältigen und für kommende Epidemien besser gerüstet zu sein.“

Weitere Informationen:

www.uniklinikum-jena.de/Forschung/Covid_19_Forschung.html
www.uniklinikum-jena.de/cscc/
www.smith.care
www.netzwerk-universitaetsmedizin.de
Pressemitteilung des BMBF

Kontakt:

Prof. Dr. André Scherag
Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Datenwissenschaften
E-Mail: Andre.Scherag@med.uni-jena.de  
Telefon: +49 3641 9-396951

 

Weitere Informationen zu den Netzwerken mit UKJ-Beteiligung



World Sepsis Congress Spotlight by WHO and GSA

09.09.2020

WSC Spotlight: Free Online Congress by WHO and GSA

On 9 September 2020, the WHO and the GSA will host the World Sepsis Congress Spotlight: Sepsis, Pandemics, and Antimicrobial Resistance – Global Health Threats of the 21st Century. The WSC Spotlight is an innovative free online congress bringing together over 30 renowned experts from all around the world to talk on COVID-19, antimicrobial resistance, sepsis, and how they are all linked. The congress will be held in English and is open to everyone with an internet connection.

For more information on program, speakers, time zones, and to register for free, please visit wscspotlight.org.



COVID-19: Hydrokortison senkt Sterblichkeit

04.09.2020

COVID-19: Hydrokortison senkt die Sterblichkeit

In einer internationalen Kooperation von mehr als 250 Intensivstationen konnte die REMAP-CAP-Studiengruppe, an der auch Forscher des CSCC beteiligt sind, nachweisen, dass intravenös verabreichtes Hydrokortison dem Organversagen bei COVID-19 Patienten mit schwerer beatmungspflichtiger Lungenentzündung entgegenwirkt und die Überlebenschancen der Patienten erhöht. Die Studienergebnisse wurden jetzt im Journal of the American Medical Association veröffentlicht.
Die REMAP-CAP-Studienbeteiligung von derzeit 17 deutschen Intensivstationen wird am Uniklinikum Jena koordiniert. Foto: UKJ.

Jena (vdG/UKJ). Die REMAP-CAP-Studiengruppe ist ein von Intensivmedizinern und Infektiologen aufgebauter Zusammenschluss von Intensivstationen in 14 Ländern in Europa, Kanada, USA, Australien, Neuseeland und Saudi-Arabien. In dieser einzigartigen weltweiten Kooperation führt die Gruppe  randomisierte klinische Studien durch, um die Wirksamkeit bekannter Medikamente in der COVID-19-Pandemie zu untersuchen.  Die aus derzeit 17 Intensivstationen bestehende Studienbeteiligung in Deutschland wird am Zentrum für Klinische Studien des Universitätsklinikums Jena (UKJ) koordiniert.

Hydrokortison hilft COVID-19-Patienten mit schwerer Lungenentzündung

In einer jetzt im Journal of the American Medical Association erschienenen Arbeit berichten die Ärzte von einer Studie, die den Einsatz von Hydrokortison bei COVID-19-Erkrankungen mit sehr schwerem Verlauf testete. Bei 384 erwachsenen Patienten, die wegen einer schweren Lungenentzündung beatmet werden mussten, erwies sich die Behandlung mit dem überall verfügbaren und preiswerten Kortisonpräparat als sehr wirkungsvoll. Im Vergleich mit einer Kontrollgruppe verbesserte die intravenöse Behandlung mit Hydrokortison die Überlebensrate und minderte die Schwere des Organversagens mit 93%iger Wahrscheinlichkeit. Diese Ergebnisse sind in Übereinstimmung mit einer jüngsten Studie aus Großbritannien, die zeigen konnte, dass Dexamethason, ein anderes Kortisonpräparat, die Sterblichkeit bei schwerer COVID-19-Erkrankung um ein Drittel senkt.

Ergebnisse fließen in COVID-19-Behandlungsempfehlungen der WHO ein

„Bisher galten Kortisonpräparate als kontraindiziert bei Viruspneumonien. Die Ergebnisse zeigen, dass Hydrokortison eine ähnlich günstige Wirkung wie Dexamethason bei schwerer COVID-19-Pneumonie hat“, sagt Mathias Pletz. Der Direktor des Instituts für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene am UKJ ist der Studienleiter für Deutschland. „Das Ergebnis ist auch hinsichtlich der sich weltweit abzeichnenden Verknappung von Dexamethason eine wichtige Botschaft.“ Die Studienresultate werden in die Behandlungsempfehlungen der WHO für COVID-19 einfließen, die ständig aktualisiert werden.

Valide COVID-19-Studienergebnisse nur in internationalen Kooperationen möglich

Seit März 2020 baut die weltweit vernetzte REMAP-CAP-Gruppe Studienprotokolle auf, die die Wirksamkeit und Sicherheit von bereits zugelassenen Medikamenten bei hospitalisierten COVID-19-Patienten testen. „Wir untersuchen derzeit parallel die Wirksamkeit und Sicherheit von 14 unterschiedlichen Behandlungen in einem adaptiven und multifaktoriellen Studiendesign, das auch von der WHO empfohlen wird”, sagt Frank Brunkhorst, der als Mitglied der globalen Lenkungsgruppe mitverantwortlich ist für Design und Protokolle der Studien. Der Leiter des Studienzentrums am UKJ kritisiert auch die gegenwärtige Zersplitterung der klinischen Forschung mit vielen kleinen Studien zu COVID-19 in Deutschland:  „In einer Pandemie wie dieser brauchen wir große Patientenzahlen, um schnell zu Erkenntnissen und Fortschritten in der Therapie zu kommen. Das ist nur im Rahmen von internationalen Kooperationen möglich. Wir brauchen die Ergebnisse dieses Jahr und nicht erst im Herbst 2021!“

Originalpublikation:

REMAP-CAP Investigators: Effect of Hydrocortisone on Mortality and Organ Support in Patients With Severe COVID-19, JAMA. September 2, 2020. doi:10.1001/jama.2020.17022

Weitere Informationen: www.remapcap.org

Kontakt:

Prof. Dr. Frank M. Brunkhorst
Zentrum für Klinische Studien, Universitätsklinikum Jena
E-Mail: frank.brunkhorst@med.uni-jena.de
Telefon: +49 3641 9-396687

Prof. Dr. Mathias Pletz
Institut für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene, Universitätsklinikum Jena
E-Mail: mathias.pletz@med.uni-jena.de
Telefon: +49 3641 9-32 47 94



Das Jenaer Biotechnologieunternehmen „Dynamic42“ wirbt siebenstelliges Investment ein

07.04.2020

„Dynamic42“ wirbt siebenstelliges Investment ein

Die Dynamic42 GmbH hat eine Start-up-Finanzierungsrunde in siebenstelliger Höhe abgeschlossen. Das im März 2018 aus dem „Center of Sepsis Control and Care“ (CSCC) des Universitätsklinikums Jena ausgegründete Unternehmen konnte die Investoren bm-t beteiligungsmanagement thüringen gmbh (bm|t), die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Thüringen mbH (MBG) und die Sparkasse Jena-Saale-Holzland überzeugen, sich am Unternehmen zu beteiligen und die Entwicklung des Unternehmens somit zu unterstützen. Die Dynamic42 GmbH bietet ihren Kunden miniaturisierte Organmodelle des Menschen (sog. mikrophysiologische Systeme), um an diesen Wirkstoff-Testungen vornehmen zu können. Mit Hilfe der Investitionen wird die Dynamic42 GmbH die Weiterentwicklung von Produkten/Dienstleistungen, den weiteren Aufbau der Unternehmensinfrastruktur und des Personals als auch die Verbesserung der Schutzrechtssituation und den Ausbau des Vertriebs vorantreiben.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von Dynamic42.



Goldstandard der Sepsisbehandlung: S3-Leitlinie veröffentlicht

17.02.2020

Goldstandard der Sepsisbehandlung: S3-Leitlinie veröffentlicht

Die jetzt veröffentlichte S3-Leitlinie zur Sepsis bündelt erstmals auf dem höchsten methodischen Niveau das gesamte medizinische Wissen zur Behandlung dieser lebensbedrohlichen Erkrankung. Die Federführung für die Erarbeitung der Leitlinie „Sepsis - Prävention, Diagnose, Therapie und Nachsorge“ hatte die am Universitätsklinikum Jena ansässige Deutsche Sepsis-Gesellschaft inne.
Empfehlungen zur Sepsis-Behandlung sind jetzt erstmals als S3-Leitlinie veröffentlicht worden. Foto: Anna Schroll/UKJ

Jena (vdG/UKJ). Wie soll ein Sepsispatient künstlich beatmet und gelagert werden, welches Nierenersatzverfahren sollte bei akutem Nierenversagen angewandt werden, wie sollten Patienten mit schwerem septischen Schock ernährt werden - bei diesen Entscheidungen helfen Leitlinien dem behandelnden Arzt. "Leitlinien sind keine juristisch verbindlichen Richtlinien oder Universalrezepte", stellt Professor Dr. Frank M. Brunkhorst klar, "sie sind Handlungs- und Behandlungsempfehlungen auf dem Stand des aktuellen Wissens, letztlich aber muss der Arzt immer anhand der individuellen Situation des Patienten entscheiden." Frank Brunkhorst hat die Professur für Klinische Sepsisforschung am Universitätsklinikum Jena inne und leitet hier das Zentrum für Klinische Studien. Als Generalsekretär der Deutschen Sepsis-Gesellschaft leitete er die dreijährige Erarbeitung der Sepsis-Leitlinie, an der insgesamt 14 wissenschaftlich-medizinische Fachorganisationen und mit der Sepsis-Hilfe auch eine Patientenvereinigung beteiligt waren.

Prof. Dr. Frank Brunkhorst vom Universitätsklinikum Jena leitete die Erarbeitung der Sepsis-Leitlinie. Foto: www.lindgruen-gmbh.com

Höchste methodische Qualität

Die Grundlage bildeten die internationalen Behandlungsrichtlinien der „Surviving Sepsis Campaign“, die 2017 veröffentlicht wurden. Das 34-köpfige Leitlinienteam hat deren Gliederung übernommen und um Kapitel zur Definition der Sepsis, Prävention, Impfungen und Spätfolgen ergänzt. Mittels systematischer Aktualisierungsrecherchen und Literaturbewertungen wurden auch in der Zwischenzeit erzielte neue Studienergebnisse und publizierte Daten in die Empfehlungen einbezogen. Je nach der Qualität der Studiendaten und der Einigkeit unter den Experten sind die über 100 Empfehlungen abgestuft formuliert. „Die Bewertung der Studien und die Konsensfindung der Experten erfolgten standardisiert, das macht die hohe methodische Qualität der Leitlinie aus“, so Brunkhorst.

S3-Leitlinie "Sepsis - Prävention, Diagnose, Therapie und Nachsorge"

Hintergrundinformation Sepsis

Sepsis ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, die durch eine fehlgesteuerte Antwort des Körpers auf Infektionen hervorgerufen wird. Auslöser können Infektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze sein. Am häufigsten betrifft eine Sepsis ältere Menschen über 65 Jahre und Kinder unter einem Jahr. Ein besonderes Risiko besteht aber auch für Menschen mit chronischen Erkrankungen, wie Diabetes, Lungen- oder Nierenerkrankungen, Krebs oder einem geschwächten Immunsystem. Sepsis ist noch immer eine häufige Komplikation von Infektionen, mit einer geschätzten Häufigkeit von 50 Millionen Fällen pro Jahr weltweit. In europäischen Ländern ist die Erkrankung eine der Haupt-Todesursachen im Krankenhaus und geht mit einer Sterblichkeit von 30-40% einher. Durch die Verfügbarkeit von Antibiotika und leistungsfähigen Intensivstationen konnte die Sepsis-bezogene Sterblichkeit deutlich gesenkt werden. Die Einführung von Therapien, die auf das Immunsystem gerichtet sind, könnte die Überlebens- und Heilungschancen für Betroffene weiter verbessern.

Kontakt:
Prof. Dr. Frank M. Brunkhorst
Zentrum für Klinische Studien
Universitätsklinikum Jena
Tel.: 0 3641 939 66 87
E-Mail: frank.brunkhorst@med.uni-jena.de

 



Jenaer Sepsisexperten erforschen im EU-Verbund personalisierte Immuntherapie bei Sepsis

11.02.2020

Jenaer Sepsisexperten erforschen im EU-Verbund personalisierte Immuntherapie bei Sepsis

Im EU-Projekt ImmunoSep untersucht ein Forschungsverbund mit insgesamt 14 Partnern, ob Sepsispatienten von einer spezifischen Immunbehandlung profitieren, die nicht bei allen Patienten gleich angewandt wird, sondern den individuellen Krankheitsverlauf von Patienten berücksichtigt. Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) ist als klinisches Studienzentrum an dieser Studie beteiligt. Das Vorhaben wird im Rahmen des Horizon 2020 Förderprogramms der Europäischen Union in den nächsten vier Jahren mit insgesamt über zehn Millionen Euro gefördert.
Im EU-Verbund ImmunoSep erforschen UKJ-Wissenschaftler eine personalisierte Immuntherapie für Sepsis-Patienten. Foto: Anna Schroll/UKJ

Jena/Nijmegen (UKJ/vdG). „Von Therapien, die entsprechend dem Patientenstatus auf das Immunsystem gerichtet sind, erhoffen wir uns einen großen Schritt in der Verbesserung der Überlebens- und Heilungschancen bei Sepsis“, so der Sprecher des CSCC, Prof. Dr. Michael Bauer. Antibiotika und moderne Intensivmedizin haben die Sterblichkeit der Sepsis in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich reduziert, jedoch stirbt immer noch etwa ein Drittel der Patienten an der Erkrankung, die durch eine fehlgesteuerte Antwort des Körpers auf Infektionen hervorgerufen wird. Dabei beeinflussen individuelle Unterschiede den Verlauf der Erkrankung und den Behandlungserfolg deutlich. Zum Beispiel steht bei einigen Patienten eine überschießende Entzündungsantwort im Vordergrund, bei anderen bestimmt eine geschwächte Abwehrantwort den Verlauf.

Diese Unterschiede nimmt ImmunoSep ins Visier und startet eine klinische Studie, um eine Individualisierung der Immuntherapie bei Sepsis zu testen. „Wir werden die Studienpatienten in Gruppen mit verstärkter und zu schwacher Abwehrreaktion einteilen und in beiden Gruppen eine immundämpfende bzw. eine immununterstützende Therapie mit der etablierten Standardtherapie vergleichen“, beschreibt PD. Dr. Sebastian Weis, der die Studie am UKJ mit Prof. Bauer leitet, das Vorgehen. In die Studie sollen knapp 300 Patienten in sechs europäischen Ländern aufgenommen werden. Jena ist das einzige klinische Studienzentrum in Deutschland.

In einem breit angelegten Screening erstellt ImmunoSep zudem von den Studienpatienten umfassende genetische, immunologische, mikrobiologische und Stoffwechselprofile, in denen mit systembiologischen Methoden nach charakteristischen Markern für den individuellen Krankheitsverlauf gesucht wird. Das Ziel des Projektes ist es, den Weg für eine individualisierte Immuntherapie zu ebnen, die die Sterblichkeit der Sepsis signifikant senken kann. „Wir freuen uns, die Jenaer Expertise in der klinischen Sepsisforschung in diese möglicherweise bahnbrechende Studie einbringen zu können, die das Potenzial hat, die Sepsistherapie nachhaltig zum Wohle der Patienten zu verändern“, betont Prof. Bauer.

Kontakt Jena:
Prof. Dr. Michael Bauer, PD Dr. Sebastian Weis
E-Mail: Sebastian.Weis@med.uni-jena.de

Pressemitteilung ImmunoSep (englisch)

Das CSCC

Das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum Sepsis und Sepsisfolgen (Center for Sepsis Control & Care, CSCC) ist eines von acht integrierten Forschungs- und Behandlungszentren, die durch Förderung des Bundesministerium für Bildung und Forschung etabliert wurden. Das 2010 eingerichtete CSCC ist am Universitätsklinikum Jena angesiedelt und widmet sich der Erforschung von Sepsis und deren Folgeerkrankungen. Die über 100 Forscherinnen und Forscher des CSCC betrachten dabei alle Aspekte der Erkrankung, von der Risikobewertung und Prävention über die Akutbehandlung bis hin zur Nachsorge. Besonderen Stellenwert hat dabei der Transfer von Erkenntnissen der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung.

Hintergrundinformation Sepsis

Sepsis ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, die durch eine fehlgesteuerte Antwort des Körpers auf Infektionen hervorgerufen wird. Auslöser können Infektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze sein. Am häufigsten betrifft eine Sepsis ältere Menschen über 65 Jahre und Kinder unter einem Jahr. Ein besonderes Risiko besteht aber auch für Menschen mit chronischen Erkrankungen, wie Diabetes, Lungen- oder Nierenerkrankungen, Krebs oder einem geschwächten Immunsystem. Sepsis ist noch immer eine häufige Komplikation von Infektionen, mit einer geschätzten Häufigkeit von 50 Millionen Fällen pro Jahr weltweit. In europäischen Ländern ist die Erkrankung eine der Haupt-Todesursachen im Krankenhaus und geht mit einer Sterblichkeit von 30-40% einher. Durch die Verfügbarkeit von Antibiotika und leistungsfähigen Intensivstationen konnte die Sepsis-bezogene Sterblichkeit deutlich gesenkt werden. Die Einführung von Therapien, die auf das Immunsystem gerichtet sind, könnte die Überlebens- und Heilungschancen für Betroffene weiter verbessern.



Basics in Bacteriology - in context of antibiotic resistance

05.03.2020

Basics in Bacteriology - in context of antibiotic resistance

This blocked lectures address PhD students or Bachelor/ Master students who are working with related topics or are interested in microbial resistances or who would like a refresher course in bacteriology.

The lecture series is intended to introduce the participants to the basic processes in bacteria in order to deepen their understanding of the mechanisms behind antibiotic resistance or tolerance. The series is organized by the Jena University Hospital in cooperation with InfectoGnostics and the Center for Sepsis Control and Care.

The lecture series is aimed at PhD students or Bachelor/ Master students who are working with related topics or are interested in microbial resistances or who would like a refresher course in bacteriology.

Date: 5 - 6 March 2020 from 9:00 to 12:30

Venue: Seminar room 10, Research and Institute Building (FUI), House 2, University Hospital Jena

Contact: Dr. rer. nat. Oliwia Makarewicz

Oliwia.Makarewicz@med.uni-jena.de
Phone: +49 3641 9-324227

Lectures
  1. Membrane and Envelope
  2. Bacterial Chromosome
  3. Transcription and Gene Regulation
  4. Translation and Ribosomes
  5. Non-ribosomal Peptides and Polyketides
  6. Pili, Flagella and Secretion
  7. Main Metabolic Pathways

 

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28.11.2019

Vortragsreihe Sepsis und Sepsisfolgen, T. Skirecki

What do we know about the restoration of T cells after sepsis? Facts, Gaps and Perspectives Tomasz Skirecki, MD, PhD

Laboratory of Flow Cytometry at the Centre of Medical Postgraduate Education Warsaw, Poland

Date: Thursday, 28 November 2019, 4:00 pm

Location: Seminar room 10; Research and Institute Building, House F2,
Jena University Hospital, Am Klinikum 1

Host: Ignacio Rubio

Continuing education credits LÄK Thuringia: 2 points category A requested

Dr. Skireckis main research interest is the role of the immune system in development of organ failure in sepsis and the recovery of immune functions after sepsis. In particular, he is interested in the biology of T cells and monocyte/macrophages. To study these topics he is working on the development of improved animal models of sepsis.

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06.11.2019

Vortragsreihe Sepsis und Sepsisfolgen, S. Ludwig

Pursuing new avenues in anti-influenza therapy Prof. Dr. Stephan Ludwig

Westfälische Wilhelms-University Münster, Institute of Virology

Date: Wednesday, 6 November 2019, 5:15 pm

Location: Lecture Hall at the Hans Knöll Institute (HKI), Beutenbergstr. 11, 07745 Jena

Host: Prof. Dr. Christina Ehrhardt

 

Prof. Dr. Stephan Ludwig is the head of the Institute of Virology at the Westfälische Wilhelms-University in Münster. He is an expert in the regulation of pathogen-host interactions with focus on influenza virus-induced signal-transduction pathways and their impact on infection.
Influenza constitutes a major public health problem and is one of the most important causes of respiratory tract diseases, which is responsible for widespread morbidity and mortality every winter. Besides seasonal epidemics influenza A viruses occasionally cause worldwide pandemics. Remarkably, respiratory tract infections represent with 62.9% the most common cause of sepsis. Unfortunately, treatment options are rare, because the commonly used anti-influenza drugs provoke the development of resistant variants. Thus, novel treatment options are required.
A major aim of his work is - via gathering knowledge about the cellular processes which control virus replication - to learn more about viral reproduction strategies and to eventually find new targets for an antiviral intervention on the basis of cellular components. In doing so he pioneered the viral research and supported a paradigm change, not to target the pathogen itself, but virus-supporting cellular factors to reduce the development of resistances. He identified the Raf/MEK/ERK as well as the NF-kappa-B-signalling pathway, among others, as prominent targets for antiviral therapy. Interestingly, chemical substances that are already in clinical use for treatment of other diseases are promising candidates in anti-influenza therapy.  Meanwhile some of them are introduced in clinical development against influenza virus infections.

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Organmodelle für die Testung neuer Immunwirkstoffe

03.12.2019

Organmodelle für die Testung neuer Immunwirkstoffe

Das Universitätsklinikum Jena beteiligt sich am EU-Verbund imSAVAR, der innovative Modellsysteme für die Evaluation immunmodulierender Therapeutika entwickelt. In dem auf sechs Jahre angelegten Projekt sollen in Jena Testsysteme entstehen, die die Funktion und das Zusammenwirken verschiedener menschlicher Organe nachbilden. Diese Tests sollen die Untersuchung neuer Wirkstoffe erleichtern, die in Immunprozesse eingreifen.
UKJ-Wissenschaftler entwickeln im EU-Konsortium imSAVAR Testsysteme zur präklinischen Prüfung neuer Wirkstoffe, die in Immunprozesse eingreifen. Foto: AG Inspire/UKJ

Die Entwicklung solcher Wirkstoffe und Therapien hat durch die jüngsten Erfolge in der Immunonkologie einen neuen Schub erfahren. Eine wesentliche Herausforderung bei der Entwicklung neuer Therapien ist und bleibt jedoch der Nachweis der Wirksamkeit und der Sicherheit, der in Zellkulturen und im Tiermodell erbracht werden muss, bevor die klinische Testung am Menschen beginnen kann. Größtes Problem dabei ist die Komplexität des menschlichen Immunsystems. Im erkrankten Zustand, zum Beispiel bei Krebs-, Autoimmun-, oder Entzündungserkrankungen, interagieren die Zellen des Immunsystems anders als im gesunden Zustand. Es fehlt an nicht-klinischen Modellen, die das komplexe Zusammenspiel des menschlichen Immunsystems im Krankheitszustand nachbilden können.

Genau diesen Mangel will das EU-Konsortium imSAVAR in Angriff nehmen und neue Konzepte zur Überprüfung von Immuntherapien  entwickeln. Ziel ist dabei die Verbesserung bestehender und die Entwicklung neuer Modellsysteme, um unerwünschte Nebenwirkungen auf das Immunsystem zu identifizieren, neue Biomarker für die Diagnose und Prognose solcher Nebenwirkungen zu finden und die Mechanismen dieser Nebenwirkungen genauer zu erforschen. Das Projekt will damit die Grundlagen für neue, europaweite Standards in der Medikamentenentwicklung legen.

Einer der Projektpartner ist die Arbeitsgruppe Inspire am Universitätsklinikum Jena, die ihr Know-how in der Entwicklung von Organ-Biochips einbringt. „Wir arbeiten an einer mikrofluidischen Plattform, die die komplexen Funktionen und die Wechselwirkungen unterschiedlicher menschlicher Organe und eben auch des Immunsystem nachbildet“, so der Arbeitsgruppenleiter PD Dr. Alexander Mosig. Die Jenaer Wissenschaftler können in ihren künstlichen Miniorganen die Bedingungen so einstellen, dass sich die verschiedenen Zelltypen eines Organs in der richtigen Mikroanatomie organisieren und physiologisch interagieren. Auf diese Weise sollen Modelle für Darm, Leber und Lunge entstehen, jeweils mit wichtigen immunologischen Funktionen. Eingesetzt werden sollen diese Systeme unter anderem für die Testung  immunonkologischer Therapien wie Car-T-Zellen oder neuer Checkpoint-Inhibitoren. Die Überführung der Entwicklung in marktfähige Test-Kits übernimmt Dynamic42, eine Ausgründung aus dem Universitätsklinikum Jena, die ebenfalls am Projekt beteiligt ist.

Das interdisziplinäre Konsortium imSAVAR umfasst insgesamt 28 internationale Partner aus elf Nationen unter der wissenschaftlichen Koordination des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie IZI in Leipzig und Novartis in Basel. Unter den Partnern befinden sich universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, pharmazeutische und biotechnologische Unternehmen und regulatorische Behörden. Das Projekt wird über eine Laufzeit von sechs Jahren mit insgesamt elf Millionen Euro von der Europäischen Union gefördert. Die gleiche Summe bringen die Industriepartner als Eigenleistung in das Projekt ein.

Kontakt:

PD Dr. Alexander Mosig
Nachwuchsgruppe Inspire, Zentrum für Sepsis und Sepsisfolgen CSCC und Institut für Biochemie II, Universitätsklinikum Jena
Telefon: 03641-9390910
E-Mail: Alexander.Mosig@med.uni-jena.de

Pressemitteilung des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie IZI, das den Verbund koordiniert



Wege, das Erlebte zu verarbeiten

28.08.2019

Wege, das Erlebte zu verarbeiten

Ausstellung „Sepsis und Infektion im Spiegel der Kunst“ am UKJ / Vernissage am 30. August

Jena (UKJ/as). „Jetzt schlaf schön und ruhe dich gut aus.“ Noch kann der junge Mann nicht lesen, was die Pflegerin in sein Intensivtagebuch geschrieben hat. Auch die vielen Zeilen seiner Lebensgefährtin nicht, die sich seit seinem Unfall sehr um ihn sorgt. Damit er später, wenn er seine Umwelt wieder bewusst wahrnimmt, nachvollziehen kann, was in diesen Tagen auf der Intensivstation passiert ist, füllen die Menschen um ihn herum das Tagebuch. „Wir wissen, dass das Tagebuchschreiben die psychischen Belastungen, die nach einer intensivmedizinischen Behandlung auftreten können, minimiert“, so Dr. Teresa Deffner, Psychologin auf der Intensivstation am Universitätsklinikum Jena (UKJ). Das zeigen die Gespräche mit Betroffenen, die eine schwere Erkrankung überlebt haben. Auszüge aus ihren Intensivtagebüchern sind nun Teil der Ausstellung „Sepsis und Infektion im Spiegel der Kunst“, die am 30. August um 18 Uhr in der Magistrale des Universitätsklinikums Jena (UKJ) eröffnet wird.

Nach einem Grußwort von Prof. André Scherag, Direktor des Instituts für Medizinische Statistik, Informatik und Datenwissenschaften am UKJ, wird das Organisatorenteam aus CSCC (Center für Sepsis Control and Care), Sepsis-Stiftung und ZIK Septomics das Projekt kurz vorstellen. Anschließend geben die Psychologin Dr. Teresa Deffner und die Fotografin Sibylle Kölmel eine Einführung in das Projekt der Intensivtagebücher. 

Vor dem Hintergrund des Welt-Sepsis-Tags am 13. September organisieren Jenaer Organisationen und Institutionen aus Forschung und Medizin jedes Jahr gemeinsame Aktionen, um die Erkrankung Sepsis bekannter zu machen. Mit der Ausstellung im Rahmen der Serie „Kunst in der Magistrale“ haben sie in diesem Jahr verschiedene künstlerische Herangehensweisen an das Thema Sepsis und Infektion gewählt. Gezeigt werden berührende Bilder, die Geschichten erzählen und im Gedächtnis bleiben. Wie das Erlebte verarbeitet werden kann, zeigen nicht nur die Intensivtagebücher, sondern beispielsweise auch Illustrationen des Sepsis-Überlebenden Gary Black, der seine Erlebnisse in einem Buch und zahlreichen Bildern verarbeitet hat. Die Werke des Illustrators Gary Andrews fokussieren auf die Perspektive der Angehörigen: Der Cartoonzeichner und Vater zweier Kinder führte ein grafisches Tagebuch über die Freuden des Familienlebens mit prägnanten Cartoons. Im Oktober 2017 verlor er völlig unerwartet seine Frau Joy durch eine Sepsis. Das Tagebuch, seine „Daily Scribbles“, führte er weiter. Einige der berührenden Zeichnungen sind nun in der Magistrale des Klinikums zu sehen.

Weltweit stirbt etwa alle vier Sekunden ein Mensch an einer Sepsis. Auch in Deutschland gilt die Erkrankung als dritthäufigste Todesursache. Was bedeutet dieser lebensbedrohliche Zustand für die Betroffenen? Lässt sich eine Sepsis verhindern? Was ist beim Behandeln wichtig? Mit verschiedenen visuellen Mitteln versucht die neue Ausstellung Antworten auf diese Fragen zu geben. Die Künstler und Protagonisten beleuchten die Fragen dabei aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Ein besonderer Fokus liegt auf der Darstellung aus Sicht der Betroffenen: der Überlebenden, aber auch der Angehörigen und des medizinischen Personals. Die Ausstellung zeigt aber auch Posterkampagnen zur Aufklärung über Sepsis aus aller Welt und unterhaltsame Bildungsangebote („Edutainment“) wie Comics, Malbücher und Kartenspiele.

Im Internet:

https://www.uniklinikum-jena.de/cscc/SepsisAusstellung2019.html

 

Kontakt:

Dr. Margit Leitner
Wissenschaftliche Assistenz & Öffentlichkeitsarbeit
Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum
Sepsis und Sepsisfolgen
Center for Sepsis Control and Care (CSCC)
Universitätsklinikum Jena

Tel.: +49 3641 9 32 33 20
E-Mail: Margit.Leitner@med.uni-jena.de
Web: www.cscc.uniklinikum-jena.de

 

Termin:

Vernissage
„Sepsis und Infektion im Spiegel der Kunst“

Freitag, 30. August, 18 Uhr

Magistrale des Universitätsklinikums Jena
Dauer: bis Ende November 2019



Wissenschaftsnachwuchs am Schillertag ausgezeichnet

28.06.2019

Wissenschaftsnachwuchs am Schillertag ausgezeichnet

Prof. Dr. Tony Bruns erhielt den diesjährigen Habilitationspreis
Prof. Dr. Tony Bruns (Foto: Anne Günther/FSU)

Jena (FSU) Schiller „lebt“ an der nach ihm benannten Universität. Das zeigt der höchste Festtag der Universität Jena, der den Namen „Schillertag“ trägt, um an seine Antrittsvorlesung im Jahr 1789 zu erinnern. Aus Anlass des diesjährigen „Schillertages“ sind am heutigen Freitag (28.6.) auch die besten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der vergangenen zwölf Monate ausgezeichnet worden.

Der mit 5.000 Euro dotierte Habilitationspreis wurde Prof. Dr. Tony Bruns überreicht. Der Mediziner, der inzwischen eine Professur am Aachener Uniklinikum innehat, ist für seine Arbeit „Untersuchungen zur immunologischen Vermittlung von Inflammation, Infektion und Organversagen im Verlauf chronischer Lebererkrankungen“ ausgezeichnet worden. Der Habilitationspreis wird von der Universität und ihrer Freundesgesellschaft finanziert.

Die mit jeweils 750 Euro dotierten Dissertationspreise werden ebenfalls von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der FSU gestiftet. Den Promotionspreis der Medizinischen Fakultät erhielt Dr. Uwe Haselmann.



Weimar Sepsis Update 2019

21.06.2019

Weimar Sepsis Update 2019

Der 9. internationale Kongress "Sepsis and Multiorgan Dysfunction" findet von 11. - 13. September 2019 in Weimar statt.

Der Kongress wird von der Deutschen Sepsis-Gesellschaft (DSG) unter dem Motto "a Tribute to Translation" organisiert. Parallel findet der 11. Intensivpflege-Kongress statt.

Das vorläufige Programm der beiden Veranstaltungen stehen auf den Seiten der DSG zum Download bereit.

Einreichung von Abstracts ist bis zum 30. Juni 2019 möglich.

 

 

 

The 9th international congress "Sepsis & Multiorgan Dysfunction" will take place from 11 - 13 September 2019 in Weimar.

Featuring "a Tribute to Translation", the congress is organized in connection with the 11th intensive care nursing congress by the German Sepsis Society.

A preliminary programme now available online.

Abstract Submission is open until 30 June 2019.



Promotionsstipendien vergeben

14.11.2018

Promotionsstipendien übergeben

Jena (vdg/UKJ) Insgesamt 22 Medizinstudierende am Universitätsklinikum Jena erhalten in diesem Wintersemester ein Promotionsstipendium des Interdisziplinären Zentrums für Klinische Forschung IZKF, des Zentrums für Sepsis und Sepsisfolgen CSCC und des Fördervereins. Stellvertretend für diese Förderinstitutionen übergaben Prof. Dr. André Scherag (l.) und PD Dr. Dr. Michael Kiehntopf (r.) die Stipendienurkunden in der Novembersitzung des Rates der Medizinischen Fakultät.

Mit der Förderung können sich die Doktoranden Carina Bachmann, Matthias Besemer, Florian Brand, Dominik Breite, Christoph Jacob, Paul Jung, Sophie Linnéa Kerschner, Alexandra Lüse, Antonio Mestekemper, Magnus Victor Müller, Veronika Lydia Rutte, Isabelle Victoria Sobbe, Juliane Stadtkus, Laura Swiderski, Rebecca Elena Thamm, Vanessa Jasmin Vau, Alexandra Wallbraun, Laura Zacher, Jorge Alejandro Hurtado Oliveros, Friederike Dellbrügge, Karina Blinova und Ghadir Douba jetzt ein oder zwei Semester lang ausschließlich ihrer Dissertation widmen.

Wir gratulieren und wünschen viel Erfolg bei der wissenschaftlichen Arbeit!

Weitere Informationen: IZKF, CSCC, Förderverein



10.12.2018

Vortragsreihe Sepsis und Sepsisfolgen; C. Taylor

Into thin air: the impact of  hypoxia on immunity and infection Prof. Cormac Taylor, PhD

University College Dublin, Conway Institute of Biomolecular & Biomedical Research

Date: Monday, 10 December 2018, 16:15

Location: Conference Room of the Institute for Clinical Chemistry and Laboratory Diagnostics (Oval Office),
Jena University Hospital, Am Klinikum 1

Continuing education credits LÄK Thuringia: 2 points category A requested

Current research of Prof. Taylor’s lab is directed towards expanding the understanding of the mechanisms by which hypoxia regulates transcriptional events in epithelial cells. Specifically, the group is interested in the regulation of global gene expression in response to hypoxia and the modification of transcriptional regulators which underlies the induction of such events. Focus is also placed on translating improved understanding of hypoxia-sensitive pathways to developing new therapeutics in chronic inflammatory disease.

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Ausgezeichnet mit dem Thüringer Forschungspreis

08.04.2019

Ausgezeichnet mit dem Thüringer Forschungspreis

Ein Wissenschaftlerteam des Leibniz-IPHT, der Friedrich-Schiller-Universität und des Universitätsklinikums Jena entwickelt Schnelltest zur Erkennung von Infektionserregern.
Ein Chip, der Leben retten kann: der RamanBioAssayTM. Auf den Chip kommen Bakterien aus einer Patientenprobe. Ein lichtbasiertes Verfahren und eine computergestützte statistische Auswertung liefern Klarheit: Welcher Erreger ist es und wogegen ist er resistent? Foto: Sven Döring/ Leibniz-IPHT

Mit einem Schnelltest zur Erkennung von Infektionserregern und deren Antibiotika-Resistenzen erhielt ein Jenaer Wissenschaftlerteam des Leibniz-IPHT, der Friedrich-Schiller-Universität und des Universitätsklinikums Jena den Thüringer Forschungspreis 2019. Das von ihm erforschte laserbasierte Verfahren kann Bakterien und ihre Resistenzen direkt diagnostizieren: In 3 Stunden liegt das Ergebnis vor, auf das Mediziner mit derzeitigen Verfahren bis zu 3 Tage warten müssen. Der Test ermöglicht es Ärzten, Infektionen zielgenau zu therapieren und könnte damit einen entscheidenden Beitrag leisten im Kampf gegen resistente Keime. Der Thüringer Forschungspreis wurde am 8. April um 17 Uhr in Jena vergeben.

Immer öfter infizieren sich Menschen mit Keimen, gegen die verfügbare Antibiotika nicht mehr helfen. Solche resistenten Keime gefährden Menschen weltweit. Denn sie könnten dazu führen, dass von Krankheiten, die heute gut zu behandeln sind, in naher Zukunft wieder eine tödliche Gefahr ausgeht und scheinbar einfache Routineeingriffe zum unkalkulierbaren Risiko werden. Die Ursache ist ein Teufelskreislauf: Weil es an schnellen Verfahren für die Diagnose fehlt, werden Patientinnen und Patienten mit lebensbedrohlichen Infektionen unter Zeitdruck zunächst mit Breitband- oder Reserveantibiotika behandelt. In der Folge treten immer mehr Resistenzen auf, auch gegen Reserveantibiotika. Diese Substanzen werden zunehmend wirkungslos — und die Resistenzlage verschärft sich weiter.

Ein Chip, der Leben retten kann

Ein Wissenschaftlerteam des Leibniz-IPHT, der Friedrich-Schiller-Universität und des Universitätsklinikums Jena hat eine Lösung erforscht mit dem Potential, die Infektionsdiagnostik zu revolutionieren: einen laserbasierten Schnelltest, der Ärztinnen und Ärzten in kürzester Zeit die entscheidenden Informationen liefert, um mit der optimalen Behandlung zu starten. Mit dem RamanBioAssy™ können Bakterien und Resistenzen innerhalb von 3 Stunden diagnostiziert werden. Bei derzeit angewandten mikrobiologischen Verfahren müssen Mediziner bis zu 3 Tage auf das Ergebnis warten.

Prof. Ute Neugebauer vom Leibniz-IPHT und dem integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum „Center for Sepsis Control and Care“ des Universitätsklinikums Jena (UKJ) und Prof. Michael Bauer, Leiter der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am UKJ. Sie sind Teil des Wissenschaftlerteams des Leibniz-IPHT, der Friedrich-Schiller-Universität und des UKJ, das den Schnelltest zur Erkennung von Infektionserregern und deren Antibiotika-Resistenzen erforscht. Foto: Sven Döring/ Leibniz-IPHT

Die Alternative der Jenaer Forscher ist schnell, kostengünstig und universell einsetzbar: ein Chip, der ein Labor ersetzt. Wenige Tropfen einer Patientenprobe genügen, damit Ärzte Krankheitserreger und Antibiotika-Resistenzen einfach ablesen können.

„Eine potentiell lebensrettende Entwicklung. Mit Potential sowohl für den einzelnen Patienten als auch für das Gesundheitssystem“, urteilt Prof. Michael Bauer, der am Uniklinikum Jena die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin leitet: „Sie könnte helfen, uns aus der Resistenz-Misere zu befreien.“

Das Forscherteam am Leibniz-IPHT arbeitet bereits an einem tragbaren System. „Unser Ansporn ist es, nun die nächsten Schritte zu gehen und Ärzten ein Mittel an die Hand zu geben, das sie dort einsetzen können, wo es am meisten gebraucht wird: in der patientennahen Diagnostik“, sagt Prof. Jürgen Popp, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-IPHT und des Instituts für Physikalische Chemie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. So könnte der Schnelltest Ärzten auf dem Land, wo keine Klinik in der Nähe ist, zu einer präzisen Diagnose und ihren Patienten zu einer passenden Behandlung verhelfen. Und bei lebensbedrohlich erkrankten Patienten in der Klinik, für die jede Minute zählt, erspart es den zeitaufwändigen Probentransport ins Labor.

„Es freut uns zu sehen, dass wir mit spektroskopischen Techniken eine Lösung für einen dringenden medizinischen Bedarf bereitstellen können“, ergänzt Prof. Ute Neugebauer vom Leibniz-IPHT, die am Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum Sepsis und Sepsisfolgen des Uniklinikums Jena forscht.

Für den Chip, der Leben retten kann, wurde das Jenaer Forscherteam 2018 mit dem 3. Preis des Berthold-Leibinger-Innovationspreises ausgezeichnet. Er hat zudem bereits zur Gründung der Firma Biophotonics Diagnostics geführt. Das Potential ist groß. Patientinnen und Patienten wird schnell geholfen. Die weitere Ausbreitung von Resistenzen wird durch passgenaue Therapien eingedämmt und in den Gesundheitssystemen werden erhebliche Kosten eingespart.

Hintergrund:

Mit dem Thüringer Forschungspreis ehrt das Land Thüringen seit 1995 einmal im Jahr Spitzenleistungen in der Forschung an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen des Landes. Ausgezeichnet werden Arbeiten der Grundlagen- und der angewandten Forschung mit einem Preisgeld von insgesamt 50.000 Euro. Über die Vergabe entscheidet eine Jury aus erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus ganz Deutschland.



Ausschreibung von Promotionsstipendien

23.11.2018

Ausschreibung von Promotionsstipendien

IZKF und CSCC schreiben aktuell gemeinsam Promotionsstipendien für Studierende der Medizin aus.

Aufgrund der gemeinsamen Ziele, der Förderung der klinisch orientierten Forschung an der Friedrich-Schiller-Universität durch Vernetzung von Grundlagenforschung mit klinisch angewandter Forschung und der Förderung des medizinisch-wissenschaftlichen Nachwuchses, schreiben das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung (IZKF) Jena und das Center for Sepsis Control and Care (CSCC) Promotionsstipendien aus.

Die Stipendien können für ein oder zwei Semester an Studierende der Medizin oder ggf. Zahnmedizin vergeben werden, die ihr Studium zur Anfertigung einer Promotionsarbeit unterbrechen.

Alle Einzelheiten finden Sie in der Ausschreibung IZKF-CSCC-Promotionsstipendien.

Die Abgabefrist der Anträge ist der 01. Februar 2019. 

Die öffentliche Projektvorstellung wird voraussichtlich am 25. Februar 2019 ab 09.00 Uhr im Konferenzraum des Laborzentrums stattfinden

Für einen Antrag zum Thema Sepsis und Sepsisfolgen verwenden Sie bitte das Formblatt des CSCC.

 



UKJ-Allgemeinmediziner mit Hufeland-Preis ausgezeichnet

09.11.2018

UKJ-Allgemeinmediziner mit Hufeland-Preis ausgezeichnet

Dr. Konrad Schmidt vom Institut für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Jena ist mit dem Hufeland-Preis der Deutschen Ärzteversicherung ausgezeichnet worden. Er erhielt den Preis gemeinsam mit Prof. Dr. Jochen Gensichen von der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität für die Smooth-Studie „Hausärztliche Versorgung von Patienten nach Intensivtherapie“.
Die Smooth-Studie „Hausärztliche Versorgung von Patienten nach Intensivtherapie“ am Institut für Allgemeinmedizin des Uniklinikums Jena erhielt den Hufeland-Preis der Deutschen Ärzteversicherung. V.l.n.r: Timmy Klebb (Dt. Ärzteversicherung), Preisträger Prof. Dr. Jochen Gensichen, Dr. Konrad Schmidt, Prof. Dr. Erland Erdmann (Stiftungskuratorium). Bildquelle: Marc Thürbach/Stiftung Hufeland-Preis.

Jena (UKJ/vdG) „Relevanz bekam das Thema nicht zuletzt durch die zunehmende Zahl an Patientinnen und Patienten, die Erkrankungen wie eine schwere Sepsis dank fortgeschrittener Intensivmedizin zwar überleben, jedoch noch über Jahre an organischen und psychischen Komplikationen leiden“, beschreibt Dr. Konrad Schmidt den Hintergrund des Studienprojektes. Um Hausärzte bei der Patientenversorgung nach Intensivtherapie zu unterstützen, leitete er gemeinsam mit Prof. Dr. Jochen Gensichen über fünf Jahre am Institut für Allgemeinmedizin die Smooth-Studie, die im Rahmen des Zentrums für Sepsis und Sepsisfolgen am Universitätsklinikum Jena (UKJ) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde.

Darin wurde ein Nachsorgeprogramm für Sepsisüberlebende entwickelt, das in 148 Hausarztpraxen erfolgreich etabliert und evaluiert wurde. In der Interventionsgruppe der 291 teilnehmenden Patienten zeigte sich eine mögliche Verbesserung der motorischen Funktion. Die Studie konnte die Bedeutung des Hausarztes für die postintensive Versorgung auch international thematisieren, erste Lösungsansätze aufzeigen und zur Weiterentwicklung einer strukturierten Nachsorge beitragen.

Die Stiftung Hufeland-Preis der Deutschen Ärzteversicherung vergibt den mit 20.000 Euro dotierten Preis jährlich für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Präventivmedizin oder Versorgungsforschung. In diesem Jahr wurde der Preis mit der Kölner Studiengruppe der PräFord-Studie geteilt.

Kontakt:

Dr. Konrad Schmidt
Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Jena

Telefon: 03641 9395805
E-Mail: konrad.schmidt@med.uni-jena.de

Weitere Informationen zur ausgezeichneten Smooth-Studie



05.11.2018

Vortragsreihe Sepsis und Sepsisfolgen; S. Bischoff

Allgemeine rechtliche Aspekte des Tierschutzes in der Tierversuchsdurchführung Dr. med. vet. Sabine Bischoff

Tierschutzbeauftragte des UKJ

Termin: Montag, 05. November 2018, 14:30 Uhr

Ort: Hörsaal 2, Universitätsklinikum Jena, Am Klinikum 1

 

Der Vortrag von Frau Bischoff wurde im Rahmen des CSCC-Nachwuchsprogrammes initiiert und soll einen Überblick zum rechtlichen Hintergrund der Tierversuchsdurchführung geben. 

Ankündigungsposter herunterladen (pdf)



Sepsis: Bilder einer wenig bekannten Erkrankung

10.09.2018

Sepsis: Bilder einer wenig bekannten Erkrankung

Welt-Sepsis-Tag am 13. September in Jena macht auf diese lebensbedrohliche Erkrankung aufmerksam/Preisverleihung im Kurzfilm- und Grafikwettbewerb Sepsis CamPetition im Kino am Markt

Jena (UKJ). Sepsis ist eine häufige, aber immer noch wenig bekannte Erkrankung. Der Welt-Sepsis-Tag am 13. September soll dazu beitragen, das zu ändern. Doch wie kann man erklären, was Sepsis eigentlich ist und was die Erkrankung für Betroffene und Angehörige bedeutet? Mit einem Kurzfilm- und Grafikwettbewerb machten sich Jenaer Einrichtungen und Institutionen zum zweiten Mal auf die Suche nach Bildern und Erzählungen über eine verheerende Erkrankung.

Die Medizin definiert eine Sepsis als eine lebensbedrohliche Organdysfunktion, die durch eine fehlregulierte Wirtsantwort auf eine Infektion verursacht wird. Und wie fasst man das ins Bild? „Das ist kein leichtes Thema und einiges an Recherchearbeit ist zunächst notwendig, um Ideen fließen zu lassen“, kommentiert die Koordinatorin des Wettbewerbs Margit Leitner das überschaubare Teilnehmerfeld. „Aber die Qualität der Arbeiten kann sich wirklich sehen lassen.“

Doch die Publikumsabstimmung im Internet zeigte, dass die Aktion doch auf beachtliches Interesse stieß: Gut 150 Personen stimmten über ihre Favoriten ab. Viele Menschen wollen die Organisatoren auch mit der Preisverleihung am Welt-Sepsis-Tag erreichen. Sie laden  am 13. September um 16.30 Uhr in das Kino am Markt in Jena ein zum Abschluss des Kurzfilm- und Grafikwettbewerbs Sepsis CamPetition und zu Informationen rund um die Sepsis.

Terminhinweis:
Welt-Sepsis-Tag: Preisverleihung Kurzfilm- und Grafikwettbewerb Sepsis CamPetition
13. September 2018, ab 16:30 Uhr
Kino am Markt, Markt 5, 07743 Jena

Programm:
16:30 Begrüßung (Eberhard Hertzsch, Dezernent für Familie, Bildung und Soziales)
16:45 Vortrag zum Thema Sepsis (Dr. Dr. Sina M. Coldewey)
17:00 Vorführung der Kurzfilmbeiträge/ Vorstellung der Grafikbeiträge/ Preisverleihung
17:45 Aufklärungsfilm der Sepsis Stiftung/ Ausschnitt aus dem Film Starfish“ (Tobias Gothow, Geschäftsführer Sepsis Stiftung)
18:15 Get-together

Kontakt:
Dr. Margit Leitner
Center for Sepsis Control and Care (CSCC), Universitätsklinikum Jena
Tel: 03641/9323320
E-Mail: wsd@med.uni-jena.de 

Sepsis CamPetition:
Youtube-Kanal: http://bit.ly/SepsisCamPetition

Die Sepsis CamPetition ist ein gemeinsames Projekt von Center for Sepsis Control and Care und ZIK Septomics (beides vom BMBF geförderte Sepsisforschungszentren in Jena), Deutscher Sepsis-Gesellschaft, Deutscher Sepsis-Hilfe e.V., Global Sepsis Alliance, Sepsis Stiftung und Universitätsklinikum Jena.

Welt-Sepsis-Tag:
http://www.cscc.uniklinikum-jena.de/WST.html
https://www.world-sepsis-day.org/

 



Globales Gesundheitsproblem: Kinder- und Neugeborenensepsis

26.09.2018

Globales Gesundheitsproblem: Kinder- und Neugeborenensepsis

Weltweit erkranken jährlich drei Millionen Neugeborene und 1,2 Millionen Kinder an Sepsis, so eine Metastudie von Wissenschaftlern aus Jena, Vancouver und Brisbane. Gerade in den Entwicklungsländern, in denen die Krankheitslast durch Sepsis im Kindesalter besonders hoch ist, fehle es aber an einer standardisierten Klassifizierung und Erfassung der Krankheitsfälle, bemängeln die Autoren.

Jena (UKJ/vdG). Die Wissenschaftler sichteten insgesamt 1270 epidemiologische Studien der letzten 40 Jahre, die die Sepsishäufigkeit bei Kindern und Neugeborenen zum Gegenstand hatten. In die Metaanalyse wurden schließlich 15 Studien aus hochentwickelten Staaten und Schwellenländern einbezogen, die vollständige Daten enthielten. Auf dieser Grundlage schätzen die Autoren, dass je 100 000 Einwohner jährlich 48 Kinder an einer Sepsis und 22 Kinder an einer schweren Sepsis erkranken. Die Zahl der Sepsiserkrankungen bei Neugeborenen liegt bei über 2200 je 100 000 Lebendgeburten im Jahr mit einer Sterblichkeit von elf bis 19 Prozent. Das bedeutet, dass weltweit allein 2.9 Millionen Neugeborene an einer Sepsis erkranken, an der bis zu einer halben Million Neugeborene versterben. Die Hochrechnung für Kinder beläuft sich auf 1,2 Millionen Sepsisfälle.

„Insbesondere in Entwicklungsländern fehlt es an umfassenden Studien zur Sepsishäufigkeit, weshalb wir davon ausgehen müssen, dass die weltweite Krankheitslast noch weitaus größer ist“, ordnet die Erstautorin der Studie, Dr. Carolin Fleischmann-Struzek vom Universitätsklinikum Jena, das Ergebnis ein. Häufig werde eine Infektion als Todesursache angegeben, die die Sepsis ausgelöst hat. Um das Ausmaß der Gefährdung besser einschätzen zu können, die Sepsis für die Kindergesundheit weltweit bedeutet, seien standardisierte und regelmäßige Berichte zur Sepsishäufigkeit und -sterblichkeit notwendig. Prof. Dr. Konrad Reinhart, Seniorprofessor am Universitätsklinikum Jena und Chairman der Global Sepsis Alliance: „Die Studie leistet einen weiteren Beitrag zur Umsetzung der Forderung der Weltgesundheitsorganisation, die Sepsishäufigkeit besser zu erfassen, um zielgerichtete Maßnahme zur besseren Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Sepsis ergreifen zu können.“

Originalpublikation:
Fleischmann-Struzek C, et al. The global burden of paediatric and neonatal sepsis: a systematic review. Lancet Respir Med. 2018 6:223-230,  doi: 10.1016/S2213-2600(18)30063-8.

Kontakt:
Dr. Carolin Fleischmann-Struzek,
Center for Sepsis Control and Care, Universitätsklinikum Jena
Tel. 03641/9 32 31 46, Carolin.Fleischmann@med.uni-jena.de



24.03.2017

CSCC vergibt Travel Grants an wissenschaftlichen Nachwuchs

Das CSCC möchte dem wissenschaftlichen Nachwuchs vermehrt die Gelegenheit zu fachlichem Austausch und zur Etablierung von Netzwerken mit anderen Arbeitsgruppen in ihrem Fachgebiet geben und hat daher erstmalig in seiner Laufzeit Travel Grants vergeben. Drei Promovierende, eine Postdoktorandin und eine Assistenzärztin dürfen sich über finanzielle Unterstützung für Kongress- bzw. Workshop-Teilnahmen freuen.

Während Nadine Reiher (Projekt MoPaRec), Marko Gröger (Projekt Guliver), Johanna Niemiec (Projekt CanBac) und Carolin Fleischmann (Studie MSC) CSCC-Projektergebnisse bei internationalen Kongressen präsentieren werden, wird Awais Afzal (Projekt ALR) an einem EMBL-Workshop im Sommer teilnehmen.

Wir wünschen allen Geförderten spannende Veranstaltungen und freuen uns auf die Erfahrungsberichte.



Berthold Leibinger Innovationspreis: Jenaer Forscher für schnelle Infektionsdiagnostik geehrt.

20.07.2018

Berthold Leibinger Innovationspreis: Jenaer Forscher für schnelle Infektionsdiagnostik geehrt.

(Dr. Anja Schulz/ IPHT) Multiresistente Keime sind eine wachsende Bedrohung. Der massenhafte und häufig unnötige Einsatz von Antibiotika führt dazu, dass immer mehr Erreger gegenüber Medikamenten unempfindlich sind. Bisher gut behandelbare Infektionen können lebensbedrohlich verlaufen. Ein neuer Schnelltest gibt innerhalb von dreieinhalb Stunden Auskunft darüber, welches verfügbare Antibiotikum im konkreten Fall noch wirksam ist. Für das Licht-basierte Verfahren werden die Jenaer Wissenschaftler Prof. Ute Neugebauer und Prof. Jürgen Popp mit dem 3. Preis des Berthold Leibinger Innovationspreises 2018 ausgezeichnet.
Die Preisträger des Berthold Leibinger Innovationspreises 2018. Quelle: Berthold Leibinger Stiftung

Vor allem in der klinischen Anwendung, bei der Behandlung von schweren Infektionen, z.B. bei einer Sepsis, ist Zeit ein entscheidender Faktor. Intensivmediziner müssen viel zu oft ‚blind' mit Breitspektrumantibiotika behandeln, da sie zunächst weder den Erreger noch eventuell vorhandene Resistenzen bestimmen können. Eine frühzeitige Diagnose ist Grundlage für eine verlässliche Therapieentscheidung und rettet Leben. Eine schnelle, kostengünstige Alternative zur bislang zeitintensiven mikrobiologischen Erregerdiagnostik bietet das Licht-basierte Verfahren des Forscher-Teams um Prof. Ute Neugebauer und Prof. Jürgen Popp. Das Lab-on-a-Chip-System ist das Ergebnis enger Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Photonik, Medizin, Mikrofluidik und Systemintegration am Leibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) und am Center for Sepsis Control and Care (CSCC) des Universitätsklinikums Jena (UKJ).

Licht-basierte Diagnostik hilft bei der Vergabe des passenden Medikaments

Die Kombination aus Raman-spektroskopischer Diagnostik, mikrofluidischer Probenprozessierung und einem hohen Automatisierungsgrad verkürzt die Zeit von der Probennahme bis zum Ergebnis von bisher 72 auf dreieinhalb Stunden. Für den RamanBioAssayTM genannten Schnelltest genügen bereits wenige Tropfen einer Patientenprobe, beispielsweise Urin eines Patienten mit Blasenentzündung. Die Probe geben die Forscher ohne aufwändige Vorbereitung direkt in den Chip. Während des automatisierten Analyseprozesses ist kein Kontakt mit dem potentiell ansteckendem Material nötig. Elektrische Felder fangen die Bakterien aus der Probe in einer bestimmten Region des Chips ein, wo sie anhand ihres spezifischen Raman-Spektrums und dessen Vergleich mit Datenbanken identifiziert werden.

Anschließend bringen die Jenaer Forscher die Erreger mit verschiedenen Antibiotika in unterschiedlichen Konzentrationen in Kontakt und werten die spektralen Veränderungen aus. „Neben dem qualitativen Ergebnis, das heißt ob der der Stamm resistent oder sensibel ist, erhalten wir quantitative Informationen. Die Daten geben Aufschluss, wie hoch die Konzentration des Antibiotikums sein muss, um das Bakterienwachstum vollständig zu hemmen. Das ist ein wichtiger diagnostischer Parameter, der den Erfolg der Behandlung entscheidend beeinflusst“, beschreibt Prof. Ute Neugebauer den Vorteil der Methode.

Die Forscher arbeiten gemeinsam mit der Firma Biophotonics Diagnostics GmbH an der Verwertung des RamanBioAssayTM. Zum einen ist eine offene Geräteplatttform geplant, die in Krankenhäusern die klinische Mikrobiologie ergänzen soll. Ein weiteres Ziel ist die Integration des RamanBioAssayTM in ein miniaturisiertes, geschlossenes Kartuschensystem für den mobilen Einsatz beispielsweise in Arztpraxen. Damit könnten Hausärzte erstmals Erreger und deren Resistenzen unkompliziert und schnell bestimmen.

Die Forschungsarbeiten wurden von der Europäischen Union, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Freistaat Thüringen und der Carl-Zeiss-Stiftung gefördert.

Der Berthold Leibinger Innovationspreis:

Der alle zwei Jahre verliehene Berthold Leibinger Innovationspreis ist ein hochkarätiger internationaler Technologiepreis der Berthold Leibinger Stiftung. Er würdigt Wissenschaftler und Entwickler für herausragende Innovationen zur Anwendung oder Erzeugung von Laserlicht. Den 1. Preis 2018 erhält ein Forscher-Team der RWTH Aachen mit einem Verfahren zum Hochgeschwindigkeits-Laserauftragsschweißen. Wissenschaftler vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Firma Vanguard Photonics werden für die 3D-Laserlithographie für die integrierte Photonik mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Zur zehnten feierlichen Preisverleihung am 21. September 2018 am Hauptsitz der TRUMPF Gruppe in Ditzingen sprechen unter Anderem der Stifter Prof. Dr. Berthold Leibinger und der Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Stefan W. Hell, Direktor am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen.

Das Leibniz-Institut für Photonische Technologien:

Das Leibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) erforscht die wissenschaftlichen Grundlagen für photonische Verfahren und Systeme höchster Sensitivität, Effizienz und Auflösung. Gemäß dem Motto „Photonics for Life – from ideas to instruments“ entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Leibniz-IPHT maßgeschneiderte Lösungen für Fragestellungen aus den Bereichen Lebens- und Umweltwissenschaften sowie Medizin.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. Ute​ Neugebauer
Leibniz-IPHT // Forschergruppe Klinisch-Spektroskopische Diagnostik
+49 (0) 3641 206-103
ute.neugebauer(a)leibniz-ipht.de

Prof. Dr. Jürgen Popp
Leibniz-IPHT// Wissenschaftlicher Direktor // Abteilungsleiter Spektroskopie/Bildgebung
+49 (0) 3641 206 - 300
juergen.popp(a)leibniz-ipht.de

Originalpublikation:

"Simple Ciprofloxacin Resistance Test and Determination of Minimal Inhibitory Concentration within 2 h Using Raman Spectroscopy" https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.analchem.7b03800



Vergabe von Stipendien an Medizindoktoranden

18.05.2018

Vergabe von Stipendien an Medizindoktoranden

Mit Start des Sommersemester 2018 können sich drei Medizindoktoranden über Unterstützung durch CSCC-Stipendien freuen. Die feierliche Übergabe der Urkunden fand im Rahmen des Jahresempfangs des Universitätsklinikums statt.

Claudia Lemke wird an der Klinik für Neurochirurgie den „Einfluss einer chronischen Infektion mit intrazellulär persistierenden Staphylococcus aureus small colony variants auf das Wachstum vom Glioblastomzellen“ untersuchen. In der Biophotonik-Arbeitsgruppe widmet sich Richard Grohs der „Erforschung und Testung eines Schnelltests zur Bestimmung von Antibiotikaresistenzen bei Urosepsis mit einem Fokus auf multiresistenten Gram-Bakterien“. In den Forschungslaboren der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie untersucht Micha Ploner „PKC-Isoformen ɑ und ζ als Regulatoren der septischen Cholestase im PI3K/PKC Signalweg“.

Wir wünschen den Stipendiaten viel Erfolg für ihre Projekte und heißen sie in der CSCC-RTG herzlich willkommen.

 



Notfall Sepsis – Sepsisüberlebender wendet sich an Deutschen Bundestag

19.06.2018

Notfall Sepsis – Sepsisüberlebender wendet sich an Deutschen Bundestag

Jena 19.06.2018 (Sepsis-Stiftung). Arne Trumann hat selbst eine Sepsis nur knapp überlebt, weil der alarmierte Bereitschaftsarzt die Symptome übersehen hat. So wie ihm ergeht es tausenden Menschen jedes Jahr in Deutschland. Arne Trumann will das nicht hinnehmen und hat sich mit einer Online-Petition zur Verbesserung der Prävention, Diagnose und Behandlung der Sepsis an den Deutschen Bundestag gewandt.

Es begann alles mit einer leichten Rachenentzündung. Nach ein paar Tagen schien die Erkältung auskuriert und Arne Trumann ging wieder zur Arbeit. Doch plötzlich geht es ihm rasant schlechter. Er bekommt Fieber und Schüttelfrost und fühlt sich so krank, wie noch nie. „Ich bin immer gesund und fit gewesen. Aber an diesem Tag hatte ich das Gefühl ich müsste sterben“, sagt Arne Trumann. Der herbeigerufene Bereitschaftsarzt schaut ihn nur kurz an und empfiehlt Bettruhe. Eine schwerwiegende Fehldiagnose. „Hätte ich auf den Arzt gehört, wäre ich heute nicht mehr am Leben“, ist sich Trumann sicher. Er hat eine lebensbedrohliche Sepsis, umgangssprachlich auch Blutvergiftung genannt.

Sepsis ist die schlimmste Verlaufsform einer Infektion. Normalerweise wird eine Infektion vom Immunsystem lokal begrenzt. In manchen Fällen breitet sich diese jedoch auf den ganzen Körper aus. Das Immunsystem ist überfordert und schaltet auf Angriff. Es attackiert alles, auch die eigenen Organe. Unbehandelt führt die Sepsis zum Organversagen und zum Tod des Patienten.

Jedes Jahr erkranken 320.000 Menschen in Deutschland an einer Sepsis. 75.000 Patienten sterben an den Folgen. „Trotz dieser hohen Zahlen, ist Sepsis in der Bevölkerung größten Teils unbekannt. Selbst medizinisches Fachpersonal übersieht oft die Symptome und die Patienten werden zu spät behandelt“, berichtet Prof. Konrad Reinhart, Vorsitzender der Sepsis-Stiftung und Seniorprofessor am Universitätsklinikum Jena. Die Sepsissterblichkeit ist in Deutschland mit 41% um 10 bis 20 Prozentpunkte höher als in den USA, England oder Australien. Die Gründe dafür sind, so Professor Reinhart weiter, dass „in diesen Ländern die Impfraten gegen Grippe und Pneumokokken mehr als doppelt so hoch sind, die Hygienestandards wesentlich konsequenter umgesetzt werden und das medizinische Personal sowie auch die Bevölkerung systematisch in der Früherkennung von Sepsis geschult werden.“

Wie schlimm es um ihn wirklich steht, realisiert Arne Trumann erst, als er mit dem Rettungswagen im Krankenhaus ankommt. „Dort wurde ich sofort in ein künstliches Koma versetzt”, berichtet er. „Meine Arme und Beine wurden aufgrund des septischen Schocks nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt. Teile meiner Finger mussten deshalb amputiert werden.” Für Trumann ist das als Klavierstimmer besonders belastend. Heute, nach fast 6 Jahren, kann er sogar wieder Klavier spielen und ist froh die Sepsis überlebt zu haben. „Nach der Erkrankung habe ich mich viel mit anderen Betroffenen und Angehörigen ausgetauscht. Es ist erschreckend, wie wenig über diese Erkrankung bekannt ist und wie oft die Symptome übersehen werden”, stellt Trumann fest. Er will einen Beitrag leisten, damit sich dies in Zukunft ändert. Nun sammelt Trumann die nächsten Wochen Unterstützer für seine Petition und einen Nationalen Sepsisplan. Nach Ansicht von Experten könnten mit der Umsetzung eine Nationalen Sepsisplans jedes Jahr bis zu 20.000 Menschen in Deutschland gerettet werden. „Es ist nicht akzeptabel, das Deutschland bei der Infektionsprävention und Sepsisbehandlung Ländern wie den USA, England oder Australien länger hinterherhinkt“ resümiert Trumann.

Link zur Online-Petition: https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2018/_05/_15/Petition_79601.html

Kontakt:

Tobias Gothow
tobias.gothow@sepsis-stiftung.de
Tel.: +49 3641 932 3138
Mobil: +49 152 243 96926



07.05.2018

Vortragsreihe Sepsis und Sepsisfolgen: M. Szibor

Xenotopic expression of alternative electron transport enzymes in mammals - impact on health and disease Marten Szibor, MD

Faculty of Medicine and Life Sciences, University of Tampere, Finland

Date: Monday, 07 May 2018, 12:30

Location: Conference Room of the Institute for Clinical Chemistry and Laboratory Diagnostics (Oval Office), Jena University Hospital, Am Klinikum 1

Host: Michael Schwarzer and Michael Bauer

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Sepsis CamPetition: Start in die zweite Runde

19.04.2018

Sepsis CamPetition: Start in die zweite Runde

In der Neuauflage ihres Wettbewerbs suchen Jenaer Forschungsverbünde Kurzfilme und diesmal auch grafische Arbeiten zum Thema Sepsis. Einreichungsschluss ist der 13. August.

Jena (UKJ/ vdG) Motiviert von den Ergebnissen des Vorjahres starten die Organisatoren der Sepsis CamPetition, Jenaer Organisationen und Institutionen aus Forschung und Medizin, in eine zweite Runde des Wettbewerbs. Kurzfilme werden wieder im Fokus stehen, aber zusätzlich soll der Wettbewerb dieses Jahr auch für grafische Arbeiten geöffnet werden. „Egal ob bewegte oder unbewegte Bilder – gesucht sind Bilder, die etwas bewegen“, fasst Dr. Margit Leitner, die Intention des Wettbewerbs zusammen. „Wir wollen nicht nur Menschen dazu bringen, sich mit dem Thema Sepsis auseinanderzusetzen, sondern deren kreative Werke dann auch als Multiplikator für die Aufklärung nutzen“, so die Koordinatorin der Sepsis CamPetition für das Center for Sepsis Control and Care am Universitätsklinikum Jena weiter.

Denn wie alle Veranstaltungen zum Welt-Sepsis-Tag am 13. September soll der Wettbewerb helfen, Sepsis bekannter zu machen und so eine raschere Erkennung und erfolgreichere Behandlung ermöglichen. Noch immer wird die umgangssprachlich auch Blutvergiftung genannte Erkrankung oft zu spät erkannt und als medizinischer Notfall unterschätzt. „Sepsis ist die zweithäufigste Todesursache bei Kindern nach Unfällen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Kinder bereits in der Schule über Sepsis und deren Symptome aufgeklärt werden. Daher möchten wir mit einer U20-Wertung insbesondere Jugendliche ermutigen, an dem Wettbewerb teilzunehmen“, führt Tobias Gothow, Geschäftsführer der Sepsis-Stiftung, weiter aus.

Der Wettbewerb ist offen für alle, die helfen wollen, Sepsis bekannter zu machen – „egal ob Ärzte, Studierende, Schulklassen oder Videomacher, Grafiker, Cartoonisten, Fotografen, ob einzeln oder im Team“, betont Dr. Ursula Frischmann vom ZIK Septomics. Neben der Bewertung durch eine Jury ist auch die Meinung des Publikums wieder gefragt: Ergebnisse einer Online-Abstimmung werden in die Gesamtwertung eingehen. Und bestenfalls kann die Wettbewerbsteilnahme mehr einbringen als Wissensgewinn: Sepsis-Stiftung und Center for Sepsis Control and Care stellen ein Preisgeld von insgesamt 3.000 Euro zur Verfügung. Daneben wird es auch wieder Sachpreise zu gewinnen geben.

Termine und Fristen:
  • Beitrag einreichen von 1. Mai bis zum 13. August 2018 über www.uniklinikum-jena.de/cscc/WST.html
  • Online-Abstimmung für die Publikumswertung: 14. bis 27. August 2018
  • Preisverleihung, öffentliche Bekanntgabe der Gewinner und Präsentation der Beiträge: Welt-Sepsis-Tag, 13. September 2018
Kontakt:

Dr. Margit Leitner
Center for Sepsis Control and Care (CSCC), Universitätsklinikum Jena
Tel: 03641/9323320
E-Mail: wsd@med.uni-jena.de

Sepsis CamPetition:

YouTube-Kanal: http://bit.ly/SepsisCamPetition

Wettbewerbsunterlagen und Teilnahmebedingungen: www.uniklinikum-jena.de/cscc/WST.html

Die Sepsis CamPetition ist ein gemeinsames Projekt von Center for Sepsis Control and Care und ZIK Septomics (beides vom BMBF geförderte Sepsisforschungszentren in Jena), Sepsis-Stiftung, Deutscher Sepsis-Hilfe e.V., Global Sepsis Alliance und Universitätsklinikum Jena.

Hintergrund:

Sepsis ist ein lebensbedrohlicher Zustand, der eintritt, wenn die Antwort des Körpers auf eine Infektion die eigenen Gewebe und Organe schädigt. Sepsis kann zu Schock, multiplem Organversagen und letztlich zum Tod führen, insbesondere, wenn sie nicht früh erkannt und schnell behandelt wird. Sepsis ist weltweit die führende infektionsbedingte Todesursache.

Sepsis kann als Komplikation jeder Infektion, wie z. B. Lungenentzündung oder Harnwegsinfektion, auftreten, aber auch nach Verletzungen und chirurgischen Eingriffen. Die Entzündungsantwort des gesamten Körpers, verbunden mit Organversagen, macht Sepsis zu einer hochkomplexen und dynamischen Erkrankung. Durch die unspezifischen Symptome, verbunden mit einem Mangel an Aufklärung über die Frühsymptome sowie leistungsfähigen Diagnosemethoden, wird eine Sepsis oft erst spät erkannt.



08.05.2018

Vortragsreihe Sepsis und Sepsisfolgen, K. Sohn

A different approach towards molecular diagnostics of bloodstream infections Dr. Kai Sohn

Fraunhofer Institute for Interfacial Engineering and Biotechnology, Stuttgart

Date: Tuesday, 8 May 2018, 4:00 pm

Location: Seminar room 10; Research and Institute Building, House F2, Jena University Hospital, Am Klinikum 1

Continuing education credits LÄK Thuringia: 2 points category A

The Functional Genomics research group headed by Dr. Kai Sohn develops and applies innovative methods (e.g. next-generation sequencing, synthetic biology) for the identification of biomarkers for personalized diagnostics of various clinical indications, in particular for the molecular analysis of infection processes, but also for the characterization of microorganisms in industrial biotechnology. Furthermore, methods for the qualitative and quantitative characterization of complex microbial metagenomes and metatranscriptomes are developed and applied to diagnostics and environmental biotechnology. Our automated sample preparation, next generation sequencing and high performance computing workflows are available for cooperation and joint research projects, as well as research projects of industrial clients.

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06.03.2018

Vortragsreihe Sepsis und Sepsisfolgen, M. Möbius

Somatic cellular therapeutics for the critically ill patient Marius Möbius

University Hospital Carl Gustav Carus, Department of Neonatology and Pediatric Intensive Care

Date Tuesday, 06.03.2018, 3:00 p.m.

Location: Seminar room 10; Research and Institute Building, House F2, Jena University Hospital, Am Klinikum 1  

Continuing education credits LÄK Thuringia: 2 points category A, requested

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14.12.2017

Vortragsreihe Sepsis und Sepsisfolgen, J. F. Bermejo-Martín

Profiling dysregulated response to infection in sepsis and pneumonia Jesús F Bermejo-Martín MD PhD

Hospital Clínico Universitario de Valladolid, Spain

Date: Thursday, 14 December 2017, 3:00 pm

Location: Seminar room 10; Research and Institute Building, House F2, Jena University Hospital, Am Klinikum 1

Continuing education credits LÄK Thuringia: 2 points category A, requested

Jesús Bermejo-Martin is an expert in systems immunology of severe infections. He is an active member in european an Spanish consortia working on system biology approaches for the study of sepsis immunology.

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05.10.2017

Die Versorgung nach einer Sepsis verbessern

Erstes Teilnehmertreffen der Mitteldeutschen Sepsis Kohorte am 7. Oktober 2017 am UKJ
Unterschätzte Gefahr: Auch heute noch wird eine Sepsis häufig zu spät diagnostiziert. Foto: UKJ/ Schroll

Jena (ukj). Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Nervenschäden, Lähmungen der Extremitäten oder Depressionen: Etwa 65.000 Patienten leiden jährlich an den Folgen ihrer Sepsis-Erkrankung. „Die Krankheitslast durch Folgeerkrankungen nach Sepsis ist aktuell noch viel zu wenig bekannt“, weiß Prof. André Scherag, epidemiologischer Studienleiter der Mitteldeutsche Sepsis Kohorte (MSC). Um die Nachbehandlung von Patienten, die eine Sepsis überlebt haben, zu optimieren, baut das Center für Sepsis Control and Care (CSCC) am UKJ gemeinsam mit den Universitätskliniken Halle und Leipzig, dem Zentralklinikum Bad Berka und dem Helios Klinikum Erfurt die MSC auf. Am 7. Oktober 2017 findet das erste Teilnehmertreffen der MSC am UKJ statt. Mehr als 100 Sepsis-Überlebende und Angehörige werden erwartet.

Die Sepsis-Experten des UKJ und der Klinik Bavaria in Kreischa vermitteln den Betroffenen und interessierten Gästen bei der Veranstaltung in verschiedenen Kurzvorträgen Informationen zum Thema Sepsis, aber auch zu möglichen Sepsisfolgen wie Muskel- und Nervenschwäche, Posttraumatische Belastung, Angst und Depression und Gedächtnisstörungen. Nach den Vorträgen besteht die Möglichkeit, mit den Medizinern in Kleingruppen ins Gespräch zu kommen und individuelle Fragen zu stellen. „Wir freuen uns sehr darüber, dass Ministerpräsident a.D. Prof. Kurt Biedenkopf, der die Schirmherrschaft für die Sepsis-Stiftung übernommen und vor wenigen Monaten selbst eine lebensbedrohliche Sepsis erlitten hat, unsere Initiative bei dieser Veranstaltung mit einem Grußwort unterstützt“, so Prof. Konrad Reinhart, Vorsitzender der Global Sepsis Alliance und Seniorprofessor am UKJ.

Aktuell gestaltet es sich schwierig, geeignete Rehabilitationseinrichtungen für Sepsisüberlebende zu finden. Denn sofern die Betroffenen in Rehabilitationseinrichtungen behandelt werden, geschieht dies meist in Einrichtungen, die nur auf die Behandlung von Erkrankungen einzelner Organe wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder schweren Traumen spezialisiert sind. „Die Patienten sind unzufrieden mit den bestehenden Versorgungsleistungen“, sagt Prof. Reinhart. „Deshalb wird in einem von zahlreichen Fachgesellschaften unterstützten Memorandum für einen Nationalen Sepsisplan gefordert, dass alle Patienten nach einer Sepsiserkrankung eine krankheitsspezifische und bedarfsgerechte Nachsorge mit geeigneten Rehabilitationsmaßnahmen erhalten.“

Hintergrund zur Mitteldeutschen Sepsis Kohorte

In der fünfjährigen Langzeitbeobachtungsstudie werden Sepsisüberlebende der Universitätskliniken Jena, Halle und Leipzig, des Zentralklinikums Bad Berka und des Helios Klinikums Erfurt nachbetreut und nachuntersucht, um die Folgen einer Sepsis besser verstehen und geeignete Behandlungskonzepte und Versorgungsangebote entwickeln zu können. Prof. Dr. Konrad Reinhart und Prof. Dr. André Scherag leiten die Studie. Finanziert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Kurt Goldstein Institut der Klinik Bavaria, Kreischa.

 

Programm auf einen Blick

Erstes MSC-Teilnehmertreffen
Datum und Uhrzeit: 7.10.2017, 10.00 bis 16.00 Uhr
Ort: Universitätsklinikum Jena, Gebäude A, Cafeteria Hanfried, Am Klinikum 1, 07747 Jena

10.00 Uhr Anreise und Registration

11.00 Uhr Eröffnung und Begrüßung, Grußwort Prof. Kurt Biedenkopf

Kurzvorträge:

  • Was tun wir gegen Sepsis (Prof. Konrad Reinhart, Vorsitzender der Global Sepsis Alliance und Seniorprofessor am UKJ)
  • Warum die Mitteldeutsche Sepsis Kohorte wichtig ist, um die Versorgung nach Sepsis zu verbessern (Prof. André Scherag, epidemiologischer Studienleiter der MSC am CSCC)
  • Muskel- und Nervenschwäche (Wolfgang Sauter, Chefarzt an der Klinik Bavaria, Kreischa)
  • Posttraumatische Belastung, Angst und Depression (Psychologin Romina Gawlytta, Institut für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie am UKJ)
  • Vergesslichkeit, Kognitive Störungen (PD Dr. Christoph Preul, Oberarzt an der Klinik für Neurologie am UKJ)
  • Versorgung nach Sepsis – Wunsch und Wirklichkeit (PD Dr. Christiane Hartog, Leiterin Studienzentrale Jena der MSC am CSCC)

12.00 Uhr Mittagspause, Gelegenheit zu geselligem Austausch

13.00 - 15.30 Uhr Sprechstunde in Kleingruppen, Austausch mit behandelnden Ärzten und Pflegenden

15.30 - 16.00 Uhr Ausklang und Ausblick mit Kaffee und Kuchen

 

Kontakt

Mitteldeutsche Sepsis Kohorte
PD Dr. Christiane Hartog
Leiterin Studienzentrale Jena
Universitätsklinikum Jena 
Am Klinikum 1
07747 Jena

E-Mail: msc@med.uni-jena.de
Tel.: +49 3641 9-323148



Leber auf dem Chip ersetzt Tierversuche

15.11.2017

Leber auf dem Chip ersetzt Tierversuche

Jena (UKJ/vdG) Der Wissenschaftler PD Dr. Alexander Mosig vom Universitätsklinikum Jena wurde heute (15.11.) mit dem Tierschutz-Forschungspreis des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft ausgezeichnet. Der Preis würdigt die von dem Forscher und seiner Arbeitsgruppe entwickelten Biochips, die komplexe Organfunktionen z.B. der Leber oder der Blut-Hirn-Schranke nachbilden. Diese Organmodelle konnten bei der Untersuchung von Entzündungsprozessen und in der Wirkstoffcharakterisierung schon erfolgreich als Alternativen zu Tierversuchen eingesetzt werden.
Für die Entwicklung von Organ-Biochips, die in der biomedizinischen Forschung Tierversuche ersetzen können, geht der Tierschutz-Forschungspreis des BMEL an PD Dr. Alexander Mosig vom Uniklinikum Jena. Foto: Martin Rasch/ Inspire, UKJ

Kleine Flüssigkeitstanks sind an den Kunststoff-Objektträger angeschlossen, schmale Hohlräume in seinem Inneren mit Zu- und Abflüssen verbunden – das Aussehen des Biochips ist weit entfernt von dem einer menschlichen Leber. Aber in der Funktion kommt das Modell dem Organ schon sehr nahe. Denn in ihm sind nicht nur alle relevanten Zelltypen der Leber strukturell korrekt angeordnet, die Zellen erfüllen auch ihre Stoffwechsel- und Gewebefunktionen, und das über mehrere Wochen hinweg. Die kleinen Tanks und Schläuche sind der Schlüssel dafür, sorgen sie doch für die richtigen Strömungsbedingungen im Chip-Organ. „Durch ein Mikroflusssystem können wir für eine realitätsnahe Perfusion sorgen, die erst die spezifische Kommunikation zwischen den Zelltypen und die gegenseitige Stabilisierung ermöglicht“, so PD Dr. Alexander Mosig. „Mit Hilfe von Sensoren können wir sogar die Sauerstoffsättigung gezielt regulieren.“

An den Gewebemodellen menschlicher Organe, die der 41-jährige Biochemiker mit seiner Arbeitsgruppe Inspire im Zentrum für Sepsis und Sepsisfolgen des Uniklinikums Jena entwickelt, können gezielt Aspekte von Organfunktionen unter Laborbedingungen untersucht werden. Bislang war das nur im Tierversuch möglich. Alexander Mosig sieht den Organ-Chip klar im Vorteil: „Wir arbeiten hier mit menschlichen Zellen und Gewebemodellen, so dass die Aussagekraft der Versuche viel größer ist als bei Versuchen mit Nagetieren.“

Das Inspire-Team setzte die Organ-Biochips schon in Kooperationsprojekten mit Medizinern, Chemikern und Pharmakologen ein, in der Grundlagenforschung zur Untersuchung der Ursachen von Entzündungen und Infektionen, aber auch bei der Entwicklung neuer Therapieoptionen. Zum Beispiel entwickelten sie das Modell einer Leber, deren Funktion entzündungsbedingt gestört ist. Die „Leber auf dem Chip“ zeigte dabei spezifische Immunreaktionen und war zudem zu Regenerationsprozessen in der Lage. Die Organchip-Technik floss auch in die Entwicklung eines humanen Krebsmodells ein, an dem der Wirkmechanismus einer Antitumor-Substanz aufgeklärt wurde.

Für die Testung von Nanotransportern als Wirkstoffträger haben die Wissenschaftler um Alexander Mosig die Blut-Hirn-Schranke auf dem Chip nachgebildet. Sie arbeiten an einem Modell dieser Barriere zwischen Blutkreislauf und Zentralnervensystem, das wichtige Aspekte entzündlicher Nervenerkrankungen aufweist und bei der Optimierung der Wirkstofftransporter eingesetzt werden soll.

PD Dr. Alexander Mosig. Foto: privat

„Wir konnten unsere Organchip-Systeme bereits mehrfach anstelle von Tierversuchen einsetzen und damit einen Beitrag zur Reduktion und Vermeidung von Tierversuchen zu leisten“, betont Alexander Mosig. „Unsere Gruppe arbeitet an Organ-Modellen von Darm, Lunge, Knochen und Niere, um die Technik als Alternative zu Tierversuchen für die Infektionsforschung, die Wirkstofftestung und perspektivisch auch für toxikologische Untersuchungen zu etablieren.“ Für dieses Engagement erhält Alexander Mosig den diesjährigen Tierschutz-Forschungspreis, der mit 25.000 Euro dotiert ist. Mit dem Preis zeichnet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bereits zum 36. Mal innovative, wissenschaftliche Arbeiten aus, durch die Tierversuche reduziert oder ersetzt werden können.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt sagte zur heutigen Preisverleihung: „Mein Ziel ist es, Tierversuche auf das unerlässliche Maß zu beschränken und Versuchstieren den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten. Deshalb habe ich im Rahmen meiner Initiative „Eine Frage der Haltung – Neue Wege für mehr Tierwohl“ auch im Herbst 2015 das Deutsche Zentrum zum Schutz von Versuchstieren am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eröffnet. Damit nimmt Deutschland bei der Entwicklung von Alternativen zu Tierversuchen eine Vorreiterrolle ein. Mit der jährlichen Verleihung des Tierschutzforschungspreises treibt mein Haus die Erforschung von Alternativen zum Tierversuch aktiv voran. Mein Dank gilt Wissenschaftlern wie dem Preisträger Dr. Alexander Mosig und den Mitarbeitern seiner Arbeitsgruppe Inspire, die daran arbeiten, dass Tierversuche künftig überflüssig werden.“

 

Ansprechpartner:

PD Dr. Alexander Mosig
Nachwuchsgruppe Inspire, Zentrum für Sepsis und Sepsisfolgen CSCC, Universitätsklinikum Jena
Tel.: 03641-9390910, E-Mail: Alexander.Mosig@med.uni-jena.de

 

 



Chronische Schmerzen nach einer Behandlung auf der Intensivstation: Häufiger als gedacht

09.11.2017

Chronische Schmerzen nach einer Behandlung auf der Intensivstation: Häufiger als gedacht

Interdisziplinäre Studie aus Jena identifiziert Risikofaktoren und liefert neue Ansätze zur Vorbeugung
Eine interdisziplinäre Studie Jenaer Wissenschaftler liefert Erkenntnisse über die Häufigkeit und Risikofaktoren chronischer Schmerzen nach Behandlung auf der Intensivstation. Bildquelle: Anna Schroll/ UKJ.

Jena (UKJ) Immer mehr Patienten überleben dank moderner Intensivmedizin auch schwere Erkrankungen und Verletzungen. Aber wie geht es ihnen Monate oder Jahre später? Dazu untersuchte eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Psychologen Philipp Baumbach und des Schmerzmediziners Winfried Meissner am Universitätsklinikum Jena (UKJ) die Häufigkeit und Risikofaktoren chronischer Schmerzen bei mehr als 200 Patienten nach einer Intensivbehandlung und verglich diese mit gesunden Probanden.

Das Ergebnis: Ein Drittel aller Überlebenden berichtete von bedeutsamen Schmerzen auch bis zu einem Jahr nach der Entlassung. Dadurch waren Alltagstätigkeiten, Arbeitsfähigkeit und Lebensqualität teilweise erheblich beeinträchtigt. Interessanterweise spielte es kaum eine Rolle, ob – wie zunächst vermutet – die Patienten während ihres Intensivaufenthaltes unter einer Sepsis litten, einer lebensbedrohlichen Entzündungsreaktion, oder nicht. Allerdings war der Entzündungswert CRP mit einem erhöhten Risiko für chronische Schmerzen nach Intensivbehandlung verbunden.

Früherkennung von Risikofaktoren und Nervenfehlfunktion für neue Präventionsansätze

In einem weiteren Teil des Projektes wurden Auffälligkeiten der Reizverarbeitung untersucht. Etwa die Hälfte der Patienten wies eine ausgeprägte Fehlfunktion dünner Nervenfasern auf. Im Vergleich zu Patienten ohne diese Veränderungen berichtete diese Patientengruppe über eine erhöhte Schmerzbeeinträchtigung und damit einhergehend eine geringere Lebensqualität. „Ein frühes Screening auf diese Veränderungen könnte dazu führen, dass gefährdete Patienten erkannt und rechtzeitig behandelt werden“, betont Projektleiter Baumbach.

Der letzte, soeben publizierte Teil der Untersuchung identifizierte weitere mögliche Risikofaktoren für chronische Schmerzen nach einer Intensivbehandlung, darunter vorbestehende Schmerzen, niedrigeres Alter, vor allem aber starke Schmerzen unmittelbar nach der Intensivbehandlung. „Diese Ergebnisse sind besonders interessant, denn sie ähneln unseren Befunden bei Operationsschmerzen“, so Seniorautor Winfried Meissner. Hier ist bekannt, dass die Gabe bestimmter Medikamente während und unmittelbar nach der Operation einer Chronifizierung entgegenwirken kann. „Sollten dieses Wissen übertragbar sein, eröffnen sich auch für Intensivpatienten neue Ansätze zur Vorbeugung chronischer Beschwerden.“

Das Projekt ist zugleich ein Beispiel für die interdisziplinäre Kooperation der Jenaer Schmerzmediziner: Beteiligt an diesem Teilprojekt des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum Sepsis und Sepsisfolgen (CSCC) waren neben Anästhesisten auch Mitarbeiter der Klinik für Neurologie des UKJ und des Instituts für Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

 

Originalliteratur:

Baumbach P, Götz T, Günther A, Weiss T, Meissner W (2016) Prevalence and Characteristics of Chronic Intensive Care-Related Pain: The Role of Severe Sepsis and Septic Shock. Crit Care Med 44: 1129-1137. DOI: 10.1097/CCM.0000000000002309

Baumbach P, Götz T, Günther A, Weiss T, Meissner W (2017) Somatosensory Functions in Survivors of Critical Illness. Crit Care Med 45: e567-e574. DOI:10.1097/CCM.0000000000001635.

Baumbach P, Götz T, Günther A, Weiss T, Meissner W (2017) Chronic intensive care-related pain: Exploratory analysis on predictors and influence on health-related quality of life. Eur J Pain. DOI: 10.1002/ejp.1129

Kontakt:

Philipp Baumbach
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Jena
E-Mail: Philipp.Baumbach@med.uni-jena.de  
Tel.: 03641-9325798



Innovative Unternehmensstrategie prämiert - Preis für UKJ/CSCC-Ausgründung OrganiX

23.10.2017

Innovative Unternehmensstrategie prämiert - Preis für UKJ/CSCC-Ausgründung OrganiX

Das Gründerteam von „OrganiX“ konnte beim 6. Thüringer Strategiewettbewerb für innovative Gründungen mit seinem Organ-on-a-Chip-System überzeugen.

Biochipsysteme sind ein vielversprechendes und wirksames Werkzeug, komplexe zellbiologische Fragestellungen in der Grundlagenforschung und der medizinischen Wirkstoff- und Therapieentwicklung zu untersuchen. Die Erstellung von organähnlichen Strukturen als Organ-on-a-Chip-System bis hin zu Multi-Organ-Systemen auf einem kleinen Biochip kann ein effizienteres Wirkstoff-Screening ermöglichen und hilft, den Bedarf an Tierversuchen in der medizinischen Forschung zu verringern. Durch Nachbildung von Krankheitsverläufen in diesen Systemen wird zudem der Weg zur individualisierten Medizin eröffnet.

Ziel der Unternehmensgründung von „OrganiX“ ist die Entwicklung und Vermarktung von humanen Organnachbildungen und Multiorgansystemen basierend auf diesen mikrofluidischen Biochips. Das Strategiekonzept des Gründerteams Dr. Nancy Blaurock, Martin Raasch und Dr. Knut Rennert wurde nun mit 5000 Euro prämiert. Damit soll die Umsetzung des Vorhabens und der Weiterentwicklung gefördert werden. Unterstützt wird das Team durch den wissenschaftlichen Mentor PD Dr. Alexander Mosig, Leiter der AG „INSPIRE“ am Center for Sepsis Control and Care, in dessen Arbeitsgruppe die Entwicklung und Validierung verschiedener Organmodelle erfolgt.

 Die Kombination von humanen Zell- und Gewebekulturen mit den technischen Möglichkeiten der Miniaturisierung in Lab-on-a-Chip-Systemen ergibt vollständig neue Chancen in der Biomedizin. Zurzeit werden im Zuge der Wirkstoffentwicklung potentielle Medikamente für den Menschen im Tierversuch auf ihre Toxizität überprüft. Tierversuche sind jedoch häufig nicht ausreichend aussagekräftig bezüglich der Wirkung des Medikamentes auf den Menschen und zudem ethisch umstritten, teuer und zeitaufwendig. Dagegen kann die Nutzung menschlicher Lab-on-a-Chip-Systeme die Aussagekraft der erhaltenen Forschungsergebnisse deutlich erhöhen. Ferner kann diese Technologie dabei helfen, Tierversuche zu verringern. Bei der Entwicklung neuer Therapieansätze können potentielle Wirkstoffe mit Organ-on-a-chip Systemen direkt an menschlichem Gewebe getestet werden. Dadurch kann eine potentielle Toxizität von Wirkstoffkandidaten bereits vor dem Tierversuch erkannt werden. Allein in Deutschland sterben jährlich etwa 58.000 Patienten durch Nebenwirkungen von Medikamenten und eine noch größere Zahl von Patienten trägt schwere Schäden unvorhergesehener Medikamentenwirkungen davon. Organ-on-a-chip Systeme von OrganiX sollen dazu beitragen, die Entwicklung von Wirkstoffen für den Patienten sicherer zu machen.

 

Kontakt:

Dr. Knut Rennert
Junior Research Group INSPIRE 

Center for Sepsis Control and Care / Institut für Biochemie II
Universitätsklinikum Jena
Am Klinikum 1
07747 Jena
Email: knut.rennert@med.uni-jena.de



04.09.2017

Sepsis: Kurze Filme für schnelles Erkennen und Behandeln

Im Mittelpunkt der Veranstaltungen zum Welt-Sepsis-Tag am 13. September steht in diesem Jahr die Preisverleihung des Sepsis CamPetition im Theaterhaus Jena. Das Ziel des thematischen Kurzfilmwettbewerbs und aller weiteren Veranstaltungen zum Welt-Sepsis-Tag: zu informieren über diese noch immer wenig bekannte, schwere Krankheit.

Jena/ UKJ. Mit dem Ergebnis des Filmwettbewerbs sind die Organisatoren, Jenaer Organisationen und Institutionen aus Forschung und Medizin, sehr zufrieden „Neun Einreichungen mag bescheiden klingen. Doch in Anbetracht des schwierigen Themas ist die Zahl durchaus als Erfolg zu werten“, resümiert die Jury. „Besonders gefallen haben uns die ganz unterschiedlichen Herangehensweisen an das Thema.“ Kurze Spots mit szenischen bis hin zu abstrakten Inszenierungen, Dokumentation und Betroffenenberichte waren mit dabei. „Wir wollten den Gestaltungsspielraum der Teilnehmer nicht einschränken und hatten uns bewusst gegen eine Einteilung in Kategorien entschieden“, erläutert Margit Leitner, Koordinatorin des Wettbewerbs für das Center for Sepsis Control and Care am Universitätsklinikum Jena.

Was die Sache spannender und bunter, die vergleichende Bewertung der Filme aber nicht eben leichter machte. Nun stehen die Gewinner fest und werden am 13. September um 17 Uhr im Theaterhaus Jena prämiert. Das Preisgeld in Gesamthöhe von 2.000 Euro stellte die Sepsis-Stiftung zur Verfügung, die Universitätsbuchhandlung Thalia und Kahla/Thüringen Porzellan GmbH spendeten weitere Sachpreise. Selbstverständlich sind auch die eingereichten Filme zu sehen.

Schon ab 14 Uhr finden Interessierte auf dem Theatervorplatz Informationen zu Sepsis, Infektionsprävention und zur Sepsis-Forschung in Jena, während die kleinen Besucher Gelegenheit zum Spielen, Basteln und zum Erkunden eines Rettungswagens haben. Margit Leitner: „Wie bereits in vergangenen Jahren versuchen wir, Information mit Spiel und Spaß zu verbinden. Und wer weiß, vielleicht findet am Ende eine kleine ungefährliche Mikrobe – ob gemalt oder gebastelt – ihren Weg mit nach Hause.“

Terminhinweis:

Welt-Sepsis-Tag, Mittwoch, 13. September 2017, Schillergäßchen 1, 07745 Jena
14.00 Uhr Theatervorplatz: Infostände und Mitmach-Aktionen
17.00 Uhr Theaterhaus Jena: Preisverleihung des Sepsis CamPetition

Kontakt:

Dr. Margit Leitner
Center for Sepsis Control and Care (CSCC), Universitätsklinikum Jena
Tel: 03641/9323320
E-Mail: wsd@med.uni-jena.de

Sepsis CamPetition:

Youtube-Kanal: http://bit.ly/SepsisCamPetition

Die Sepsis CamPetition ist ein gemeinsames Projekt von Center for Sepsis Control and Care und ZIK Septomics (beides vom BMBF geförderte Sepsisforschungszentren in Jena), Deutscher Sepsis-Gesellschaft, Deutscher Sepsis-Hilfe e.V., Fachschaft Medizin der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Global Sepsis Alliance, MRE Netzwerk Jena (Stadt Jena), Sepsis Stiftung und Universitätsklinikum Jena.

Welt-Sepsis-Tag:

http://www.cscc.uniklinikum-jena.de/WST.html
https://www.world-sepsis-day.org/

Hintergrund:

Sepsis ist ein lebensbedrohlicher Zustand, der eintritt, wenn die Antwort des Körpers auf eine Infektion die eigenen Gewebe und Organe schädigt. Sepsis kann zu Schock, multiplem Organversagen und letztlich zum Tod führen, insbesondere, wenn sie nicht früh erkannt und schnell behandelt wird. Sepsis ist weltweit die führende infektionsbedingte Todesursache.

Sepsis kann als Komplikation jeder Infektion, wie z. B. Lungenentzündung oder Harnwegsinfektionen, auftreten, aber auch nach Verletzungen und chirurgischen Eingriffen. Die Entzündungsantwort des gesamten Körpers, verbunden mit Organversagen, macht Sepsis zu einer hochkomplexen und dynamischen Erkrankung. Durch die unspezifischen Symptome, verbunden mit einem Mangel an leistungsfähigen Diagnosemethoden, wird eine Sepsis oft erst spät erkannt.



14.03.2016

Leopoldina Symposium on Sepsis

In March 2016, a Leopoldina Symposium brought together policy makers, representatives of health care authorities, clinical and basic scientists, and many other experts in the field to discuss urgent issues in sepsis research and treatment.
Leopoldina Symposium Sepsis - the challenges of science, politics and society 10 – 11 March 2016 

Main Lecture Hall (Aula) | Friedrich Schiller University Jena
Fürstengraben 1 | 07743 Jena

Sepsis continues to cause millions of deaths worldwide, of which at least two million fatalities could be avoided each year by preventive measures, such as vaccination of at risk populations, better sanitation and clean care, as well as by early recognition and most basic elements of care. In addition, at least 2 million sepsis survivors per year suffer from significant long term complications of the syndrome. Currently, adequate treatment facilities for most of these patients are missing. Despite its high and increasing incidence sepsis is poorly recognized by health authorities, health care workers, policymakers, lay people and media. The implementation of effective measures for sepsis control and the development of improved infection and sepsis diagnostics, effective antimicrobials and sepsis specific therapies are urgently needed.

German National Academy of Sciences Leopoldina

Founded in 1652, the Leopoldina brings together some 1,500 outstanding scientists from about 30 countries. It is dedicated to the advancement of science for the benefit of humankind and to shaping a better future. In its role as the German National Academy of Sciences, the Leopoldina represents the German scientific community in international committees. It offers unbiased scientific opinions on political and societal questions, publishing independent studies of national and international significance. The Leopoldina promotes scientific and public debate, supports young scientists, confers awards for scientific achievements, conducts research projects, and campaigns for the human rights of persecuted scientists.

We are pleased that this Leopoldina Symposium brought together highly ranked policy makers, representatives of national and international health care authorities, most renowned clinical scientists, basic researchers, representatives of highly innovative diagnostic and pharmaceutic companies, media and communication experts and sepsis survivors to learn from each other about the most effective ways to:

  • Increase vaccination rates and adherence to hygienic standards
  • Improve preparedness in case of further pandemics
  • Increase awareness for sepsis among lay people and health care providers
  • Foster quality improvement projects in the hospital and outpatient setting
  • Implement antibiotic stewardship programs and stop the misuse of antimicrobials
  • Overcome the gap between resistance, novel and effective antimicrobials
  • Encourage the development of cost-effective diagnostics and sepsis-specific therapeutics
  • Develop and provide adequate treatment concepts for sepsis sequelae

We are convinced that the outcomes of this symposium will increase the understanding of the need for national and international efforts, action plans and resolutions to fight life-threatening infections and sepsis.

The scientific organizers,

Prof. Dr. Michael Bauer
Center for Sepsis Control and Care 
Jena University Hospital

Prof. Dr. Axel Brakhage, ML
InfectControl2020
Leibniz Institute for Natural Product Research  and Infection Biology, Hans Knöll Institute

Prof. Dr. Konrad Reinhart, ML (Coordinator)
Department of Anesthesiology and  Intensive Care Medicine
Jena University Hospital

 

Supporters
  • Center for Sepsis Control and Care
  • InfectControl 2020
  • Sepsis Stiftung
  • Global Sepsis Alliance
  • InfectoGnostics
  • Kompetenznetz Sepsis
  • Deutsches Zentrum für Infektionsforschung
  • ZIK Septomics
  • Deutsche Sepsis-Gesellschaft e.V.
  • Deutsche Sepsis-Hilfe e.V.
  • DFG


22.06.2017

Vortragsreihe Sepsis und Sepsisfolgen, S. David

Role of the Angiopoietin/Tie2 system in sepsis: From Bedside to Bench PD Dr. med. Sascha David

Hannover Medical School, Department of Medicine, Division of Nephrology

Date: Thursday, 22 June 2017, 3:00 pm

Location: Conference Room 2 (container), Jena University Hospital, Am Klinikum 1

Continuing education credits LÄK Thuringia: 2 points category A, requested

Sascha David is a medical specialist for internal medicine at the MHH / Division of Nephrology. After a research stay at the Harvard Medical School from 2009-2011 he established his own research group in Hannover. His group is investigating molecular mechanisms regulating endothelial barrier function in response to inflammation with special focus on the Angiopoietin (Angpt)/Tie2 ligand receptor system. He has won several prizes for his research activities, including the Hugo-Schottmueller Award of the German Sepsis Society.



14.12.2016

Vortragsreihe Sepsis und Sepsisfolgen, B. Scicluna

Classification of sepsis patients to four blood genomic endotypes with pathophysiologic and prognostic implications Brendon Scicluna, PhD

Center for Experimental and Molecular Medicine; Academic Medical Center, Amsterdam, Netherlands

Download printable poster (pdf)

Date:
Wednesday, 14 December 2016, 2:00 pm

Location:
Conference Room of the Institute for Clinical Chemistry and Laboratory Diagnostics (Oval Office), Jena University Hospital, Am Klinikum 1

Continuing education credits LÄK Thuringia: 2 points category A

Brendon Scicluna received his PhD in Medicine from the Academic Medical Center, University of Amsterdam, with a focus on applying systems biology and computational techniques to identifying novel genes influencing the susceptibility to lethal cardiac arrhythmias. Currently, he works as a post-doctorate researcher at the Center for Experimental Molecular Medicine and Department of Clinical Epidemiology, Biostatistics and Bioinformatics of the Academic Medical Center in Amsterdam, where he focusses on big data analysis with a special focus on blood genomic analyses and sepsis, aiming at elucidation of genomic/transcriptomic biomarkers for the molecular diagnosis and risk stratification (MARS project, www.ctmm.nl). Results of these investigations have been published in high impact journals (Scicluna BP et al., AJRCCM 2015; Cheng SC et al. Nature Immunology 2016, van Vught LA et al., AJRCCM 2016) and led to a patent for a novel molecular biomarker for the rapid diagnosis of community-acquired pneumonia.



27.01.2017

Fraunhofer Life Science Symposium 2017

vom 8. - 9. November 2017 in Leipzig: Thematischer Schwerpunkt ist die Diagnostik von Infektionserkrankungen.

Am 8. und 9. November 2017 findet in Leipzig, organisiert vom Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie, das Fraunhofer Life Science Symposium statt. Themenschwerpunkte sind:

  • Point-of-care diagnostic
  • Nucleic acid based diagnostics
  • Serology bases diagnostics
  • Sepsis diagnostics
  • Diagnosis of emerging infections
  • Biomarker development for diagnostic use
  • Veterinary diagnostics
  • Next generation sequencing in diagnostics

Weitere Informationen finden Sie im Flyer (pdf-Download) oder auf der Website www.fs-leipzig.com



20.02.2017

Durch Online-Therapie psychische Folgen einer Sepsis überwinden

Studie untersucht internetbasierte Schreibtherapie zur Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) bei Sepsis-Überlebenden und deren Partnern

Jena (UKJ). Sie haben nach tage- oder gar wochenlangem Aufenthalt die Intensivstation hinter sich gelassen, oft auch längere Krankenhaus- und Rehabilitationsbehandlungen erlebt und versuchen, in einen normalen Alltag zurückzufinden. Patienten, die eine so schwerwiegende Erkrankung wie eine Sepsis überlebt haben, kämpfen häufig nicht nur mit körperlichen Langzeitfolgen – die Erfahrung, völlig machtlos einer so akuten Lebensbedrohung ausgesetzt zu sein, kann auch psychische Spuren hinterlassen. „Wir wissen, dass mehr als ein Fünftel der Überlebenden einer Sepsis eine posttraumatische Belastungsstörung entwickelt und auch die Lebenspartner der Patienten sehr oft betroffen sind. Zutage tritt diese Störung meist einige Monate, nachdem das Schlimmste überwunden ist“, beschreibt PD Dr. Jenny Rosendahl das Ergebnis einer Untersuchung des Zentrums für Sepsis und Sepsisfolgen CSCC am Uniklinikum Jena.

Die Psychologin leitet gemeinsam mit ihrer Kollegin Prof. Dr. Christine Knaevelsrud von der Freien Universität Berlin eine jetzt startende Studie, die diesen Patienten und ihren Partnern in Form der internetbasierten Schreibtherapie „zwei leben“ Hilfe anbietet. Christine Knaevelsrud ist von der Wirksamkeit der internetbasierten Schreibtherapie überzeugt: „Aktuelle Studien belegen, dass internetbasierte Behandlungen genauso wirksam sein können wie Sprechzimmertherapien.“ Bei der Kommunikation per Internet falle es den Patienten mitunter sogar leichter, angst- und schambesetzte Erfahrungen sowie Gedanken und Gefühle anzusprechen und sich dem Therapeuten gegenüber zu öffnen.

Bislang wurde die Wirksamkeit der internetbasierten Schreibtherapie in verschiedenen Patientengruppen traumatisierter Menschen überprüft und bestätigt. In der aktuellen Studie wollen die Wissenschaftlerinnen testen, wie wirksam die internetbasierte Schreibtherapie für Sepsis-Überlebende und deren Partner mit einer PTBS sein kann. Entsprechend wurde das Behandlungsangebot erstmals speziell für die traumatischen Erfahrungen aus der intensivmedizinischen Behandlung angepasst. Neu ist zudem, dass auch die Lebenspartner der Patienten aktiv in die Behandlung einbezogen werden und ebenso eine Therapie in Anspruch nehmen können, wenn eine PTBS vorliegt. Etwa 100 betroffene Paare suchen die Forscher dafür.

Projektmitarbeiterin Romina Gawlytta zum Ablauf der Studie: „Bevor die Behandlung beginnen kann, untersuchen wir zunächst, ob eine PTBS vorliegt.“ Charakteristisch dafür sind u.a. das ungewollte Wiedererleben sowie Alpträume von den traumatischen Erlebnissen auf der Intensivstation, Vermeidungsverhalten in Bezug auf Orte und Personen, die mit dem Trauma verbunden sind, sowie Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen oder Schreckhaftigkeit. „Liegen bei mindestens einem der Partner entsprechende Symptome vor, kann eine Behandlung erfolgen“, so die Psychologin weiter. In der Therapie bekommen die Studienteilnehmer wöchentlich zwei Schreibaufträge, insgesamt sind es zehn. Wann sie diese bearbeiten, können sie flexibel gestalten. „Sie erhalten innerhalb eines Werktages die individuelle Rückmeldung ihrer persönlichen Therapeutin und eine Anleitung für das weitere Vorgehen“, betont Romina Gawlytta. Durch die Behandlung sollen so schließlich die traumatischen Erlebnisse verarbeitet und die Symptome gelindert werden. Der Erfolg der Behandlung wird nach deren Abschluss überprüft.

Jenny Rosendahl: „Wenn wir die Wirksamkeit der internetbasierten Schreibtherapie für traumatisierte Patienten und deren Partner nach intensivmedizinischer Behandlung bestätigen können, kann dieser belasteten Patientengruppe relativ unkompliziert und ohne lange Wartezeit die benötigte psychologische Unterstützung angeboten werden.“

Patienten und deren Partner, die sich für die Studie interessieren, können sich unter www.zweileben.net informieren. Das Studienteam ist darüber hinaus unter zweileben@med.uni-jena.de für Fragen erreichbar. Die Teilnahme an der Studie, die als Kooperation vom Universitätsklinikum Jena und der Freien Universität Berlin als Projekt des CSCC vom Bundesforschungsministerium gefördert wird, ist kostenlos.

CSCC: Das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum Sepsis und Sepsisfolgen (Center for Sepsis Control & Care, CSCC) ist eines von acht integrierten Forschungs- und Behandlungszentren, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden. Das 2010 eingerichtete CSCC ist am Universitätsklinikum Jena angesiedelt und widmet sich der Erforschung von Sepsis und deren Folgeerkrankungen. Die über 100 Forscherinnen und Forscher des CSCC betrachten dabei alle Aspekte der Erkrankung, von der Risikobewertung und Prävention über die Akutbehandlung bis hin zur Nachsorge.

Flyer "zwei leben"

Ansprechpartner:Romina Gawlytta, M.Sc.
Institut für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie und CSCC, Universitätsklinikum Jena
Tel. 03641/935482
zweileben@med.uni-jena.de

 



01.03.2017

Sepsis: Forschung zu weltweiter Krankheitslast ausgezeichnet

UKJ-Ärztin Carolin Fleischmann erhält Hanse-Promotionspreis für klinische Forschung in der Intensiv- und Notfallmedizin.
UKJ-Ärztin Carolin Fleischmann (2.v.r., mit der Preis-Jury und Preisträgerin Dr. Tatjana Stöppler vom Uniklinikum Essen) erhielt Hanse-Promotionspreis für klinische Forschung in der Intensiv- und Notfallmedizin. Bildquelle: MESSE BREMEN/Jan Rathke.

Jena (UKJ). Für ihre Promotion zur weltweiten Häufigkeit und Verteilung von Sepsisneuer- krankungen und –todesfällen wurde Dr. Carolin Fleischmann, Ärztin in Weiterbildung am Universitätsklinikum Jena (UKJ), mit dem Hanse-Promotionspreis ausgezeichnet. Dieser wird vom Wissenschaftlichen Verein zur Förderung der klinisch angewendeten Forschung in der Intensivmedizin für hervorragende Promotionsarbeiten aus dem Bereich der Intensivmedizin oder Notfallmedizin jährlich vergeben. Der Preis ist mit einem Preisgeld von 2.000 Euro dotiert und wurde im Februar auf dem Symposium Intensivmedizin und Intensivpflege in Bremen an zwei Preisträger übereicht.

Hochrechnung zu Sepsis-Krankheits- und Todesfällen weltweit

Sepsis ist die schwerste Komplikation von Infektionserkrankungen und daher eine Herausforderung für Gesundheitssysteme überall auf der Welt. In ihrer Promotionsarbeit fasste Carolin Fleischmann erstmals auf systematische Weise vorhandene Daten zur weltweiten Krankheitslast durch Sepsis zusammen und ermittelte eine Schätzung für die globale Zahl von jährlichen Sepsisneuerkrankungen und Todesfällen. Basierend auf diesen Daten muss von jährlich weltweit 31,5 Million Sepsisfällen und 19,4 Millionen Fällen von schwerer Sepsis ausgegangen werden. Mindestens 5,3 Millionen Menschen verstarben mit oder an einer Sepsis. „Da insbesondere aus Ländern Afrikas, Südamerikas und Asiens nur wenige Daten vorliegen, dort aber sehr viele Menschen an Infektionserkrankungen leiden, ist es wahrscheinlich, dass die Häufigkeit der Sepsis sogar noch höher ist als auf der Datengrundlage ermittelt“, so die junge Ärztin, die im Zentrum für Notfallmedizin am UKJ ihre Facharztausbildung absolviert und in einem Forschungsprojekt des Center for Sepsis Control and Care (CSCC) mitarbeitet .

Sepsis auf der Agenda der World Health Assembly

Ihre Ergebnisse, die in Kooperation mit Epidemiologen und Medizinstatistikern des UKJ und Sepsisforschern aus den USA, Kanada und Griechenland entstanden und international publiziert wurden, bestätigen die Notwendigkeit globaler Strategien, um die Zahl der Sepsisfälle zu senken und die Sterblichkeitsrate zu reduzieren. „Diese Arbeit hat einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass die World Health Assembly, in der alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen vertreten sind, Sepsis für ihre diesjährige Jahrestagung auf die Tagesordnung gesetzt hat.“, betont Doktorvater Professor Konrad Reinhart.

Originalarbeit:

Fleischmann C, Scherag A, Adhikari NK, Hartog CS, Tsaganos T, Schlattmann P, Angus DC, Reinhart K; International Forum of Acute Care Trialists. Assessment of Global Incidence and Mortality of Hospital-treated Sepsis. Current Estimates and Limitations. Am J Respir Crit Care Med. 2016 Feb 1; 193(3):259-72.

Ansprechpartner: Dr. med. Carolin Fleischmann
Center for Sepsis Control & Care, Universitätsklinikum Jena
Carolin.Fleischmann@med.uni-jena.de



04.04.2017

Sepsis CamPetition: Aufruf zum Kurzfilmwettbewerb

Anlässlich des Welt-Sepsis-Tages, der sich am 13. September zum sechsten Mal jährt, starten Jenaer Organisationen und Institutionen den Kurzfilmwettbewerb Sepsis CamPetition. Gesucht sind kreative Filmschaffende und Nachwuchstalente, die im Videoformat ideenreich über Sepsis informieren wollen. Bis zum 1. Juli können Wettbewerbsbeiträge eingereicht werden, es winken Geld- und Sachpreise.

Jena/ UKJ. Von Jena ausgehend wird seit 2012 am 13. September jedes Jahr der Welt-Sepsis-Tag begangen. Das Ziel: Sepsis muss bekannter werden! „Während wir anfangs vor allem darauf gezielt haben, die allgemeine Aufmerksamkeit auf das Thema Sepsis zu lenken, möchten wir nun Menschen dazu anregen, sich auch stärker inhaltlich mit dieser noch immer weitgehend unbekannten Krankheit auseinanderzusetzen“, so Margit Leitner, Koordinatorin des Sepsis CamPetition Wettbewerbs für das Center for Sepsis Control and Care am Universitätsklinikum Jena.

Dafür sind Kurzfilme ideal! Sie helfen, mit breiter Wirkung auf das Krankheitsbild hinzuweisen und aufzuklären. „Das Webvideo ist bei jungen Menschen eines der meist genutzten Medien. Um diese zu erreichen, für Wissenschaft zu interessieren und zu begeistern, brauchen wir mehr und bessere Webvideos von Wissenschaftlern und Wissenschaftskommunikatoren", erläutert dazu Markus Weißkopf, Geschäftsführer von Wissenschaft im Dialog. Deren Webvideo-Wettbewerb Fast Forward Science ist Vorbild für die Sepsis CamPetition.

Vom 1. Mai bis 1. Juli 2017 können Videos zur Teilnahme eingereicht werden. Das vorgegebene Thema ist natürlich Sepsis. Davon abgesehen sind den Teilnehmern kaum kreative Grenzen gesetzt. Animation oder Realfilm, Handykamera oder Camcorder, Schwarz-Weiß oder Farbe, Dokumentation oder Fiktion. Gerade in der Vielzahl der Möglichkeiten liegt der Reiz. Ein Trailer auf dem YouTube-Kanal des Wettbewerbs lädt alle zum Mitmachen ein.

Egal ob Arzt, Studierende, Schulklassen oder Videomacher, egal ob Team- oder Einzeleinreichungen: Wer helfen will, Sepsis bekannter zu machen und damit frühe Erkennung und Behandlung zu verbessern, kann teilnehmen. „Wir wollen aber auch Jugendliche gezielt ansprechen und zum Mitmachen motivieren“, betont Margit Leitner. Deshalb wird der beste U20-Film ausgezeichnet – also ein Beitrag von Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren. „Neben den Bewertungen der Jury wird das Publikum seinen Liebling unter allen Einsendungen krönen“ ergänzt Wibke Wetzker, Geschäftsführerin der Sepsis Stiftung.

Technische Fertigkeiten stehen dabei nicht unbedingt im Vordergrund. Wibke Wetzker dazu: „Sicher kommen künstlerisch und handwerklich gut gemachte Arbeiten besser an, aber im Wettbewerb haben vor allem originelle Ideen eine Chance, die bewegen und sich mutig diesem nicht ganz leichten Thema stellen.“ Und das wird auch belohnt: Die Sepsis Stiftung stellt ein Preisgeld in Gesamthöhe von 2.000 Euro zur Verfügung, daneben gibt es Sachpreise zu gewinnen. Mehr wird noch nicht verraten, etwas Überraschung muss sein.

 

Kontakt:

Dr. Margit Leitner
Center for Sepsis Control and Care (CSCC), Universitätsklinikum Jena
Tel: 03641/9323320
E-Mail: wsd@med.uni-jena.de

 

Sepsis CamPetition:

YouTube-Kanal: http://bit.ly/SepsisCamPetition

Wettbewerbsunterlagen und Teilnahmebedingungen:
http://www.cscc.uniklinikum-jena.de/WST.html

Die Sepsis CamPetition ist ein gemeinsames Projekt von Center for Sepsis Control and Care und ZIK Septomics (beides vom BMBF geförderte Sepsisforschungszentren in Jena), Deutscher Sepsis-Gesellschaft, Deutscher Sepsis-Hilfe e.V., Fachschaft Medizin der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Global Sepsis Alliance, MRE Netzwerk Jena (Stadt Jena), Sepsis Stiftung und Universitätsklinikum Jena.

 

Hintergrund:

Sepsis ist ein lebensbedrohlicher Zustand, der eintritt, wenn die Antwort des Körpers auf eine Infektion die eigenen Gewebe und Organe schädigt. Sepsis kann zu Schock, multiplem Organversagen und letztlich zum Tod führen, insbesondere, wenn sie nicht früh erkannt und schnell behandelt wird. Sepsis ist weltweit die führende infektionsbedingte Todesursache.

Sepsis kann als Komplikation jeder Infektion, wie z. B. Lungenentzündung oder Harnwegsinfektionen, auftreten, aber auch nach Verletzungen und chirurgischen Eingriffen. Die Entzündungsantwort des gesamten Körpers, verbunden mit Organversagen, macht Sepsis zu einer hochkomplexen und dynamischen Erkrankung. Durch die unspezifischen Symptome, verbunden mit einem Mangel an leistungsfähigen Diagnosemethoden, wird eine Sepsis oft erst spät erkannt.



19.12.2016

CSCC Forschung im TV

Am Montag, den 19.12.2016, berichtete Volle Kanne - Service täglich (ZDF) über Sepsisforschung an Center for Sepsis Control and Care und Universitätsklinikum Jena.

Der Beitrag "Neue Mittel gegen Blutvergiftung" ist noch ein Jahr lang in auf der Webseite der Sendung abrufbar.



10.10.2016

Erster "World Sepsis Congress"

Am 8. und 9. September 2016 fand der erste "World Sepsis Congress" statt. Die Besonderheit: Die Veranstaltung wurde komplett online durchgeführt.

In dreizehn Sessions mit 75 Sprechern aus über 20 Nationen wurden verschiedenste Aspekte der Nummer eins unter den vermeidbaren Todesursachen diskutiert: Prävention, Diagnose, Behandlung und Langzeitfolgen der Sepsis. Auch Sepsis-Betroffene und Angehörige kamen im Rahmen einer Diskussionsrunde zu Wort.

Die Beiträge werden in der nächsten Zeit auf dem eigens eingerichteten YouTube-Kanal veröffentlicht.

Der Vorsitzende der Globalen Sepsis Allianz und Projektleiter im CSCC, Prof. Konrad Reinhart, beantwortete dem Team tagesschau24 anläßlich des Kongresses grundlegende Fragen zum Thema:

 



31.08.2016

Vortragsreihe Sepsis und Sepsisfolgen, S. Rieg

VortragsreiheSepsisMultiresistente Erreger - erleben wir den Beginn der postantibiotischen Ära? PD Dr. med. Siegbert Rieg

Abteilung Infektiologie, Klinik für Innere Medizin II &
IFB-Zentrum für Chronische Immundefizienz (CCI), Universitätsklinikum Freiburg

Veranstaltungsplakat herunterladen

Termin:
Mittwoch, 31. August 2016, 17:00 Uhr

Ort:
Konferenzraum der Medizinischen Universitätslaboratorien (Oval Office)
Universitätsklinikum Jena, Erlanger Allee 101, 07747 Jena

Fortbildungspunkte LÄK Thüringen: 2 Punkte, Kategorie A, beantragt.

Die Arbeitsgruppe von Dr. Rieg beschäftigt sich mit Aspekten der Host-Pathogen-Interaktion bei Besiedlung und Infektion mit Staphylococcus aureus. Neben der Pathogen-Charakterisierung steht hierbei die Bedeutung von antimikrobiellen Peptiden der angeborenen Immunität im Fokus. Klinische Schwerpunkte sind Untersuchungen zum Management der Staphylococcus aureus-Bakteriämie. Weitere Themen sind neue Dekolonisierungsstrategien und Therapie von Infektionen mit multiresistenten Gram-negativen Erregern.





20.10.2016

IFB-Symposium Karriereförderung

Karriereförderung und -strukturen in der klinischen Forschung sind die Themen eines Symposiums in Hannover von 24. - 25.10.2016.

Es ist für Mediziner nicht leicht, sich neben ihren ärztlichen Aufgaben auch der Forschung und damit der laufenden Verbesserung der medizinischen Versorgung zu widmen. Die Schwierigkeiten beginnen bereits im Studium, in dem der Forschung oft wenig Bedeutung beigemessen wird. Häufig sind Ausbildungsstrukturen für diesen Bereich entsprechend schwach entwickelt. Zudem ist es für Ärzte äußerst fordernd, neben der Patientenversorgung auch noch Zeit für Forschung zu finden.

Zu den wesentlichen Zielen aller Integrierten Forschungs- und Behandlungszentren (IFBs) gehören deshalb die Verbesserung der wissenschaftlichen Ausbildung von Medizinstudierenden, die erleichterte Planbarkeit von Forschungskarrieren in der Klinik und die Schaffung von Forschungsfreiräumen für Ärzte.

Alle acht BMBF-geförderten IFBs haben Maßnahmen ergriffen, die Rahmenbedingungen für die wissenschaftliche Ausbildung in der Medizin und die klinische Forschung in ihren Bereichen zu verbessern. Kommende Woche treffen sich Vertreter aus den IFBs sowie aus Politik und Forschungsorganisationen zum Erfahrungsaustausch und Diskussion künftiger Herausforderungen an der Medizinischen Hochschule Hannover. Auch das Center for Sepsis Control and Care wird seine Konzepte in der Ausbildung und Förderung klinischer Forscher vorstellen.

Zur Pressemitteilung des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums Transplantation (IFB-Tx) in Hannover.

Weitere Informationen über die Integrierten Forschungs- und Behandlungszentren erhalten Sie auch unter www.ifb-portal.de.



09.09.2016

Mit Kurzfilmen Leben retten: Welt-Sepsis-Tag am 13. September in Jena

Filmworkshop für Schüler und Studenten / Öffentlicher Vortrag zur Vorbeugung und Früherkennung von SepsisNeu

Jena (ukj/boe). Lebensbedrohlich und eine der häufigsten Erkrankungen in Deutschland: Die Sepsis ist eine oft unterschätzte Gefahr. Jedes Jahr sterben allein in Deutschland mehr als 70.000 Menschen daran. Um das Bewusstsein der Bevölkerung für diese Krankheit zu stärken, informieren die Mitarbeiter des Center for Sepsis Control and Care am Universitätsklinikum Jena (UKJ) und zahlreiche Sepsis-Partnerorganisationen anlässlich des Welt-Sepsis-Tages am 13. September 2016 mit Filmworkshop, Vortrag und Informationsständen im Hörsaalgebäude der Friedrich-Schiller-Universität am Ernst-Abbe-Platz. Interessierte sind herzlich eingeladen.

In einem Kurzfilmworkshop erhalten interessierte Schüler, Studenten und Lehrer einen ersten Überblick in die Besonderheiten und Methoden des Filmdrehs – vom Drehbuch bis zum Schnitt. Zudem geben ihnen Sepsis-Betroffene, Ärzte und Pflegekräfte sowie Partnerorganisationen wie die Deutsche Sepsis-Hilfe, die Sepsis-Stiftung, ZIK Septomics und das MRE-Netzwerk vom Gesundheitsamt Jena an verschiedenen Informationsständen einen umfangreichen Einblick in die Erkrankung Sepsis. Der Kurzfilmworkshop ist die Auftaktveranstaltung für einen internationalen Kurzfilmwettbewerb zum Thema Sepsis. Bei diesem Wettbewerb können Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse bis Juli 2017 Kurzfilme einreichen, die über Sepsis und Sepsisfolgen aufklären. Die besten Beiträge werden zum Welt-Sepsis-Tag 2017 ausgezeichnet.

Im Anschluss an den Filmworkshop informiert Prof. Dr. Konrad Reinhart, Vorsitzender der Global Sepsis Alliance und Seniorprofessor am UKJ, in einem öffentlichen Vortrag über Sepsis. „Jeder kann Leben retten, indem er die Erkrankung frühzeitig erkennt und den Notarzt verständigt“, sagt Prof. Reinhart. Deshalb geht er neben den wichtigsten Symptomen einer Sepsis und der Rolle von regelmäßigen Impfungen im Vortrag auch auf die richtige Behandlung in der Akutphase und nach dem Krankenhausaufenthalt ein. „Eben auf alles, was man über eine Sepsis wissen sollten“, so Prof. Reinhart.

 

Programm auf einen Blick: Welt-Sepsis-Tag, 13. September 2016

Kurzfilmworkshop Sepsis

Uhrzeit: 10.00 – 16.00 Uhr

Ort: Hörsaalgebäude Ernst-Abbe-Platz, Jena

Weitere Informationen erhalten Sie im Programm: http://www.cscc.uniklinikum-jena.de/cscc_media/Downloads/WSD2016_Programm_a4web.pdf 

Anmeldungen zum Workshop sind möglich unter wsd@med.uni-jena.de 

 

Öffentlicher Vortrag „Alles was Sie über Vorbeugung und Früherkennung von Sepsis wissen sollten“

Uhrzeit: 16.15 Uhr

Ort: Hörsaal 2, Hörsaalgebäude Ernst-Abbe-Platz, Jena

Mehr zum Welt-Sepsis-Tag in Jena unter: www.cscc.uniklinikum-jena.de/wst 

Mehr zum Welt-Sepsis-Tag unter: www.world-sepsis-day.org 

 

Kontakt

Prof. Dr. Konrad Reinhart

World Sepsis Day Head Office,

Center for Sepsis Control & Care

Universitätsklinikum Jena

Tel.: 03641-9323192

E-Mail: konrad.reinhart@med.uni-jena.de 



14.09.2016

Vortragsreihe Sepsis und Sepsisfolgen, W. Ely

VortragsreiheSepsisCritical illness brain injury – epidemiology, risk factors and approaches to patient management Prof. Wesley Ely

Vanderbilt University Medical Center, Pulmonary and Critical Care Medicine, Nashville, TN

Download printable poster

Date:
Wednesday, 14 September 2016, 4:30 pm

Location:
Conference Hall 2, Jena University Hospital, Am Klinikum 1  

Continuing education credits LÄK Thuringia: 2 points category A, requested

Dr. E. Wesley Ely, MD, MPH is a professor of medicine at Vanderbilt University Medical Center with subspecialty training in Pulmonary and Critical Care Medicine. His research has focused on improving the care and outcomes of critically ill patients with sepsis and respiratory failure, with special emphasis on older patients in the ICU. He has built the ICU Delirium and Cognitive Impairment Study Group, amassing several thousand patients into cohort studies and randomized trials that were used to build the methodology for ICU acquired brain disease research.

He is also a practicing intensivist with a focus on Geriatric ICU Care, as the Associate Director for Research for the VA Tennessee Valley Geriatric Research and Education Clinical Center (GRECC).

Dr. Ely has over 250 peer reviewed publications.

Clinical Research Keywords: Sepsis, ARDS, Outcomes in the ICU, Aging, Mechanical Ventilation, Weaning, End-of-Life



08.07.2016

Vortragsreihe Sepsis und Sepsisfolgen

Hans J. Vogel, PhD
VortragsreiheSepsisMetabolomics of sepsis, biomarkers for diagnosis and prognosis Hans J. Vogel, PhD

Department of Biological Sciences, University of Calgary, Canada

Veranstaltungsplakat herunterladen

 

Termin:
Freitag, 8. Juli 2016, 14:00 Uhr

Ort:
Seminarraum 7,
Universitätsklinikum Jena, Erlanger Allee 101, 07747 Jena

Fortbildungspunkte LÄK Thüringen: 2 Punkte, Kategorie A, beantragt.

Dr. Hans J. Vogel is one of Canada's leading biochemists. He was originally trained as an NMR spectroscopist in the Netherlands, Canada and Sweden. Over the years, his research has dealt with protein phosphorylation and with regulatory calcium binding proteins, such as calmodulin. His group has also been very active in studies of various antimicrobial and anticancer peptides. In recent years he has been leading the metabolomics research program in Calgary, where the emphasis has been on disease diagnosis and prognosis of cancer, osteoarthritis and sepsis. The latter studies were focused on adults and children of varying ages. In 2012 he was elected as a Fellow of the Royal Society of Canada.

 

 



30.06.2016

Hausärzte sichern Sepsis-Nachsorge

Allgemeinmediziner des Universitätsklinikums Jena entwickelten ein interdisziplinäres Nachsorgeprogramm für Sepsispatienten, das Sie in einer multizentrischen kontrollierten Studie testeten. Obwohl sich die so betreuten Patienten in ihrer allgemeinen Lebensqualität nicht von der Kontrollgruppe unterschieden, waren sie etwas mobiler und kamen im Alltag besser zurecht. Das zeigt zum einen die Qualität der hausärztlichen Nachsorge und zum anderen, wo weitere Forschung ansetzen sollte, so die Autoren der Studie des Zentrums für Sepsis und Sepsisfolgen, die im Fachblatt JAMA veröffentlicht wurde.

In dem interdisziplinären Sepsis-Nachsorge- programm stand ein Liaison-Arzt den Hausärzten mit klinischem Rat zur Seite. Foto: UKJJährlich erkranken in Deutschland über 200.000 Menschen an einer Sepsis, einer Infektion des gesamten Organismus. Diese oft lebensbedrohliche Erkrankung erfordert intensivmedizinische Behandlung und hinterlässt zum Teil langwierige gesundheitliche Folgen. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus werden die Patienten meist in Hausarztpraxen weiter behandelt. „Wir wollten die Kompetenz der Hausärzte in der Langzeitbetreuung für die Sepsisüberlebenden nutzen und entwickelten ein entsprechendes Nachsorgeprogramm“, so Prof. Dr. Jochen Gensichen. Der Allgemeinmediziner leitete das Projekt, das im Rahmen des Zentrums für Sepsis und Sepsisfolgen um Uniklinikum Jena vom BMBF gefördert wurde.

Dieses Nachsorgeprogramm bestand aus drei Bereichen: Zunächst wurden Hausärzte und Patienten speziell zur Sepsisnachsorge geschult. Dann hielten Studienschwestern als Case Manager engen Kontakt zu den Patienten. In monatlichen telefonischen Befragungen erfassten sie auftretende Komplikationen und berichteten diese an einen Liaison-Arzt, der dann im Bedarfsfall dem Hausarzt mit klinischem Rat zur Seite stand. Eingebettet in ein strukturiertes Entlassungsmanagement konnte die Begleitung für diese schwerstkranken Patienten ohne Informationsverlust bei den Übergängen von Intensiv- bis zur hausärztliche Versorgung gesichert werden.

„Für die Evaluierung des Programms konnten wir 16 Intensivstationen an neun Klinikstandorten in Deutschland gewinnen. Letztlich wurden 291 Patienten, die eine Sepsis oder gar einen septischen Schock überlebt hatten, sowie 307 Hausarztpraxen in die Studie aufgenommen“, beschreibt der ärztliche Studienleiter Dr. Konrad Schmidt den Umfang des Projektes, der ersten großen, kontrollierten klinischen Studie überhaupt, die sich mit der hausärztlichen Versorgung ehemaliger Sepsispatienten beschäftigte. Die Studienteilnehmer wurden zufällig in zwei Gruppen geteilt, die das spezifische Nachsorgeprogramm absolvierten bzw. die normale Nachversorgung erhielten. Sechs und zwölf Monate nach der Entlassung von der Intensivstation wurden die Teilnehmer zu ihrer Lebensqualität und anderen klinischen Größen befragt.

In der Auswertung zeigte sich kein signifikanter Unterschied in der allgemeinen Lebensqualität. In Detailaspekten konnten die Wissenschaftler jedoch Unterschiede ausmachen: Die Absolventen des Nachsorgeprogramms schätzten ihre Alltagskompetenz etwas besser ein als die Kontrollgruppe. Ihnen fielen Bewegungsabläufe wie Treppensteigen und Ankleiden leichter oder auch komplexere Vorgänge wie zum Beispiel Einkaufen. Jochen Gensichen: „Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass Hausärzte als Spezialisten für die Langzeitversorgung die Erfolge der modernen Akutversorgung durch Intensivmediziner absichern können.“

Hier sehen die Wissenschaftler auch wichtige Ansatzpunkte für die weitere Forschung zur Langzeitversorgung von Patienten, die schwerste Erkrankungen überstanden haben. Entsprechende Empfehlungen können dann Eingang in die Behandlungsleitlinien zur Sepsis finden.

Die Charité – Universitätsmedizin in Berlin beteiligte sich mit ihren Intensivstationen an der Studie. Der Vorstandvorsitzende der Charité, Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, hält den Interventionsansatz trotz ausbleibender Haupteffekte für einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der sektorenübergreifenden Versorgung: „Die Studie ist ein erster aber wichtiger Schritt in Richtung einer besseren Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzten und Kliniken. Auch wenn die Studie das vorgegebene Ziel einer signifikanten Verbesserung nicht belegen konnte, gab sie doch Anhaltspunkte, wie mit einem neuen Studiendesign jenes Patientenkollektiv definiert werden kann, das möglicherweise von einer solchen Kooperation profitieren könnte.“

Originalpublikation:

Schmidt, K. et al. Effect of a Primary Care Management Intervention on Mental Health-Related Quality of Life Among Survivors of Sepsis, JAMA. 2016 June 28; 315(24):2701-2711. doi:10.1001/jama.2016.7207
http://jama.jamanetwork.com/article.aspx?doi=10.1001/jama.2016.7207

Ansprechpartner: Prof. Dr. Jochen Gensichen
Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Jena
Tel. 03641/395800
Jochen.Gensichen@med.uni-jena.de

 


28.04.2016

Innovationspreis der BioRegionen geht nach Jena

Dr. Alexander Mosig und Dr. Knut Rennert vom InfectoGnostics-Partner Center for Sepsis Control & Care am Universitätsklinikum Jena erhalten den Innovationspreis des Arbeitskreises der BioRegionen Deutschland. Sie bekommen die Auszeichnung für den von ihnen entwickelten Biochip, mit dem Funktionen von Organen nachgebildet werden. Die Innovation stellt eine Alternative zu Verträglichkeitstest von neuen Medikamenten an Tieren dar.

Das Herzstück des Biochips sind Membranen mit menschlichen Gewebeschichten, die über ein Mikrofluidiksystem mit Zellkulturmedium versorgt werden. Dadurch werden in Biochips körperähnliche physiologische Vorgänge abgebildet. Durch die zusätzliche Integration von Sensoren können zudem Temperatur oder Sauerstoffgehalt des Kulturmediums überwacht werden. Die Nutzung Biochip-gestützter Organmodelle beschleunigt die Entwicklung von neuen Therapieoptionen, erhöht die Aussagekraft von Wirkstoffstudien und minimiert die Anzahl an Tierversuchen. Der Biochip wurden gemeinsam mit dem InfectoGnostics-Partner microfluidic ChipShop GmbH entwickelt.

Verträglichkeitstests neuer Medikamente basieren gegenwärtig vor allem auf einer Testung in kultivierten Zellkulturen oder Tiermodellen. Die menschliche Physiologie kann durch diese Modelle aber nur unzureichend abgedeckt werden. Etwa 90% potentieller Wirkstoffe scheitern daher in klinischen Studien, obwohl ihre Wirksamkeit zuvor in den Modellen vorhergesagt wurde. Durch den Biochip werden diese Limitationen umgangen.

Der Innovationspreis der BioRegionen Deutschlands wurde am 26. April im Rahmen der 16. Deutschen Biotechnologietage in Leipzig verliehen. Mit dem Preis werden jährlich drei herausragende wissenschaftliche Ideen aus universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen prämiert. Neben einer neuartigen, wissenschaftlichen Idee aus der Biotechnologie steht dabei auch die wirtschaftliche Nutzung der Erfindung im Vordergrund. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von jeweils 2.000 Euro verbunden.

Kontakt:

Dr. Alexander Mosig, alexander.mosig@med.uni-jena.de, Tel.: 03641/9396418,
Dr. Knut Rennert, knut.rennert@med.uni-jena.de, Tel.: 03641/9396416
Institut für Biochemie II und CSCC



16.03.2016

„Sepsis-Gipfel“ in Jena: 68.000 Todesfälle in Deutschland im Jahr 2013 / Maßnahmen sollen weltweit umgesetzt werden

Spitzenvertreter der Vereinten Nationen, der WHO, Gesundheitsbehörden, internationale Sepsisexperten und Betroffene im Dialog

Wollen den Kampf gegen Sepsis auch auf globaler Ebene ausbauen: (v.l.) Prof. Dr. Konrad Reinhart vom Universitätsklinikum Jena (UKJ), Prof. Nakoko Shindo (Weltgesundheitsorganisation), Achim Steiner, Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen und Prof. Dr. Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Institutes (RKI). Foto: UKJ/SchleenvoigtJena (ukj/dre). Der Kampf gegen Sepsis soll zukünftig weltweit intensiviert werden: Dazu zählen u.a. Aufklärung, Prävention und Schulungsmaßnahmen für medizinisches Personal. Spitzenvertreter der Vereinten Nationen (UN), der Weltgesundheitsorganisation WHO, des Robert-Koch-Institutes und internationale Sepsis-Experten diskutieren bis morgen (11. März) darüber in Jena am. Den Eröffnungsvortrag zum Leopoldina-Symposium „Sepsis – Herausforderungen für Wissenschaft, Politik und Gesellschaft“ hielt heute (10. März) Achim Steiner, Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen und Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen.

Der Jenaer Sepsisspezialist Prof. Dr. Konrad Reinhart, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Jena (UKJ) und Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, zählt zu den Organisatoren der Tagung. Er ist überzeugt: „Dieses Symposium ist ein wichtiger Beitrag, um den Kampf gegen die Sepsis auch auf globaler Ebene voranzutreiben und bestehende Initiativen enger zu vernetzen. In Entwicklungsländern gehen 60 bis 80 Prozent aller infektionsbedingten Todesfälle auf eine Sepsis zurück. Und auch in den industriell entwickelten Ländern verursacht Sepsis mehr Todesfälle als Brustkrebs, Prostatakrebs und AIDS/HIV zusammen.“ Auch daher wertet Prof. Reinhart es als einen großen Erfolg, dass nun geplant ist, Maßnahmen zum Kampf gegen Sepsis zum Gegenstand einer Beschlussvorlage bei der WHO zu machen: „Das Jenaer Symposium ist ein Meilenstein, die 194 Mitgliedsländer der Vereinten Nationen hinter diesem Ziel zu vereinen.“ Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe ist Schirmherr der Veranstaltung in Jena.

Die bestehenden Sepsisstrategien in Deutschland wurden beim Symposium u.a. von Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Präsident des Robert-Koch-Institutes (RKI) vorgestellt, das Vorgehen der Weltgesundheitsorganisation erläuterte Prof. Nakoko Shindo vom „Pandemic and Epidemic Department“ der WHO.

In der aktuellen Ausgabe des Deutschen Ärzteblatts (Jg. 113, Heft 10) ist eine Arbeit veröffentlicht, die unter der Verantwortung von Prof. Reinhart von einem Autorenteam auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes zur Häufigkeit und Sterblichkeit der Sepsis in Deutschland erstellt wurde. Fazit: 2013 erkrankten ca. 280.000 Menschen an einer Sepsis, davon verstarben 68.000 Menschen an oder mit einer Sepsis.

Weitere Informationen:

www.leopoldina.org

www.cscc.uniklinikum-jena.de

www.world-sepsis-day.org

Keynote Lecture by Achim Steiner (UNEP Executive Director)

 


24.02.2016

Sepsis-Update: Neudefinition und Bewertungskriterien

Was ist Sepsis und wie kann man sie schnell und sicher erkennen – Jenaer Sepsis-Spezialisten sind an der Beantwortung dieser Fragen auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand beteiligt. In zwei Publikationen im Journal of the American Medical Association hat ein internationales Expertengremium sowohl die Definition der Sepsis überarbeitet und präzisiert, als auch klinische Kriterien zur Krankheitsbewertung evaluiert.

Sepsis ist lebensgefährlich. Sepsis hat oft unspezifische Symptome und kann durch verschiedenste Krankheitserreger und als Komplikation jeder Infektion entstehen. Aber was ist Sepsis überhaupt und wie kann sie schnell erkannt werden? Diese Frage treibt nicht nur den interessierten Laien um, auch Experten aus Forschung und Klinik haben auf diese Fragen keine endgültige Antwort.

„Seit der letzten Überarbeitung der Definition vor 15 Jahren haben zahlreiche Erkenntnisse hinsichtlich Pathophysiologie, Epidemiologie und klinischem Management den Blick auf das Syndrom stark verändert und somit eine Aktualisierung nötig gemacht“, erklärt Professor Michael Bauer, der Sprecher des Integrierten Forschung- und Behandlungszentrums für Sepsis und Sepsisfolgen CSCC am Universitätsklinikum Jena. Das CSCC hat zu diesem neuen Wissen zur Sepsis beigetragen. Michael Bauer und weitere Forscher des CSCC gehörten der Expertengruppe an, die von internationalen Fachgesellschaften mit der Neufassung der Sepsis-Definition beauftragt worden waren; diese liegt jetzt vor.

Sepsis: lebensbedrohliche Organdysfunktion nach fehlregulierter Reaktion auf eine Infektion

Sie empfiehlt, Sepsis als lebensbedrohliche Organdysfunktion zu definieren, die als Folge einer fehlregulierten Antwort des Körpers auf eine Infektion auftritt. Von einem septischen Schock soll künftig die Rede sein, wenn besonders schwere Störungen der Zirkulation und des Stoffwechsels die Sterblichkeit deutlich erhöhen. Auf die Verwendung von Begriffen wie Sepsis-Syndrom oder Septikämie soll verzichtet werden. Michael Bauer: „Unklare Begrifflichkeiten führten bislang zu erheblichen Diskrepanzen in der Erfassung von Häufigkeit und Sterblichkeit und erschwerten so die Forschung. Klare klinische Definitionen erleichtern Ärzten und Pflegekräften die Arbeit und wirken sich somit direkt auf den Patienten aus.“

Schnelle Klarheit ist auch das Anliegen einer weiteren Arbeit, die eng mit der Neudefinition zusammenhängt. Darin haben die Autoren, darunter mit Prof. Frank Brunkhorst und Prof. André Scherag auch Wissenschaftler des CSCC, klinische Kriterien zur Einschätzung des Zustandes eines Patienten unter die Lupe genommen. Sie testeten die Aussagekraft und Treffsicherheit standardisierter Bewertungsskalen in Bezug auf Sepsis.

Schnelle Atmung + niedriger Blutdruck + veränderter Bewusstseinszustand = Sepsisverdacht

Dafür durchforsteten sie 1,3 Millionen elektronischer Patientenakten aus amerikanischen Krankenhäusern nach Infektionsfällen, bewerteten diese nach gängigen und neuen klinischen Kriterien und verglichen mit dem tatsächlichen Krankheitsverlauf. Zur Bestätigung wurden weitere 700.000 Fälle aus weltweit 165 Krankenhäusern ausgewertet, u. a. aus der CSCC-Studie ALERTS. Dabei zeigte sich, dass schon ein minimales Bewertungsschema zur Erkennung ausreicht: Zeigt ein Infektionspatient beschleunigte Atmung, niedrigen Blutdruck und veränderten Bewusstseinszustand, so liegt der Verdacht einer Sepsis nahe. Dieses Schema kann einfach und ohne Ressourceneinsatz angewendet werden – also auch, wenn Labordaten und Geräte nicht schnell zur Verfügung stehen.

„Die Anpassung der Sepsis-Definition ist ein kontinuierlicher Prozess, der angesichts neuer Erkenntnisse in der Zukunft natürlich fortgeführt werden muss“, betont Michael Bauer. „Wichtig ist jedoch, dass eine standardisierte Definition und klinische Kriterien eine klare Kommunikation und damit die fundierte Abschätzung des Krankheitsausmaßes ermöglichen.“

Originalliteratur:

Seymour CW, Liu VX, Iwashyna TJ, et al. (2016) Assessment of clinical criteria for sepsis: For the third international consensus definitions for sepsis and septic shock (sepsis-3). JAMA 315: 762-774

Singer M, Deutschman CS, Seymour C, et al. (2016) The third international consensus definitions for sepsis and septic shock (sepsis-3). JAMA 315: 801-810

Weitere Informationen:

Das Zentrum für Sepsis und Sepsisfolgen CSCC am Universitätsklinikum Jena ist eines von acht integrierten Forschungs- und Behandlungszentren, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden. Das CSCC widmet sich der Erforschung der Sepsis und deren Folgeerkrankungen. Hierbei betrachten Forscherinnen und Forscher alle Aspekte der Erkrankung, von der Risikobewertung und Prävention über die Akutbehandlung bis hin zur Nachsorge. Daneben sieht das Programm den Ausbau der Forschungsinfrastruktur und die Fortführung der Karriereentwicklungsmaßnahmen für klinische Forscher vor.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Michael Bauer
Zentrum für Sepsis und Sepsisfolgen, Universitätsklinikum Jena
Tel. Michael.Bauer@med.uni-jena.de
03641/ 9323110



20.01.2016

Jenaer Sepsisforscher im TV

Am Montag, dem 18. Januar 2016, waren einige unserer Jenaer Sepsis-Experten in der Sendereihe „Faszination Wissen“ des Bayerischen Rundfunks zu sehen.

Der Beitrag „Blutvergiftung. Warum sie immer noch so gefährlich ist“ kann in der BR-Mediathek angesehen werden.



27.11.2015

Eugen Münch Preis für Smooth-Studie

Sicher leben nach Sepsis: Hausärzte verbessern Sepsisfolgen.

Prof. Dr. Jochen Gensichen, Direktor des Jenaer Institutes für Allgemeinmedizin und Principal Investigator. Foto: Michael Fuchs, RemseckJena (ukj/dre). Wie können Sepsis-Patienten auch nach dem Krankenhausaufenthalt optimal versorgt werden? Wie können Langzeitfolgen reduziert und die Lebensqualität gesteigert werden? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer Studie des Institutes für Allgemeinmedizin im Forschungs- und Behandlungszentrums Sepsis und Sepsisfolgen („Center for Sepsis Control & Care“, kurz CSCC) am Universitätsklinikum Jena (UKJ). Am 24. November wurden die über 40 Forscher der Studiengruppe mit dem Eugen Münch-Wissenschaftspreis der Münch-Stiftung ausgezeichnet. Dieser erstmalig ausgelobte Wissenschaftspreis ist mit insgesamt 25.000.- Euro dotiert und wurde an drei Forschergruppen vergeben.

Die Studie mit dem Titel „SMOOTH“ (Sepsis survivors monitoring and coordination in outpatient care – „Sicher Leben nach Sepsis“) umfasste 290 Patienten, die auf einer deutschen Intensivstationen eine Sepsis überlebt hatten.

Prof. Dr. Jochen Gensichen, Direktor des Jenaer Institutes für Allgemeinmedizin und Principal Investigator begründet diese vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte - weltweit einzigartige- Studie: „Dank der erfolgreichen Fortschritte in der Intensivmedizin steigen die Überlebenschancen nach einer Sepsis. Für die Patienten bedeutet diese hochtechnisierte Medizin jedoch einen großen Einschnitt. Nicht wenige leiden im weiteren Verlauf noch unter körperlichen und psychischen Folgen. In der sehr spezialisierten Aufteilung unseres Gesundheitswesens gehen leider oft viele wichtige Informationen für die Heilung verloren. Letztlich laufen dann die Fäden bei dem aufmerksamen Hausarzt zusammen, so daß er gut helfen kann -  also „sicher leben nach Sepsis!“

Dr. Konrad Schmidt, ärztlicher Leiter der Studie. Foto: UKJ/privat.Intensivmediziner, Klinikärzte, Hausärzte und so genannte Case Manager wurden vernetzt, um den Informationsfluss zu verbessern und die langfristige Behandlung abgestimmt durchzuführen. Dazu gehört auch die aktive Begleitung der Patienten von der Klinik in die Rehabilitation und die weitere Betreuung durch den Hausarzt. „Die enge und kontinuierliche Vernetzung der verschiedenen Behandlungsebenen also ‚Hand in Hand von der ITS bis zum Hausarzt‘ führt zu einer deutlichen Verbesserung der Patientensituation,“ so Gensichen.

Dr. Konrad Schmidt, ärztlicher Leiter der Studie erklärt: „Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Berufsgruppen war hervorragend und hat diese Studie letztlich möglich gemacht: Für die Hausärzte bedeutete SMOOTH eine konkrete Hilfe im Praxisalltag, bei den Intensivmedizinern bestand großes Interesse am weiteren klinischen Verlauf ihrer Patienten, die sie oft sehr lange auf der Intensivstation betreut hatten. Beide arbeiten ja letztlich für ein und denselben Patienten.“

Zweck der Eugen Münch-Stiftung, die den Preis nun erstmals verliehen hat, ist die Förderung einer sozialen Gesundheitswirtschaft in Deutschland, insbesondere durch die Förderung der Netzwerkmedizin. Der Eugen Münch-Preis wird jährlich vergeben. Mit dem Preis sollen praxisnahe neue Denkansätze, innovative Konzepte und mutige Ideen unterstützt werden. Mehr Information zum Preis und zur Stiftung: www.stiftung-muench.org.

 

Hintergründe: Institut für Allgemeinmedizin am UKJ:

Das Team um Institutsleiter Prof. Jochen Gensichen versteht sich als Brückenbauer zwischen der medizinischen Wissenschaft einerseits und der hausärztlichen Praxis andererseits. Konkret gilt es, den neuesten Stand medizinischer Wissenschaft der Hausarztpraxis leichter zugänglich zu machen. Umgekehrt greift das 2008 gegründete Institut Themen und Fragestellungen aus der alltäglichen Praxis auf und trägt sie in die Forschung. Mit einer strukturierten Nachwuchsförderung will das Institut auch zur hausärztlichen Versorgung der Menschen in Thüringen beitragen.

CSCC am UKJ:

Das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum Sepsis und Sepsisfolgen (Center for Sepsis Control & Care, kurz CSCC) ist eines von acht integrierten Forschungs- und Behandlungszentren, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert werden. Das CSCC ist am Universitätsklinikum Jena (UKJ) angesiedelt und widmet sich der Erforschung von Sepsis und deren Folgeerkrankungen.

Smooth-Studiengruppe:

Dr. Pawel Bak, Frankfurt; Mareike Bänfer, Berlin; Dr. Christian Berhold, Berlin; Anne Bindara-Klippel, Jena; Dr. Katja Brenk-Franz, Jena; Prof. Dr. Frank M. Brunkhorst, Jena; Dr. Marcel Corea, Berlin; Prof. Dr. Dimitry Davydow, Seattle; Dr. Leila Eckoldt, Berlin; Prof. Dr. Ulrike Ehlert, Zürich; PD Dr. Christoph Engel, Leipzig; Carolin Fleischmann, Jena; Dr. Adrian Freitag, Berlin; Dr. Antje Freytag, Jena; Prof. Hartwig Gauder, Erfurt; Dr. Sabine Gehrke-Beck, Berlin; Andrea Geist, Bad Berka; Prof. Dr. Jochen Gensichen, Jena, Prof. Dr. Herwig Gerlach, Berlin; Dr. Anton Goldmann, Berlin; Prof. Dr. Jürgen Graf, Stuttgart; Prof. Dr. Farsin Hamzei, Bad Klosterlausnitz; Prof. Dr. Michael Hartmann, Jena; PD Dr. Christiane Hartog, Jena; PD Dr. Christoph Heintze, Berlin; Ursula Jakobi, Berlin; Dr. Stephan Kausche, Jena, PD Dr. Hartmut Kern, Berlin; Susan Kerth, Zürich; Miriam Kesselmeier, Jena; PD Dr. Didier Keh, Berlin; Dr. Frank R. Klefisch, Berlin; Prof. Dr. Michael von Korff, Seattle; Dr. Rainer Kühnemund, Berlin; Heike Kuhnsch, Jena; Dr. Josefa Lehmke, Berlin; Prof. Dr. Markus Löffler, Leipzig; Prof. Dr. Andreas Meier-Hellmann, Erfurt; Dr. Juliane Mühlberg, Leipzig; Dr. Friederike Mueller, Kleinmachnow; Prof. Dr. Frank Oehmichen, Kreischa; Prof. Dr. Günter Ollenschläger, Berlin; PD Dr. Michael Oppert, Potsdam; Dr. Christine Pausch, Leipzig; Prof. Dr. Marcus Pohl, Kreischa; Dr. Sybille Rademacher, Berlin; Prof. Dr. Konrad Reinhart, Jena; Lorenz Reill, Berlin; Dr. Ute Rohr, Berlin; Dr. Harry Roth, Berlin; Prof. Dr. Armin Sablotzki, Leipzig; Mercedes Schelle, Jena; Prof. Dr. Gustav Schelling, München; Prof. Dr. Andre Scherag, Jena; Dr. Mark Simon, Jena; Dr. Konrad Schmidt, Jena; Katja Schmücker, Jena; Nico Schneider, Jena; PD Dr. Torsten Schreiber, Bad Berka; Prof. Dr. Claudia Spies, Berlin; Prof. Dr. Bernhard Strauss, Jena; Dr. Paul Thiel, Deggendorf; Dr. Günter Tiedemann, Berlin; Dr. Susanne Toissaint, Berlin; Dr. Lars Töpfer, Berlin; PD Dr. Siegfried Veit, Berlin; Prof. Dr. Michel Wensing, Nijmegen; Susanne Worrack, Jena.

 

Kontakt:

Prof. Dr. Jochen Gensichen
Universitätsklinikum Jena
Institut für Allgemeinmedizin
07743 Jena, Bachstraße 18
Tel.: 03641/9 39 58 00
Fax: 03641/9 39 58 02
E-Mail: Jochen.Gensichen@med.uni-jena.de



23.06.2015

Lohfert-Preis für Sepsisstudie Medusa

Team um Prof. Dr. Konrad Reinhart wird ausgezeichnet / Studie soll frühzeitige Sepsiserkennung optimieren

Prof. Dr. Konrad Reinhart, Studienleiter des Medusa-Projektes und Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Jena (Foto: UKJ)

(UKJ / me) Die Sepsisforschung am Universitätsklinikum Jena (UKJ) wurde nun einmal mehr ausgezeichnet. Das Medusa-Projekt am UKJ, Medical EDUcation for Sepsis Source Control and Antibiotics, eine der deutschlandweit größten Sepsisstudien, erhält den Lohfert-Preis 2015. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird am 16. September 2015 in Hamburg verliehen.

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung. Ziel der Studie ist die frühzeitige Erkennung und schnelle Primärversorgung von Sepsispatienten zu verbessern“, sagt Prof. Dr. Konrad Reinhart, zusammen mit PD. Dr. Frank Bloos, Studienleiter des Medusa-Projektes und Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am UKJ.

Mit 75.000 Todesfällen gilt die Blutvergiftung als dritthäufigste Todesursache. Medusa wurde 2011 vom Center for Sepsis Control and Care, CSCC, intiiert. Insgesamt beteiligen sich 43 Kliniken in Deutschland an der Studie. Das CSCC wird als eines von insgesamt acht Integrierten Forschungs- und Behandlungszentren (IFB) in Deutschland vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Hintergrund Lohfert-Preis 2015: Der Lohfert-Preis wurde ausgeschrieben zum Thema: „Verfahren und Konzepte zur systematischen Fehlermessung in der stationären Krankenversorgung“. Mit dem Preis prämiert die Lohfert-Stiftung praxiserprobte und nachhaltige Konzepte, die den stationären Patienten im Krankenhaus, seine Bedürfnisse und Interessen in den Mittelpunkt rücken.

 

Kontakt:

Prof. Dr. Konrad Reinhart
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
Universitätsklinikum Jena
Tel.: 03641/9- 32 31 01



23.11.2015

Thüringer Innovationspreis 2015

Die SmartDyeLivery GmbH, eine aus dem CSCC hervorgegangene Ausgründung von Universität und Klinikum, wurde am 18.11.2015 zum innovativsten Jung-Unternehmen Thüringens gekürt.


06.11.2015

Gründerchamp 2015

Beim Gründer- und Innovationstag am 29. Oktober in Jena sind sowohl der Jury- als auch der Publikumspreis an ein und dasselbe Team überreicht worden: Dr. Knut Rennert, Martin Raasch und Nancy Blaurock von "OrganiX" konnten sich bei der vierten Auflage des Gründertages durchsetzen, der in diesem Jahr unter dem Motto "Nachhaltige Innovationen: Chance oder Sackgasse für Start-ups?" stand. Nur 60 Sekunden hatten die ausgewählten Gründungsprojekte Zeit, um ihre Idee einer Jury und dem Publikum zu präsentieren.

Überzeugen konnte das OrganiX-Team aus der Projektgruppe von Dr. Alexander S. Mosig vom Center of Sepsis Control and Care (CSCC) des Universitätsklinikums Jena mit seinem Chip-basierten humanen Lebermodell im Objektträgerformat. Dieses Lebermodell besitzt das Potenzial, kosteneffizient die Aussagekraft von humanen Wirkstoffstudien zu erhöhen. Das verringert die Anzahl von Tierversuchen und beschleunigt zugleich die Entwicklung neuer Therapieoptionen.

Link zur vollständigen Pressemitteilung der FSU Jena



29.10.2015

Vortragsreihe Sepsis und Sepsisfolgen

The PKC/PKD link Dr. Michael Leitges

University of Oslo, The Biotechnology Centre of Oslo

 

Termin:
Donnerstag, 29. Oktober 2015, 17.00 Uhr

Ort:
Konferenzraum der Medizinischen Universitätslaboratorien (Oval Office); Universitätsklinikum Jena, Erlanger Allee 101, 07747 Jena

 

Fortbildungspunkte LÄK Thüringen: 2 Punkte, Kategorie A, beantragt

 

Forschungsschwerpunkt

Dr. Leitges und seine Arbeitsgruppe beschäftigen sich mit der in vivo Expression und Funktionsanalyse von PKC-Isoformen in Mausmodellen und deren Einfluss auf verschiedene Krankheiten. Weiterführende Informationen können Sie der Website der Arbeitsgruppe entnehmen.



17.09.2015

Qualität im Interesse der Patienten

Der Lohfert-Preis 2015, der nunmehr zum dritten Mal verliehen wird, geht an zwei gleichrangige Preisträger - das Projekt „MEDUSA – Medical EDUcation for Sepsis source control and Antibiotics“ am Universitätsklinikum Jena und das Projekt „Interdisziplinäres Chemotherapiemanagement zur Fehlermes-sung und Fehlerprävention“ am Universitätsklinikum Freiburg.

Lohfert Stiftung, Hamburg, 17. September 2015

In Anwesenheit der Schirmherrin Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks überreichte der Stifter Dr. Christoph Lohfert den Lohfert-Preis 2015 an die diesjährigen Preisträger: das Projekt „MEDUSA – Medical EDUcation for Sepsis source control and Antibiotics“ am Universitätsklinikum Jena und das Projekt „Interdisziplinäres Chemothe-rapiemanagement zur Fehlermessung und Fehlerprävention“ am Universitätsklinikum Freiburg. Die feierliche Preisverleihung fand in Hamburg im Rahmen des 11. Gesundheitswirtschaftskongresses statt. Die Auszeichnung ist dotiert mit 20.000,- Euro.

Das Projekt „MEDUSA – Medical EDUcation for Sepsis source control and Antibiotics“ am Universitätsklinikum Jena wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Konrad Reinhart und den Mitarbeitern Dr. Frank Bloos, Ph.D. und Dr. Hendrik Rüddel von der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin und dem dort angesiedelten Integrierten Forschungs- und Behandlungsbereich „Sepsis und Sepsisfolgen“ initiiert.

Das Projekt „Interdisziplinäres Chemotherapiemanagement zur Fehlermessung und Fehlerprävention“ am Universitätsklinikum Freiburg steht unter der Leitung von Prof. Dr. Monika Engelhardt und den Mitarbeitern Frau Simona Kaiser und Heike Reinhardt, Klinik für Innere Medizin I, Hämatologie, Onkologie & Stammzellentransplantation sowie Herrn Dr. Markus Ruch, Medizinische Planungs- und Analysesysteme GmbH.

Der Lohfert-Preis stand 2015 unter dem Thema: „Verfahren und Konzepte zur systematischen Fehlermessung in der stationären Krankenversorgung“. Die diesjährigen Preisträger wurden von einer unabhängigen Jury mit namhaften Vertretern aus dem Gesundheitswesen aus 45 eingegangenen Bewerbungen ausgewählt.

Die Lohfert Stiftung prämiert und fördert mit dem Lohfert-Preis praxiserprobte und nachhaltige Konzepte, die den stationären Patienten im Krankenhaus, seine Bedürfnisse und seine Interessen in den Mittelpunkt rücken. Der Lohfert-Preis unterstützt insbesondere Projekte, die in der Lage sind, den Weg des Patienten im Krankenhaus, die Kommunikation dort und die Patientensicherheit nachhaltig zu verbessern.

Auch für das Jahr 2016 lobt die Lohfert Stiftung erneut den Lohfert-Preis aus. Diesmal steht der Preis unter dem Titel: „Konzepte zur Entwicklung der Kommunikationskompetenz in der stationären Krankenversorgung“. Bewerbungen können ab sofort unter: bewerbung@lohfert-stiftung.de eingereicht werden. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 29. Februar 2016.

Für Rückfragen zum Lohfert-Preis:
Lohfert Stiftung
Am Kaiserkai 19
20457 Hamburg
Tel.: 040-55 77 54 00
Mail: info@lohfert-stiftung.de

http://www.lohfert-stiftung.de/

 



11.09.2015

Welt-Sepsis-Tag am 13. September: UKJ-Experten laden zum Entdeckertag ein

Vorträge zum Thema Sepsis und Kinderprogramm auf der Paradieswiese in Jena/ Jährlich sterben 65.000 Menschen in Deutschland an Sepsis

Jena (ukj/boe). Zahlen, die erschüttern: Weltweit verliert alle vier Sekunden ein Mensch sein Leben aufgrund einer Sepsis. Allein in Deutschland erkranken jährlich 275.000 Menschen daran, mehr als 65.000 sterben. Damit fordert die Erkrankung mehr Menschenleben als Brust- und Darmkrebs zusammen. Dennoch ist weiten Teilen der Öffentlichkeit die Sepsis unbekannt oder wird als Blutvergiftung missverstanden. Doch was genau ist eigentlich eine Sepsis? Wie kann sie behandelt werden? Und gibt es Vorbeugungsmöglichkeiten? Diese und andere Fragen möchten die Mitarbeiter der Forschungszentren des Universitätsklinikums Jena (UKJ), der Deutschen Sepsis-Hilfe und des Gesundheitsamtes der Stadt Jena anlässlich des Welt-Sepsis-Tages am 13. September in einer gemeinsamen Veranstaltung mit einer Mischung aus Information und Unterhaltung beantworten und damit über Sepsis aufklären. Die Veranstaltung richtet sich in besonderem Maße an Familien und Kinder. Auch Sepsis-Betroffene und Mitglieder der Deutschen-Sepsis-Hilfe sind zum gemeinsamen Austausch eingeladen.

Auf der Paradieswiese in Jena erwarten die kleinen und großen Entdecker an diesem Sonntag zwischen 13 und 17 Uhr zahlreiche Aktionen, die über die Erkrankung Sepsis aufklären. Bereits die Kleinsten können sich bei Bastelstraße, Teddybärklinik und Hüpfburg austoben und einen Rettungswagen erkunden. Die erwachsenen Besucher erhalten bei dieser Veranstaltung die Möglichkeit, an verschiedenen Informationsständen mit den Jenaer Experten zum Thema ins Gespräch zu kommen und erhalten dabei einen Einblick in die Notfallmedizin. In anschaulichen Vorträgen wird darauf eingegangen, was unter einer Sepsis zu verstehen ist und wie diese Erkrankung entsteht. Einen besonderen Schwerpunkt setzen die Vortragenden auch darauf, über vorbeugende Maßnahmen wie Impfungen aufzuklären. Umrahmt werden die informativen Aktionen durch Live-Musik der „Sandmen United & Septic Shockers“, einer aus Medizinern des UKJ bestehenden Band.

Termin auf einen Blick: Welt-Sepsis-Tag in Jena

Sonntag, 13. September 2015, 13-17 Uhr,
Rasenmühleninsel/Paradieswiese, Schulgelände der UniverSaale/SteinMalEins-Grundschule

Mehr zum Welt-Sepsis-Tag in Jena auf der CSCC-Webseite
Mehr zum Welt-Sepsis-Tag unter: www.world-sepsis-day.org

Ansprechpartner: Prof. Dr. Konrad Reinhart
World Sepsis Day Head Office, Center for Sepsis Control & Care, Universitätsklinikum Jena
Tel. 03641-9323101
konrad.reinhart@med.uni-jena.de

 


28.08.2015

CSCC 2.0 – Jenaer Sepsiszentrum geht in die 2. Runde

BMBF fördert Zentrum für Sepsis und Sepsisfolgen am UKJ bis 2020 mit weiteren 24 Millionen Euro

Die neuen Forschungsvorhaben des Center for Sepsis Control and Care am Universitätsklinikum Jena umfassen 21 Kernprojekte, die sich den Themen schwer behandelbare Infektionen, neue Behandlungsstrategien gegen lebens- bedrohliche Infektionen und septisches Organversagen sowie den Langzeit- folgen und der Rehabilitation widmen. Daneben sieht das Programm den Ausbau der Forschungsinfrastruktur und die Fortführung der Karriere- entwicklungsmaßnahmen für klinische Forscher vor. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum für weitere fünf Jahre mit 24 Millionen Euro.

Das Integrierte Forschungs- Das Zentrum für Sepsis und Sepsisfolgen am UKJ erhält weitere 24 Mio. Euro. Foto: M. Szabo/UKJ

Das Integrierte Forschungs- Das Zentrum für Sepsis und Sepsisfolgen am UKJ erhält weitere 24 Mio. Euro. Foto: M. Szabo/UKJ
Wegen der Sepsisforschung ist Sina Coldewey ans Universitätsklinikum Jena gekommen: Die Anästhesistin führt neben dem medizinischen einen naturwissenschaftlichen Doktortitel, sie arbeitet als Oberärztin an der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin und leitet zusammen mit weiteren Wissenschaftlern ein Projekt im Center for Sepsis Control and Care (CSCC). „Mich haben die Forschungs- möglichkeiten zu Sepsis und Organversagen gereizt und die gute Vereinbarkeit von ärztlicher und wissenschaftlicher Tätigkeit“, begründet Sina Coldewey ihren Wechsel nach Jena. Sie ist damit ein guter Beleg für die erfolgreiche Arbeit des Zentrums, das vor fünf Jahren mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) am Jenaer Uniklinikum etabliert wurde.

„Das CSCC hat sich zu einem leistungsfähigen und international sichtbaren Forschungszentrum entwickelt, das wichtige Impulse für die Nachwuchsförderung in der klinischen Forschung und für neue Organisationsformen in der Hochschulmedizin setzt“, betont Prof. Dr. Michael Bauer. Der Sprecher des CSCC kann auf eindrucksvolle Ergebnisse der vergangenen fünf Jahre verweisen. Von Abschlussarbeiten bis hin zu multizentrischen klinischen Studien realisierten die knapp 200 CSCC-Mitglieder rund 100 wissenschaftliche Projekte, deren Ergebnisse in 400 Fachartikeln veröffentlicht wurden und sogar zu zwei Ausgründungen führten.

Interdisziplinäre Heimat für Sepsisforschung

Die Grundlage für diese Erfolge bildete das starke Forschungsnetzwerk im Bereich der Infektionsmedizin und klinischen Sepsisforschung an Universität, Klinikum und den Leibniz-Instituten in Jena, das um die Expertise auf den Gebieten Infektionsbiologie, Biophotonik und Nanomedizin erweitert wurde. Michael Bauer: „Das CSCC wird als interdisziplinäre Heimat für Sepsisforschung anerkannt.“ Neben der BMBF-Förderung der ersten Runde unterstützten die Medizinische Fakultät und der Freistaat das CSCC mit Infrastrukturmaßnahmen. „Das Zentrum für klinische Studien wurde erheblich ausgebaut, ebenso die Biobank“, nennt CSCC-Geschäftsführerin PD Dr. Cornelia Platzer, „und neun Professuren wurden mit Blick auf das Zentrum geschaffen und besetzt.“

Die Professur für Klinische Epidemiologie hat seit knapp zwei Jahren André Scherag inne. Mit seiner Arbeitsgruppe bietet er methodische Unterstützung für die Projekte der im August gestarteten zweiten Förderphase, für die das BMBF erneut 24 Millionen Euro bereitstellt. „Als Core Unit sind wir beteiligt an Planung und Design von Studien und Experimenten, sowie an der statistischen Auswertung mit Methoden, die so oft nicht in Standardsoftwarelösungen enthalten sind“, beschreibt André Scherag den Beitrag der Epidemiologie. Dazu kommt als eigenständiges Projekt gemeinsam mit Prof. Dr. Konrad Reinhart im CSCC der Aufbau einer Mitteldeutschen Sepsiskohorte als langfristig angelegte Beobachtungsstudie, die von der Klinik Bavaria Kreischa finanziell unterstützt wird. „Geplant ist, 3000 Patienten mit schwerer Sepsis und septischem Schock von der Intensivstation ausgehend über Jahre zu begleiten und systematisch nachzuuntersuchen. Diese Daten über die post-akute Phase sollen bessere Langfristprognosen und damit individualisierte Therapie und Rehabilitation ermöglichen.“

4 Themen – 21 Projekte – 8 Studien

Das jetzt in Angriff genommene Forschungsprogramm des CSCC 2.0 gliedert sich in vier Bereiche: schwer behandelbare Infektionen, neue Strategien für antimikrobielle Therapien, gezieltes Vorgehen gegen Organversagen und Spätfolgen der Sepsis. Unter den 21 Kernprojekten sind allein acht klinische Studien. In einem der klinisch-experimentellen Projekte untersucht Sina Coldewey in einem Team von Wissenschaftlern und Ärzten die Schädigung der Blutgefäßwände, die durch die systemische Reaktion des Immunsystems auf eine Infektion verursacht wird. „Durch die geschädigten Gefäßwände kommt es zu einer erhöhten Durchlässigkeit und einer Flüssigkeitseinlagerung ins Gewebe. Dieser Prozess trägt maßgeblich dazu bei, dass die Organe beim septischen Schock nicht mehr ausreichend versorgt werden“, erklärt die Ärztin die Störung der Gefäßbarriere. „Wenn es uns gelingt, diese Gefäßschäden frühzeitig festzustellen und ihre Entstehung weiter aufzuklären, können wir Strategien entwickeln, welche die Barrierefunktion der Gefäßwände und damit auch die Organfunktion unserer Patienten verbessern könnten“, so Sina Coldewey.

Das CSCC wird sich auch weiterhin der Karriereförderung von Nachwuchswissenschaftlern widmen: Die Mitglieder engagieren sich im Forschungszweig des reformierten Jenaer Medizinstudienganges, das Zentrum vergibt Promotions- und Reisestipendien sowie Rotationsstellen für forschende Kliniker und bietet ein Mentoring-Programm. Stolz verweist Cornelia Platzer auf die 2012 gestartete Doktorandenschule: „Zwei Drittel unserer Promovenden, sowohl Naturwissenschaftler als auch Mediziner, nehmen daran teil.“ Fortsetzen will das Zentrum auch die Beteiligung an Aktionen, die das öffentliche Bewusstsein für die Sepsis als eine Haupttodesursache und wesentlichen Kostenfaktor in der Medizin fördern – wie am Welt-Sepsis-Tag, dem 13. September.

Ziel: Internationales Referenzzentrum

Die CSCC-Mitglieder sind in langfristige Verbundprojekte eingebunden, wie z.B. den Forschungscampus InfectoGnostics oder den Sonderforschungsbereich FungiNet. Insgesamt konnten sie zusätzlich über 34 Mio. Euro weiterer Drittmittel einwerben. Und die Planungen der Jenaer Sepsis-Forscher reichen über das Ende der zweiten CSCC-Förderphase hinaus: „Wir wollen uns zu einem internationalen Referenzzentrum für lebensbedrohliche Infektionen entwickeln, in dem der translationale Forschungsprozess vom Labor bis zum Krankenbett ebenso berücksichtigt werden soll wie unterschiedliche Interessengruppen, von Patienten bis zu Ärzten“, beschreibt Michael Bauer das Ziel.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Michael Bauer
Sprecher des CSCC
Tel. 03641/ 9323110
Michael.Bauer@med.uni-jena.de



07.05.2015

Patienten mit Sepsis vor Herzversagen bewahren

Die Nachwuchswissenschaftlerin Dr. Dr. med. Sina Coldewey vom Universitätsklinikum Jena erhält das Fresenius-Forschungsstipendium 2015 der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Damit würdigt die Fachgesellschaft die experimentellen Ergebnisse der Anästhesistin, in denen sie Bedeutung und Signalwege eines Botenstoffes aus dem Fettstoffwechsel für die Herzmuskelschwäche bei Sepsis aufklären konnte.

TDr. Dr. med. Sina Coldewey (Foto: UKJ)rotz verbesserter intensivmedizinischer Behandlungs- möglichkeiten stirbt etwa ein Drittel bis die Hälfte aller Patienten an dieser Erkrankung, die im Volksmund häufig „Blutvergiftung“ genannt wird. Eine Sepsis entsteht, wenn die körpereigene Abwehrreaktion gegen eine Infektion das eigene Gewebe und die Organe schädigt. Von einer solchen Störung kann auch die Herzfunktion betroffen sein.

Sina Coldewey und ihre Kollegen untersuchten das Zusammenspiel von Sphingosin-1-Phosphat, einem Signalmolekül aus dem Fettstoffwechsel, und dessen Rezeptoren, wenn eine Infektion die Pumpleistung des Herzens beeinträchtigt. „Dabei konnten wir nicht nur wesentliche Schritte der Signalkette aufklären, sondern auch zeigen, dass die medikamentöse Erhöhung der Konzentration des Botenstoffs S1P im Serum die Herzfunktion verbessert“, so die Wissenschaftlerin und Oberärztin der Klinik für Anästhesiologie und Intensiv- medizin. „Das eröffnet Ansätze für die Entwicklung neuer pharmakologischer Behandlungsstrategien der septischen Kardiomyopathie.“

In Würdigung ihrer „herausragenden wissenschaftlichen Leistungen“ zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin Sina Coldewey mit dem von der Fresenius-Stiftung gestifteten DGAI-Forschungsstipendium 2015 aus. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 7. Mai bei der feierlichen Eröffnung des jährlichen Deutschen Anästhesiekongresses in Düsseldorf übergeben.

Sina Coldewey studierte Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover, wo sie auch ihre Facharztausbildung absolvierte. Nach einem mehrjährigen Forschungsaufenthalt am William Harvey Research Institute der Queen Mary University of London wechselte sie wegen des Sepsisschwerpunktes an das Jenaer Universitätsklinikum, wo sie in einer eigenen Arbeitsgruppe mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung am „Center for Sepsis Control and Care“ Forschungsprojekte zur Sepsis und anderen Infektionskrankheiten bearbeitet.

 

Ansprechpartner: Dr. Dr. med. Sina Coldewey
Klinik für Anästhesiologie und lntensivmedizin, Universitätsklinikum Jena
Tel. 03641 9323190
Sina.Coldewey@med.uni-jena.de



27.04.2015

Biochip statt Tierversuch

CSCC-Forscher stellen Ansätze zur Reduktion von Tierversuchen im TV vor.

Tierversuche sind aus der heutigen medizinischen Forschung nicht wegzudenken. Dennoch sind sie nicht nur ethisch oft bedenklich, sondern ihre Ergebnisse auch nicht uneingeschränkt auf den Menschen übertragbar. Im CSCC werden daher Methoden entwickelt, die zur Reduktion von Tierversuchen in der medizinischen Forschung beitragen können. Zwei Beispiele erklärten Wissenschaftler des CSCC in der Sendung nano vom 23. April 2015. Der Beitrag ist in der 3sat-Mediathek verfügbar.



06.03.2015

Informationen zur Sepsis im TV

Wie kommt es zu einer Sepsis, was passiert bei einem septischen Schock, unter welchen Spätfolgen leiden Betroffene?

Die Sendung „Alles Wissen“ des Hessischen Rundfunks sendete am 4. März 2015 einen informativen Beitrag zum Thema Sepsis. Unter anderem erläutert Prof. Dr. Frank Brunkhorst, Vorstandsmitglied des CSCC, die Problematik der häufig zu spät erkannten lebensbedrohlichen Situation. Das Video kann auf hr-online abgerufen werden.



04.03.2015

"Point-of-Care" Diagnostik der Sepsis

Das CSCC-assoziierte Projekt FastDiagnosis entwickelt einen Schnelltest für drohende Sepsis.

In Deutschland treten jährlich ca. 154.000 neue Sepsisfälle auf, täglich sterben deutschlandweit im Durchschnitt 150 Patienten. Eine schnelle Diagnose ist für die erfolgreiche Therapie ausschlaggebend. Um schnellstmöglich eine optimale Behandlung einzuleiten, müssen die zugrunde liegenden Erreger identifiziert werden. Zurzeit werden diese über Blutkulturen nachgewiesen – eine zeitaufwendige und fehleranfällige Methode.

An diesem Punkt setzt das Projekt FastDiagnosis an und etabliert innovative Diagnostik. Prof. Dr. Michael Bauer, Sprecher des CSCC, erläutert in einem Interview mit dem SWR, wie das BMBF-geförderte Forschungsvorhaben die Sepsisdiagnose beschleunigt.

Link zur SWR-Mediathek



05.03.2015

DGAI-Forschungsstipendium für Sepsisforscherin am UKJ

Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) veranstaltete die 29. Wissenschaftlichen Arbeitstage vom 27. - 28.02.2015 in Würzburg. Seit 1992 wird bei diesem Anlass das DGAI-Forschungsstipendium der Fresenius-Stiftung für eine hervorragende Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Grundlagenforschung bzw. der klinischen Forschung an ausgewählte Referenten vergeben.

Mit diesem Stipendium über 15.000 EUR wurde dieses Jahr Frau Dr. med. Sina M. Coldewey (PhD) ausgezeichnet, die in der zweiten Förderphase des CSCC ein translationales Projekt mit leiten wird. Gewürdigt wurden Frau Coldeweys Arbeiten zur Bedeutung der S1P-S1PR Achse in der septischen Kardiomyopathie.

Wir gratulieren herzlich!

Frau Coldewey arbeitet seit 2014 an der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Jena und kooperiert in diesem Rahmen mit den CSCC-Projektleitern Prof. Dr. Markus Gräler und Prof. Dr. Regine Heller. Gemeinsam werden sie in einem translationalen Projekt der zweiten CSCC-Förderphase Signaltransduktionswege mit einer stabilisierenden Wirkung auf die endotheliale Barrierefunktion untersuchen und deren mögliche diagnostische und therapeutische Anwendbarkeit bei Sepsis prüfen.



05.11.2014

Preis für innovative Biochips

Vom 30. Oktober bis 2. November 2014 fand in Nürnberg die Erfindermesse „Ideen – Erfindungen – Neuheiten“ iENA statt. Dr. Alexander Mosig, designierter Juniorgruppenleiter in der zweiten Förderphase des CSCC, gewann gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Knut Rennert eine Goldmedaille für die Entwicklung innovativer Biochips. Diese ermöglichen die dreidimensionale Nachbildung von menschlichem Darm- und Lebergewebe in Kultur und erlauben somit die Durchführung von Experimenten in vitro – also im Reagenzglas – unter vergleichsweise „lebensechten“ Bedingungen. Da hierbei menschliche Zellen und Gewebe verwendet werden, lassen sich Ergebnisse leichter auf den Menschen übertragen als bei der Verwendung von Tiermodellen. Die neuartigen Biochips werden zudem dazu beitragen, die Zahl der nötigen Tierversuche in der medizinischen Forschung weiter zu verringern.

Siehe auch Pressemitteilung PATON | Landespatentzentrum Thüringen

 



17.09.2014

Wie Bakterien ihren Wirt austricksen um Dauergast zu werden

Bettina Löffler ist neue Professorin für Medizinische Mikrobiologie am Uniklinikum Jena

Jena (UKJ/vdG) Die Erfahrung, wie heftig und schmerzhaft Bakterieninfektionen sein können, hat nahezu jeder schon einmal gemacht – die schnelle und konsequente Antibiotikagabe lässt Mittelohrentzündung oder Harnwegsinfekt aber meist rasch wieder ausheilen. Manchmal jedoch schaffen es die Bakterien, im Körper in Deckung zu gehen, sich festzusetzen und die Entzündung später wieder aufflammen zu lassen. Wie sich die Krankheitserreger tarnen und was einen neuen Infektionsschub auslösen kann, ist Forschungsgegenstand von Bettina Löffler. Als neu ernannte Professorin für Medizinische Mikrobiologie leitet die 41-jährige Medizinerin seit August das gleichnamige Institut am Universitätsklinikum Jena. 

Prof. Dr. Bettina Löffler (Foto: Szabo/UKJ)

Prof. Dr. Bettina Löffler (Foto: Szabo/UKJ)
Ihr besonderes Augenmerk gilt Infektionen mit dem Bakterium Staphylococcus aureus, das zum Beispiel schwer zu behandelnde Herzklappenentzündungen, Knocheninfek- tionen oder Protheseninfektionen verursachen kann. „Den Bakterien gelingt es, in einer Art Ruhemodus mit heruntergefahrenem Stoffwechsel in den Wirtszellen auszu- harren und so sowohl der Immunantwort als auch Antibiotika zu trotzen“, beschreibt die Wissenschaftlerin den Mechanismus, den sie in Jena weiter untersuchen wird. „Dabei wollen wir weitere Infektionsmodelle einbeziehen, beispielsweise auch mit Chlamydien, deren Erforschung in Jena gut etabliert ist“, so Prof. Löffler. Als eine wichtige Partnerin im Sepsis- und Infektionsforschungsschwerpunkt plant die Mikrobiologin ein eigenes Projekt im Zentrum für Sepsis- und Sepsisfolgen CSCC, knüpft aber auch Kontakte zu behandelnden Ärzten, wie Orthopäden und Kardio- chirurgen.

Mit über 150.000 Befunden jährlich leistet das Institut für Medizinische Mikrobiologie einen wichtigen Beitrag zur Krankenversorgung im Jenaer Uniklinikum, der nicht nur bakteriologische, serologische und virologische Untersuchungen von Patientenproben umfasst, sondern auch eine Vielzahl krankenhaushygienischer Befunde. Perspektivisch möchte die neue Direktorin die Kompetenz ihres Institutes noch erweitern: „So lassen sich durch die molekularbiologische Identifizierung von Erregerstämmen vor Ort Infektionsketten schneller aufklären, entsprechend kann für nicht betroffene Bereiche auch schneller Entwarnung gegeben werden.“

Die Mutter dreier schulpflichtiger Kinder ist in München geboren, hat in ihrer Heimatstadt an der LMU Medizin studiert und promoviert. Mit einem Stipendium der DFG forschte sie anschließend am Gaubiuslaboratorium der Niederländischen Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung in Leiden zu zellphysiologischen Prozessen bei Entzündungen. Danach wechselte Bettina Löffler an das Institut für Medizinische Mikrobiologie der Universität Münster. Hier baute sie eine eigene Forschungsgruppe zur zellulären Mikrobiologie auf, absolvierte parallel die Ausbildung zur Fachärztin für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie und habilitierte sich über die Auswirkung von Infektionen durch Staphylococcus aureus an Zellbarrieren.

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Bettina Löffler
Institut für Medizinische Mikrobiologie, Universitätsklinikum Jena
Tel. 03641/9393501
Bettina.Loeffler@med.uni-jena.de

 


30.10.2014

Wirkung von Medikamenten ausreizen

Erkrankt ein Patient an einer bakteriellen Infektion, wird er mit einem Antibiotikum behandelt. Doch immer häufiger kommt es vor, dass das Medikament nicht mehr wirkt, weil der Erreger den Wirkstoff kennt und sich dagegen zur Wehr setzt. Da in den kommenden Jahren kaum neue Antibiotika zu erwarten sind, ist es wichtig, die vorhandenen Mittel maximal und optimal einzusetzen. Für ihre Arbeit in diesem Bereich erhielt die Forschungsgruppe Infektionen in der Hämatologie/Onkologie (Universitätsklinikum Jena, Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Institut (HKI), Center for Sepsis Control and Care) nun einen Posterpreis.

Durch die intensive Behandlung mit Medikamenten ist das Immunsystem von Krebspatienten häufig so geschwächt, dass beinahe jeder Patient im Laufe der Therapie an einer Infektion erkrankt. Eingesetzt wird dann beispielsweise das Antibiotikum Piperacillin/Tazobactam. Doch wirkt es längst nicht bei jedem Patienten. „Fakt ist, dass bei etwa 20 Prozent der Krebspatienten die Behandlung mit diesem Antibiotikum aus ungeklärten Gründen nicht anschlägt“, so Prof. Dr. Marie von Lilienfeld-Toal von der  Klinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Jena. „Wir haben uns gefragt: Warum ist das so?“

Die Vermutung: Unterdosierung und eine zu niedrige Wirkstoffkonzentration im Blut. 44 Patienten aus der Klinik , die an verschiedenen Krebsarten erkrankt sind, wurden im Rahmen eines Pilotprojektes von Ärzten der KIM II und des Centers for Sepsis Control and Care (CSCC) getestet. Bei 21 dieser Patienten zeigte sich eine zu niedrige Wirkstoffkonzentration. Die Vermutung erhärtet sich langsam, zur endgültigen Klärung ist ab 2016 eine prospektive klinische Studie im Rahmen des CSCC geplant. „Wenn sich herausstellt, dass die niedrige Wirkstoffkonzentration der Grund für das Versagen der Medikamente ist, wäre das bahnbrechend“, erzählt Marie von Lilienfeld-Toal. „Die Umsetzung in die Praxis wäre dann sofort machbar, indem die Medikamentendosis dem Spiegel angepasst wird. Die Wirkung der Antibiotika würde dann deutlich mehr ausgeschöpft. Darüber hinaus könnten die Krankenhäuser sogar sparen, denn der Einsatz eines neuen Medikaments ist immer teurer als das Ausschöpfen eines bereits verwendeten.“

Für ihre bisherige Forschung in diesem Feld erhielt die Arbeitsgruppe Infektionen in der Hämatologie/Onkologie nun einen Posterpreis auf der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Marie von Lilienfeld-Toal
Klinik für Innere Medizin II, Universitätsklinikum Jena
Tel. 03641/9324201
Marie.von_Lilienfeld-Toal@med.uni-jena.de



03.12.2014

Bunte Nanoguides zur Leber

Jena (UKJ/vdG). Jenaer Wissenschaftlern gelang die Herstellung hochspezifischer Nanopartikel, die ihre Wirkstoffladung in Abhängigkeit wegweisender Farbstoffe zielgerichtet zu Leber- oder Nierengewebe transportieren. Die Farbstoffmarkierung ermöglicht zudem die Überwachung des Transports durch Intravitalmikroskopie oder nicht-invasiv durch multispektrale optoakustische Tomographie. Als Funktionsnachweis des Prinzips diente die durch siRNA vermittelte Drosselung der Cholesterinproduktion, wie jetzt im Fachjournal Nature Communications berichtet.

 Nanopartikel mit Wirkstoffbeladung im Inneren (lila) und spezifischen Farbmarkierungen (blaue Punkte). Quelle: JCSM/SmartDyeLivery GmbHNanopartikel mit Wirkstoffbeladung im Inneren (lila) und spezifischen Farbmarkierungen (blaue Punkte). Quelle: JCSM/SmartDyeLivery GmbH

Sie sind ein Hoffnungsträger für zielgerichtete Therapieansätze: Die so genannten small interfering RNA-Moleküle, siRNA. Diese können spezifisch Gene stumm schalten, indem sie verhindern, dass die darauf codierten Proteine produziert werden. Dazu muss das genetische Material aber in die Zielzellen gebracht werden, um dort und nur dort zu wirken und nicht einfach wieder ausgeschieden zu werden oder, schlimmer noch, gesundes Gewebe zu schädigen. Und das macht die Handhabung von siRNA extrem schwierig. Mediziner und Chemiker aus Jena, München und den USA ist es jetzt gelungen, Nanotransporter für das genetische Material herzustellen, die ihren Weg zielgerichtet und effizient zu einem ausgewählten Zelltyp finden und dort den Wirkstoff freisetzen.

Farbstoffe sind Adressaufkleber und Trackingnummer in einem

Die auf Polymeren basierenden Partikel sind mit Nahinfrarot-Fluoreszenzfarbstoffen markiert und mit siRNA beladen. Die Farbstoffe wirken für die Partikel wie Adressaufkleber und Trackingnummer in einem. „In Abhängigkeit von der chemischen Struktur der Farbstoffe wurden die Partikel entweder über das Nierengewebe oder über Zellen der Leber aus dem Blut gefiltert. Gleichzeitig ließ sich dieser Weg anhand der Farbstoffe durch optische Verfahren leicht nachverfolgen“, beschreibt Intensivmediziner Professor Michael Bauer die Funktionsweise. Seine Arbeitsgruppe im BMBF-geförderten Zentrum für Sepsis und Sepsisfolgen (CSCC) am Universitätsklinikum Jena konnte zudem zeigen, dass der Farbstoff spezifisch von einem Zelltransporter der Leberepithelzellen aufgenommen und in die Zellen geschleust wird.

Werkzeugkasten für die Nanomedizin

So wird die Wirkstoffladung siRNA exklusiv nur in den Zielzellen freigesetzt. Entworfen und hergestellt wurden die spezifischen Farbnanocontainer in den Laboren des Jena Center for Soft Matter (JCSM) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. „Dieses Prinzip kann als eine Art „Werkzeugkasten“ für eine Vielzahl unterschiedlicher siRNA-Nanotransporter angesehen werden, welche das gezielte Ausschalten spezifischer Proteinbiosynthesen in unterschiedlichen Zelltypen gewährleisten können“, ist sich der Sprecher des Zentrums, Professor Ulrich S. Schubert, sicher. Mit der Möglichkeit, die Spezifität der unbeladenen Partikel vorab zu testen und dann gezielt krankheitsassoziierte Gene auszuschalten, bietet das Prinzip neue Ansätze zur personalisierten Therapie verschiedenster Krankheitsbilder. In der neugegründeten SmartDyeLivery GmbH wollen die Jenaer Wissenschaftler die Technologie weiterentwickeln, um möglichst bald damit auch zur klinischen Anwendung zu kommen, insbesondere bei akuten septischen Infektionen.

In ihrer jetzt im Fachjournal Nature Communications erschienenen Arbeit verdeutlichen die Jenaer Nanomedizin-Forscher die Arbeitsweise ihres Werkzeugkastens am Beispiel der Cholesterinproduktion: Sie beluden die Farbstoff-geleiteten Nanopartikel mit siRNA-Molekülen, die in die Cholesterin-Produktion in Hepatozyten eingreifen, und konnten damit im Tiermodell eine deutliche Senkung des Cholesterinspiegels im Blut erreichen.

Originalliteratur:

A. T. Press, A. Traeger, C. Pietsch, A. Mosig, M. Wagner, M. G. Clemens, N. Jbeily, N. Koch, M. Gottschaldt, N. Bézière, V. Ermolayev, V. Ntziachristos, J. Popp, M. Kessels, B. Qualmann, U. S. Schubert, M. Bauer, "Cell type-specific delivery of short interfering RNAs by dye-functionalized “theranostic” nanoparticles", Nat. Commun. 2014, DOI: 10.1038/ncomms6565.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Michael Bauer
Center for Sepsis Control and Care (CSCC), Universitätsklinikum Jena
Tel. 03641-9 323111
E-Mail: Michael.Bauer@med.uni-jena.de

Prof. Dr. Ulrich S. Schubert
Jena Center for Soft Matter (JCSM), Friedrich-Schiller-Universität Jena
Tel.: 03641-9 48200
E-Mail: Ulrich.Schubert@uni-jena.de



10.12.2014

5.000-Euro-Spende für Sepsis-Stiftung

Angehöriger unterstützt den Kampf gegen die Sepsis

Jena (ukj/boe). SSören Polster (r.) und sein Vater Lutz Polster (mitte) bei der Spendenübergabe mit Prof. Dr. Konrad Reinhart im Universitätsklinikum Jena. Foto: UKJ/Rieseören Polster ist dankbar: Anfang November konnte sein Vater Lutz Polster Geburtstag feiern – im Kreise der Familie und der Enkelkinder. Zuvor hatte Lutz Polster  eine schwere Sepsis-Erkrankung überstanden und ist inzwischen auf dem Weg der Genesung. Daher spendete Sören Polster, geschäftsführender Gesellschafter der „sogut Gruppe“, welche u.a. 90 Fleischereifilialen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen betreibt,  heute (10.12.) 5.000 Euro zu Gunsten der Sepsis-Stiftung  mit Sitz in Jena. „Die Ärzte am Uniklinikum Jena haben die Sepsis meines Vaters frühzeitig erkannt und ihn optimal behandelt“, so Sören Polster: „Meine Spende soll eine kleine Unterstützung im Kampf gegen die Sepsis darstellen.“

Prof. Dr. Konrad Reinhart, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Jena: „Angesichts von jährlich 250.000 Sepsiserkrankungen und mehr als 60.000 Todesfällen brauchen wir dringend einen Nationalen Aktionsplan gegen Sepsis und vermehrte Forschungsanstrengungen.  Die Sepsis-Stiftung unterstützt die Forderung von zwölf medizinischen Fachgesellschaften und Experten für einen Aktionsplan gegen Sepsis, die Forschung des deutschlandweit aufgestellten Forschungsnetzwerkes SepNet und die Organisation des von Jena aus organisierten Welt-Sepsis-Tages (www.world-sepsis-day.org), der jährlich im September stattfindet. Mit der Spende wird diese wichtige Arbeit unterstützt.“

Mehr zum Welt-Sepsis-Tag:

www.world-sepsis-day.org



13.09.2014

Welt Sepsis Tag in Jena

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Pink Picknick und wichtige Fakten: Mediziner informieren zum

Welt-Sepsis-Tag am 13. September in Jena

Jena, 09. September 2014  

Die Fakten sind erschreckend: In Thüringen erkranken jährlich mehr als 4500 Menschen an einer Sepsis. Weltweit verliert alle 4 Sekunden ein Mensch sein Leben aufgrund einer Sepsis. Die Erkrankung fordert demnach mehr Leben Menschenleben als der Herzinfarkt.  Sepsis ist jedoch in der Öffentlichkeit kaum bekannt oder wird als „Blutvergiftung“ unzureichend verstanden. Anlässlich des Welt-Sepsis-Tages am 13. September möchten deshalb die Mitarbeiter der Jenaer Forschungszentren des Universitätsklinikums Jena (UKJ) sowie der Deutsche Sepsis-Hilfe und des Gesundheitsamtes der Stadt Jena in einer gemeinsamen Veranstaltung mit einer Mischung aus Infotainment und kulinarischer Farbsetzung Laien und Interessierte über Sepsis informieren und aufklären.

 

Am Pulverturm bzw. am Johannistor sind am Samstag Nachmittag zwischen  15 und 19 Uhr etliche Aktionen geplant, die unter dem Motto „Sepsis ist ein Notfall“ stehen und durch ein Pink Picknick farblich begleitet werden. An einer lebensgroßen Puppe beispielsweise, einem Notfallsimulator, wird anschaulich vorgeführt, was bei einer Sepsis mit dem menschlichen Körper passiert. Darüber hinaus wird gezeigt, wie man die Hände richtig desinfiziert und gleichzeitig erklärt, warum dies zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten so wichtig ist. Welche Risikogruppen können sich durch eine Impfung vor einer Sepsis schützen? Bei welchen Krankheitsanzeichen muss man auch an eine Sepsis als Ursache denken? Und was hat der aktuelle Ebola-Ausbruch in Westafrika mit einer Sepsis zu tun? Dies sind einige der zahlreichen Fragen, zu denen sich alle Interessierten am Welt-Sepsis-Tag informieren können. Zum Rahmenprogramm gehören ein Pink Picknick und Kinderangebote mit Krankenwagen und Hüpfburg.

 

Terminhinweis: Welt-Sepsis-Tag in Jena

am Samstag, 13. September 2014, 15 – 19 Uhr,
Johannisstraße/Am Pulverturm (‚Faulloch‘)

 

Information & Unterhaltung

  • Infostände der Jenaer Forschungszentren Center for Sepsis Control and Care (CSCC), des Zentrums für Innovationskompetenz ZIK Septomics sowie des Deutschen Sepsis-Hilfe e. V.
  • Was passiert bei einer Sepsis? Vorführung mithilfe eines Notfallsimulators
  • Wie beugt man einer Sepsis vor?
  • Informationen zur Impfung von Risikogruppen und richtigen Händedesinfektion
  • Bei welchen Symptomen sollte man an eine Sepsis denken?
  • Ebola & Sepsis
  • Vorführung von Kurzfilmen zur Sepsis
  • Pink Picknick mit Grill, Kuchen und Getränken
  • Hüpfburg, Feuerwehr-Rettungswagen, Luftballons

 

Eine Veranstaltung von:

 

Hintergrund:

Sepsis ist eine Entzündungsreaktion des Organismus auf eine Infektion, bei der die körpereigene Abwehr das eigene Gewebe und die Organe schädigt. Wenn die Sepsis nicht früh erkannt und sofort behandelt wird, kann sie zu Schock, Multiorganversagen und schlussendlich zum Tode führen. Das größte Problem ist immer noch, dass diese gefährliche Krankheit oft zu spät erkannt wird. Mit jeder Stunde, die vergeht, bevor die Therapie eingeleitet wird, sinken die Überlebenschancen dramatisch.

Der World Sepsis Day findet am 13. September 2014 zum dritten Mal statt. Die Global Sepsis Alliance macht an ihm sowohl Öffentlichkeit als auch Fachwelt verstärkt auf das Thema Sepsis aufmerksam. Erklärtes Ziel: die Sepsishäufigkeit bis zum Jahr 2020 global um 20% zu reduzieren, Sterblichkeit und Folgeschäden deutlich zu vermindern. Zur Verbesserung der Situation in Deutschland wird mittels Memorandum der Aufbau eines Nationalen Aktionsplans gegen Sepsis gefordert. Zu den Erstunterzeichnern gehören 12 maßgebliche Fachgesellschaften, führende Kliniken und Gesundheitsinstitutionen,  sechs Landesminister, eine Reihe von Ärztekammern  und die Olympiasieger Uwe-Jens Mey, Hartwig Gauder, Christian Schenk und Klaus Wolfermann.

Die Zahl der Sepsisfälle in den Industrienationen steigt jährlich um 8 bis 13%. Durch konsequente Anwendung effektiver Maßnahmen könnten allein in Deutschland jährlich bis zu 20.000 Menschenleben gerettet und die Lebensqualität der Überlebenden deutlich gebessert werden.

Weitere Informationen:   www.world-sepsis-day.org

 



12.05.2014

Vortragsreihe Sepsis und Sepsisfolgen

Extracellular histones promote C5a-induced acute lung injury Dr. Markus Bosmann

Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH), III. Medizinische Klinik und Poliklinik, Universitätsmedizin Mainz

Montag, 12. Mai 2014, 15.30 Uhr
Ort: Seminarraum 1, Universitätsklinikum Jena, Erlanger Allee 101, Jena

Fortbildungspunkte LÄK Thüringen: 2 Punkte



15.05.2014

MSA/Medusa-Treffen

Einladung zum gemeinsamen Treffen der Mitteldeutschen Sepsis Allianz und der MEDUSA-Studienzentren

 

Sehr geehrte Mitarbeiter des CSCC, liebe Kolleginnen und Kollegen,

hiermit möchte ich Sie ganz herzlich zum gemeinsamen Treffen der Mitteldeutschen Sepsis Allianz und der MEDUSA-Studienzentren einladen. Wie Sie dem Programm entnehmen können, wird es in der Veranstaltung der Mitteldeutschen Sepsis-Allianz (MSA) interessante Übersichtsvorträge zur Effektivität von Qualitätsverbesserungsinitiativen im Bereich Sepsis, zur Akuttherapie sowie den Umgang mit Langzeitfolgen von Sepsis geben.  Auch werden die MSA-Arbeitsgruppen über ihre Arbeitsergebnisse und Pläne berichten.

Sehr interessant sind auch die Ergebnisse aus der MEDUSA-Studie, in der wir zusammen mit über 40 Kliniken, vorwiegend aus Mitteldeutschland, untersucht haben, wie sich die Etablierung von qualitätsverbessernden Maßnahmen auf die Sepsissterblichkeit und auf Qualitätsindikatoren auswirkt. In diese Studie wurden über 4.000 Patienten eingeschlossen. Die Ergebnisse aus dieser Studie der Studiengruppe werden erstmals im Anschluss an das Treffen der MSA vorgestellt und stehen zur Diskussion. Auch zu dieser Veranstaltung sind Sie ganz herzlich eingeladen.

Zur Erleichterung unserer Planung bitten wir Sie, uns bis zum 8. Mai 2014 mitzuteilen, ob Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

Konrad Reinhart

Sprecher der MSA

 



19.05.2014

Vortragsreihe Sepsis und Sepsisfolgen

Heme and Disease Tolerance Miguel Soares, PhD

Instituto Gulbenkian de Ciência, Oeiras, Portugal

Montag, 19. Mai 2014, 17.00 Uhr
Hörsaal Abbe Zentrum, Beutenberg Campus
Hans-Knöll-Straße 1, 07745 Jena



11.09.2014

Podiumsdiskussion in Berlin

Am 11. September findet in Berlin anlässlich des Welt-Sepsis-Tages eine Podiumsdiskussion zum Thema

„Sepsisfälle und Antibiotikaresistenzen steigen unaufhaltsam - Für einen Nationalen Aktionsplan gegen Sepsis“

statt.

Zeit: 11.09.2014, 11 – 14 Uhr
Ort: Berlin, Langenbeck‐Virchow‐Haus; Luisenstraße 58/59

Kontakt und Anmeldung:

E-Mail:  sepsis-summit@world-sepsis-day.org
Telefon: 03641.9323101 oder 03641.9323381

Weitere Details zu der Veranstaltung finden Sie unter:

http://www.world-sepsis-day.org/Podiumsdiskussion_BERLIN.pdf



20.02.2014

Veranstaltung - MRE-Netzwerk und MSA | 12.03.2014

12.03.2014, 14:00 - 17:30 Uhr ThULB Jena

Einladung zur ersten gemeinsamen Veranstaltung des MRE-Netzwerks Jena und der Mitteldeutschen Sepsis Allianz Multiresistente Erreger

Interdisziplinäre und berufsgruppenübergreifende Fortbildungsveranstaltung des MRE-Netzwerks Jena und der Mitteldeutschen Sepsis Allianz des CSCC (inkl. MRSA-Fallkonferenz).

Download Einladung und Programm (pdf)

 

Programm

14:00

Begrüßung

14:10

MRE und MRSA - wachsendes Problem?
Epidemiologische Daten aus Jena, regional und national.
Dr. H. Rüddel, UKJ, Jena

14:20

MRE - Übersicht und Labordiagnostik
PD Dr. J. Rödel, Institut für Mikrobiologie, UKJ, Jena

14:40

Das MRE-Netzwerk Jena
Dr. S. Trommer, Gesundheitsamt Jena

15:00

MRSA - wer kann das abrechnen?
S. Turk, KV Thüringen

15:20

Die Mitteldeutsche Sepsis Allianz
Dr. H. Rüddel, UKJ, Jena

15:30

Sepsis im ambulanten Sektor - der unerkannte Notfall
Dr. H. Rüddel, UKJ, Jena

15:50

Fallvorstellung 1 - das Kind mit MRSA
Dr. F. Ringelmann, Jena

16:20

Fallvorstellung 2 - MRE im Pflegeheim/Sanierung
- aus Sicht des Hausarztes
N.N.

- aus Sicht der Altenpflege
C. Leidel, Ltg. PHÖNIX Sozialzentrum Im Lerchenfeld, Jena

16:50

Diskussion

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fortbildungspunkte bei der Landesärztekammer Thüringen sind beantragt.



13.08.2013

Internationaler Sepsis-Kongress in Weimar mit UKJ- Experten

Weimar Sepsis Update vom 4. bis 6. September 2013 / Zusammentreffen nationaler und internationaler Sepsis-Experten

Jena (ukj / me). Die Deutsche Sepsis-Gesellschaft (DSG) und das Universitätsklinikum Jena (UKJ) laden vom 4. bis 6. September 2013 zum Weimar Sepsis Update nationale und internationale Experten ein: Sie werden diskutieren, wie Strukturen und Prozesse verbessert werden können, um der unverändert hohen Sepsis-Sterblichkeit entgegenzuwirken. Nach neuesten Studien, die auf dem Kongress vorgestellt werden, erkrankten im Jahr 2011 mehr als 175.000 Patienten an einer Sepsis, mehr als 30% verstarben noch im Krankenhaus. Der sechste internationale Kongress findet erneut im congress centrum neue weimarhalle statt.

„Der Anteil der Patienten mit einem erhöhten Infektionsrisiko steigt, da immer mehr ältere und chronisch kranke Patienten in den Kliniken behandelt werden“, erklärt Prof. Dr. Frank Martin Brunkhorst, Leiter des Zentrums für Klinische Studien am UKJ und Mitorganisator der Veranstaltung. „Um die Überlebenschancen von Sepsis-Patienten zu erhöhen, müssen wir die klinische Sepsis-Forschung in Deutschland unbedingt weiter vorantreiben. Dazu gehören Studien zur Verbesserung der Frühdiagnose und der Einführung von Standardmaßnahmen zur Sepsis-Behandlung in den klinischen Alltag", erklärt der Leiter der ALERTS-Studie am UKJ, die erstmals in Deutschland die Zahl der auftretenden Krankenhausinfektionen in einem gesamten Klinikum über einen längeren Zeitraum erfasst.

Unter dem Motto „Konsens und Kontroversen“ werden Sepsis-Experten zahlreiche Pro-und-Contra-Debatten führen. Dabei setzen sich die Teilnehmer mit Defiziten in der Diagnostik und neuen therapeutischen Wegen auseinander, so der Sepsis-Experte. Zudem werden Symposien und Workshops geboten. Prof. Brunkhorst: „Auch heute noch wird eine Sepsis häufig zu spät diagnostiziert. Das liegt daran, dass Symptome und Laborwerte wie Fieber, beschleunigter Herzschlag oder die vermehrte Anzahl weißer Blutkörperchen unspezifisch sind. Dadurch geht wertvolle Zeit verloren.“

Durch die ALERTS-Studie am UKJ, ein zentrales Projekt des vom BMBF geförderten Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums CSCC, sollen Maßnahmen zur gezielten Prävention der häufigsten Krankenhausinfektionen entwickelt werden, die auf die jeweilige Patientengruppe und die Abläufe in der Klinik zugeschnitten sind.

Das Programm bietet auch wieder speziell für Pflegefachkräfte eine Fortbildungsveranstaltung: Sie nehmen am achten Intensivpflegekongress der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege teil.

Kontakt:

Univ.-Prof. Dr. Frank Martin Brunkhorst

Universitätsklinikum Jena
Leiter des Zentrum für Klinische Studien (ZKS)
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
Erlanger Allee 101
07747 Jena
Tel.: 03641 9-323384
Fax: 03641 9-34795

E-Mail: frank.brunkhorst@med.uni-jena.de



23.08.2013

Designer und Mediziner: Gemeinsame Kampagne gegen Keime

Kooperation mit Bauhaus-Universität Weimar / Ausstellung und Plakataktion am Uniklinikum Jena soll Öffentlichkeit für Bedeutung der Händedesinfektion sensibilisieren

Die Bedeutung von Hygiene sichtbar machen: Das Plakat von Sabrina Rossow ist eines der Exponate, die in der Ausstellung am Universitätsklinikum Jena gezeigt werden. Bildnachweis/Plakatentwurf: Sabrina Rossow.Jena (ukj/as). Jedes Jahr erkranken zwischen 400.000 und 600.000 Menschen an nosokomialen Infektionen in deutschen Krankenhäusern. Dabei handelt es sich um Infektionen, die sie im Zusammenhang mit einer Behandlung im Krankenhaus erwerben. „Die wichtigste Maßnahme zur Prävention ist die Desinfektion der Hände“, sagt Dr. Stefan Hagel vom Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums für Sepsis und Sepsisfolgen (CSCC) am Universitätsklinikum Jena (UKJ). Auf dieses Thema aufmerksam zu machen, ist das Ziel der Ausstellung „Niemals ohne - Händedesinfektion“ die seit dem 23. August in der Magistrale des Thüringer Universitätsklinikums am Campus Lobeda zu sehen ist.

Die Ausstellung, die in Kooperation mit der Bauhaus-Universität Weimar entstanden ist, ist Teil der ALERTS-Studie am Universitätsklinikum Jena. Die auf vier Jahre angelegte und in dieser Form in Deutschland erstmals durchgeführte Studie will dazu beitragen, die Rate der nosokomialen Infektionen und der damit verbundenen Komplikationen um 20 Prozent zu reduzieren. „Denn schlimmstenfalls entwickelt sich aus der Infektion eine lebensgefährliche Sepsis, Schätzungen zufolge versterben jedes Jahr in Deutschland 7.500 bis 15.000 Menschen daran“, so Studienleiter Dr. Hagel. Gerade daher sei es enorm wichtig, zusätzlich zur klinisch-wissenschaftlichen Arbeit auch neue kommunikative Ideen zu entwickeln, um die Infektionsprävention Im Klinikalltag weiter auszubauen, erklärt Prof. Dr. Klaus Höffken, Medizinscher Vorstand des Thüringer Universitätsklinikums.

„Unsere Studenten haben die gesamtgesellschaftliche Relevanz dieses Themas sehr schnell erkannt“, sagt Wolfgang Sattler, Professor für Produktdesign an der Bauhaus-Universität Weimar. Um neue Wege zu finden, den hohen Stellenwert von Hygiene sichtbar zu machen, ist im Sommersemester 2012 der Startschuss für die ungewöhnliche Kooperation zwischen Künstlern und Medizinern gefallen. „Hier sind extrem unterschiedliche Sichtweisen aufeinander getroffen“, so Dr. Hagel, der die 25 Studenten regelmäßig durchs Klinikum geführt hat, um Sie mit den medizinischen Abläufen vertraut zu machen. „Unser Ausgangspunkt war die Frage, was Gestaltung dazu beitragen kann, damit die Empfehlungen zur Händedesinfektion in der Praxis verstärkt umgesetzt werden“, so Prof. Sattler. Ansatz des interdisziplinären Projekts „Hygiene“ war, das routinierte Verhalten im Krankenhausalltag aufzubrechen.

Antworten haben die Künstler unter anderem im Produktdesign gefunden. So sind zahlreiche Entwürfe für innovative Produkte entstanden, unter anderem für ein Händedesinfektionsgerät, das sich den Bewegungen des Personals anpasst, oder eines, das direkt am Körper getragen werden kann. Auch ein intelligenter Blasenkatheter gehört dazu, der von selbst anzeigt, wann er ausgewechselt werden muss. Neben diesen kleinen Lösungen für den Alltag sehen die Designer ihre Aufgabe darin, durch Kampagnen eine erweiterte Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Entstanden sind Plakate, deren Bilder und Sprache zum Teil drastisch gewählt sind, so Prof. Sattler: „Die Plakate berühren bewusst die Grenzen der Akzeptanz und Sehgewohnheiten, um die Betrachter aufzurütteln.“ Man müsse Hygiene als eine Kulturtechnik begreifen, sagt Prof. Sattler. „Es geht um die Frage, wie wir kollektiv Dinge lernen - so wie wir zum Beispiel auch das Autofahren gelernt haben.“

Plakate aus Thüringen für bundesweite Aktion

Parallel zur Ausstellungen werden die verschiedenen Plakate gut sichtbar auf allen Stationen des Klinikums platziert. Außerdem stellen das UKJ und die Bauhaus-Universität Weimar die Plakate der „Aktion Saubere Hände“ zur Verfügung. Der 2008 gestarteten nationalen Kampagne zur Händedesinfektion haben sich bundesweit bereits rund 1.300 Kliniken, Alten- und Pflegeheime sowie ambulante Einrichtungen angeschlossen, die in Zukunft die in Thüringen entstandenen Poster als Arbeitsmaterialien nutzen können.

Zum CSCC am Universitätsklinikum Jena:

Das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) Sepsis und Sepsisfolgen (Center for Sepsis Control and Care, kurz: CSCC) ist eine Einrichtung des Universitätsklinikums Jena und der Medizinischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena. Es wird als eines von insgesamt acht Integrierten Forschungs- und Behandlungszentren (IFB) in Deutschland vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

 

Ausstellung:

Bis 04.09. 2013

Magistrale des Universitätsklinikums Jena, Standort Lobeda, Erlanger Allee 101, Jena
Einzelne Motive der Ausstellung werden im Anschluss auf den Stationen des UKJ gezeigt.

 

Kontakt:

Prof. Dr. Frank Martin Brunkhorst, Dr. Stefan Hagel
Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrums für Sepsis und Sepsisfolgen (CSCC)
Universitätsklinikum Jena
Tel.: 03641 / 9 - 324590
E-Mail: ALERTS@med.uni-jena.de

 


11.09.2013

Welt-Sepsis-Tag am 13. September: UKJ-Experten klären auf

Infostände und Mitmach-Aktionen am Pulverturm in Jena

Jena (ukj/as). Wissen Sie, was Christopher Reeve mit etwa 1.600 Thüringern gemeinsam hat? Der Schauspieler, der den Supermann spielte, starb 2004 an einer Sepsis, ebenso wie jedes Jahr rund 1.600 Menschen in Thüringen. Von den 4.800 Patienten im Freistaat, die an einer Sepsis erkranken, überleben nur zwei Drittel. Da diese gefährliche Erkrankung noch immer oft zu spät erkannt wird, wollen Mitarbeiter des Universitätsklinikums Jena (UKJ) den Welt-Sepsis-Tag am 13. September nutzen, um zu informieren und aufzuklären. „Der erste World Sepsis Day im letzten Jahr war bereits ein großer Erfolg, den wir dieses Jahr noch übertreffen möchten“, so Prof. Konrad Reinhart, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am UKJ. „Wir freuen uns über alle Besucher und besonders diejenigen, die uns in unserem Kampf gegen die Sepsis unterstützen.“

Am Pulverturm werden die Experten der beiden Jenaer Forschungszentren Center for Sepsis Control and Care (CSCC) und Zentrum für Innovationskompetenz (ZIK) Septomics zusammen mit dem Verein Deutsche-Sepsis-Hilfe von 14 bis 19 Uhr Rede und Antwort stehen. Besucher erfahren, was eine Sepsis eigentlich ist und woran sie die im Volksmund genannte Blutvergiftung erkennen. An einer lebensgroßen Puppe, einem Notfallsimulator, zeigen die Experten, was bei einer Sepsis mit dem menschlichen Körper genau passiert. Außerdem erklären sie, wie die richtige Händedesinfektion funktioniert und warum diese so wichtig zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten ist. Einige der Erreger, die eine Sepsis verursachen, können sich Besucher unter einem Mikroskop genauer ansehen. Wer noch mehr erfahren will, ist um 16 und um 18 Uhr jeweils zu einem Vortrag im Haus Zur Rosen, Johannisstraße 13, eingeladen.

Sepsis ist häufig und wird dennoch oft unterschätzt - um das anschaulich zu machen, wird am Welt-Sepsis-Tag vor der Neuen Mitte in Jena eine Installation aus 240 schwarzen Stühlen gezeigt. Jeder von ihnen symbolisiert 20 Sepsisfälle - 160 Stühle stehen dabei für die jährlich 3.200 Sepsisüberlebenden in Thüringen, 80 liegende für die 1.600 Sepsisopfer.

Programm in Jena

14 - 19 Uhr, Am Pulverturm/Johannisstraße

  • Infostände der Jenaer Forschungszentren Center for Sepsis Control and Care (CSCC) und Zentrum für Innovationskompetenz ZIK Septomics sowie des Deutschen Sepsis-Hilfe e. V.
  • richtige Händedesinfektion
  • Erreger unter der Lupe
  • Was passiert bei einer Sepsis? Vorführung mithilfe eines Notfallsimulators
  • Mitmachen und gewinnen beim Sepsis-Quiz u. v. m.

Vorträge

16 Uhr
„Sepsis - wenn das Immunsystem außer Kontrolle gerät“
Vortrag von Prof. Hortense Slevogt, ZIK Septomics
Auditorium Zur Rosen, Johannisstraße 13

 

18 Uhr
„Sepsis - Amoklauf der Abwehrkräfte“
Vortrag von Prof. Michael Bauer, Center for Sepsis Control and Care
Auditorium Zur Rosen, Johannisstraße 13

 

Links:

 

Kontakt:

Prof. Dr. med. Konrad Reinhart
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
Erlanger Allee 101
07747 Jena
Tel. 03641-  9 323100

 

Hintergrund:

Der World Sepsis Day findet am 13. September 2013 zum zweiten Mal statt. Die Global Sepsis Alliance will hiermit sowohl die Öffentlichkeit als auch das Fachpublikum verstärkt auf das Thema Sepsis aufmerksam machen. Erklärtes Ziel: die Sepsishäufigkeit bis zum Jahr 2020 global um 20% zu reduzieren, Sterblichkeit und Folgeschäden deutlich zu vermindern. Zur Verbesserung der Situation in Deutschland wird mittels Memorandum der Aufbau eines nationalen Aktionsplans gegen Sepsis gefordert. Zu den Erstunterzeichnern gehören mehr als 25 maßgebliche Fachgesellschaften, Kliniken und Gesundheitsinstitutionen, über 20 leitende Professoren und Ärzte, erste Bundestagsabgeordnete und prominente Unterstützer wie die ehemaligen Olympiasieger Uwe-Jens Mey, Hartwig Gauder, Christian Schenk und Klaus Wolfermann. Die World Sepsis Day Geschäftsstelle, die den Welt-Sepsis-Tag national und international koordiniert, hat ihren Sitz im CSCC, das eine Einrichtung des UKJ ist.

Sepsis ist eine Entzündungsreaktion des Organismus auf eine Infektion, bei der die körpereigene Abwehr das eigene Gewebe und die Organe schädigt. Wird die Sepsis nicht früh erkannt und sofort behandelt, kann sie zu Schock, Multiorganversagen und zum Tod führen. Die Zahl der Sepsisfälle in den Industrienationen steigt jährlich um 8 bis 13 Prozent. Konsequente Anwendung bestehender Maßnahmen könnte allein in Deutschland jährlich bis zu 20.000 Menschenleben retten und die Lebensqualität der Überlebenden deutlich erhöhen.

Das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) Sepsis und Sepsisfolgen (Center for Sepsis Control and Care, kurz: CSCC) ist eine Einrichtung des Universitätsklinikums Jena und der Medizinischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena. Es wird als eines von insgesamt acht Integrierten Forschungs- und Behandlungszentren (IFB) in Deutschland vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.



14.11.2013

Vortragsreihe Sepsis und Sepsisfolgen

Regulation of Ras-Erk activation in T-cells PD Dr. biol. hum. habil. Luca Simeoni

Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Institut für Molekulare und Klinische Immunologie

Donnerstag, 14. November 2013, 16.00 Uhr
Ort: Seminarraum 7, Universitätsklinikum Jena, Erlanger Allee 101, Jena

Fortbildungspunkte LÄK Thüringen: 2 Punkte, Kategorie A, beantragt

Dr. Luca Simeoni erforscht wie die über den T-Zell-Rezeptor vermittelten Signale zu einer spezifischen zellulären Antwort reguliert, integriert und verarbeitet werden. Diese Signale sind entscheidend für die Regulation, Entwicklung, Aktivierung und Homeostasis von Lymphozyten. Um das Feintuning der Signalkaskaden in T-Zellen zu entschlüsseln erforscht er intensiv die Rolle der Transmembranen Adapter Proteine (TRAPs) in gesunden und immundefizienten Mäusen.



20.11.2013

Vortragsreihe Sepsis und Sepsisfolgen

Consequences of peripheral inflammation for aging and chronic neurodegeneration Prof. Dr. Michael T. Heneka

Universitätsklinikum Bonn, Klinik und Poliklinik für Neurologie, Klinische Neurowissenschaften

Mittwoch, 20. November 2013, 16.00 Uhr
Ort: Seminarraum 7, Universitätsklinikum Jena, Erlanger Allee 101, Jena

Fortbildungspunkte LÄK Thüringen: 2 Punkte, Kategorie A, beantragt

 

Prof. Dr. Michael T. Heneka ist leitender Neurologe des interdisziplinären Klinischen Behandlungs- und Forschungszentrums (KBFZ) des Deutsches Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) am Universitätsklinikum Bonn.

Seine Arbeitsgruppe "Klinische Neurowissenschaften" erforscht neurodegenerative Erkrankungen vom Labor bis hin zum Krankenbett. Die Grundlagenforschung im Labor richtet sich auf ein besseres Verständnis molekularer Mechanismen bei der Regulation von Entzündungsprozessen in einer Vielzahl von neurodegenerativen Erkrankungen. Ein besonderer Forschungsschwerpunkt sind die Mechanismen bei Sepsis-assoziierter Enzephalopathie.



11.12.2013

Erfindungen ausgezeichnet

Vom 31. Oktober bis 3. November fand in Nürnberg die internationale Fachmesse „Ideen – Erfindungen – Neuheiten“ iENA 2013 statt. Drei Erfindungen des UKJ wurden dort mit zwei Silber-Medaillen und einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. An allen Erfinderteams sind CSCC-Mitglieder beteiligt.

Herzlichen Glückwunsch!


Zur Pressemitteilung des UKJ



14.01.2014

Valide Daten für Diagnose, Therapie und Prognose

André Scherag ist neuer Professor für Klinische Epidemiologie am Universitätsklinikum Jena

André Scherag ist neuer Professor für Klinische Epidemiologie am UKJJena (UKJ/vdG). Kein weißer Kittel, keine Pipetten und außer leistungsfähiger Rechentechnik kein Hightech – für große Teile seiner Arbeit braucht André Scherag nicht mehr als einen Schreibtisch, Zeit und Ruhe. Doch der Beitrag seines Faches zur Verbesserung der medizinischen Versorgung ist nicht zu unterschätzen: Als Professor für Klinische Epidemiologie plant, erhebt und analysiert der 39-Jährige krankheitsbezogene Studien zu patientenrelevanten Fragen. Die Daten solcher Studien ermöglichen wichtige Aussagen zur Notwendigkeit und Effektivität medizinischer Maßnahmen im Sinne einer evidenzbasierten Medizin. Seit dem Wintersemester arbeiten Professor Scherag und seine dreiköpfige Gruppe am Universitätsklinikum Jena im Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum für Sepsis und Sepsisfolgen CSCC, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

„Wir wissen, dass viele Patienten nach dem Überstehen einer Sepsis beispielsweise häufig an neurologischen Spätfolgen leiden - über Faktoren, die solchen Langzeitfolgen vorbeugen oder aber sie begünstigen, wissen wir fast nichts“, so André Scherag. Deshalb wird eines seiner Forschungsvorhaben im CSCC die Auswertung bisheriger Registerdaten und die möglichst vollständige Erfassung klinischer Daten von ehemaligen Sepsispatienten mit dieser Fragestellung sein. André Scherag ist erfahren in der Konzipierung, Umsetzung und Auswertung multizentrischer Studien in verschiedensten medizinischen Fachgebieten und wird am Jenaer Uniklinikum eng mit dem Zentrum für Klinische Studien zusammenarbeiten.

Nach seinem Psychologiediplom in Marburg wechselte André Scherag in die Epidemiologie/ Biometrie und absolvierte während seiner Promotion berufsbegleitend in Heidelberg ein Masterstudium in Medizinischer Biometrie/Biostatistik. Mit einer eigenen Arbeitsgruppe am Uniklinikum Essen leitete er die Biostatistik am dortigen Zentrum für Klinische Studien und forschte auf dem Gebiet der molekularen Epidemiologie – u.a. zu genomweiten Assoziationsstudien, wo er sich auch habilitierte. Solche Studien suchen nach auffälligen Gemeinsamkeiten im Genom von Patienten mit einem bestimmten Krankheitsbild, die bei Probanden ohne Krankheit so nicht zu beobachten sind. Wie der Zusammenhang zwischen der Genveränderung und der Erkrankung zu erklären ist, muss dann weiter aufgeklärt werden, was wiederum eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Grundlagenwissenschaftlern voraussetzt. „Unsere Erfahrungen in großen genomweiten Studien zu so vielschichtigen Merkmalen wie der Gewichtsregulation oder zu psychiatrischen Störungen bieten gute Ansatzpunkte zu ähnlich komplexen Erkrankungen wie der Sepsis“, ist sich Scherag sicher. Wichtige Partner dabei werden neben den Wissenschaftlern des CSCC die Medizinstatistiker des Uniklinikums, die Forscher des ZIK Septomics und die Spezialisten der Integrierten Biobank Jena sein.

Dass Studenten sein Fach meist als notwendiges Übel betrachten, versteht Professor Scherag als besondere Motivation für praxisorientierte Lehre: „Die Vorbehalte verschwinden, wenn die Studierenden verstehen, welche unmittelbaren Auswirkungen valide klinische Forschungsergebnisse auf die klinische Praxis haben können.“

 

Kontakt:

Prof. Dr. André Scherag
Center for Sepsis Control and Care (CSCC), Universitätsklinikum Jena
Tel. 03641/ 9396692
E-Mail: andre.scherag@med.uni-jena.de



15.11.2013

Den Infektionsverlauf berechnen

Jena (UKJ/vdG). Als Professor für Systembiologie der Sepsis am Universitätsklinikum Jena analysiert Rainer König auf der Suche nach Markern für die Diagnose und Prognose von Infektionen die Genexpressionsmuster in klinischen Proben.

Prof. Dr. Rainer König (Bildquelle: privat)Regenwahrscheinlichkeit 20 Prozent - wir haben uns an die Verlässlichkeit dieser Angabe in der Wettervorhersage gewöhnt. Rainer König forscht daran, in ähnlicher Weise einmal das Risiko für Leberversagen oder neurologische Folgeschäden bei Sepsispatienten einschätzen zu können und so den behandelnden Ärzten die Möglichkeit zur zielgerichteten Prävention zur eröffnen. Der Bioinformatiker hat seit diesem Jahr die Professur für Systembiologie der Sepsis am Universitätsklinikum Jena inne. Seine Arbeitsgruppe wird im Rahmen des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums für Sepsis und Sepsisfolgen CSCC und einigen Systembiologieprogrammen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

„Wir wollen die verschiedenen klinischen Verläufe einer Erkrankung wie Sepsis oder Krebs auf molekularer Ebene unter Zuhilfenahme von netzwerkbasierten Modellen verstehen“, beschreibt König seinen Forschungsansatz. Dahinter steht die Erfassung und statistische Analyse aller in den Zellen des betreffenden Gewebes produzierten Proteine und Stoffwechselprodukte, um die zugrunde liegenden Netzwerke der Genregulation und Signalübertragung zu identifizieren. Rainer König: „Unsere Modelle sollen zu diagnostischen Markern führen, die den Erreger und den klinischen Verlauf, speziell die Langzeitfolgen der Sepsis, vorhersagen.“ Seinen Arbeitsplatz haben König und seine Mitarbeiter auf dem Beutenberg-Campus im Hans-Knöll-Institut, einem Partner im CSCC. Das vereinfacht die Kooperation mit den dortigen Bioinformatikern und stärkt die Verbindung zwischen Klinik und medizinischer Grundlagenforschung.

Nach seinem Mathematik- und Physikstudium in Freiburg und Heidelberg, das er nicht nur mit einem Diplom in Physik sondern auch dem Lehramts-Staatsexamen abschloss, wurde Rainer König an der Universität Heidelberg mit einer Arbeit zur Proteinstrukturanalyse promoviert. Er forschte in der Bioinformatik-Abteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums und beschäftigte sich in seiner Habilitationsschrift mit der Netzwerkanalyse als Methode zur Suche von Zielmolekülen für Wirkstoffe. Zuletzt leitete er eine eigene Arbeitsgruppe an der Universität Heidelberg. „Als Lehrer liegt mir die Studentenausbildung natürlich besonders am Herzen“, so Professor König und verweist auf das Bioinformatik-Modul, das er für den Masterstudiengang Molekulare Medizin entwickelt hat.

Kontakt:
Prof. Dr. Rainer König,
Center for Sepsis Control and Care, Universitätsklinikum Jena
Leibniz Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie e.V. Hans-Knöll-Institut
Tel. 03641/5321189
E-Mail: Rainer.Koenig@med.uni-jena.de



14.10.2013

Sepsis runs public...

again!

"Sepsis runs public": Ulrich Schröder, Cora Assmann, Robby Markwart (v.l.n.r.) Vergangenes Wochenende fand der 260. Weimarer Zwiebelmarkt in Verbindung mit dem 23. Weimarer Stadtlauf statt.

Wie bereits vergangenes Jahr ging auch auch diesmal das "Sepsis runs public" Team des CSCC im 10km-Lauf an den Start.

Das Laufteam nahm 2012 bereits am SaaleHorizontale-Staffellauf, am Weimarer Stadtlauf und am Jenaer Kernberglauf teil und will dieser Initiative dazu beitragen, auf das Thema Sepsis aufmerksam zu machen.



30.11.2012

Krankenhausinfektionen: Erstmals klinikweite Langzeitzahlen

ALERTS-Studie am Uniklinikum Jena schließt Forschungslücke in Deutschland

Jena (UKJ). Erstmals in Deutschland erfasste die ALERTS-Studie am Universitätsklinikum Jena die Zahl der auftretenden Krankenhausinfektionen in einem gesamten Klinikum über einen längeren Zeitraum. Damit schafft sie wesentliche Vorraussetzungen für die Evaluierung von Präventionsstrategien.

Bisher schätzen Experten die Zahl der Fälle im Jahr, in denen sich Patienten in einem deutschen Krankenhaus eine Infektion zuziehen. Diese Schätzungen basieren allerdings auf Erhebungen, die weit über zehn Jahre alt sind, nur Stationen mit einem besonders hohen Risiko oder an einem einzelnen Stichtag berücksichtigten, und sind daher entsprechend unsicher. Zahlen von 600.000 und mehr werden genannt, weil aktuelle, fundierte Ausgangsdaten fehlen.

Neuartig in Umfang und Methodik - Engagement aller Berufsgruppen

Diese Forschungslücke schließt die ALERTS-Studie am Universitätsklinikum Jena. Als ein zentrales Projekt des vom BMBF geförderten Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums „Center for Sepsis Control and Care“ erfasste sie ein Jahr lang die Zahl der am Klinikum auftretenden Krankenhausinfektionen. „Die Studie stellt einen wichtigen Beitrag für die Patientensicherheit an unserem Klinikum dar, deshalb beteiligen sich alle Berufsgruppen mit großem Engagement“, betont Prof. Dr. Klaus Höffken, Medizinischer Vorstand des Thüringer Universitätsklinikums. Hierfür wurden bei fast 40 000 Patienten in den vergangenen zwölf Monaten klinikumsweit Daten weit über das übliche Krankenhausinfektionsüberwachungssystem KISS hinaus erhoben, z.B. auch Daten zur Antibiotikatherapie oder die Schwere einer Krankenhausinfektion.

Das Ergebnis: Bei 4,3% der in den ersten sechs Monaten behandelten Fälle, genau 823-mal traten Krankenhausinfektionen auf. Die Auswertung weiterer sechs Monate läuft noch. „Damit können wir die bisherigen Expertenschätzungen für deutsche Kliniken bestätigen und erstmals wissenschaftlich untersetzen“, wertet der Studienleiter Prof. Dr. Frank M. Brunkhorst das Ergebnis. „Und wir haben die Voraussetzungen für die nächste Studienphase geschaffen, denn ohne Ausgangswerte lässt sich der Effekt von Präventionsmaßnahmen nicht ermitteln“, so der Intensivmediziner und Sepsisexperte weiter.

Maßgeschneiderte Präventionsmaßnahmen im „real-life“-Test

Genau das ist das Ziel der zweiten Studienphase von ALERTS. In Ergänzung zu den bestehenden Hygieneregeln werden Maßnahmen zur gezielten Prävention der häufigsten Krankenhausinfektionen wie Wund- oder Atemwegsinfektionen entwickelt, die auf die jeweilige Patientengruppe und die Abläufe in der Klinik zugeschnitten sind. „Wir wollen Maßnahmenbündel schnüren, die im Alltag auch umsetzbar sind. Deshalb fassen wir jetzt die für die jeweilige Infektion vielversprechendsten Maßnahmen zusammen, zur Verringerung der katheterassoziierten Infektionen z.B. die kritische Prüfung der Notwendigkeit, die strikt aseptische Anbringung und die rechtzeitige Entfernung von Venenkathetern. Dann testen wir, ob sich durch diese Maßnahmenbündel auch unter "real life"-Bedingungen in einem großen Klinikum eine Reduzierung der Krankenhausinfektionen erreichen lässt“, so ALERTS-Koordinator Dr. Stefan Hagel.

Auch des hygienischen Dauerbrenners Händedesinfektion nimmt sich das Studienteam an: Eine mit der Bauhaus-Universität Weimar entwickelte Posterkampagne spricht alle Klinikumsmitarbeiter, aber auch Angehörige und Besucher an. Die ergonomische Anbringung von Desinfektionsmittelspendern in der Nähe der Patientenbetten soll Abläufe in der täglichen Routine vereinfachen.

Ziel: Reduzierung der Infektionen um 20%

Ob und wie wirksam die einzelnen Maßnahmen sind, wird sich ab März 2013 zeigen, denn dann beginnt eine erneute Erfassung der Infektionen. Parallel wird anhand der Daten ein exakteres Risikoprofil formuliert, um so spezielle Patientengruppen noch gezielter und wirksamer zu schützen zu können. Prof. Brunkhorst: „Es ist unser Ziel, die Krankenhausinfektionen an unserem Klinikum nachhaltig um 20% zu reduzieren.“

Mit der steigenden Anzahl älterer und chronisch kranker Patienten nimmt gerade in Kliniken der Maximalversorgung der Anteil der Patienten mit einem erhöhten Infektionsrisiko zu. „Schon das ALERTS-Zwischenergebnis bescheinigt unseren Mitarbeitern einen höchst sorgfältigen Infektionsschutz“, so Professor Höffken, „gerade als Universitätsklinikum sind wir in der Pflicht, bestehende Maßnahmen auszubauen und neue Ansätze zu entwickeln und umzusetzen.“

Mit ALERTS nimmt das UKJ hierbei eine Vorreiterrolle ein, die in den Fachgremien mit großem Interesse verfolgt wird. Prof. Dr. med. Petra Gastmeier, Leiterin des Nationalen Referenzzentrums für Surveillance von nosokomialen Infektionen, bezeichnet die von ALERTS entwickelte Erfassungs- und Überwachungsmethode für Krankenhausinfektionen als „Modell für andere Krankenhäuser. Es ist geeignet, international etablierte Surveillance-Definitionen und -Methoden zu überprüfen und zu validieren.”

Weitere Informationen:

www.alerts.uniklinikum-jena.de
www.cscc.uniklinikum-jena.de

Kontakt:
Prof. Dr. med. Frank M. Brunkhorst
Dr. med. Stefan Hagel
Center for Sepsis Control and Care, Universitätsklinikum Jena
Tel: 03641/9 32 45 90
E-Mail: ALERTS@med.uni-jena.de



30.08.2012

Wenn sich das Immunsystem gegen Nerven wendet

Der Neurologe Professor Christian Geis erforscht am UKJ neuroimmunologische Erkrankungen

Jena (UKJ/vdG) Gleich in der ersten Woche die Verantwortung für eine eigene Station, ein Laborumzug auf Hochtouren und der Kalender voller Termine für Kooperationsgespräche - mit großem Tempo startet Christian Geis seine Tätigkeit am Universitätsklinikum Jena. Der 35jährige habilitierte Mediziner hat hier seit August eine Professur für Neurologie inne.

Christian Geis stammt aus Würzburg, wo er Medizin studierte und anschließend am Universitätsklinikum seine Facharztausbildung zum Neurologen absolvierte. Parallel dazu baute er eine eigene Arbeitsgruppe auf, deren wissenschaftlichen Schwerpunkte in der Untersuchung von Autoimmunerkrankungen des Nervensystems liegen und die in Würzburg an einem Sonder- forschungsbereich beteiligt war. „Wir versuchen grundlegende zelluläre Prozesse dieser Krankheiten zu verstehen“, so der Neurologe, „zum Beispiel bei der Neuromyelitis optica, einer Unterform der multiplen Sklerose.“  Dabei setzt er modernste Mess- und Bildgebungsverfahren ein,  wie  Patch clamp-Analysen und  hochauflösende  Mikroskopie.

Nicht nur methodisch passt Professor Geis bestens ins Forschungsprofil des Jenaer Uniklinikums. Am Forschungs- und Behandlungszentrum für Sepsis und Sepsisfolgen CSCC etabliert er eine neue Arbeitsgruppe, die die neurologischen Kompli- kationen bei Sepsis untersucht: „Über die Mechanismen dieser oft schweren Komplikationen, die zu neurologischen Spätschäden führen können, ist noch wenig bekannt.“

In der Klinik möchte Professor Geis das gesamte Spektrum der Neurologie abdecken, Schwerpunkt sind aber auch hier die neuroimmunologischen Erkrankungen und die neurologische Akutmedizin. „Das Nervensystem ist so komplex und unverstanden, bereits kleinste Veränderungen auf Zellebene können den gesamten Organismus beeinflussen“, begründet der Neurologie-Professor seine Faszination für das Fach, die er auch an die  Studierenden weitergeben will.

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Christian Geis
Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Jena
Tel. 03641 9 323413
Christian.Geis@med.uni-jena.de



11.07.2013

Biochemie der Sepsis

Professor Markus Gräler erforscht Lipidsignalwege bei immunologischen Prozessen

(vdG/UKJ) Sphingolipide sind Allrounder: Galten die zur Gruppe der Fette gehörenden Naturstoffe lange Zeit als reine Strukturbestandteile der Zellmembran, so werden sie heute als zentrale Spieler bei der Regulation wichtiger Zellfunktionen erforscht. In Krankheitsprozessen ist ihr Mitwirken unter anderem bei neurodegenerativen Erkrankungen, Gewebeschäden nach Herzinfarkt oder Schlaganfall und bei Tumorerkrankungen nachgewiesen. Auch an immunologischen und Entzündungs- prozessen sind Sphingolipide beteiligt, was sie ins Visier der Sepsisforschung rückt.

Mit massenspektrometrischen Messungen verfolgt Professor Markus Gräler die Sphingolipidsignalwege bei immunologischen Prozessen (Foto: vdG/UKJ)

Mit massenspektrometrischen Messungen verfolgt Professor Markus Gräler die Sphingolipidsignalwege bei immunologischen Prozessen (Foto: vdG/UKJ)
„Die Sphingolipide und ihre auf nahezu allen Zelloberflächen vor- kommenden Rezeptoren regeln zum Beispiel den Austritt von Lymphozyten und die Durchlässig- keit von Gefäßwänden, zwei Prozesse, die bei einer Sepsis wesentlich gestört sein können“, erklärt Professor Markus Gräler. Der 41-jährige Biochemiker hat seit diesem Jahr eine Professur für Sepsisforschung in der Klinik für Anästhesiologie und Intensiv- therapie des Uniklinikums inne. In seinen Laboren im Zentrum für Molekulare Biomedizin auf dem Beutenberg erforscht er mit derzeit sechs Mitarbeitern die Signal- transduktion von Lipiden und Lipidrezeptoren bei immunologischen Prozessen.

Dabei verfolgt er den Stoffwechsel und die Signalweiterleitung der Sphingolipidmoleküle nicht nur unter dem Floureszenzmikroskop, sondern auch mithilfe speziell angepasster massenspektrometrischer Messungen. „Aktuell wollen wir untersuchen, ob ein für die Multiple-Sklerose-Therapie zugelassener Wirkstoff, der in den Sphingolipidsignalweg eingreift, auch pathologische Mechanismen bei einer Sepsis beeinflusst“, so Markus Gräler zu einem Projekt im Zentrum für Sepsis und Sepsisfolgen. Für weitere Forschungsthemen sind schon vielfältige Kontakte zu den Lebenswissenschaftlern an Universität, Klinikum und Beutenberginstituten geknüpft. Mit Laborkursen und Spezialvorlesungen beteiligt sich Professor Gräler am Doktorandenprogramm und der Summer School Molecular Medicine der Medizinischen Fakultät. Für das derzeit entstehende neigungsorientierte Medizinstudium sieht er in der Ausgestaltung des forschungsorientierten Zweigs eine spannende Lehraufgabe.

Nach seinem Biochemiestudium in Berlin und der Promotion am Max-Delbrück-Zentrum arbeitete Markus Gräler als PostDoc in San Francisco und leitete anschließend eine Emmy-Noether-Forschungsgruppe zur Rolle der Sphingolipide bei Immunprozessen an der Medizinischen Hochschule Hannover. Zuletzt erforschte er mit einer eigenen Arbeitsgruppe am Molekularen Krebsforschungszentrum der Charité Berlin die Lipidsignalwege bei Lymphomen und ist in das  Sphingolipid-Schwerpunktprogramm der DFG eingebunden.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Markus Gräler
CMB, CSCC, Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, Uniklinikum Jena
Tel. 03641/9395715
Markus.Graeler@med.uni-jena.de



10.06.2013

UKJ-Studie: Große Zufriedenheit bei Angehörigen von Patienten der Intensivstation (ITS)

Neuer Wartebereich eingerichtet / Unterstützung durch Stationspsychologin

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31.05.2013

Beste Nachwuchswissenschaftler gekürt

Im Forschungszentrum Lobeda des Uniklinikums stellten Doktoranden ihre Forschungsarbeiten vor

Jena (UKJ/vdG) Stefan Englert, Michael Ekaney und Mareike Klinger sind die besten Nachwuchswissenschaftler im Forschungszentrum Lobeda des Jenaer Universitätsklinikum. Im traditionell unter den Studenten und Doktoranden der klinisch-experimentellen Arbeitsgruppen ausgetragenen Wettbewerb konnten sie mit ihren Vorträgen und Postern die Fachjury überzeugen. Insgesamt beteiligten sich 16 Nachwuchswissenschaftler an der 10. Auflage des Mini-Symposiums mit Beiträgen z.B. aus der Hämatologie,  zum medizinischen Einsatz von Nanopartikeln und der Sepsis- und Infektionsforschung. „Die Veranstaltung gibt die Möglichkeit, sowohl eigene Ergebnisse vorzutragen und zu verteidigen als auch über den Tellerrand zu blicken“, betont die Koordinatorin des Forschungszentrums, Dr. Katrin Hoffmann, zum Anliegen des Nachwuchswissenschaftlertages.

Stefan Englert, Mareike Klinger, Michael Ekaney, Dr. Katrin Hoffmann (v.r.n.l., Foto: S. Hornberger/UKJ) Den ersten Vortragspreis erhielt Stefan Englert aus der Arbeitsgruppe Experimentelle Anästhesie. Der Medizinstudent erforscht im Rahmen seiner Masterarbeit im Parallelstudien- gang ‚Molekulare Medizin’ die pathophysiologischen Veränderun- gen in der Skelettmuskulatur bei Sepsis. In seinem Vortrag stellte er Ergebnisse vor, die die Frage aufwerfen, ob die Muskulatur auch eine aktive Rolle als ‚ein großes Immunorgan’ wahrnehmen kann. So konnte Stefan Englert belegen, dass bereits in der Frühphase einer Sepsis immunologische Veränderungen an der Skelettmuskulatur auftreten und Sauerstoffradikale freigesetzt werden, die daraufhin morphologische Schädigungen insbesondere an der Atemmuskulatur verursachen können.

Der zweite Preisträger Michael Ekaney stammt ursprünglich aus Kamerun und ist nach erfolgreicher Teilnahme an der Jenaer Summer School Molecular Medicine nun seit zwei Jahren als Promotionsstipendiat im Zentrum für Sepsis und Sepsisfolgen mit seinem Projekt zu frei zirkulierenden Histonen bei schwerkranken septischen Patienten beschäftigt. In seinem Vortrag diskutierte er, ob diesen Proteinen im Verlauf der Erkrankung eine Rolle als Effektormolekül oder eher als Biomarker zukommt. 

Mareike Klinger stellte in ihrem ausgezeichneten Posterbeitrag Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit im Zentrum für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene vor. Sie untersucht bioaktive Substanzen aus bodenlebenden Bakterien auf ihre Wirkung gegen humanpathogene Bakterien und deren Biofilme.

„Sowohl die Jury als auch die Gäste waren vom wissenschaftlichen Niveau der Arbeiten und der Präsentation beeindruckt“, so Katrin Hoffmann zur gelungenen Veranstaltung, die von der Gesellschaft zur Förderung Neuer Technologien Thüringen e.V., dem Förderverein des Uniklinikums und der Firma Bithahn Analytik Technology unterstützt wurde.

Ansprechpartner: Dr. Katrin Hoffmann
Forschungszentrum Lobeda, Universitätsklinikum
Tel. 03641/9325800
katrin.hoffmann@med.uni-jena.de



08.04.2013

Netzwerk gegen Sepsis erfolgreich etabliert

Mitteldeutsche Sepsis Allianz mit 39 Mitgliedern in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern

Nachdem die Mitteldeutsche Sepsis Allianz (MSA) seit gut einem Jahr erfolgreich in fünf Arbeitsgruppen agiert, findet am 10. April 2013 die formelle Gründungsveranstaltung statt. 39 Akut- und Rehakliniken aus Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet und sich so vertraglich verpflichtet, die Vorbeugung, Früherkennung, Akut- und Nachbehandlung von Krankenhausinfektionen und Sepsis zu verbessern.

„Mit diesem Schritt nimmt Mitteldeutschland national und international eine Vorreiterrolle ein“, betont Prof. Dr. Konrad Reinhart, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie am Universitätsklinikum Jena (UKJ) und Sprecher der MSA, der auch international als Vorsitzender der Global Sepsis Alliance mit der Initiative des World Sepsis Days die Bekämpfung der Sepsis vorantreibt. Er weist darauf hin, dass die MSA eine Eigeninitiative von Ärzten, verantwortungsbewussten Krankenhäusern und ihrer Verbände ist. „Die rasante Zunahme von multiresistenten Erregern verschärft das Problem. Dieser Herausforderung müssen wir uns gemeinsam stellen. Sepsis ist nicht nur ein intensivmedizinisches Problem, sondern betrifft auch alle medizinischen Bereiche einschließlich des ambulanten und prästationären Sektors.“

Genau an diesem Punkt setzt die Mitteldeutsche Sepsis Allianz an. Sie versteht sich als Versorgungsnetzwerk, das alle Beteiligten der Behandlungskette einbindet - vom Hausarzt über den Rettungsdienst, die Kliniken der Akutversorgung bis hin zur Nachsorge in Reha-Einrichtungen und schließlich wieder den Hausarzt.

Zu dem Verbund gehört auch das HELIOS Klinikum Erfurt. Prof. Dr. Andreas Meier-Hellmann, Chefarzt des Fachbereichs Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, sieht in Netzwerken wie der Mitteldeutschen Sepsis Allianz viel Potenzial: „Deren großer Vorteil  ist, dass sie Krankenhäuser verschiedener Versorgungsstufen und Forschergruppen näher zusammenbringt und ermöglicht, dass wir uns in der Sepsistherapie gegenseitig besser machen. Der Erfahrungsaustausch ist ein großer Gewinn für alle Beteiligten. Außerdem wirkt es sich positiv auf die Ausbildung der Mediziner und Pflegekräfte aus.“

Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages verpflichten sich die Häuser nicht nur Mitarbeiter in die Arbeitsgruppen zu entsenden, sondern auch selbst interne Weiterbildungen anzubieten. „Wir organisieren schon seit mehr als zwei Jahren zentrale Fortbildungen. Seitdem hat sich die Zahl der Sepsisdiagnosen verdoppelt“, berichtet Prof. Meier-Hellmann.

Trotz dieser erfreulichen Entwicklungen gibt es noch viel zu tun, um die MSA als sektorenübergreifende Kommunikationsplattform weiter auszubauen. Auf der Versammlung am 10. April um 16 Uhr im Laborzentrum des UKJ in Lobeda soll ein umfassendes Weiterbildungscurriculum vorgestellt werden. Es gilt, sich auf Qualitätsindikatoren zu einigen und auf dieser Basis entsprechende Benchmark-Projekte zu erarbeiten.



07.02.2013

Wie gut ist Procalcitonin als Sepsismarker?

UKJ-Wissenschaftler zeigen in einer Metaanalyse Potenzial und Grenzen des Prohormons für die Sepsisdiagnostik

Jena (UKJ/vdG) In einer systematischen Auswertung von 30 klinischen Studien mit mehr als 3200 eingeschlossenen Patienten untersuchten Wissenschaftler des Universitätsklinikums Jena die Aussagekraft von Procalcitonin als prognostischen Marker bei akuten systemischen Entzündungserkrankungen. Die jetzt in „Lancet Infectious Diseases“ veröffentlichte Meta-Analyse, an der zwei Jenaer Medizinstudentinnen maßgeblich beteiligt waren, zeigt, dass die Procalcitoninmessung zuverlässig zwischen einer Sepsis und einer nicht infektiös bedingten Erkrankung unterscheiden kann. Als definitiver Test reicht sie aber nicht aus, Vorgeschichte, klinisches Bild und mikrobiologische Untersuchungen müssen mitbetrachtet werden.

Procalcitonin ist ein Protein, das als Vorstufe des Hormons Calcitonin in der Schilddrüse gebildet wird. Bei bakteriellen und Pilz-Infektionen jedoch bilden auch Zellen in anderen Organen das Vorhormon, dessen Spiegel im Blut dann schnell um ein Vielfaches ansteigt. Deshalb ziehen Intensivmediziner den Procalcitoninwert heran, um bei Patienten mit akuten systemischen Entzündungserscheinungen zwischen schweren bakteriellen Infektionen und nicht infektiös bedingten schweren Erkrankungen zu unterscheiden und die entsprechende Therapie einleiten zu können.

„Obwohl Procalcitonin in der klinischen Praxis ein sehr hilfreicher Sepsismarker ist, kamen ältere Untersuchungen zur Verlässlichkeit zu unterschiedlichen Ergebnissen“, so Frank M. Brunkhorst, Professor für klinische Sepsisforschung an der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Universitätsklinikums Jena (UKJ). Die Medizinstudentinnen Christina Wacker und Anna Prkno werteten deshalb mit Prof. Brunkhorst und dem Medizinstatistiker Prof. Dr. Peter Schlattmann  vom UKJ-Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Dokumentation alle dazu verfügbaren Arbeiten der letzten 20 Jahre aus.

Zwei Medizinstudentinnen als Autorinnen

Dass Studenten an solch einem ambitionierten Forschungsprojekt beteiligt sind, ist keine Selbstverständlichkeit. Mit einem Stipendium des Centers for Sepsis Control and Care, das als Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, konnten Christina Wacker und Anna Prkno in zwei Forschungssemestern an ihren Promotionsprojekten arbeiten. „Wir ermittelten insgesamt fast 3500 Arbeiten zum Procalcitonin, aus denen wir anhand strenger methodischer und klinischer Qualitätskriterien schließlich 30 für die Meta-Analyse auswählten“, beschreiben die Studentinnen das Herangehen. So mussten die klinischen Sepsiskriterien genau belegt und mikrobiologische Untersuchungen durchgeführt worden sein. Die ausgewählten Studien umfassten insgesamt über 3200 Patienten, Erwachsene und auch Kinder, auf chirurgischen und internistischen Intensiv- sowie Normalstationen.

Peter Schlattmann: „Die besondere Stärke unseres Ergebnisses liegt in den sorgfältig definierten Ein- und Ausschlusskriterien, sowie in der Qualität der Durchführung und Auswertung.“ Die komplexe statistische Auswertung ergab eine mittlere Sensitivität, also die Wahrscheinlichkeit einen Sepsiskranken als solchen zu erkennen, von 77%. Mit einer mittleren Spezifität von 79% schließt der Procalcitontest eine Infektion richtigerweise aus.

Bester Biomarker für Sepsis - aber nicht alleinige Entscheidungsgrundlage

„Procalcitonin ist der beste Biomarker für die frühe Diagnose einer bakteriellen Sepsis, über den wir derzeit verfügen“, so Frank Brunkhorst. „Als alleiniger Test reicht er aber für eine sichere Therapieentscheidung nicht aus, dazu müssen die Vorgeschichte des Patienten, das klinische Bild und immer auch mikrobiologische Untersuchungen mitbetrachtet werden.“   


Originalliteratur:

Christina Wacker, Anna Prkno, Frank M. Brunkhorst, Peter Schlattmann: Procalcitonin as a diagnostic marker for sepsis: a systematic review and meta-analysis. Lancet Infectious Diseases. Published Online February 1, 2013, http://dx.doi.org/10.1016/S1473-3099(12)70323-7

Kontakt:

Prof. Dr. Peter Schlattmann
Tel.:  03641/934130, E-Mail:  Peter.Schlattmann@mti.uni-jena.de
Prof. Dr. Frank M. Brunkhorst
Tel.: 03641/9323383, E-Mail: Frank.Brunkhorst@med.uni-jena.de



14.11.2012

Leberversagen bei Sepsis: Signalwege und Frühanzeichen

Ergebnis der Jenaer Sepsisforscher eröffnet neue Möglichkeiten für Diagnose und Therapie

Jena (UKJ/vdG). Bei einer Sepsis, einer überbordenden, den ganzen Körper erfassenden Immunreaktion auf eine Infektion, wird häufig und früher als bisher bekannt die Leberfunktion gestört. Wissenschaftler aus Jena konnten jetzt gemeinsam mit Kollegen aus London und Wien zeigen, dass dabei das Signalprotein PI3Kgamma den gesamten Leberstoffwechsel beeinflusst. Die Veränderungen des Gallensäurespektrums im Plasma sind weit eher nachzuweisen als Änderungen des standardmäßig erfassten Bilirubinspiegels und lassen auf die Schwere der Erkrankung schließen. Diese Ergebnisse, die Ansatzpunkte sowohl für eine frühere Diagnose als auch für eine zielgerichtete Therapie bieten, wurden in PLOS Medicine veröffentlicht.

Die häufig vereinfachend als Blutvergiftung bezeichnete Sepsis verläuft in 30 bis 50% der Fälle tödlich, Überlebende leiden oft jahrelang an Spätfolgen. Auslöser ist eine Infektion, bei deren Bekämpfung das Immunsystem überreagiert und durch die Störung der Blutgerinnung und undichte Blutgefäße lebenswichtige Organe wie Nieren oder Leber in Mitleidenschaft zieht - bis hin zum Organversagen. „Das ist fatal, weil diese Organe durch den Abbau der Medikamente, die die Sepsispatienten erhalten, besonders gefordert sind“, betont Professor Michael Bauer. Der Intensivmediziner ist Sprecher des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums für Sepsis und Sepsisfolgen am Universitätsklinikum Jena.

Gelbsucht ist ein spätes Symptom und steht für einen schweren Verlauf der Sepsis; die Gelbfärbung von Augen und Haut zeigt, dass die Leber schon stark geschädigt ist und das Stoffwechselprodukt Bilirubin nicht schnell genug abbauen kann. „Wir vermuteten, dass bei diesen schweren Sepsisfällen die Leberfunktion schon viel früher gestört ist und suchten nach Anzeichen dafür“, beschreibt Michael Bauer den Studienansatz. Ein Team von Intensivmedizinern aus London, Leberspezialisten aus Wien, Physikochemikern aus Jena und eine interdisziplinären Wissenschaftlergruppe des Universitätsklinikums Jena analysierte den Verlauf des septischen Leberversagens im Tiermodell und zog erste Vergleiche mit klinischen Daten.

Signalprotein PI3Kgamma verantwortlich für komplett gestörte Leberfunktion

Die Ergebnisse bestätigten nicht nur die Vermutung, sie stellen die bisherige Sicht auf das Leberversagen bei Sepsis in Frage. Schon wenige Stunden, nachdem bei Ratten durch eine Infektion eine schwere Sepsis ausgelöst wurde, fanden die Wissenschaftler eine komplett gestörte Leberfunktion: Sowohl der Abbau körpereigener Stoffwechselprodukte als auch der körperfremder Stoffe wie Antibiotika funktionierte nicht mehr. Wichtige Proteine, die die Entgiftungs- und Transportfunktion steuern, wurden nicht mehr produziert. Gallensäuren, Giftstoffe und Abbauprodukte wie Bilirubin stauten sich in der Leber. Gleichzeitig war die Aktivität des Signalproteins Phosphatidylinositol-3-Kinase-gamma, kurz PI3Kgamma, das in viele Immunprozesse involviert ist, erhöht.

Professor Bauer: „Wir konnten nicht nur zeigen, dass diese frühe Leberfunktionsstörung für einen sehr schweren, oft tödlichen Verlauf der Sepsis steht, sondern damit auch einen zentralen Signalstoff des Geschehens identifizieren“. Denn bei Tieren, die die Sepsis nach einem leichteren Verlauf überlebten, zeigten sich diese Leberveränderungen nicht. Mehr noch: Mäuse, die durch eine Genveränderung das Signalprotein PI3Kgamma nicht produzieren können, entwickelten keine septische Gallenstauung.

Neuer Ansatz für Frühdiagnose und Therapie

Und die Sepsisforscher gingen noch weiter: Sie verglichen die tierexperimentellen Resultate mit Blutplasmaanalysen von Patienten, die an schwerer Sepsis erkrankt waren. Bei den Patienten, die später eine sepsisbedingte Gelbsucht entwickelten, waren prognostisch im Spektrum der Gallensäuren die gleichen Veränderungen nachzuweisen - lange bevor sich die Bilirubinwerte erhöhten. „Unsere Ergebnisse versprechen einen neuen Ansatz für die frühere Diagnose von Leberkomplikationen bei Sepsis und auch für ein entsprechendes therapeutisches Eingreifen in die Signalprozesse in der Leber“, fasst Michael Bauer zusammen und nennt damit ein Ziel weiterer klinischer Forschungsprojekte. „Außerdem sollte angesichts der großen Leberbelastung der vielfach unkritische Einsatz von Medikamenten bei Sepsis überdacht werden.“

Besonderes Potential sehen die Wissenschaftler in ihren Erkenntnissen auch mit Hinsicht auf den jüngst genehmigten Forschungscampus „InfectoGnostics“ in Jena, ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Öffentlicher-Privater-Partnerschaft gefördertes Projekt zur Erforschung und Umsetzung neuer diagnostischer Identifizierungsverfahren und Technologien für Infektionserreger. „Der Forschungscampus bietet ein einzigartiges Umfeld, in dem Anwender, Technologieforscher und die Industrie unter einem Dach forschen und so klinische Ergebnisse in die Praxis bringen können“, so Michael Bauer, der neben Jürgen Popp (Universität Jena und Institut für Photonische Technologien IPHT e.V.), Eugen Ermantraut (Alere AG) und Klaus Berka (Analytik Jena AG) einer der Sprecher des Forschungscampus ist.

Originalliteratur:
Recknagel P, Gonnert FA, et.al. Liver Dysfunction and Phosphatidylinositol-3-kinase Signaling in Early Sepsis: Experimental Studies in Rodent Models of Peritonitis, PLOS Medicine, 13 Nov 2012, doi:10.1371/journal.pmed.1001338

Ansprechpartner: Prof. Dr. Michael Bauer
Center for Sepsis Control and Care CSCC, Universitätsklinikum Jena
Tel. 03641/9323110
Michael.Bauer@med.uni-jena.de



15.10.2012

Sepsis runs public!

- zum 22. Weimarer Stadtlauf

Das Sepsis runs public!-Team von Weimar: Jonas Jansen, Cora Assmann, Farina Borken, Ulrich Schröder und Robby Markwart (v.l.n.r.)Am vergangenen Wochenende fand in Weimar zum 359. Mal der Zwiebelmarkt statt und zum 22. Mal der Weimarer Stadtlauf. Unter den rund 2.000 Läufern war auch wieder ein Team des CSCC am Start, das die Gelegenheit nutze, um auf das Thema Sepsis aufmerksam zu machen. Punkt 13 Uhr gingen Cora Assmann, Farina Borken, Ulrich Schröder, Robby Markwart und Jonas Jansen auf die 10 km lange Strecke, die mitten durch die Weimarer Innenstadt führt und somit dirket durch das Marktgeschehen.

 

Bereits im Juli nahm ein "Sepsis runs pulic!"-Team des CSCC und des Universitätsklinkums Jena am SaaleHorizontale-Staffellauf teil und auch nächstes Wochenende wird das Team vom Weimarer Stadtlauf beim Jenaer Kernberglauf an den Start gehen. Wir wünschen viel Erfolg!

"Sepsis runs public!" ist eine Initiative des Deutschen Sepsis-Gesellschaft e. V. und Deutschen Sepsis-Hilfe e. V.



05.09.2012

Erster Welt-Sepsis-Tag in Jena

Flyer_Welt-Sepsis-TagAm 13. September 2012 wird weltweit zum ersten Mal ein Welt-Sepsis-Tag stattfinden. Nicht nur in Metropolen wie New York, London oder Berlin gibt es Aktionen, sondern auch in Jena gibt es eine Veranstaltung anlässlich des Welt-Sepsis-Tages.

In Kooperation mit dem Zentrum für Innovationskompetenz ZIK Septomics und der Deutschen Sepsis-Hilfe haben wir ein vielfältiges Programm mit Aktionen und Informationen rund um das Thema "Sepsis" zusammengestellt.

Um 18 Uhr werden wir gemeinsam mit Betroffenen 480 Sepsis-Überlebenslichter anzünden. Gleichzeitig wollen wir damit auch besonders an die Menschen erinnern, die an einer Sepsis verstorben sind.

Wir laden alle Interessierten ganz herzlich ein, uns auf dem Ernst-Abbe-Platz zu besuchen. Wir berichten Ihnen gern über unsere Arbeit, Sie können beim Sepsis-Quiz mitmachen und gewinnen oder einfach nur bei einem Getränk der Livemusik von "Ambrosia" lauschen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


zum Programm

zur Pressemitteilung des Universitätsklinikums Jena

zur Webseite des World Sepsis Day



25.07.2012

Cholesterin - Freispruch für ein angeklagtes Molekül?

Ist ein niedriger Cholesterinspiegel ein Garant für gute Gesundheit? Wissenschaftler aus Jena haben nun in einer großen Studie das Gegenteil herausgefunden. Bei an Lungenentzündung erkrankten Mäusen schützte Cholesterin die Nager vor lebensbedrohlichen Folgen.

Auszug aus dem Newsletter 58 des BMBF

 



23.07.2012

Sepsis runs public! – 80 km entlang des SaaleHorizontale Wanderweges

Robby Markwart und Bianca Josten beim Start.Am diesjährigen SaaleHorizontale-Staffellauf über 80 km rund um Jena verteilt auf 7 Etappen nahmen auch zwei Teams des IFB Sepsis und Sepsisfolgen (CSCC) des Jenaer Universitätsklinikums teil. Mediziner, Natur- und Sozialwissenschaftler, Professoren, Ärzte und Studenten wagten gleichermaßen die Herausforderung eines anspruchsvollen Berglaufes. Die Etappen waren zwischen 9 und 15 km lang mit durchschnittlich 340 Höhenmetern Aufstieg.

Aber auch das Wetter verlangte den Läufern alles ab, zwischenzeitlich gab es die für diesen Sommer typischen Starkregenfälle. Die Strapazen waren jedoch schnell vergessen, da an den Wechselpunkten des Staffellaufes gute Stimmung herrschte. Einige CSCC-Mitglieder hatten den Weg an die Strecke gefunden und unterstützten ihre Kollegen tatkräftig - zu erkennen an den weiß-blauen Sepsis runs public!-Shirts.

Beim Zieleinlauf auf dem Schottplatz trafen sich CSCC-Läufer, Unterstützer und Sympathisanten  und beantworteten am Informationsstand der Deutschen Sepsis-Hilfe gemeinsam mit Ariane Viller zahlreiche Fragen zum Thema Sepsis und Sepsisfolgen.

Abgekämpft, aber glücklich: Das Sepsis runs public!-TeamDoch im Mittelpunkt stand das Feiern des erreichten Ziels: gemeinsam als interdisziplinäres Team die Berge rund um Jena bezwungen zu haben! So gab es am Ende nur Sieger mit dem festen Vorsatz, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

Zu guter Letzt verkaufte die Jenzig-Gesellschaft spontan die bei der Tombola gewonnene Sahnetorte und spendete das Geld der Deutschen Sepsis-Hilfe. Dafür herzlichen Dank!

Wenn auch Sie die Deutsche Sepsis-Hilfe mit einer Spende unterstützen möchten, finden Sie hier weitere Informationen.



25.06.2012

Sepsis runs public!

Wir laufen - Sie spenden...

Bei der mittlerweile dritten Auflage der SaaleHorizontale-Staffel über insgesamt 80 km rund um Jena werden am Samstag, dem 7. Juli 2012 auch zwei Teams des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums Sepsis und Sepsisfolgen (Center for Sepsis Control and Care, kurz CSCC) antreten. Die Staffeln bestehen aus Mitarbeitern und Studenten des CSCC bzw. des Universitätsklinikums Jena und gehen an den Start, um auf das Krankheitsbild der Sepsis aufmerksam zu machen und gleichzeitig Spenden für die Deutsche Sepsis-Hilfe zu sammeln. Der gemeinnützige Verein möchte mit dem Erlös neue Informationshefte drucken lassen. Wie wichtig und vor allem notwendig eine umfassende Aufklärung über Sepsis ist, belegen die sehr hohen Zahlen der jährlichen Erkrankungen und Todesfälle.

Laufteam

Wer sich für umfassende Informationen zum Verein, zur Sepsis und zur Spendenaktion Sepsis runs public! interessiert, ist sehr herzlich an den Stand der Deutschen Sepsis-Hilfe e. V. eingeladen, die sich im Ziel und zur Abschlussveranstaltung am 7. Juli 2012 ab 16 Uhr auf dem Schottplatz präsentiert.

Wenn Sie die Aktion unterstützen und auch für neue Informationshefte spenden möchten, können Sie hier die Spendenkarte ausdrucken, ausfüllen und an die angegebene Adresse schicken oder den gewünschten Betrag auf das Konto 515 bei der Bank für Sozialwirtschaft Leipzig, BLZ 860 205 00, überweisen. Vielen Dank für Ihre Hilfe!


Flyer zur Initiative Sepsis runs public!

Mehr Informationen zur Deutschen Sepsis-Hilfe e. V.

Mehr Informationen zur SaaleHorizontale-Staffel



26.03.2012

Graduiertenkolleg CSCC-RTG bei JenaTV



14.03.2012

Gründung der Mitteldeutschen Sepsis Allianz

Mitteldeutsche Sepsis Allianz: Vereint im Kampf gegen Sepsis

Gesamte Versorgungskette der Sepsis beteiligt

Als deutschlandweit erstes regionales Netzwerk vereint die Mitteldeutsche Sepsis Allianz alle Beteiligten in der Prävention, der Früherkennung, der Therapie und der Nachsorge der Sepsis und der betroffenen Patienten. Initiator der Allianz ist das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum für Sepsis und Sepsisfolgen CSCC am Universitätsklinikum Jena.

„Sepsis ist ein Notfall, jede Stunde Verzögerung in der Erkennung und Behandlung kostet Leben“, fasst Professor Konrad Reinhart die Triebkraft für sein wissenschaftliches Wirken zusammen. Als Präsident der „Global Sepsis Alliance“ hat der Intensivmediziner am Universitätsklinikum Jena jetzt eine Mitteldeutsche Sepsis Allianz ins Leben gerufen, um die gesamte Versorgungskette vom Hausarzt über den Rettungsdienst, den Kliniken der Akutversorgung bis hin zur Nachsorge in Reha-Einrichtungen und wieder beim Hausarzt zu integrieren und zu optimieren. Beteiligt sind über 50 Akut-Krankenhäuser und Reha-Kliniken mit Schwerpunkt in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, aber auch gesundheitspolitische Institutionen wie Ärztekammern, kassenärztliche Vereinigungen und Landesministerien.

Dr. Hartmut Schubert, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, betont: „Sepsis kann nur mit vielen Partnern wirksam bekämpft werden. Wir müssen gemeinsam alles daran setzen, die Hygiene in medizinischen Einrichtungen zu verbessern und multiresistente Keime zu bekämpfen. Das sind wir den Bürgerinnen und Bürgern schuldig, die ein Recht auf hochwertige medizinische ambulante und stationäre Versorgung haben. Deshalb wirkt das Thüringer Gesundheitsministerium aus Überzeugung an der Mitteldeutschen Sepsis-Allianz mit.“

Im Rahmen des Versorgungsnetzwerkes Mitteldeutsche Sepsis Allianz soll eine tragfähige Kommunikationsplattform entstehen, die einen effektiven Behandlungsablauf ermöglicht und die Grundlage für einheitliche Versorgungs- und Verlegestandards bildet. Zur Verbesserung der Behandlungsqualität wird ein Konzept für die Aus-, Fort- und Weiterbildung aller in die Behandlung einbezogenen Berufsgruppen erarbeitet. Das MEDUSA-Projekt des CSCC, an dem 43 Kliniken in Deutschland teilnehmen, und das auf die schnellere Primärversorgung septischer Patienten zielt, wird hier einen wichtigen Beitrag leisten.

„Ein besonderes Augenmerk soll auf der Prävention der Sepsis und der Vermeidung und Früherkennung von nosokomialen Infektionen liegen“, ergänzt Prof. Dr. Frank M. Brunkhorst.  Der Professor für klinische Sepsisforschung leitet im CSCC die ALERTS-Studie am Jenaer Universitätsklinikum, die deutschlandweit größte Präventionsstudie für Krankenhausinfektionen.  

Die Mitteldeutsche Sepsis Allianz wird im stationären und ambulanten Bereich Krankenhäuser und Ärzte aller Versorgungsstufen bei der Umsetzung anerkannter Behandlungsstandards und bei der Überführung neuester Erkenntnisse aus der Forschung in die tägliche Praxis unterstützen. „Wir haben die Initiative für diese Allianz gestartet, um die Kluft, die noch zu oft zwischen den Erkenntnissen aus der Sepsisforschung und der Patientenbehandlung klafft, nachhaltig zu überbrücken“, so Professor Reinhart.



09.02.2012

Todkrank durch Infekte

Diesem Thema widmet sich die heutige Ausgabe der Sendung "Hauptsache Gesund" im MDR Fernsehen um 21 Uhr. 

Weitere Informationen zur Sendung



26.01.2012

Wenn das Krankenhaus krank macht

Spätestens seit dem Tod von drei Babys auf der Frühgeborenen-Intensivstation in Bremen im November vergangenen Jahres ist die Diskussion um Krankenhausinfektionen und -hygiene erneut entfacht. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 400.000 bis 600.000 Patientinnen und Patienten an einer Infektion, die sie im Krankenhaus erworben haben. Bis zu 15.000 Menschen sterben daran. Experten schätzen, dass etwa ein Drittel dieser zum Teil tödlichen Infektionen verhindert werden könnte. Eine großangelegte Studie des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums für Sepsis und Sepsisfolgen am Universitätsklinikum Jena soll nun zeigen wie.

Auszug aus dem Newsletter 55 des BMBF



16.03.2012

Qualitätsoffensive gegen den Dr. med. "Dünnbrett"

CSCC startet Doktorandenprogramm für Mediziner und Naturwissenschaftler

Das IFB Sepsis- und Sepsisfolgen am Universitätsklinikum Jena wird seine Doktoranden künftig in einer eigenen Research Training Group betreuen. Das strukturierte Ausbildungsprogramm umfasst Vorträge, Seminare, methodische und praktisch-experimentelle Kurse und steht sowohl Promovenden in den Naturwissenschaften als auch in der Medizin offen. Diese Nachwuchsförderung soll die Perspektiven in der klinischen Forschung verbessern und die wissenschaftliche Qualität der medizinischen Doktorarbeiten erhöhen. Die Research Training Group ist Bestandteil der Jena School of Molecular Medicine unter dem Dach der Graduierten-Akademie der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Als Nachwuchswissenschaftlerin sucht Isabell Lenhardt nach neuen Medikamenten, die einem Leberversagen bei einer Sepsis entgegenwirken können. Die 26-jährige Biologin ist Mitarbeiterin des Zentrums für Sepsis- und Sepsisfolgen CSCC und promoviert seit einem Jahr am Institut für Pharmakologie und Toxikologie des Universitätsklinikums Jena. Angeleitet und fachlich betreut wird die Mutter eines kleinen Sohnes dabei von der Pharmakologin PD Dr. Amelie Lupp und dem Direktor des Instituts, Professor Dr. Stefan Schulz. „Mit ihnen kann ich regelmäßig über den Fortgang meiner Arbeit sprechen, und ich bin in das wissenschaftliche Leben am Institut eingebunden. Darüber hinaus interessieren mich aber auch interdisziplinäre Veranstaltungen oder die Möglichkeit, Studierende fachlich zu betreuen“, so Isabell Lenhardt.

Mediziner lernen von Naturwissenschaftlern und Naturwissenschaftler von Medizinern

Auch Isabell Woest promoviert in der Sepsisforschung. Die Medizinstudentin untersucht an der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin Aspekte der Herzmuskelschädigung bei der Sepsis und hat dafür ein Urlaubsemester genommen. Beiden jungen Frauen stehen die Angebote der Research Training Group, des neuen Doktorandenprogramms des CSCC, offen. „Unser Ziel ist eine bessere Betreuung und wissenschaftliche Ausbildung der Doktoranden über die engen Grenzen des Dissertationsthemas hinaus, vor allem wollen wir junge Mediziner für die klinische Forschung interessieren und befähigen“, beschreibt Prof. Dr. Andreas Stallmach, Sprecher des Graduiertenkollegs und stellvertretender Sprecher des CSCC, das Anliegen. „Wir wissen, dass eine wissenschaftliche Ausbildung ein qualitätssicherndes und kostensparendes Herangehen in der medizinischen Versorgung ermöglicht. Sie fördert die Kritikfähigkeit der Ärzte und dient damit der Sicherheit der behandelten Patienten“. Dazu werden jedem Promovenden des CSCC mindestens zwei Betreuer zur Seite gestellt. In Seminaren, Vorlesungen und Vorträgen, sowie in methodischen Kursen können die Doktoranden ihre Kenntnisse zur Sepsis erweitern und vertiefen und ihr praktisch-experimentelles Können verbessern. Andere Angebote, z.B. zu wissenschaftlichen Vortragstechniken, gehen über die rein fachliche Qualifikation hinaus. Die Promovierenden sollen zu kritischem Denken, zu interdisziplinären Problemlösungen und zur Übernahme von Lehr- und Mentoring-Aufgaben befähigt werden. Dabei lernen Mediziner von Naturwissenschaftlern und Naturwissenschaftler von Medizinern.

Im Rahmen der Graduierten-Akademie

Das CSCC-Graduiertenkolleg ist an die akkreditierte Jena School for Molecular Medicine angebunden, die Mitglied der Jenaer Graduierten-Akademie ist. Wird das Programm erfolgreich absolviert, erhalten die jungen Wissenschaftler zum Abschluss ihrer Arbeit ein Zertifikat als Qualifikationsnachweis. Zur Zeit arbeiten in den 40 Projekten des CSCC mehr als 35 Doktoranden, denen nach Aufnahme in das Kolleg die Angebote offen stehen. Regelmäßig schreibt das Zentrum Doktorandenstellen und Promotionsstipendien auf dem Gebiet der Sepsisforschung aus. Auch das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung an der Medizinischen Fakultät startet im Sommersemester ein strukturiertes Ausbildungsprogramm für seine medizinischen und naturwissenschaftlichen Doktoranden. Daneben bietet die Medizinische Fakultät in Jena Medizinstudierenden und -absolventen die Möglichkeit, in einem Doppel- bzw. Aufbaustudium einen Master of Molecular Medicine zu erwerben. „Diese anspruchsvolle Ausbildung für forschungsinteressierte Mediziner bildet die Basis für eine naturwissenschaftliche Promotion und damit für die weltweit anerkannte Doppelqualifikation MD/PhD als Mediziner und Naturwissenschaftler“, betont Professor Stallmach. Gegenwärtig absolvieren in Jena sieben Mediziner ein Masterstudium.



08.05.2012

Sepsis - Die unbekannte Gefahr

Diesem Thema widmet sich die heutige Ausgabe der Sendung "FAKT" im Ersten Deutschen Fernsehen (ARD) um 21.45 Uhr.

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23.04.2012

Cholesterin schützt vor lebensbedrohlichen Folgen einer Lungenentzündung

Bei Pneumokokkeninfektionen wird die Cholesterinproduktion in der Leber angekurbelt und so ein wesentlicher Schutzmechanismus gegen die Ausbreitung der Infektion in Gang gesetzt

Bei einer von Pneumokokken verursachten Lungenentzündung wird als Fernwirkung in der Leber die Produktion von Cholesterin erhöht, das die infektionsbedingten Schädigungen des Lungengewebes mindert. Ausgelöst wird dieser Abwehrmechanismus durch das Bakteriengift Pneumolysin. Wie erfolgreich dieser Schutz ist und ob er eine Ausweitung der Infektion zur Sepsis verhindern kann, hängt vom Grad der Infektion und dem Pneumokokkenstamm ab. Das ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Jena und der Medizinischen Hochschule Hannover, die sie jetzt gemeinsam mit Kollegen aus Jena, Innsbruck, Lyon, den USA und Australien im Faseb-Journal veröffentlichten.

Lungenentzündungen, an denen Patienten außerhalb von Krankenhäusern erkranken, sind die weltweit am häufigsten registrierten Infektionserkrankungen. Bei fast der Hälfte der in Deutschland auf jährlich eine halbe Million geschätzten Fälle wird die Infektion von Pneumokokken verursacht. Meist bleiben diese Lungenentzündungen auf einzelne Lungenlappen begrenzt und heilen nach Behandlung mit Antibiotika gut aus, doch kann sich die Infektion in schweren Fällen auch ausbreiten und zu Organversagen bis hin zum lebensbedrohlichen septischen Schock führen.

„Die Mechanismen und Bedingungen dieser Ausbreitung einer Pneumokokkeninfektion sind noch kaum verstanden“, so Prof. Dr. Michael Bauer. Der Intensivmediziner am Universitätsklinikum Jena leitete gemeinsam mit Prof. Dr. Ulrich Maus von der Medizinischen Hochschule Hannover eine Studie mit Mäusen, die in unterschiedlichen Dosen mit zwei verschiedenen Pneumokokkenstämmen infiziert wurden. „In einem systembiologischen Ansatz haben wir jeweils die Auswirkungen der Infektion auf der Ebene der Signal- und Stoffwechselprozesse nicht nur in der Lunge, sondern auch im Blut und in der Leber untersucht.“

Zwei glorreiche Halunken: Pneumolysin vs. Cholesterin

Eine Schlüsselrolle dabei spielt das Pneumolysin. Dass sich dieses von den Pneumokokken gebildete Bakteriengift an die Cholesterinmoleküle in der Zellmembran der Lungenbläschen anlagert und so die Barrierefunktion der Membran zerstört, war bekannt. „Wir konnten zeigen, dass das Pneumolysin, das nun in den Körper gelangen kann, auch in der Leber den Startschuss für eine verstärkte Produktion von Cholesterin gibt“, nennt Michael Bauer ein zentrales Ergebnis der Studie, an der auch Wissenschaftler vom Jenaer Fritz-Lipmann-Institut, aus Innsbruck, Lyon, den USA und Australien beteiligt waren. „Dieses Cholesterin kann dann weiteres Pneumolysin neutralisieren und so vor größeren Gewebeschäden in der Lunge schützen.“ Eine große Aktivität der an der Biosynthese von Cholesterin beteiligten Gene und ein in der Folge erhöhter Cholesterinspiegel zeigte sich vor allem bei den Mäusen, die mit geringen Keimzahlen eines Bakterienstammes infiziert wurden, der Lungenentzündungen ohne Tendenz zur systemischen Ausbreitung verursacht. Weit weniger ausgeprägt war der Effekt bei der Infektion mit einem sepsisauslösenden Pneumokokkenstamm.

Cholesterin weiter rehabilitiert: Exzessive Senkung schwächt Infektionsabwehr

Weitere Versuchsreihen mit einem genveränderten Stamm, der kein Pneumolysin herstellt, und mit Pneumolysin, das durch cholesterinreiches Plasma neutralisiert wurde, bestätigten die Ergebnisse, die im Fachblatt FasebJournal veröffentlich wurden. „Wir konnten verschiedene Regulationsmechanismen bei Lungenentzündungen aufklären, die weit über das betroffene Organ hinausgehen und den Verlauf der Erkrankung wesentlich beeinflussen“, fasst Michael Bauer zusammen. „Als Gegenspieler des Pneumolysins kämpft das Cholesterin bei Pneumokokkeninfektionen auf der guten Seite. Unser Ergebnis ist ein weiteres Argument gegen die exzessive Cholesterinsenkung als Präventionsmaßnahme - sie mindert das Abwehrpotenzial des Körpers im Fall einer Infektion.“

Der Intensivmediziner leitet das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum für Sepsis und Sepsisfolgen am Universitätsklinikum Jena und ist in das Progress-Netzwerk zur systembiologischen Erforschung von Pneumonien eingebunden. Beide infektionsmedizinischen Forschungsinitiativen werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Originalliteratur:
Weber, M. et al. Hepatic induction of cholesterol biosynthesis reflects a remote adaptive response to pneumococcal pneumonia. 2012, Faseb J, www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22415311

Kontakt:
Prof. Dr. Michael Bauer
Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum für Sepsis und Sepsisfolgen CSCC,
Universitätsklinikum Jena
Tel. 03641/9-323110



16.04.2012

Sepsis als Topthema und Jena Nummer 1 im Städteranking

Ranking des Laborjournals: Fünf UKJ-Mediziner unter den Top 50

In seiner aktuellen Publikationsanalyse für die Bereiche Anästhesiologie und Schmerzforschung listet das Fachblatt Laborjournal gleich fünf Intensivmediziner des Universitätsklinikums Jena unter den besten 50 Wissenschaftlern dieser Themengebiete im deutschsprachigen Raum auf. Damit nimmt Jena die Spitzenposition der Forschungsstandorte in der Anästhesiologie ein.

Die Mediziner Konrad Reinhart, Yasser Sakr, Frank M. Brunkhorst, Christiane Hartog und Frank Bloos forschen an der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Jenaer Universitätsklinikums an neuen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten für die Sepsis. Die oft nicht ganz korrekt als „Blutvergiftung“ bezeichnete Sepsis ist mit ca. 60.000 Todesfällen pro Jahr eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Das Ranking nennt die Sepsis ein „intensivmedizinisches Topthema“.

Das gilt auch am Universitätsklinikum Jena, wo die Forschung zur Sepsis und ihren Folgen einen wissenschaftlichen Schwerpunkt darstellt. In Jena arbeiten große, öffentlich geförderte Forschungsinitiativen wie das integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum für Sepsis und Sepsisfolgen CSCC und das Zentrum für Innovationskompetenz Septomics.

„Wir freuen uns über diese Bestätigung unserer Arbeit, mit der wir erreichen konnten, dass die Ergebnisse unserer Studien in die Behandlungsleitlinien aufgenommen wurden und die Sepsis weiter ins Bewusstsein der Ärzte und der Öffentlichkeit gerückt ist“, so der an zweiter Stelle im Ranking gelistete Professor Konrad Reinhart. Der Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin ist Initiator der Deutschen Sepsis Gesellschaft und steht der Global Sepsis Alliance vor.

Für das Ranking wertete das Laborjournal die in internationalen Fachzeitschriften veröffentlichten Artikel der Jahre 2006 bis 2009 und deren Zitierungen aus.

Das Ranking in der Online-Ausgabe



Sepsis

Was ist Sepsis?

Nach aktueller Definition ist Sepsis eine lebensbedrohliche Organdysfunktion aufgrund einer fehlregulierten Wirtsantwort auf eine Infektion (Singer et al., 2016). Sepsis ist ein also lebensbedrohlicher Zustand, der eintritt, wenn die Antwort des Körpers auf eine Infektion die eigenen Gewebe und Organe schädigt, wobei Organversagen das Kriterium ist, das die Sepsis von unkomplizierten Infektionen unterscheidet.

Sepsis ist weltweit die führende infektionsbedingte Todesursache. Mit jährlich über 280.000 neuen Fällen in Deutschland und einer Sterblichkeit von ca. 30% steht die Sepsis momentan an dritter Stelle in der Sterblichkeitsstatistik.

Die dynamischen Stadien der Sepsis
  1. Eine örtliche Infektion kann durch die Immunantwort nicht effektiv eingegrenzt werden. Pathogene und von ihnen produzierte Toxine lösen eine allgemeine Entzündungsantwort aus. Die Blutgefäße um den Infektionsherd erweitern sich und werden durchlässiger. Die Freisetzung von Botenstoffen erlaubt weißen Blutkörperchen, zur Pathogenabwehr durch die Gefäßwände in die Gewebe zu dringen. Im Zuge der Abwehrreaktion gerinnt das Blut in den Mikrogefäßen um die Infektionsstelle.
  2. Diese Entzündungsantwort richtet sich primär gegen die Pathogene und ihre Toxine, führt jedoch zu Kollateralschäden: Zirkulierende Mediatoren beeinträchtigen die Funktion einzelner Organe, deren Funktion sich verschlechtert bis hin zum Organversagen.
  3. Mehrere Organe versagen nacheinander oder gleichzeitig. In schweren Fällen fällt der Blutdruck dramatisch ab, das Herz rast, die Sauerstoffversorgung über die Lungen, und in der Folge der Organe und Gewebe, verschlechtert sich und der geistige Zustand des Patienten ist deutlich beeinträchtigt. Der Patient erleidet einen septischen Schock, sein Leben ist in akuter Gefahr.

 

Symptome der Sepsis

Sepsis kann zu Schock, multiplem Organversagen und letztlich zum Tod führen, insbesondere, wenn sie nicht früh erkannt und schnell behandelt wird. Durch häufig unspezifische Symptome wird eine Sepsis jedoch oft erst spät erkannt.

Anzeichen einer Sepsis sind:
  • Verwirrung, Orientierungslosigkeit
  • Atemnot, schnelle Atmung
  • Niedriger Blutdruck, hohe Herzfrequenz
  • Extremes Krankheitsgefühl
  • Fieber, Schüttelfrost (gelegentlich auch Hypothermie)
  • Schwitzen, feuchte Haut
  Ursachen der Sepsis

Sepsis kann als Komplikation jeder akuten Infektion, wie Lungenentzündung oder Harnwegsinfektionen, aber auch nach Wundinfektionen auftreten kann. Eine Sepsis kann durch Bakterien, Viren oder Pilze ausgelöst werden.

Die häufigsten Herde von septischen Infektionen sind die Atemwege, Haut- und Weichteilgewebe, Gastrointestinal- und Urogenitaltrakt.

 

 

Rat und Unterstützung für Betroffene und Angehörige:

Deutsche Sepsis-Hilfe e. V.

Weitere Informationen: Deutsche Sepsis-Gesellschaft e. V.

World Sepsis Day

 



Forschung

Das CSCC koordiniert und unterstützt translationale und klinische Forschung auf dem Gebiet lebensbedrohlicher Infektionen, insbesondere der Sepsis und ihrer Folgeerkrankungen. Wesentlich ist dabei die Förderung der Translation von basiswissenschaftlichen Forschungsergebnissen in eine verbesserte Prävention, Diagnose und Therapie. Der fächerübergreifende Austausch und die Zusammenarbeit sind dabei zentrale Elemente.

Die wissenschaftlichen Arbeiten gliedern sich in vier Forschungsfelder, die das wissenschaftliche Profil des Zentrums bilden:

Forschung

Bugs – schwer behandelbare Infektionen

Infektionsprävention und optimale Behandlung sind Kernthemen der Sepsis-Prävention. Das Spektrum von Mikroben, die invasive Infektionen und Sepsis hervorrufen, hat sich während der letzten Jahrzehnte deutlich geändert. Im Zusammenhang mit dem demographischen Wandel steigt zum Beispiel die Zahl prothetischer Implantate. Dadurch nimmt auch die Anzahl von Protheseninfektionen zu, die aufgrund einer Biofilmbildung nur schwer zu behandeln sind. Multiresistente Bakterien und Pilze, denen mit gebräuchlichen Therapien ebenfalls schwer beizukommen ist, treten vermehrt auf und führen zu erhöhter Sterblichkeit. Die Projekte und Studien in diesem Forschungsgebiet konzentrieren sich auf diese schwer behandelbaren Infektionen mit dem Ziel, Infektionsprozesse besser zu verstehen und Diagnose, Behandlung und klinisches Management zu verbessern. Daneben werden auch mikrobielle Strategien zur Persistenz im Wirt im Forschungsfeld Bugs untersucht. Der Bereich bildet eine der Brücken zu den Exzellenzthemen der Friedrich-Schiller-Universität.

Drugs – neue Strategien für antimikrobielle Therapien

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass eine inadäquate antibiotische Behandlung, basierend auf Antibiotikaresistenzen, Unterdosierung und/oder verspätetem Therapiebeginn, zu einer dramatischen Erhöhung der Sterblichkeit bei Sepsis führt. Das Forschungsfeld Drugs widmet sich dementsprechend unterschiedlichen Ansätzen, die Therapie von Infektionen und Sepsis zu verbessern. Dazu zählen Strategien für einen schnelleren Therapiebeginn, für den optimierten Einsatz von Antibiotika, aber auch die weitere Entwicklung und die Erforschung von pharmakologischen Ansätzen zur gezielten Therapie von Organ- und Gewebeschäden sowie von Sepsis-Folgeschäden. Dadurch fungiert Drugs einerseits als Bindeglied zwischen den Forschungsbereichen des CSCC, andererseits aber auch zwischen universitären Forschungsverbünden und der klinischen Forschung am UKJ.

Damage – gezielte Strategien gegen Organversagen

Sepsis ist die Hauptursache für Multiorganversagen, das wiederum für kritisch kranke Patienten prognosebestimmend ist. Dieses Organversagen wird häufig auf eine unkontrollierte Entzündungsantwort zurückgeführt. Therapien mit dem Ziel, Entzündungsmediatoren zu neutralisieren, haben allerdings in zahlreichen Studien den Krankheitsverlauf nicht wesentlich beeinflussen können. Zunehmend geraten daher zellspezifische Signalwege, die Organdysfunktionen beeinflussen, in den Fokus. Die Projekte im Forschungsfeld Damage beschäftigen sich mit sepsisinduziertem Organversagen mit dem langfristigen Ziel, in die zugrundeliegende Pathophysiologie zell- und gewebespezifisch einzugreifen und medikamentös beeinflussbare Zielstrukturen zu identifizieren. Vielversprechende Ergebnisse sollen zügig in die präklinische Erprobung überführt werden. Die begleitende Entwicklung von diagnostischen und theranostischen Strategien soll die häufig auftretende Diskrepanz zwischen erfolgreichen Tierversuchen und dem späteren Versagen in klinischen Studien reduzieren.

Aufgrund der Entwicklungen in der Mikrobiom-Forschung und der jüngsten Erfolge der Friedrich-Schiller-Universität in der Exzellenzinitiative öffnet sich dieses Feld zunehmend den Wechselwirkungen von kommensalen und pathogenen Mikrobiota mit dem menschlichen Wirt. Neben verstärkter Kooperation mit Institutionen der Friedrich-Schiller-Universität rückt das Forschungsfeld damit auch näher an den Forschungsbereich Bugs, in dem molekulare Interaktionen zwischen Mikrobiom, Immunsystem und Parenchym genauer untersucht werden.

Repair – Rehabilitation und Erforschung lang- und mittelfristiger Folgen der Sepsis

Neben früher Diagnose und schneller Behandlung der Sepsis beeinflusst auch die mittel- und langfristige Versorgung von Sepsisüberlebenden das klinische Gesamtresultat und die Lebensqualität der Betroffenen. Während aktuelle Daten eine Abnahme der sepsisbedingten Sterblichkeit auf Intensivstationen und in Kliniken belegen, fehlen detaillierte epidemiologische Daten über mittel- und langfristige Krankheitsfolgen nach einer überstandenen Sepsis. Trotz der hohen klinischen Relevanz sind die biologischen Mechanismen, die den Folgeerkrankungen zugrunde liegen, kaum verstanden; auch Behandlungsoptionen fehlen. Mit der sinkenden Sterblichkeit steigt jedoch die Belastung durch Sepsisfolgen sowohl für ehemalige Patienten und ihre Angehörigen als auch für das Gesundheitswesen. Derzeitigen Wissenslücken hinsichtlich mittel- und langfristiger Sepsisfolgen widmet sich das Forschungsfeld Repair. Dies geschieht einerseits auf klinischer Ebene, wobei eine enge Verbindung zum Forschungsfeld Damage besteht. Andererseits werden hier auch Möglichkeiten erforscht, soziale und psychische Folgen zu mindern. Darüber hinaus bietet dieses Forschungsfeld Platz für Ansätze der Versorgungs- und Gesundheitssystemforschung.

Basierend auf den Ergebnissen aus der Mitteldeutschen Sepsis Kohorte werden hier neue Fragestellungen abgeleitet. Damit bezieht sich Repair letztlich auch auf Verbesserung von Gesundheitssystemparametern, die helfen können, Sepsis zu vermeiden, Sterblichkeit zu verringern und die Lebensqualität nach überlebter Sepsis zu verbessern und weist damit eine große inhaltliche Bandbreite auf.




Publikationen mit CSCC-Affiliation

Publikationen

Publikationen 2020

Aromolaran O, Beder T, Oswald M, Oyelade J, Adebiyi E, Koenig R (2020) Essential gene prediction in Drosophila melanogaster using machine learning approaches based on sequence and functional features. Computational and Structural Biotechnology Journal 18: 612-621

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Hagel S, Brunkhorst F (2011) Sepsis. Intensivmed Notfmed 1: 57-73

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Archiv 2015-2020

Forschungsfelder des CSCC 2015 - 2020

Im August 2015 startete das CSCC mit der zweiten Förderphase in neuen Entwicklungsabschnitt. Der Forschungsschwerpunkt blieb natürlich die Sepsis einschließlich ihrer Folgen und Projekte und klinische Studien deckten alle Aspekte im Verlauf einer Sepsis ab, einschließlich Prävention, Diagnose, intensivmedizinische Versorgung und Langzeitfolgen.

Gemäß aktueller medizinischer Fragestellungen, der lokal verfügbaren Expertise sowie der Ergebnisse der ersten fünf Jahre der Arbeiten im CSCC wurden die Forschungsfelder jedoch neu definiert und in vier Bereiche gegliedert:



Bugs - schwer behandelbare Infektionen

Das Spektrum von Mikroben, die invasive Infektionen und Sepsis hervorrufen, hat sich während der letzten Jahrzehnte deutlich geändert. Im Zusammenhang mit dem demographischen Wandel steigt die Zahl prothetischer Implantate. In der Folge treten zunehmend systemische Infektionen auf, die aus für herkömmliche Antibiotikatherapie schwer zugänglichen Biofilmen entstehen. Multiresistente Bakterien und Pilze, denen mit gebräuchlichen Therapien ebenfalls schwer beizukommen ist, treten vermehrt auf und führen zu erhöhter Sterblichkeit. Die Projekte und Studien diesem Forschungsfeld konzentrieren sich auf diese schwer behandelbaren Infektionen mit dem Ziel, Infektionsprozesse besser zu verstehen und Diagnose, Behandlung und klinisches Management zu verbessern.

Den Kern dieses Forschungsbereichs bilden zwei klinische Studien und vier translationale Projekte:

Schwer behandelbare Infektionen | Bugs



AlertsNet2.0

AlertsNet2.0

Inzidenz von Blutstrominfektionen, Antibiotikaresistenzen, Blutkulturanforderungen und die Praxis der Blutkulturdiagnostik in Thüringen – ein prospektives populationsbasiertes Register
Prof. Dr. Frank M. Brunkhorst
AlertsNet2.0,
Projektleiter,
Zentrum für Klinische Studien, Universitätsklinikum Jena
Dr. rer. nat. Roland Schmitz
Projektkoordinator,
Zentrum für klinische Studien, Universitätsklinikum Jena

Das bisherige Scheitern neuer Ansätze zur Behandlung von Blutstrominfektionen (BSI) ist eng mit den Defiziten einer differenzierten Diagnosemöglichkeit verbunden. Der Zeitpunkt der Diagnose und damit die frühzeitige Initiierung therapeutischer Maßnahmen ist jedoch die entscheidende Determinante der hohen Letalität. Dabei ist der Nachweis von Mikroorganismen durch die Blutkultur (BK) für eine adäquate antimikrobielle Therapie der Sepsis unabdingbare Voraussetzung. Erst die Kenntnis des Erregers und seiner Antibiotika-Empfindlichkeit erlaubt nach Einleitung einer empirischen Initialtherapie gezielte antiinfektive Maßnahmen und stellt die Weichen für das weitere diagnostische Vorgehen. Dies verbessert die Prognose, verkürzt die Liegedauer und hilft, eine antiinfektive Übertherapie zu vermeiden.

Die Umsetzung der Blutkulturdiagnostik nach aktuellen Leitlinien ist daher eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie septischer Patienten. Bei lediglich 10 % der Patienten mit schwerer Sepsis gelingt ein Erregernachweis. Lange Transportzeiten der Blutkulturflaschen von der Intensivstation zum mikrobiologischen Labor tragen dazu entscheidend bei. Weiterhin ist aber die Zahl der entnommenen Blutkulturen zu gering (16,3 BK-Sets auf 1.000 Patiententage in Deutschland1). Nach einer Auswertung von Daten des Krankenhaus-Infektions-Surveillance-Systems (KISS) von 223 deutschen Intensivstationen, sollten auf Intensivstationen zumindest 90 BK-Sets/1.000 Patientenliegetage entnommen werden.2 Für Deutschland liegen zudem kaum populationsbezogene Daten zur Antibiotikaresistenz vor und klinische patientenbezogene Daten zu demographischen Faktoren, Morbidität und Letalität sind nicht verfügbar. Dagegen liegen populationsbasierte Daten zu BSI-Raten mit Patientenbezug aus Erhebungen der International Bacteremia Surveillance Collaborative (IBSC)3 u. a. aus Kanada, Skandinavien und Australien vor.

Das thüringenweite prospektive populationsbasierte Register AlertsNet dient dem Aufbau eines Datenerfassungs- und Warnsystems für die Diagnose von BSI, der Identifizierung von Risikofaktoren und der Verbesserung der Behandlung und des Outcomes stationärer Patienten mit BSI. Das Projekt nutzt eine landesweit etablierte elektronische Datenbank für Blutkulturbefunde. Die Datenbank beinhaltet neben diesen Informationen klinische und demographische Daten von Patienten mit nachgewiesener BSI. Von ~316,000 anfallenden BK-Sets/Jahr werden ~25,300 positive BK-Set/Jahr erwartet, von denen wiederum ca. ~20,200 klinisch relevant-positiv sein werden, das entspricht ca. 5.000 Patienten. Primäre Endpunkte sind die Inzidenzrate positiver Blutkulturen (Zahl/1.000 BK-Sets) und die Gesamtzahl entnommener BK-Sets (Zahl/1.000 Patiententage und einsendender Institution).

 

 
 

 

Die erhobenen Daten ermöglichen die Entwicklung von Qualitätsindikatoren und die Bestimmung von Referenzwerten für diese Indikatoren nach Adjustierung der Krankenhauscharakteristika sowie eine Analyse der Beziehung zwischen der Inzidenzrate der Blutkulturentnahme, des Case-Mix, der Fallschwere und Größe der klinischen Einrichtung und der Letalität.

Das Netzwerk wird bis 2018 bis zu 38 Krankenhäuser und 18 mikrobiologische Labore vereinen und somit populationsbezogene Daten für den Freistaat liefern. Eine Übermittlung der Daten an EARS und ein Austausch mit der IBSC ist vorgesehen.

  1. EARS-Report 2013/2014, European Antimicrobial Resistance Surveillance System, www.ecdc.europa.eu
  2. Karch A, Castell S, Schwab F, Geffers C, Bongartz H, Brunkhorst FM, Gastmeier P, Mikolajczyk RT: Proposing an empirically justified reference threshold for blood culture sampling rates in intensive care units. J Clin Microbiol 2015; 53(2): 648–52
  3. Laupland KB, Schønheyder HC, Kennedy KJ, Lyytikäinen O, Valiquette L, Galbraith J, Collignon P, Church DL, Gregson DB, Kibsey P: Rationale for and protocol of a multi-national population-based bacteremia surveillance collaborative. BMC research notes 2009; 2: 146

Weiterführende Informationen



Support  

Support

Studie zum Nutzen eines landesweiten Beratungsprogramms zur Verbesserung der Ergebnisse in Patienten mit Staphylokokken-Bakteriämie in Thüringen
Prof. Dr. Mathias Pletz
Zentrumsleitung CSCC,
Institut für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene

Staphylococcus aureus Bakteriämien (SAB) sind häufige Erkrankungen mit hoher Letalität. Hinsichtlich des Verlaufs, der notwendigen Diagnostik und der Behandlung unterscheiden sich SAB wesentlich von Blutstrominfektionen durch andere Erreger. Im klinischen Alltag wird die Schwere der Erkrankung häufig unterschätzt. 

Daten aus nicht-randomisierten und retrospektiven Studien belegen, dass die konsiliarische Mitbetreuung durch klinische Infektiologen zu einem signifikant verbesserten Überleben, kürzeren Krankenhausverweildauern und zu geringeren Komplikationsraten führt. Dem entgegen steht, dass eine bedeutende Anzahl von Patienten in kleinen und mittelgroßen Krankenhäusern behandelt werden und, aufgrund des derzeit bestehenden Mangels an klinischen Infektiologen, nicht direkt von einem solchen betreut werden können. In Thüringen mit 2,2 Millionen Einwohnern sind derzeit lediglich 3 klinische Infektiologen stationär tätig. 

Support ist eine kontrollierte Cluster-randomisierte, multizentrische Studie, mit der die Hypothese untersucht wird, dass nicht-angeforderte Telefonkonsil durch einen klinischen Infektiologen den Krankheitsverlauf von Patienten mit SAB in Thüringen verbessert. Innerhalb von 3 Jahren sollen dafür 500 Patienten mit SAB eingeschlossen werden. Die Hälfte dieser Patienten wird ein Telefonkonsil durch einen klinischen Infektiologen erhalten (Interventionsgruppe). Die andere Hälfte der Patienten erhält die Standardbehandlung ohne Mitbetreuung durch einen klinischen Infektiologen (Kontrollgruppe). 

Die SAB werden durch AlertsNet berichtet. Anschließend werden die behandelnden Ärzte der Krankenhäuser der Interventionsgruppe telefonisch kontaktiert, um ein fallspezifisches Konsil zu erstellen. Krankheitsverlauf und Überleben der Patienten wird für 90 Tage dokumentiert. Wir erwarten, dass die Einhaltung der, im Konsil empfohlenen, diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen, den Krankheitsverlauf von Patienten mit SAB in Thüringen verbessert.



Phenotype  

Phenotype

Glykoproteomische Immunophänotypisierung und funktionelle Analyse von Monozyten in verschiedenen klinischen, mit Staphylococcus aureus Bakteriämie einhergehenden, Sepsis-assoziierten Krankheitsbildern
Prof. Dr. Hortense Slevogt
Projektleiterin,
Host Septomics, ZIK Septomics

Die Staphylococcus aureus-assoziierten Krankheitsbilder

  • S. aureus Bakteriämie mit akuter Sepsis,
  • anhaltend hohe Sterblichkeit bei Überlebenden einer S. aureus Bakteriämie mit Sepsis und
  • chronische Spondylodiszitis/vertebrale Osteomyelitis nach hämatogener Ausbreitung des Erregers

stehen in Verbindung mit der sogenannten Immunosuppression, die aufgrund veränderter Rezeptorexpressionsmuster und der Entwicklung einer Toleranz in der Monozyten-/Makrophagenpopulation auftreten kann. Jüngste Entwicklungen in auf Massenspektrometrie basierenden Technologien ermöglichen die globale qualitative und quantitative Analyse von Membranproteinen, wie z. B. des „Surfaceome“, welches die Gesamtheit an Membranproteinen, die auf der zellulären Plasmamembran exprimiert werden, umfasst.

Abb: Protein-Abdeckung der Oberfläche von Immunzellen. Das Surfaceome wird aktuell auf mindestens 2383 Proteine geschätzt (UniProt-Annotation). Der Cluster der Differenzierung (CD) derzeit bis zu CD360 nummeriert (Bock et al., 2012), klassifiziert Antigene auf der Oberfläche von Leukozyten. 

 

Unser Ziel ist die Charakterisierung des sekundären immunosuppressiven Zustandes, der nach S. aureus Bakteriämie mit Sepsis auftritt, mittels eines glykoproteomischen Ansatzes, der die Immunphänotypisierung der Zelloberfläche von Monozyten in verschiedenen Mausmodellen ermöglicht. Die Mausmodelle repräsentieren unterschiedliche klinische Krankheitsbilder und Symptom die infolge von S. aureus Infektionen auftreten. Die von uns generierten „Surfaceome“-Daten werden mit Daten aus Funktionalitätsanalysen verglichen, die den immunologischen Status der Monozyten im Zeitverlauf einer S. aureus Infektion adressieren, mit speziellem Fokus auf S. aureus verursachte Toleranz. Zusätzlich werden wir die Ergebnisse aus den Mausexperimenten mit Ergebnissen aus der „Surfaceome“-Analyse und funktionellen Immunphänotypisierungen von Monozyten aus Patienten in verschiedenen klinischen Stadien einer systemischen S. aureus Infektion vergleichen.

Unsere Studie wird Oberflächenmarker von Monozyten bei einer S. aureus Bakterämie mit Sepsis identifizieren, die es erlauben, den Immunstatus des Patienten zu beschreiben und somit dabei helfen, funktionelle Konsequenzen der Monozyten-Immunsuppression zu erfassen. Darüber hinaus ermöglicht der experimentelle Ansatz, Patientengruppen zu identifizieren, denen immunmodulatorische Therapien nutzen könnten. Mit dem Projekt wollen wir dazu beitragen, die Rolle, die Schwere und den Mechanismus der Immunsuppression im Verlauf einer akuten und einer chronischen S. aureus Infektionen weiter zu verdeutlichen.



StaphBone  

StaphBone

Staphylococcus aureus Pathogenese: Von der Sepsis zur hämatogenen chronischen Knocheninfektion
Prof. Dr. Bettina Löffler
Projektleiterin & CSCC-Sprecherin,
Institut für medizinische Mikrobiologie, Universitätsklinikum Jena
Prof. Dr. Ute Neugebauer
Projektleiterin,
Center for Sepsis Control and Care

Staphylococcus aureus ist ein fakultativ pathogenes Bakterium, das epitheliale Oberflächen vieler Gesunder kolonisiert, aber dennoch einer der häufigsten Erreger von Sepsis darstellt. Während einer Blutstrominfektion kann S. aureus verschiedene Organe infizieren und invasive Infektionen auslösen, wie eine Osteomyelitis (Knocheninfektion). Eine hämatogene Knocheninfektion ist eine schwere Komplikation einer S. aureus Bakteriämie/Sepsis, da eine Osteomyelitis eine lange Behandlung erfordert. Die Ursache dafür ist wahrscheinlich in der komplexen Interaktion von S. aureus mit Knochengewebe begründet. S. aureus verfügt über eine Vielzahl von Virulenzfaktoren, wie adhäsive Oberflächenmoleküle (Adhäsine), Toxine und zytotoxische Peptide. Im Allgemeinen ist die Ausstattung mit Virulenzfaktoren sehr Stamm-spezifisch. Bisher konnten jedoch noch keine Virulenzfaktoren identifiziert werden, die für die hämatogene Ausbreitung und bakterielle Absiedlung ins Knochengewebe verantwortlich sind. In unserer Studie planen wir klinische S. aureus Isolate von hämatogener Spondylodiszitis/Osteomyelitis zu sammeln und zu charakterisieren und sie mit Isolaten von Sepsis ohne Metastasierung oder mit Kolonisationsisolaten aus der Nase zu vergleichen. Alle Isolate werden molekularbiologisch auf ihre Virulenzfaktorexpression und mittels funktioneller Assays auf ihre Infektionsstrategien untersucht. Weiterhin werden wir Raman-Spektroskopie als optische Methode anwenden, um charakteristische Merkmale zwischen den Gruppen zu erarbeiten. Damit der gesamte Prozess der hämatogenen Osteomyelitisentstehung analysiert werden kann, werden wir ausgewählte S. aureus Stämme in einem murinen Sepsismodell testen, bei dem, ähnlich wie beim Menschen, eine chronische Osteomyelitis als Folgeerkrankung auftritt. An diesem in-vivo Modell planen wir weiterhin neuartige Bildgebungsmethoden (Zwei-Photonen-Mikroskopie und MRT-Messungen) zu entwickeln, um den Pathogeneseprozess von Sepsis zur Osteomyelitis zu untersuchen. Die Identifizierung von Virulenzmustern, die es S. aureus ermöglichen, hämatogene metastatische Knocheninfektionen zu etablieren, ist die Voraussetzung, um neue präventive und therapeutische Möglichkeiten zu erarbeiten.



Quantim  

Quantim

Quantifizierung der angeborenen Immunantwort im Vollblutinfektionsmodell
Prof. Dr. Oliver Kurzai
Projektleiter,
Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut
Prof. Dr. Marc-Thilo Figge
Projektleiter,
Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut
Dr. Daniel Thomas-Rüddel
Projektleiter,
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Jena

Sepsis – d.h. eine schwere Infektion verbunden mit Organdysfunktionen – ist ein verbreitetes und tödliches Syndrom. Trotz der Verfügbarkeit von Daten zellulärer und molekularer Prozesse, die mit einer systemischen Entzündung verbunden sind, wurden bisher nur geringe Fortschritte im Bereich der pharmakologischen Modulation entzündlicher Fehlregulationen erzielt. Ein Grund dafür ist die Heterogenität dieses klinischen Syndroms in Folge der unterschiedlichen pathologischen Zustände und der variablen Krankheitsverläufe individueller Patienten. Daher ist es von zentraler Bedeutung, Werkzeuge zu entwickeln, welche eine Kategorisierung von Sepsis-Patienten ermöglichen und die Wirkung individueller therapeutischer Interventionen vorhersagen. Im Rahmen des QUANTIM Projektes wird ein humanes Vollblut-Infektionsmodell mit mathematischer Modellierung kombiniert, um die dynamische und globale Organisation der angeborenen Immunantwort auf eine Infektion zu quantifizieren. Blutproben von gesunden Probanden werden für verschiedene Krankheitserreger untersucht, um eine vergleichende Analyse regulatorischer Netzwerke von Entzündung und Erregereliminierung anzustellen. Diese Daten werden mit Analysen klinischer Proben von Sepsis-Patienten und Patienten, die trotz ungünstiger Prognose Sepsis überlebt haben, verglichen werden. Das Hauptziel des Projektes ist es, Muster von Fehlregulationen zu identifizieren, die spezifisch für Patientengruppen mit definierten Krankheitsbildern und für post-Sepsis-Patienten mit immunologischen Veränderungen sind. Zu diesem Zweck wird Wissen über den klinischen Verlauf von Patienten, welches von unseren Partnern innerhalb des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum „Sepsis und Sepsisfolgen“ (Center for Sepsis Control and Care, kurz: CSCC) generiert wird, integriert werden. Die Entwicklung funktioneller Klassifizierer wird die Differenzierung von Sepsis-Patienten ermöglichen und die Grundlage für die künftige Patientenstratifikation bilden.



CanBac  

CanBac

Interaktionen von Candida albicans mit Bakterien
Prof. Dr. Ilse D. Jacobsen
Projektleiterin,
Mikrobielle Immunologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena und Leibniz Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Institut
Prof. Dr. Bernhard Hube
Projektleiter,
Mikrobielle Pathogenitätsmechanismen, Friedrich-Schiller-Universität Jena und Leibniz Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Institut
PD Dr. Matthias Brock
Principal Investigator,
Microbial Biochemistry and Physiology, Friedrich Schiller University Jena and Leibniz Institute for Natural Product Research and Infection Biology - Hans Knöll Institute

Candida albicans ist der häufigste Erreger von lebensbedrohlichen Pilzinfektionen und Pilzsepsis in Krankenhäusern. Infektionen werden in der Regel durch dieselben Stämme ausgelöst, die als normale Bewohner auf menschlichen Schleimhäuten, vor allem im Darm, zu finden sind. Während der harmlosen Besiedlung, aber auch während der Infektion, interagiert C. albicans nicht nur mit dem menschlichen Wirt sondern auch mit den Bakterien der mikrobiellen Flora. In Tierversuchen wurde z. B. gezeigt, dass die Reduktion der Darmbakterien durch Antibiotika eine Voraussetzung für die Ausbreitung des Pilzes aus dem Darm (Translokation) ist, manche Bakterien also eine schützende Wirkung haben. Andererseits wurden auch Interaktionen von C. albicans mit krankheitserregenden Bakterien beschrieben, die als Sepsiserreger bekannt sind. Zudem finden sich auf medizinischen Implantaten oft gemischte Biofilme mit C. albicans und Bakterien; diese Biofilme stellen ebenfalls eine wichtige Infektionsquelle dar.

Das Ziel des CanBac Projektes ist es daher, Interaktionen von C. albicans mit Bakterien und deren klinische Bedeutung zu untersuchen. Dabei wird mittels Zellkultur- und Tiermodellen untersucht, welche Gene der Erreger an den Interaktionen und der Translokation beteiligt sind. Parallel wird erforscht, welche immunologischen Vorgänge wichtig sind und wie diese durch Pilz-Bakterien-Interaktion beeinflusst werden. Durch bildgebende Verfahren kann die Kolonisierung, Translokation und Verbreitung im Tier verfolgt werden.

Die Ergebnisse dieses Projekts werden zu einem besseren Verständnis der Interaktionen zwischen verschiedenen Mikroorganismen im menschlichen Körper beitragen und klären, inwieweit diese Interaktionen einen Einfluss auf die Entstehung von Infektionen haben. Sie werden helfen, mikrobiologischer Befunde im Hinblick auf die Risikoabschätzung für Patienten besser einzuschätzen und können zur Entwicklung neuer prophylaktischer und therapeutischer Ansätze beitragen.



Drugs – neue Strategien für antimikrobielle Therapien

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass eine inadäquate antibiotische Behandlung, basierend auf Resistenzen, Unterdosierung und / oder verspätetem Therapiebeginn zu einer dramatischen Erhöhung der Sterblichkeit bei Sepsis führt. Bis zu 80% der Patienten, die an schwerer Sepsis oder septischem Schock erkrankt sind, weisen subinhibitorische Antibiotikakonzentrationen im Blutplasma auf, wenn sie mit in Leitlinien festgelegten Dosen behandelt werden. Ursache dafür sind massive physiologische Störungen von Organfunktionen. Das kann in Behandlungsversagen und der Selektion resistenter Organismen resultieren. Da kaum neue Antibiotika entwickelt werden, ist der optimierte Einsatz der vorhandenen Substanzen unabdingbar – insbesondere in Anbetracht der zunehmenden Resistenzbildung. Therapeutisches Drug-Monitoring (TDM) wird in zwei Studien und einem translationalen Projekt als Möglichkeit untersucht, um vordefinierte pharmakokinetische / pharmakodynamische Zielwerte zu erreichen. Das zweite Thema des Forschungsbereichs und Ziel einer Studie ist die frühe Diagnose invasiver Candida-Infektionen bei Risikopatienten.

Drei klinische Studien und ein translationales Projekt bilden den Kern dieses Forschungsfelds:

Neue Strategien für antimikrobielle Therapien | Drugs



CandiSep

CandiSep

(1,3)-β-D-Glukan-basierte Diagnose von invasiven Candida –Infektionen versus Kultur-basierter Diagnose in Patienten mit schwerer Sepsis oder septischem Schock und einem hohen Risiko für invasive Candida -Infektionen
Dr. Frank Bloos, PhD
Projektleiter,
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Jena

Neben Bakterien können auch Infektionen des Blutes und der Bauchhöhle mit Candida (Hefepilzen) Ursache einer Sepsis sein. Intensivpatienten sind aufgrund ihrer Abwehrschwäche sowie der häufig erforderlichen Behandlung mit starken Antibiotika besonders anfällig für Candida-Infektionen. Die Sterblichkeit ist hoch. Besonders problematisch ist, dass der klassische mikrobiologische Nachweis von Candida im Blut nur in der Hälfte aller Fälle gelingt und mehrere Tage in Anspruch nimmt. Schon eine Verzögerung der Behandlung mit einem gegen Candida wirksamen Medikament um nur einen Tag steigert die Sterblichkeit ganz erheblich.

Alternative Verfahren zum Nachweis invasiver Candida-Infektionen sind deshalb dringend erforderlich. (1,3)-β-D-Glukan (BDG) ist ein wichtiger Bestandteil der Zellwand von Candida, aber auch von anderen Pilzspezies. Er lässt sich mittels eines bereits erhältlichen Testes (Fungitell®) aus dem Blut nachweisen. Bisherige Studien zeigen, dass der Test bei ca. 80% aller Intensivpatienten mit schweren Candida-Infektionen positiv ist, meist Tage bevor ein mikrobiologischer Nachweis gelingt. Problematisch ist die relativ hohe Rate falsch positiver Befunde. Es fehlen jedoch Studien zu der Frage, ob die Anwendung des Testes bei Intensivpatienten auch tatsächlich die Behandlung und das Überleben verbessert.

Diese Lücke wollen wir mit einer multizentrischen klinischen Studie schließen. Eingeschlossenen werden sollen 368 Intensivpatienten mit neu aufgetretener schwerer Sepsis und Risikofaktoren für eine invasive Candida-Infektion. Neben der mikrobiologischen Diagnostik erfolgt auch eine BDG-Bestimmung. Nur in der Interventionsgruppe wird dass Ergebnis an die behandelnden Ärzte übermittelt und kann zur zeitnahen Einleitung einer adäquaten Therapie führen, in der Kontrollgruppe steht der Wert zur Behandlungsplanung nicht zur Verfügung. Untersucht wird, ob die Einbeziehung einer BDG-Bestimmung bei Risikogruppen die 28-Tage-Sterblichkeit reduzieren kann.



Target

Target

Therapeutisches Drug Monitoring für Piperacillin/Tazobactam
Dr. Stefan Hagel, MSc
Projektleiter,
Zentrum für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene, Universitätsklinikum

Während der Auswahl und dem Zeitpunkt der Antibiotikatherapie bei Sepsispatienten in den letzten Jahren große Aufmerksamkeit geschenkt wurde, sind die Evaluation der optimalen Dosierungen und deren Überwachungsstrategien noch nicht ausgereift. Angesichts der Verbreitung multiresistenter Erreger und des Fehlens neuer Antibiotika ist die optimale Anwendung des bestehenden Arsenals jedoch zwingend notwendig. In mehreren Studien konnte gezeigt werden, dass bei über der Hälfte der Sepsispatienten, unter der nach Fachinformation empfohlenen Standarddosierung, die Serumkonzentration von Antibiotika zu niedrig ist und dies mit einem schlechteren Outcome einhergeht. Zudem konnte gezeigt werden, dass diese subtherapeutischen Antibiotika­spiegel die Entwicklung von antibiotikaresistenten Bakterien vorantreibt. Bisher wurde jedoch in keiner Studie untersucht, ob die Bestimmung der Blutkonzentration von Antibiotika, und eine auf Basis dieser Daten patienten-individuelle Dosisanpassung, das Outcome bei Sepsispatienten verbessert. Die TARGET-Studie zielt auf eine Optimierung der antimikrobiellen Therapie, mittels auf den Erreger der Sepsis abgestimmter patientenindividueller Dosisanpassung von Piperacillin, ab, die zu einer substanziellen Verbesserung der Prognose von Patienten mit schwerer Sepsis oder septischem Schock beitragen könnte.



Target-FN

Target-FN

Therapeutisches Drug Monitoring (TDM) für die personalisierte Antibiotika-Behandlung mit Piperacillin-Tazobactam (PipTaz) in Patienten mit neutropenischem Fieber
Prof. Dr. Marie von Lilienfeld-Toal
Projektleiterin,
Klinik für Innere Medizin II, Universitätsklinikum Jena

Febrile Neutropenie (FN) tritt während einer myelosuppressiven Chemotherapie in etwa 80% der Patienten auf und ist für gewöhnlich das erste Zeichen einer systemischen Infektion, eine der Hauptursachen von behandlungsassoziierter Sterblichkeit bei Krebs. Die meisten Episoden können auf bakterielle Infektionen in dieser immunsupprimierten Patientenpopulation zurückgeführt werden. Daher wird FN immer empirisch mit Breitbandantibiotika behandelt. Meist wird Piperacillin-Tazobactam (PipTaz) verwendet; etwa 50% der Patienten sprechen auf diese Behandlung an. Die verbleibenden 50% müssen mit Reserveantibiotika behandelt werden, was mit höherer Toxizität und dem Risiko weiterer Resistenzentwicklung verbunden ist. Vorläufige Daten weisen darauf hin, dass zum Teil subtherapeutische Wirkstoffspiegel mit für das Therapieversagen verantwortlich sein können.

Die klinische Studie Target-FN untersucht die Durchführbarkeit und Effektivität von personalisierter Applikation von PipTaz mittels therapeutischem Drug-Monitoring (TDM) bei Patienten mit hämatologischen Grunderkrankungen und FN. Das Ziel ist, die Ansprechrate im Vergleich zur Standardtherapie (50%) um 20% auf 70% zu erhöhen. Target-FN ist als prospektive, monozentrische, randomisierte klinische Studie geplant, die im Standardarm PipTaz in der üblichen Dosierung verabreicht und TDM-Proben nur zur diagnostischen Auswertung verwendet. Im Interventionsarm soll hingegen die PipTaz-Dosis gemäß TDM-Ergebnissen angepasst werden.

Die Ansprechrate wird als stabile Entfieberung – d.h. 5 aufeinanderfolgende fieberfreie Tage – erfasst. Zusätzlich werden Zahl der Tage mit Antibiotikatherapie, Dauer des Krankenhausaufenthaltes, Toxizitätsanalysen und Überleben nach 30 Tagen ausgewertet. Target-FN ist die erste Studie zu TDM bei FN. Falls erfolgreich, ist ein direkter Einfluss auf klinische Praxis und Leitlinien absehbar.



Smartdose

Smartdose

Simultane Bestimmung mehrerer Antibiotika mittels LC-MS / MS im Plasma, Gewebe und Atemkondensat für die personalisierte Behandlung mit Antibiotika
PD Dr. Dr. Michael Kiehntopf
Projektleiter,
Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik, Universitätsklinikum Jena

Eine angemessene Antibiotikadosierung ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung von systemischen Infektionen. Vermehrte wissenschaftliche Belege zeigen, dass ein festes Dosierungsregime zu einer unzureichenden und ineffektiven Antibiotikatherapie führen kann. Dies ist nicht nur durch die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen bedingt, sondern vor allem auch durch eine veränderte Pharmakokinetik (PK) bei kritisch kranken Patienten verursacht. Abhilfe kann hier eine Quantifizierung der Plasmakonzentration der Antibiotika durch Therapeutisches Drug Monitoring (TDM) mit dem Ziel einer personalisierten Therapie schaffen.

Das Ziel des Projektes Smartdose ist es daher ein LC-MS/MS-basiertes Verfahren zu entwickeln, mit dem eine simultane Quantifizierung verschiedener Antibiotika im Serum/Plasma möglich ist. Darüber hinaus soll das entwickelte Nachweisverfahren ebenfalls auf Gewebeproben und Atemgaskondensat angewendet werden, um zu untersuchen,ob die im Plasma nachgewiesene Antibiotika-Konzentration mit einer ausreichenden Medikamentenmenge am Wirkort einhergeht.

Für eine erste Anwendung des neuen Messverfahrens ist, in Kooperation mit den klinischen Studien Target und Target-FN, ein TDM der Piperacillin/Tazobactam-Konzentration geplant. Zusätzlich zum Einsatz der LC-MS/MS ist in ausgewählten Materialien auch die Etablierung und Validierung alternativer Methoden (Raman-Spektroskopie) geplant.

Abbildung: Beispielchromatogramm für Antiinfektiva        

Gezeigt sind die Peaks in einer Gesamtübersicht über die positive und negative Ionisierung, inklusive Retentionszeiten in einem Beispielchromatogramm für 1 mg/l Antiinfektiva in EDTA‑Plasma. Links: Chromatogramm aller Analyte bei positiver Ionisierung, rechts: Chromatogramm aller Analyte bei negativer Ionisierung. (Masterarbeit Christina Wichmann 2016: Simultane Quantifizierung von klinisch relevanten Antiinfektiva in Blutplasma mittels LC-MS/MS)



Damage – gezielte Strategien gegen Organversagen

Sepsis ist die Hauptursache für Multiorganversagen, das wiederum für kritisch Kranke prognosebestimmend ist. Dieses Organversagen wird häufig auf eine unkontrollierte Entzündungsantwort zurückgeführt. Therapien mit dem Ziel, Entzündungsmediatoren zu neutralisieren, haben allerdings in zahlreichen Studien den Krankheitsverlauf nicht wesentlich beeinflussen können. Zunehmend geraten zellspezifische Signalwege, die Organdysfunktionen beeinflussen, in den Fokus. Die Projekte im Forschungsfeld Damage beschäftigen sich mit sepsisinduziertem Organversagen, insbesondere mit dem Leberversagen. Das ultimative Ziel ist, in die dem Organversagen zugrundeliegende Pathophysiologie zell- und gewebespezifisch einzugreifen und medikamentös beeinflussbare Zielstrukturen zu identifizieren. Vielversprechende Ergebnisse aus der ersten Förderphase sollen zügig in die präklinische Erprobung überführt werden, unterstützt durch die systematische Kooperation mit dem Forschungscampus InfectoGnostics und dem Zentrum für Innovationskompetenz Septomics. Die begleitende Entwicklung von diagnostischen und theragnostischen Strategien soll die häufig auftretende Diskrepanz zwischen erfolgreichen Tierversuchen und dem späteren Versagen in klinischen Studien reduzieren.

Der Kern dieses Forschungsfelds wird durch sechs translationale Projekte und eine klinische Studie gebildet:

Gezielte Strategien gegen Organversagen | Damage



NanoDyeLivery

NanoDyeLivery

Hepatozyten-spezifisches Targeting mit Nanopartikeln

Prof. Dr. Michael Bauer
Sprecher der Zentrumsleitung CSCC,
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Jena
Prof. Dr. Britta Qualmann
Projektleiterin,
Institut für Biochemie I, Universitätsklinikum Jena

Die Leber spielt in der Wirtsantwort auf lebensbedrohliche Infektionen eine wesentliche Rolle. Ihre Kapazität, toxische Substanzen über die Galle auszuscheiden, scheint außergewöhnlich empfindlich gegenüber Entzündung zu sein. Auf molekularer Ebene kommt es dabei zu einer Herunterregulation von Transportproteinen an der Plasmamembran von Leberzellen, die an Gallencanaliculi grenzen und dadurch zu gestörter Produktion von Gallenflüssigkeit. In unseren bisherigen Arbeiten konnten wir zeigen, dass die Störung der Gallebildung und der Exkretion von Toxinen über die Leber ein häufiges Problem darstellt. Diese Störung lässt einen schlechten klinischen Verlauf erwarten und wird von pluripotenten Signalmolekülen beeinflusst. Mäuse, denen ein solches Signalmolekül fehlt, sind vor derartigen negativen Auswirkungen geschützt. Allerdings spielen diese Moleküle auch eine wesentliche Rolle in der Rekrutierung von Immunzellen zum Fokus einer Infektion und in der Steuerung der Funktion dieser Zellen. Die Nachteile einer allgemeinen Suppression von solchen zentralen Effektormolekülen überwiegen daher klar die positiven Effekte auf die Leberfunktion. Daher versucht das Projekt NanoDyeLivery, die Mechanismen Signalmolekül-abhängiger Funktionsstörungen aufzuklären und solche Moleküle spezifisch/ausschließlich in der Leber zu modulieren, um Nebenwirkungen auf das Immunsystem zu vermeiden.
Nanopartikel ermöglichen das Überwinden zellulärer Barrieren und den gezielten Wirkstofftransport. Unsere bisherigen Studien zeigten, dass der Fluoreszenzfarbstoff DY635 selektiv in Leberzellen aufgenommen wird. Wir haben diese Eigenschaft genutzt, um Hepatozyten-spezifische Nanopartikel zu designen. Immunzellen nehmen die Wirkstoff-geladenen Partikel nicht auf. Wir werden testen, ob dieses Konstrukt dazu geeignet ist, mit der Modulation intrazellulärer Signalmoleküle gezielt die Störung der Gallebildung zu verhindern, ohne gleichzeitig das Immunsystem zu beeinträchtigen. Dieses Konzept birgt das Potenzial einer neuen Behandlungsstrategie.



TarOrgSterol

TarOrgSterol

Gezielte Modulation der Cholesterinbiosynthese zur Verhinderung der Pneumokokken-assoziierten pulmonalen und sekundären Organdysfunktion

Prof. Dr. Ulrich S. Schubert
Projektleiter,
Lehrstuhl für Organische und Makromolekulare Chemie (IOMC), Center for Soft Matter (JCSM), Friedrich-Schiller-Universität Jena
Prof. Dr. Michael Bauer
Sprecher der Zentrumsleitung CSCC,
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Jena

Lungenentzündungen, hervorgerufen durch S. pneumoniae, stellen eine häufige klinische Infektion dar. Daneben führen invasive Serotypen sehr häufig zu einer Sepsis, begleitet von lokaler Lungendysfunktion (ARDS) und Versagen entfernter Organe. Die Organfunktion wird maßgeblich durch das Bakteriengift Pneumolysin von S. pneumoniae beeinflusst. Pneumolysin bindet an Cholesterin und bildet dabei Poren in Zellmembranen. Dadurch trägt es zur Barrierestörung und damit der Entwicklung einer Sepsis bei. Wir konnten zeigen, dass in Zellen der Leber, den Hepatozyten, die Biosynthese von Cholesterol und anderen Sterolen angepasst wird, wenn Pneumolysin zirkuliert, es also eine Kommunikation zwischen einer lokalen Entzündung der Lunge mit der Leber gibt. Im Menschen ist ein erhöhter Cholesterinspiegel mit einem günstigen Verlauf der Erkrankung assoziiert. Das therapeutische Potential, durch Eingreifen in diese Mechanismen einer Sepsis vorzubeugen, ist hoch und kann neue Optionen im Kontext der zunehmenden Antibiotikaresistenz eröffnen. Dennoch, selbst ein einfacher Transport von Cholesterol, einem Detergenz, in die Lungen ist mit erheblichen Hürden verbunden. Wir wollen Maßnahmen zur Verhinderung von lokalen und entfernten Organdysfunktionen entwickeln und überwachen. Dazu sollen Spitzentechnologien wie die kürzlich entwickelten organspezifischen Nanopartikel, die Wirkstoffe gezielt in die Hepatozyten bringen, und systemmedizinische Ansätze zur Transkriptom- und Metabolom-Analyse verwendet werden. Durch die Forschungen in diesem Projekt soll die Frage beantwortet werden können, ob organselektives Verabreichen von Medikamenten zur Beeinflussung des Cholesterolweges die Lungenfunktion während einer Pneumokokken-basierenden Erkrankung verbessern kann, um damit der Entwicklung einer Sepsis und dem Organversagen vorzubeugen.



Guliver

Guliver


Sepsis-bedingte Regulation der Barrierefunktion in humanen Darm- und Leber-Organoiden

PD Dr. Alexander S. Mosig
Juniorgruppen- und Projektleiter,
Biochip-basierte Organmodelle, Institut für Biochemie II und Center for Sepsis Control and Care, Universitätsklinikum Jena
Prof. Dr. Otmar Huber
Projektleiter,
Institut für Biochemie II, Universitätsklinikum Jena

Der Zusammenbruch von epithelialen und endothelialen Barrieren ist eine typische pathologische Veränderung im Verlauf der akuten Sepsis. Hierdurch kommt es zu einem Eintritt von Mikroorganismen, vor allem aus dem Darm in die Zirkulation. Derzeit werden sowohl Signalprozesse im Rahmen einer überschießenden Immunreaktion, als auch eine direkte Interaktion von pathogenen Bakterien und Pilzen mit den Epithel- und Endothelzellen als Ursache für die Beeinträchtigung der Barrierefunktion diskutiert. Im Rahmen des Projektes soll die Regulation des apikalen junktionalen Komplexes (AJK) und damit assoziierter Adapterproteine (z.B. Catenine, ZO-Proteine) während der Sepsis untersucht werden. Weiterhin sollen Möglichkeiten zur gezielten Modulation und Stabilisierung der Barrierefunktion untersucht werden. Im Mittelpunkt des Projektes stehen Studien zu gegenseitigen Wechselwirkungen zwischen dem Darm und Leber vor dem Hintergrund eines sepsis-assoziierten Verlustes der Darmbarrierefunktion. Ein wesentliches experimentelles Werkzeug für diese Studien stellen dabei mikrofluidische Biochips dar, in denen humanisierte Darm- und Leberorganoide etabliert und miteinander gekoppelt werden sollen.

Folgende Fragen sollen in diesem Projekt untersucht werden:

  • Welche Mechanismen sind an der verringerten Expression von AJK-Proteinen und dem damit einhergehenden Barriereverlust bei Sepsis beteiligt?
  • Welche Rolle spielen dabei Immunzell-vermittelte Prozesse?
  • Wie beeinflussen sich Leber und Darm unter entzündlichen Bedingungen gegenseitig?



TaSep

TaSep

Gezielte Beeinflussung von Endothelzellbarrieren in der Sepsis

Prof. Dr. Markus Gräler
Projektleiter,
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Jena
Prof. Dr. Regine Heller
Projektleiterin,
Institut für Molekulare Zellbiologie, Universitätsklinikum Jena
Dr. Sina M. Coldewey, PhD
Projektleiterin,
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Jena

Die mikrovaskuläre Dysfunktion ist ein wesentliches Kennzeichen der Sepsis und führt zu verminderter Organperfusion und nachfolgender Entstehung von Organversagen. Eines ihrer wesentlichen Charakteristika ist die Störung der endothelialen Barrierefunktion. Eine frühe Diagnose der Barrierestörung, gefolgt von präventiven oder therapeutischen Strategien, könnte daher den Verlauf einer Sepsis positiv beeinflussen. Im vorliegenden Projekt werden mit Sphingosin-1-phosphat (S1P) und dem S1P-Rezeptor Typ 1 (S1PR1) sowie der AMP-aktivierten Proteinkinase (AMPK) zwei zusammenhängende Signaltransduktionswege mit einer stabilisierenden Wirkung auf die Barrierefunktion untersucht und deren mögliche diagnostische und therapeutische Anwendbarkeit bei Sepsis geprüft. In diesem Zusammenhang werden diagnostische Tests etabliert, um S1P/S1PR1-Signalübermittlung und AMPK-Aktivität in einer prospektiven Beobachtungsstudie in Sepsispatienten zu beurteilen. Dazu wird unter anderem ein eigenentwickelter monoklonaler Antikörper eingesetzt, der den humanen S1PR1 in der Durchflusszytometrie auf der Zelloberfläche detektiert. Die Korrelation der AMPK-Phosphorylierung und der S1P/S1PR1-Signalweiterleitung mit etablierten Biomarkern für vaskuläre Dysfunktion und Organversagen soll die Rolle der untersuchten Signalwege im komplexen Krankheitsbild der Sepsis offenlegen. Weiterhin werden Strategien zielgerichteter Pharmakotherapien für beide Signalwege experimentell untersucht. Dieses Projekt stellt damit die erste Studie dar, in der klinische Relevanz und mögliche therapeutische Nutzung der S1P/S1PR1-Signaltransduktion und der AMPK-Aktivierung für die Aufrechterhaltung und Stabilisierung der Endothelzellbarriere in Sepsispatienten adressiert wird.




InsultLiver

InsultLiver

Konsequenzen der NLRP3 Inflammasom-Aktivierung bei septischer Leberschädigung

Dr. Tony Bruns
Principal Investigator,
Klinik für Innere Medizin IV, Universitätsklinikum Jena

Die inflammatorische Immunantwort bei Sepsis ist ein zweischneidiges Schwert, welche die Elimination von pathogenen Erregern unterstützt, jedoch auch Organschäden auslösen und verstärken kann. Inflammasom-Komplexe spielen eine zentrale Rolle bei der Infektionsabwehr, ihre unbegrenzte Aktivierung vermitteln jedoch auch Organschäden bei einer Vielzahl von Krankheiten. Insbesondere die Aktivierung des NOD-ähnlichen Rezeptorfamilienmitgliedes NLRP3 in der Leber kann Entzündung, Fibrose und Zelltod induzieren, aber seine Regulation in der septischen Leberschädigung ist nur unzureichend verstanden.

In diesem Projekt sollen die hepatische Regulation des NLRP3-Inflammasoms in der septischen Leberschädigung und die Folgen der Inflammasom-Aktivierung auf Entzündung, Metabolismus und Zelltod in der Leber untersucht werden. Hierzu wird die Inflammasom-Aktivierung in verschiedenen Zelltypen im Modell der polymikrobiellen abdominellen Sepsis analysiert. Der Einsatz molekularer multimodaler Bildgebung soll es erlauben, Folgen der septischen Organschädigung über große Flächen der Leber in Echtzeit darzustellen. Darüber hinaus werden wir prüfen, ob und welche löslichen Faktoren die Inflammasom-Aktivierung bei Patienten mit septischer Leberschädigung vermitteln.

Ziel des Projektes ist ein Verständnis zeit- und zellspezifischer Regulation der Inflammasom-Aktivierung im Verlauf der Sepsis zu erlangen, um gezielte entzündungshemmende Strategien zu ermöglichen, damit Morbidität und Mortalität von Patienten mit septischer Leberschädigung verbessert werden können.



NeoSep II

NeoSep

Makromolekulare Komplexe des angeborenen Immunsystems während neonataler Sepsis

Dr. Sachin D. Deshmukh
Projektleiter,
Center for Sepsis Control and Care, Universitätsklinikum Jena
Prof. Dr. Hans Proquitté
Projektleiter,
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Jena

Bei Neugeborenen ist die Reaktion des angeborenen Immunsystems entscheidend für die Entwicklung und Erhaltung der Wirtsabwehr. Entzündungen infolge von Infektionen, wie z.B. Meningitis, sind eng mit neonataler Sepsis assoziiert. Zellwandbestandteile, z.B. Lipopolysaccharid Gram-negativer Bakterien wie E. coli und RNA Gram-positiver Bakterien wie Streptokokken der Gruppe B (GBS) induzieren die Bildung von Zytokinen. GBS-RNA löst die Bildung zytoplasmatischer makromolekularer Komplexe unter Beteiligung von MyD88 (myloid differentiation primary response gene 88), Toll-like Rezeptoren und Inflammasomen, die Caspase enthalten, aus.

Unser Projekt konzentriert sich auf den Nachweis und die Charakterisierung der veränderten angeborenen Immunantwort bei septischer Organschädigung. Wir werden die Regulation der Multiprotein-Immunkomplexbildung sowie die Eigenschaften der Immunkomplexe, die zu charakteristischen Organschäden bei entzündlichen Erkrankungen führen, experimentell analysieren und ihre Eignung als Biomarker für neonatale Sepsis sowie potentielle Wirkstoff-Targets für entzündungshemmende Therapien prüfen. Darüber hinaus werden molekulare Determinanten der Komplexbildung und ihrer Translokation über biologische Barrieren hinweg untersucht. Die Ergebnisse fließen in Untersuchungen an Frühgeborenen sowie Neugeborenen mit sehr niedrigem Geburtsgewicht, die ein hohes Sepsisrisiko haben, ein.



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Untersuchung der Mechanismen und der Wirksamkeit eines Hämoadsorptionsverfahrens auf die Prävention eines vasodilatatorischen Schocks in herzchirurgischen Patienten mit infektiöser Endokarditis


Infektiöse Endokarditis (IE) ist mit einer hohen Mortalität von etwa 50% assoziiert, v.a. durch postoperative Komplikationen wie Kreislaufversagen und septischem Schock. Der Mechanismus des Kreislaufversagens nach IE-Operation ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass pro-inflammatorische und vasoaktive Zytokine daran beteiligt sind und mit einer schlechten Prognose bei septischem Schock einhergehen. Außerdem könnte die Freisetzung von infektiösem Material während der Resektion von infiziertem Gewebe während der OP eine Rolle spielen. Voruntersuchungen haben bei IE-Patienten höhere Zytokin-Freisetzungsprofile gezeigt als bei Patienten, an denen eine OP bei degenerativer Herzklappenerkrankung durchgeführt wurde. In CLP-induzierten septischen Ratten wurde gezeigt, dass ein Hämoadsorptionsfilter (CytoSorb® ) – ein nicht-selektiver Zytokin-Adsorber – die zirkulierenden Zytokine aus dem Blut entfernte, den Blutdruck stabilisierte und dadurch das Kurzzeitüberleben erhöhte. Gesamtziel der Studie ist es, die Effektivität eines Hämoadsorptionsfilters auf den post-operativen Verlauf von IE-Patienten zu untersuchen.



Repair – Rehabilitation und Erforschung lang- und mittelfristiger Folgen der Sepsis

Neben früher Diagnose und schneller Behandlung der Sepsis beeinflusst auch die mittel- und langfristige Versorgung von Sepsisüberlebenden das klinische Gesamtresultat und die Lebensqualität der Betroffenen. Während aktuelle Daten eine Abnahme der sepsisbedingten Sterblichkeit auf Intensivstationen und in Kliniken belegen, fehlen detaillierte epidemiologische Daten über mittel- und langfristige Krankheitsfolgen im Zusammenhang mit einer überstandenen Sepsis. Trotz der hohen klinischen Relevanz sind die biologischen Mechanismen, die den Folgeerkrankungen zugrunde liegen, kaum verstanden; auch Behandlungsoptionen fehlen. Mit der sinkenden Sterblichkeit steigt die Belastung durch Sepsisfolgen (burden of disease) sowohl für ehemalige Patienten und ihre Angehörigen als auch für das Gesundheitswesen. Forschungsfeld Repair widmet sich den derzeitigen Wissenslücken hinsichtlich mittel- und langfristiger Sepsisfolgen.

Der Kern des Forschungsbereichs besteht aus drei klinischen Studien und zwei translationalen Projekten:

Rehabilitation und langfristige Folgen der Sepsis | Repair



MSC Mid-German Sepsis Cohort

Mid-German Sepsis Cohort

MSC Mid-German Sepsis Cohort
Prof. Dr. André Scherag
Stellvertretender Sprecher der Zentrumsleitung CSCC,
Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Datenwissenschaften (IMSID), Universitätsklinikum Jena
Prof. Dr. Konrad Reinhart
Projektleiter,
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Jena

Die „Mid-German Sepsis Cohort (MSC)“ ist geplant als die weltweit größte Kohortenstudie, die umfassend die funktionalen, kognitiven und psychischen Folgen sowie die Veränderung der Lebensqualität nach der Behandlung einer schweren Sepsis auf der Intensivstation (ITS) erheben wird.

Für die MSC ist eine Rekrutierungsdauer von 3 Jahren und einer zunächst finanzierten Nachbeobachtungsperiode von einem Jahr vorgesehen, 5 Jahre Nachbeobachtung werden angestrebt. Insgesamt sind 5 Studienzentren an der Rekrutierung beteiligt. Eingeschlossen werden Patientinnen und Patienten, die auf einer ITS wegen einer schweren Sepsis/eines septischen Schocks behandelt wurden und die bei Entlassung mindestens 18 Jahre sind und für die eine Einverständniserklärung vorliegt. Es gibt keine gesonderten Ausschlusskriterien. Patientinnen und Patienten werden nach Entlassung von der Intensivstation möglichst lange in regelmäßigen Abständen nachbeobachtet werden. Neben allgemeinen Charakteristiken der Patienten und ihrer intensivmedizinischen Behandlung werden insbesondere ihre funktionellen Fähigkeiten erfasst, die als „activities of daily living“ bzw. „instrumental activities of daily living“ (z.B. Laufen, Anziehen, Waschen) bezeichnet werden. Daneben werden weitere patientenrelevante Endpunkte wie z.B. gesundheitsbezogene Lebensqualität, kognitive Einschränkungen, posttraumatischer Stress, Angst und Depression sowie neuromuskuläre Defizite, Schmerz, Schlafstörungen, das Gewicht und die Wiederaufnahme der Arbeit erfasst werden. Teilnehmenden Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen wird auf Wunsch eine Versorgungsplattform geboten. Ultimativ werden die generierten Ergebnisse dazu beitragen, spezielle, adaptierte Rehabilitationsmaßnahmen zu entwickeln.

Zur Webseite der Mitteldeutschen Sepsis Kohorte - MSC




Repair Behandlung Post-traumatischer Belastungsstörung nach schwerer Sepsis von Patienten und deren Lebenspartnern

Repair

Repair Behandlung Post-traumatischer Belastungsstörung nach schwerer Sepsis von Patienten und deren Lebenspartnern

PD Dr. Jenny Rosendahl
Projektleiterin,
Institut für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Jena
Prof. Dr. Christine Knaevelsrud
Projektleiterin,
Klinische Psychologie und Psychotherapie, Freie Universität Berlin

Psychische Störungen wie die Post-traumatische Belastungsstörung (PTBS) sind häufige Folgen einer intensivmedizinischen Behandlung bei schwerer Sepsis und betreffen neben Patienten auch deren Angehörige.

Primäres Ziel des Projektes ist die Überprüfung der Wirksamkeit und Sicherheit einer internet-basierten Therapie der Post-traumatischen Belastungsstörung bei Patienten, die eine schwere Sepsis überlebt haben, sowie deren Lebenspartnern.

Die Studienteilnehmer werden im Rahmen der Studie nach dem Zufallsprinzip entweder einer Therapiegruppe oder einer Warteliste zugewiesen. Patienten der Therapiegruppe  nehmen an einer Therapeuten-gestützten, internet-basierte Schreibtherapie zur Behandlung der PTBS, bestehend aus zwei wöchentlichen Schreibaufgaben über einen Zeitraum von 6 Wochen (insgesamt 11 Schreibaufgaben) teil. Eine Wartliste dient als Kontrollgruppe, um die spontane Remission zu kontrollieren. Diese Teilnehmer erhalten die Schreibtherapie nach etwa 6 Wochen im Anschluss an ihre Wartezeit.

Eingeschlossen werden erwachsene Patienten nach schwerer Sepsis, mit intensivmedizinischer Behandlung von mehr als 5 Tagen, oder Lebenspartner dieser Patienten. Diese müssen eine gesicherte Diagnose einer PTBS aufweisen, die mit der intensivmedizinischen Behandlung in Zusammenhang steht. Ausschlusskriterien sind Fehlen eines Lebenspartners, akute Psychose, Suizidabsichten, Depression, Einnahme von Neuroleptika und gleichzeitige psychotherapeutische Behandlung.

Zentrales Kriterium zur Beurteilung der Wirksamkeit der Schreibtherapie ist die Symptomschwere der PTBS nach deren Beendigung (etwa 6 Wochen nach Therapiebeginn). Weitere Ergebnisparameter sind Remission der PTBS, Depressivität, Angst, Somatisierung, Partnerschaftszufriedenheit, gesundheitsbezogene Lebensqualität und Therapieabbruch dienen als sekundäre Endpunkte. Es erfolgen Nacherhebungen zur Einschätzung der längerfristigen Therapiewirksamkeit nach 3, 6 bzw. 12 Monaten.

Insgesamt sollen 98 Patienten mit Partner in die Studie eingeschlossen werden. Die Studie ist auf 36 Monate angelegt, mit einer Rekrutierungsdauer von 24 Monaten.


Weitere Informationen erhalten Betroffene und Interessierte auf der Webseite der dazugehörigen Behandlungsplattform www.zweileben.net.



EncRescue Pathomechanismen und neue Behandlungsstrategien Sepsis-induzierter kognitiver Fehlfunktion

EncRescue

EncRescue Pathomechanismen und neue Behandlungsstrategien Sepsis-induzierter kognitiver Fehlfunktion

Prof. Dr. Christian Geis
Zentrumsleitung CSCC,
Hans-Berger Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Jena

Kognitive Defizite nach einer Sepsis sind ein häufiges Problem. Die Symptome umfassen Gedächtnis- sowie Lernstörungen, aber auch alltägliche Verrichtungen fallen Patienten nach einer schweren Entzündung oftmals schwer. Die Defizite sind langdauernd, manchmal irreversibel und für die Betroffenen und die Angehörigen zumeist schwerwiegend. Aufgrund der stetig besseren akutmedizinischen Versorgung steigt die Anzahl der Sepsis-Überlebenden kontinuierlich an, sodass auch die Kosten für das Gesundheitssystem zur Versorgung dieser Patienten nach dem Krankenhausaufenthalt weiter steigen. Große klinische Studien belegen, dass etwa 70 % der Patienten bei Entlassung aus dem Krankenhaus und etwa 45 % der Patienten noch nach einem Jahr beeinträchtigende kognitive Störungen haben. Eine aktuelle Studie zeigt, dass etwa ein Drittel der Patienten eine dementielle Symptomatik haben, die der einer milden Form der Alzheimer-Erkrankung entspricht.

Im Gegensatz zu der Häufigkeit und der hohen klinischen Relevanz sind die Ursachen für die Entstehung dieser kognitiven Fehlfunktion weitestgehend unbekannt. Therapeutische Optionen zur ursächlichen Behandlung dieser schwerwiegenden Symptome fehlen vollständig. Im Vorfeld zu dem Projekt EncRescue haben wir ein Mausmodell für eine schwere Sepsis zur Evaluation Sepsis-induzierter neurokognitiver Langzeitfolgen etabliert und charakteristische Verhaltensdefizite, elektrophysiologische Auffälligkeiten und neurochemische Veränderungen im Gehirn festgestellt. Im Projekt EncRescue werden wir in diesem Mausmodell neuartige therapeutische Ansätze untersuchen, die direkt mit pathophysiologischen Prozessen bei der Entstehung und Aufrechterhaltung dieser Fehlfunktionen interferieren. Hierbei sind spezifische Maßnahmen zur Veränderung der Genregulation vorgesehen sowie pharmakologische Versuche, die einen direkt translationalen Ansatz für die spätere Anwendung bei betroffenen Patienten haben.



SepSys Systembiologie der Sepsis

SepSys

SepSys Systembiologie der Sepsis

Prof. Dr. Rainer König
Projektleiter,
Systembiologie der Sepsis/König Lab, CSCC, Universitätsklinikum Jena

Unser Ziel ist, systembiologische Modelle zu entwickeln, um

  1. Moleküle, Signal- und Stoffwechselwege zu finden, die für die ungebundene Entzündungsantwort bei Sepsis relevant sind, damit sollen
  2. die molekularen Mechanismen entschlüsselt werden,
  3. Biomarker für die Frühdiagnose bestimmt werden, und
  4. spezifische Wirkstofftargets identifiziert werden.

Um das zu erreichen, werden neue Methoden entwickelt und molekulare Hochdurchsatzdatensätze von Sepsispatienten und Tiemodellen integriert, wie z.B. Genexpressions-, genomische, metabolomische, Proteomics- und Sequenzierdaten. Wir werden Modelle entwickeln, mit denen die Regulation von Signal und Stoffwechselwegen in verschiedenen Organen beobachtet werden kann. Wir analysieren die mögliche Auswirkung genetischer Varianten auf den klinischen Verlauf der Sepsis. Im speziellen sollen Varianten die zu Proteinfehlfunktion führen, in Patienten mit unerwartet gutem klinischen Verlauf gefunden werden, da diese Varianten auf potenzielle Wirkstofftargets schließen lassen. Methodisch werden wir genregulatorische Modelle für Signalwege und Stoffwechselwege entwickeln und diese Modelle verknüpfen, um die spezifische Regulation der betroffenen Zellen zu charakterisieren. Zusätzlich werden wir statistische Abhängigkeitsmodelle entwickeln, um die Regulation der verschiedenen Organe zu verbinden und um wichtige Mediator-Moleküle zu finden. Diese Moleküle können auf als potenzielle Wirkstofftargets dienen. Unsere Vorhersagen sollen experimentell von unseren CSCC Kooperationspartner validiert werden.



Icosmos Verbesserung der Qualität bei der Infektionskontrolle und im Sepsis-Management in Kontrollregionen

Icosmos

Icosmos Verbesserung der Qualität bei der Infektionskontrolle und im Sepsis-Management in Kontrollregionen

Prof. Dr. Konrad Reinhart
Projektleiter,
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Jena
Dr. Hendrik Rüddel
Projektleiter,
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Jena

Sepsis - wichtiger Fokus der Qualitätsverbesserung im Gesundheitswesen

  • Sepsis ist eine häufige Erkrankung mit steigender Fallzahl, erheblicher Sterblichkeit und hohem Ressourcenverbrauch
  • Qualitätsinitiativen konnten die Sepsis-Krankenhaussterblichkeit um 10 - 30% senken.

 ICOSMOS - für nachhaltige Verbesserung der Versorgungsqualität

  • individuelle Berichte über Qualitätsindikatoren - Vergleich mit teilnehmenden Krankenhäusern und deutschem Durchschnitt
  • Unterstützung bei Schulungsmaßnahmen zur adäquaten Kodierung
  • Unterstützung bei der Etablierung bzw. Weiterentwicklung eines Qualitätsmanagements für Sepsis
  • Schulungs- und Aufklärungsmaterialen für Weiterbildung
  • Fakultative Teilnahme an externem Peer Review Verfahren

 ICOSMOS - geringer Aufwand, geringe Kosten, hohe Sicherheit und Vertraulichkeit

  • Keine extra Dokumentation - Analyse der Routinedaten nach §21 KHEntgG
  • Kosten der Datenverarbeitung und Erstellung der Qualitätsberichte werden durch Mittel des BMBF getragen.
  • Kooperation zur Datenanalyse und Aufbereitung mit 3M Health Information Systems (3M HIS), einem im Bereich Qualitätsmanagement und der Arbeit mit Routinedaten sehr erfahrenen Unternehmen, das nach den gleichen Prinzipien seit über 10 Jahren diese Funktion für andere Qualitätsinitiativen im Krankenhaus innehat.
  • Gewährleistung von Datenschutz und Geheimhaltung - keine  Veröffentlichungen von Daten der individuellen Häuser durch das Projektteam, kein Zugang anderer Stellen des UKJ zu den Daten der partizipierenden Krankenhäuser
  • Geringe jährliche Teilnahmegebühr

 

Weitere Informationen auf der Icosmos-Webseite



STARDUsT

STARDUsT Stratifying and treating sepsis-associated cognitive dysfunction Projektleitung
Prof. Dr. Kathrin Finke
Projektleiterin,
Hans-Berger Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Jena
Prof. Dr. André Scherag
Stellvertretender Sprecher der Zentrumsleitung CSCC,
Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Datenwissenschaften (IMSID), Universitätsklinikum Jena
Prof. Dr. Christian Geis
Zentrumsleitung CSCC,
Hans-Berger Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Jena

Unter den Langzeitfolgen einer Sepsis stellen besonders kognitive Defizite ein zentrales und beeinträchtigendes Probleme für die Betroffenen dar. Die Beeinträchtigungen betreffen vor allem die Bereiche Aufmerksamkeit und Exekutivfunktionen. Bisher existiert kein Biomarker, der während der Sepsis oder späterer Erholungsstadien das Risiko für kognitive Langzeitfolgen valide vorhersagen, und damit zur Stratifizierung solcher Patienten, die von einer Therapie profitieren, dienen könnte. Außerdem wurden bisher keine machbaren und effektiven Trainingsstrategien zur Verbesserung der Kognition in diesen Patienten evaluiert.

Im translationalen STARDUsT Pilotprojekt untersuchen wir, ob Serum-Analysen der Neurofilament-Leichtkette einen möglichen prädiktiven Marker darstellen könnten für eine Sepsis-induzierte Enzephalopathie, die zur Entwicklung von kognitiven Dysfunktionen prädisponiert. Außerdem untersuchen wir, ob visuelle Aufmerksamkeits- und Arbeitsgedächtnisfunktionen durch ein spezifisches, von den Patienten zuhause zu absolvierendes, neuropsychologisches Training verbessert werden können.

Wir werden Neurofilament Analysen und neuropsychologisches Training in 60 in Screenings voruntersuchten Post-Sepsis-Patienten aus der Mitteldeutschen Sepsis-Kohorte (MSC) durchführen. Die Neurofilament-Testung wird mit Hilfe modernster „single-molecule array“ (SiMoA) Technologie durchgeführt. In Kooperation mit der ICROS Studie wird das Potential als Biomarker zusätzlich durch Untersuchungen an Patienten mit akuter Sepsis verifiziert.

MSC Patienten, die laut etabliertem Demenz-Screening an einer leichten kognitiven Beeinträchtigung („Mild Cognitive Impairment“, MCI) leiden, aber keine manifeste Demenz zeigen, werden einem proof-of-principle computerisiertem Training zu Hause zugeführt, das sich als effektiv in der Verbesserung kognitiver Funktionen bei älteren Menschen erwiesen hat. Bei diesem modernen digitalisierten medizinischen Ansatz wird das Training der Kohorte telemedizinisch supervidiert durch einen Psychologen. Dieser untersucht die Patienten auch neuropsychologisch vor- und nach, um die Trainingseffekte zu evaluieren.



Archiv 2010-2015



Forschungsfeld A - Risikoabschätzung und Prävention

Nach Jahrzehnten ernüchternder Sepsisforschung müssen wir erkennen, dass es kein Allheilmittel für die Behandlung der Sepsis gibt und daher die Sterblichkeit von Patienten mit septischem Schock noch immer untragbar hoch ist. Deshalb müssen wir unsere Strategie überdenken und die Prävention verstärkt in den Fokus der Anstrengungen rücken.

Laut der bisher größten und einzig repräsentativen bundesweiten epidemiologischen Studie, aus dem Kompetenznetz SepNet, machen zugrundeliegende therapieassoziierte Infektionen 57% der 75.000 schweren Sepsisfälle aus, die jährlich auf deutschen Intensivstationen behandelt werden. Die Sterblichkeit der betroffenen Patienten liegt zwischen 55-60%. Therapieassoziierte oder nosokomiale Infektionen sind Infektionen, die sich Patienten während einer medizinischen oder chirurgischen Behandlung zuziehen. In Deutschland betrifft dies etwa 5-10% der Patienten während ihres Krankenhausaufenthalts - das entspricht 400.000 - 600.000 Fällen pro Jahr. Bisher mangelte es an pragmatischen und genau konzipierten Studien, die die Effektivität krankenhausweiter Infektionskontrollprogramme zur Prävention schwerer nosokomialer Infektionen, die häufig mit Sepsis im Zusammenhang stehen, untersuchten. Das übergreifende Ziel der Studie Alerts ist es, die Durchführbarkeit eines institutionellen Programms zur Reduktion von Infektionen, und damit von Sepsis, zu demonstrieren. Neben der Reduktion der Sepsisinzidenz durch verbesserte Infektionsprävention könnte ein besseres Verständnis patientenorientierter, einfach identifizierbarer Risikofaktoren für die frühe Erkennung von Hochrisiko-Patienten zu einem innovativen Ansatz in der Sepsisprävention führen. In diesem Sinne wird in dem Projekt CNV der Einfluss von Kopienzahlvariationen von zwei humanen Genen auf Sepsis untersucht. Das Projekt Peiras versucht, prädiktive physiologische Parameter für das Outcome von Sepsis zu ermitteln. Korrelationen und prädiktive Parameter für Infektkomplikationen aufgrund von obstruktivem Schlafapnoesyndrom und Schlaganfall-induzierter Immunsuppression zu finden sind die Ziele der Beobachtungsstudien Osarst und Pred-Sep. Im Projekt Anti-biofilm wird nach Metaboliten gesucht, die in der Lage sind existierende Biofilme, die häufig auf Geräten und Kathetern entstehen und schwere Sepsis hervorrufen können, zu zerstören.

Forschungsfeld A - Risikoabschätzung und Prävention

Alerts

Nutzen eines krankenhausweiten Infektionspräventions-Programms zur Reduktion septischer Krankenhausinfektionen (klinische Studie)
S. Hagel, F. Brunkhorst

Antibiofilm
Identifikation und Charakterisierung antimikrobieller Substanzen mit Antibiofilm-Aktivität aus Kulturüberständen von Bacillus und Lactobacillus Spezies
Allgemeines

Projektleiter: Prof. Dr. Mathias Pletz
                        Dr. Oliwia Makarewicz

Team: Mareike Klinger

Projektnummer: A5.1

Projektlaufzeit: 16.09.2011 bis 15.09.2014


Projektbeschreibung

Sepsis ist eine systemische Erkrankung des Organismus, die hauptsächlich durch Bakterien und deren Toxine ausgelöst wird. Quelle der Bakteriämie (Nachweis von Bakterien im Blut) sind häufig lokale Infektionen, die mit Biofilmbildung einhergehen (z.B. bei Endokarditis, Osteomyelitis, Katheter- und Implantat-assozierten Infektionen, Brandverletzungen, etc.). Bei der Pathogenese von über 50 % der bakteriellen Infektionskrankheiten spielen Biofilme eine wichtige Rolle. Eine epidemiologisch herausragende und aufgrund des demographischen Wandels stetig zunehmende Bedeutung haben dabei Infektionen von Gelenkimplantaten, die praktisch immer mit einer Biofilmbildung einhergehen.

Biofilme sind an Oberflächen adhärierende, in eine Matrix eingebettete bakterielle Gemeinschaften, die aus Monokulturen oder verschiedenen Bakterienspezies bestehen können. Diese Daseinsform vermittelt eine erhöhte Antibiotikaresistenz und schützt die darin lebenden Mikroorganismen vor der Immunantwort. Die Antibiotikaresistenz wird zum Teil durch die Matrix selbst vermittelt (z.B. Inaktivierung durch niedrigen pH-Wert, verminderte Penetration, Akkumulation Antibiotika-degradierender Enzyme). Ein weiterer Mechanismus ist eine verminderte metabolische Aktivität der Bakterienzellen in den tieferen Schichten des Biofilms. Zusätzlich erlaubt der in Biofilmen erleichterte horizontale Gentransfer die schnelle Verbreitung von Resistenzgenen zwischen den einzelnen Bakterienzellen.

Es ist bekannt, dass die Kulturüberstände mancher Mikroorganismen (einschließlich mariner Bacillus Spezies) antimikrobielle Eigenschaften aufweisen. Allerdings wurden die dafür verantwortlichen bioaktiven Substanzen in den meisten Fällen noch nicht identifiziert. Unter den bekannten Substanzen mit Anti-Biofilm-Aktivität findet man Lipopetide, Polyketide, Peptide und N-Acetylhomoserinlaktone.

Ziel dieses Projektes ist die Identifikation und Charakterisierung antimikrobieller Substanzen aus Kulturüberständen bodenlebender Bacillus und probiotischen Lactobacillus Spezies mit Aktivität gegen Biofilme humanpathogener Erreger.


Publikationen

Poster bei der VAAM (März, 2012). Klinger, M.; Makarewicz, O.; Pletz, M.

Abstract bei der ESCMID (April 2012). Klinger, M.; Makarewicz, O.; Pletz, M.


Kontakt

Dr. Oliwia Makarewicz

Tel.: +49 (0)3641 - 9 32 42 27

Universitätsklinikum Jena
Klinik für Innere Medizin II
Abteilung Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie
Sektion Klinische Infektiologie
Am Klinikum 1
07747 Jena

CNV Sepsis
Einfluss von Kopiezahlvariationen des Defensinlokus auf Chromosom 8p23 und des Cystathionin-beta-Synthase Gens in humaner Sepsis und deren Komplikationen
Allgemeines

Akronym: CNV in Sepsis

Projektleiter: Dr. med. Christoph Sponholz

Projektnummer: A3.1

Projektlaufzeit: 01.04.2011 bis 31.03.2013

Modul: Rotationsstelle


Projektbeschreibung

Kopiezahlvariationen (CNV) stellen neben Single Nucleotide Polymorphismen (SNP) wesentliche Elemente der Variabilität des humanen Genoms dar und können einen Einfluss auf Prädisposition, Verlauf und Ausgang verschiedener Erkrankungen ausüben. Wie bereits für verschiedene Krankheiten gezeigt werden konnte, sind sowohl die Defensine als auch die Cystathionin-beta-Synthase (CBS) an der Regulation inflammatorischer Zustände beteiligt. Dabei standen bisher der immunologische Nachweis (verschiedene Defensine) bzw. die Änderung des CBSMetabolitenspektrums im Mittelpunkt der Untersuchungen. Beide Genloci zeigen eine Kopiezahlvariation: Bei den beta-Defensinen im Cluster auf Chromosom 8p23 handelt es sich um Kopiezahl-Variationen des gesamten Genclusters (d.h. individuell ist die Anzahl aller im Cluster vorhandenen Gene dosisvariabel), bei der CBS findet sich ein Tandem Repeat (VNTR) mit einer Länge von 31 Nucleotiden innerhalb des Gens, der einen Splice-Donor betrifft und einen ungewöhnlichen Donor-Array darstellt. Die CNV beider Loci sind bezüglich der Sepsis bisher kaum untersucht und somit auch deren Beitrag zur Pathophysiologie nicht verstanden.

Hypothesen
Das Projekt ist in seiner ersten Phase eine genetische Assoziationsstudie, die den genetischen Zusammenhang von Kopiezahlvariationen beider Genstrukturen des humanen Genoms auf Sepsis und deren Komplikationen hin näher untersucht. Dabei sollen folgende Hypothesen untersucht werden:

  1. Kopiezahlvariationen
    a) der Defensine im Cluster auf Chromosom 8p23 oder
    b) der Cystathionin-beta-Synthase
    haben einen Einfluss auf Verlauf bzw. Outcome von Patienten mit schwerer Sepsis und/oder Organversagen.
  2. Alternative Transkriptvariationen, basierend auf dem 31bp VNTR der Cystathionin-beta-Synthase, bewirken Änderungen in den Metabolitenkonzentrationen (Plasma Homocysteinkonzentrationen, Bildung des Gasotransmitters H2S) und beeinflussen somit den Verlauf bzw. das Outcome von Patienten mit schwerer Sepsis und/oder Organversagen.

Kontakt

Dr. med. Christoph Sponholz

Tel.: +49 (0)3641 - 9 32 22 25

Center for Sepsis Control and Care
Universitätsklinikum Jena
Am Klinikum 1
07747 Jena

 

Impact

Immunantwort gegen Schimmelpilze in Patienten mit akuter myeloischer Leukämie
M. von Lilienfeld-Toal

NuRE-demirCa

Die Modulation der Immunantwort durch Candida albicans: nukleäre Rezeptoren und die Bedeutung der Transrepression der Pattern Recognition Rezeptoren (beendet)
A. Hanisch, H. Slevogt

Osarst
Obstruktives Schlafapnoesyndrom (OSA) als postoperativer Risikofaktor
Allgemeines

Projektleiter: Dr. med. Sven Rupprecht

Projektnummer: A4.1

Projektlaufzeit: 01.08.2010 bis 31.07.2012

Modul: Rotationsstelle


Projektbeschreibung

Studienziel ist die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen OSA, postoperativer Morbidität, Mortalität und infektiösen Komplikationen sowie die Aufdeckung potenzieller Ursachen.


Publikationen

Rupprecht, S. , Hoyer, D., Brehm, B., Witte, O., W., Schwab, M. REM-sleep related bradyarrhythmia syndrome - vagal overactivity or dysfunction of the cardiac conduction system? Sleep Medicine 2011 12(3):308


Kontakt

Dr. med. Sven Rupprecht

Tel. +49 (0)3641 - 9 32 34 80

Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum Sepsis und Sepsisfolgen
Center for Sepsis Control and Care (CSCC)
Universitätsklinikum Jena
Hans-Berger-Klinik für Neurologie
Am Klinikum 1
07747 Jena

Peiras
Adaptationsmuster nach physischer Stressbelastung zur Risikostratifizierung für das Outcome bei Sepsis

 


Allgemeines                   

Projektleiter: Dr. phil. Maik Soßdorf

Projektnummer: A1.2

Projektlaufzeit: 01.05.2011 bis 30.04.2013

Modul: Nachwuchswissenschaftler


Projektbeschreibung

In dem experimentellen Vorhaben an Ratten wird eine systemische Stressreaktion durch eine intensive physische Belastung provoziert. Ausgehend von dieser physiologischen Veränderung werden transkriptionelle und metabolische Adaptationsmuster in zirkulierenden Immunzellen sowie im Plasma identifiziert. Anschließend erfolgt in den gleichen Tieren die Induktion einer polymikrobiellen Sepsis mit einem Mortalitätsrisiko von 50 %. Über die Analyse stressinduzierter Adaptationsmuster, die durch eine intensive physische Belastung getriggert werden, sollen Signalwege mit hoher prognostischer Bedeutung für das Outcome einer polymikrobiellen Sepsis identifiziert werden. Die Ergebnisse des Vorhabens sollen das Verständnis der Bedeutung von systemischer Stressantwort und Stresstoleranz während einer Sepsis erweitern und Risikofaktoren für den Krankheitsverlauf aufdecken.

Hauptziel des Projektes
In dem Untersuchungsvorhaben soll nachgewiesen werden, dass die Fähigkeit, wie der Organismus auf eine Störung der Homöostase, hervorgerufen durch eine erschöpfende physische Belastung reagiert und adaptiert, eine prognostische Aussage über die Wirtsreaktion und das Outcome bei einer Sepsis getroffen werden kann.

Forschungshypothese
Spezifische Muster der Adaptation des Organismus auf den Stressreiz einer erschöpfenden physischen Belastung sind prädiktiv für das Outcome bei einer polymikrobiellen (experimentellen) Sepsis.


Publikationen

Otto GP, Neugebauer S, Claus RA, Sossdorf M. Arginine metabolism is markedly impaired in polymicrobial infected mice. Crit Care. 2012, 16(2):412.

Sossdorf M, Fischer J, Meyer S, Dahlke K, Wissuwa B, Lupp A, Kiehntopf M, Otto GP. Physical excercise influences the host response and mortality rate in polymicrobial infected mice. 5th International Congress “Sepsis and Multiorgan Dysfunction”, Weimar Sepsis Update 2011 - Bridging the Gap Weimar, 07. - 10. September 2011

Sossdorf M, Otto GP, Fischer J, Meyer S, Claus RA, Bauer M, Loesche W. Endurance training improves survival rate in an experimental model of polymicrobial sepsis. XIV Congress of the European Shock Society, Taormina, Giardini Naxos, August 31, September 2, 2011


Kontakt

Dr. phil. Maik Soßdorf

Tel. +49 (0)3641 - 9 32 58 67

Center for Sepsis Control and Care
Universitätsklinikum Jena
Forschungszentrum Lobeda
Am Klinikum 1
07747 Jena

 

Pred-Sep
Autonome Marker von schlaganfall-induzierter Immundepression und Infektionsrisiko
Allgemeines

Projektleiter: Dr. med. Dirk Brämer

Team: Samuel Nowack

Projektnummer: A4.2

Projektlaufzeit: 01.07.2011 bis 30.06.2014

Modul: Rotationsstelle


Projektbeschreibung

Die Haupthypothese besteht darin, dass schlaganfall-induzierte post-akute Infektionen (primärer Endpunkt) aus HRV Parametern der akuten Schlaganfallphase vorhergesagt werden können. Weiterhin soll untersucht werden, ob SIRS, schwere Sepsis und das funktionelle Outcome (sekundäre Endpunkte) aus HRV Parametern prognostiziert werden können.


Publikationen

I. Salzmann, D. Hoyer, S. Nowack, A. Günther, M. Schwab, R. Surber, H. Hoyer, O.W. Witte: Heart rate variability changes predict sub-acute post-stroke infections, Weimar Sepsis Update 2011, September 2011.

D. Hoyer, S. Nowack, I. Salzmann, A. Günther, M. Schwab, R. Surber, H. Hoyer, O.W. Witte: Reduced fractal short term scaling exponent of heart rate pattern - an early marker of sub-acute post-stroke infections, 10. Conference on Complexity in Acute Illness (ICCAI), Bonn, September 2011.


Kontakt

Dr. med. Dirk Brämer                                         

Tel. +49 (0)3641 - 9 32 34 91                              

Universitätsklinikum Jena                                    
Hans-Berger-Klinik für Neurologie                        
Am Klinikum 1                                          
07747 Jena
                                       

Prof. Dr. Dirk Hoyer

Tel. +49 (0)3641 - 9 32 57 95

Universitätsklinikum Jena
Hans-Berger-Klinik für Neurologie
Biomagnetisches Zentrum
 Am Klinikum 1
07747 Jena

SepsEXOME

Hochdurchsatz-DNA-Sequenzierung zur Identifizierung seltener Wirts-Varianten bei bakterieller Sepsis
S. Taudien

TRAFFIC

Die Rolle von TRAF6 bei der Modulation monozytärer Immunantworten und der Vermittlung
von Infektionen bei der Leberzirrhose
T. Bruns



OSARST

Obstruktives Schlafapnoesyndrom (OSA) als postoperativer Risikofaktor
Allgemeines

Akronym: OSARST

Projektleiter: Dr. med. Sven Rupprecht

Forschungsfeld: A Risikoabschätzung und Prävention

Projektnummer: A4.1

Projektlaufzeit: 01.08.2010 bis 31.07.2012

Modul: Rotationsstelle


Projektbeschreibung

Studienziel ist die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen OSA, postoperativer Morbidität, Mortalität und infektiösen Komplikationen sowie die Aufdeckung potenzieller Ursachen.


Publikationen

Rupprecht, S. , Hoyer, D., Brehm, B., Witte, O., W., Schwab, M. REM-sleep related bradyarrhythmia syndrome - vagal overactivity or dysfunction of the cardiac conduction system? Sleep Medicine 2011 12(3):308


Kontakt

Dr. med. Sven Rupprecht

Tel. +49 (0)3641 - 9 32 34 80

Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum Sepsis und Sepsisfolgen
Center for Sepsis Control and Care (CSCC)
Universitätsklinikum Jena
Hans-Berger-Klinik für Neurologie
Erlanger Allee 101
07747 Jena



PRED-SEP

Autonome Marker von schlaganfall-induzierter Immundepression und Infektionsrisiko
Allgemeines

Akronym: PRED-SEP

Projektleiter: Dr. med. Dirk Brämer

Team: Samuel Nowack

Forschungsfeld: A Risikoabschätzung und Prävention

Projektnummer: A4.2

Projektlaufzeit: 01.07.2011 bis 30.06.2014

Modul: Rotationsstelle


Projektbeschreibung

Die Haupthypothese besteht darin, dass schlaganfall-induzierte post-akute Infektionen (primärer Endpunkt) aus HRV Parametern der akuten Schlaganfallphase vorhergesagt werden können. Weiterhin soll untersucht werden, ob SIRS, schwere Sepsis und das funktionelle Outcome (sekundäre Endpunkte) aus HRV Parametern prognostiziert werden können.


Publikationen

I. Salzmann, D. Hoyer, S. Nowack, A. Günther, M. Schwab, R. Surber, H. Hoyer, O.W. Witte: Heart rate variability changes predict sub-acute post-stroke infections, Weimar Sepsis Update 2011, September 2011.

D. Hoyer, S. Nowack, I. Salzmann, A. Günther, M. Schwab, R. Surber, H. Hoyer, O.W. Witte: Reduced fractal short term scaling exponent of heart rate pattern - an early marker of sub-acute post-stroke infections, 10. Conference on Complexity in Acute Illness (ICCAI), Bonn, September 2011.


Kontakt

Dr. med. Dirk Brämer                                         

Tel. +49 (0)3641 - 9 32 34 91                              

Universitätsklinikum Jena                                    
Hans-Berger-Klinik für Neurologie                        
Erlanger Allee 101                                              
07747 Jena
                                       

Prof. Dr. Dirk Hoyer

Tel. +49 (0)3641 - 9 32 57 95

Universitätsklinikum Jena
Hans-Berger-Klinik für Neurologie
Biomagnetisches Zentrum
Erlanger Allee 101
07747 Jena



PEIRAS

Adaptationsmuster nach physischer Stressbelastung zur Risikostratifizierung für das Outcome bei Sepsis
Allgemeines                   

Akronym: PEIRASMaik Soßdorf

Projektleiter: Dr. phil. Maik Soßdorf

Forschungsfeld: A Risikoabschätzung und Prävention

Projektnummer: A1.2

Projektlaufzeit: 01.05.2011 bis 30.04.2013

Modul: Nachwuchswissenschaftler


Projektbeschreibung

In dem experimentellen Vorhaben an Ratten wird eine systemische Stressreaktion durch eine intensive physische Belastung provoziert. Ausgehend von dieser physiologischen Veränderung werden transkriptionelle und metabolische Adaptationsmuster in zirkulierenden Immunzellen sowie im Plasma identifiziert. Anschließend erfolgt in den gleichen Tieren die Induktion einer polymikrobiellen Sepsis mit einem Mortalitätsrisiko von 50 %. Über die Analyse stressinduzierter Adaptationsmuster, die durch eine intensive physische Belastung getriggert werden, sollen Signalwege mit hoher prognostischer Bedeutung für das Outcome einer polymikrobiellen Sepsis identifiziert werden. Die Ergebnisse des Vorhabens sollen das Verständnis der Bedeutung von systemischer Stressantwort und Stresstoleranz während einer Sepsis erweitern und Risikofaktoren für den Krankheitsverlauf aufdecken.

Hauptziel des Projektes
In dem Untersuchungsvorhaben soll nachgewiesen werden, dass die Fähigkeit, wie der Organismus auf eine Störung der Homöostase, hervorgerufen durch eine erschöpfende physische Belastung reagiert und adaptiert, eine prognostische Aussage über die Wirtsreaktion und das Outcome bei einer Sepsis getroffen werden kann.

Forschungshypothese
Spezifische Muster der Adaptation des Organismus auf den Stressreiz einer erschöpfenden physischen Belastung sind prädiktiv für das Outcome bei einer polymikrobiellen (experimentellen) Sepsis.


Publikationen

Otto GP, Neugebauer S, Claus RA, Sossdorf M. Arginine metabolism is markedly impaired in polymicrobial infected mice. Crit Care. 2012, 16(2):412.

Sossdorf M, Fischer J, Meyer S, Dahlke K, Wissuwa B, Lupp A, Kiehntopf M, Otto GP. Physical excercise influences the host response and mortality rate in polymicrobial infected mice. 5th International Congress “Sepsis and Multiorgan Dysfunction”, Weimar Sepsis Update 2011 - Bridging the Gap Weimar, 07. - 10. September 2011

Sossdorf M, Otto GP, Fischer J, Meyer S, Claus RA, Bauer M, Loesche W. Endurance training improves survival rate in an experimental model of polymicrobial sepsis. XIV Congress of the European Shock Society, Taormina, Giardini Naxos, August 31, September 2, 2011


Kontakt

Dr. phil. Maik Soßdorf

Tel. +49 (0)3641 - 9 32 58 67

Center for Sepsis Control and Care
Universitätsklinikum Jena
Forschungszentrum Lobeda
Erlanger Allee 101
07747 Jena



CNV Sepsis

Einfluss von Kopiezahlvariationen des Defensinlokus auf Chromosom 8p23 und des Cystathionin-beta-Synthase Gens in humaner Sepsis und deren Komplikationen
Allgemeines

Akronym: CNV in Sepsis

Projektleiter: Dr. med. Christoph Sponholz

Forschungsfeld: A Risikoabschätzung und Prävention

Projektnummer: A3.1

Projektlaufzeit: 01.04.2011 bis 31.03.2013

Modul: Rotationsstelle


Projektbeschreibung

Kopiezahlvariationen (CNV) stellen neben Single Nucleotide Polymorphismen (SNP) wesentliche Elemente der Variabilität des humanen Genoms dar und können einen Einfluss auf Prädisposition, Verlauf und Ausgang verschiedener Erkrankungen ausüben. Wie bereits für verschiedene Krankheiten gezeigt werden konnte, sind sowohl die Defensine als auch die Cystathionin-beta-Synthase (CBS) an der Regulation inflammatorischer Zustände beteiligt. Dabei standen bisher der immunologische Nachweis (verschiedene Defensine) bzw. die Änderung des CBSMetabolitenspektrums im Mittelpunkt der Untersuchungen. Beide Genloci zeigen eine Kopiezahlvariation: Bei den beta-Defensinen im Cluster auf Chromosom 8p23 handelt es sich um Kopiezahl-Variationen des gesamten Genclusters (d.h. individuell ist die Anzahl aller im Cluster vorhandenen Gene dosisvariabel), bei der CBS findet sich ein Tandem Repeat (VNTR) mit einer Länge von 31 Nucleotiden innerhalb des Gens, der einen Splice-Donor betrifft und einen ungewöhnlichen Donor-Array darstellt. Die CNV beider Loci sind bezüglich der Sepsis bisher kaum untersucht und somit auch deren Beitrag zur Pathophysiologie nicht verstanden.

Hypothesen
Das Projekt ist in seiner ersten Phase eine genetische Assoziationsstudie, die den genetischen Zusammenhang von Kopiezahlvariationen beider Genstrukturen des humanen Genoms auf Sepsis und deren Komplikationen hin näher untersucht. Dabei sollen folgende Hypothesen untersucht werden:

1 Kopiezahlvariationen
a) der Defensine im Cluster auf Chromosom 8p23 oder
b) der Cystathionin-beta-Synthase
haben einen Einfluss auf Verlauf bzw. Outcome von Patienten mit schwerer Sepsis und/oder Organversagen.

2 Alternative Transkriptvariationen, basierend auf dem 31bp VNTR der Cystathionin-beta-Synthase, bewirken Änderungen in den Metabolitenkonzentrationen (Plasma Homocysteinkonzentrationen, Bildung des Gasotransmitters H2S) und beeinflussen somit den Verlauf bzw. das Outcome von Patienten mit schwerer Sepsis und/oder Organversagen.


Kontakt

Dr. med. Christoph Sponholz

Tel.: +49 (0)3641 - 9 32 22 25

Center for Sepsis Control and Care
Universitätsklinikum Jena
Erlanger Allee 101
07747 Jena



ANTIBIOFILM

Identifikation und Charakterisierung antimikrobieller Substanzen mit Antibiofilm-Aktivität aus Kulturüberständen von Bacillus und Lactobacillus Spezies
Allgemeines

Akronym: ANTIBIOFILM

Projektleiter: Prof. Dr. Mathias Pletz
                       Dr. Oliwia Makarewicz

Team: Mareike Klinger

Forschungsfeld: A Risikoabschätzung und Prävention

Projektnummer: A5.1

Projektlaufzeit: 16.09.2011 bis 15.09.2014


Projektbeschreibung

Sepsis ist eine systemische Erkrankung des Organismus, die hauptsächlich durch Bakterien und deren Toxine ausgelöst wird. Quelle der Bakteriämie (Nachweis von Bakterien im Blut) sind häufig lokale Infektionen, die mit Biofilmbildung einhergehen (z.B. bei Endokarditis, Osteomyelitis, Katheter- und Implantat-assozierten Infektionen, Brandverletzungen, etc.). Bei der Pathogenese von über 50 % der bakteriellen Infektionskrankheiten spielen Biofilme eine wichtige Rolle. Eine epidemiologisch herausragende und aufgrund des demographischen Wandels stetig zunehmende Bedeutung haben dabei Infektionen von Gelenkimplantaten, die praktisch immer mit einer Biofilmbildung einhergehen.

Biofilme sind an Oberflächen adhärierende, in eine Matrix eingebettete bakterielle Gemeinschaften, die aus Monokulturen oder verschiedenen Bakterienspezies bestehen können. Diese Daseinsform vermittelt eine erhöhte Antibiotikaresistenz und schützt die darin lebenden Mikroorganismen vor der Immunantwort. Die Antibiotikaresistenz wird zum Teil durch die Matrix selbst vermittelt (z.B. Inaktivierung durch niedrigen pH-Wert, verminderte Penetration, Akkumulation Antibiotika-degradierender Enzyme). Ein weiterer Mechanismus ist eine verminderte metabolische Aktivität der Bakterienzellen in den tieferen Schichten des Biofilms. Zusätzlich erlaubt der in Biofilmen erleichterte horizontale Gentransfer die schnelle Verbreitung von Resistenzgenen zwischen den einzelnen Bakterienzellen.

Es ist bekannt, dass die Kulturüberstände mancher Mikroorganismen (einschließlich mariner Bacillus Spezies) antimikrobielle Eigenschaften aufweisen. Allerdings wurden die dafür verantwortlichen bioaktiven Substanzen in den meisten Fällen noch nicht identifiziert. Unter den bekannten Substanzen mit Anti-Biofilm-Aktivität findet man Lipopetide, Polyketide, Peptide und N-Acetylhomoserinlaktone.

Ziel dieses Projektes ist die Identifikation und Charakterisierung antimikrobieller Substanzen aus Kulturüberständen bodenlebender Bacillus und probiotischen Lactobacillus Spezies mit Aktivität gegen Biofilme humanpathogener Erreger.


Publikationen

Sobke A, Klinger M, Hermann B, Sachse S, Nietzsche S, Makarewicz O, Keller PM, Pfister W, Straube E. The urinary antibiotic 5-nitro-8-hydroxyquinoline (nitroxoline) reduces the formation and induces the dispersal of Pseudomonas aeruginosa biofilms by chelation of iron and zinc. Antimicrob Agents Chemother. 2012 Nov;56(11):6021-5. doi: 10.1128/AAC.01484-12

Mariappan A, Makarewicz O, Chen XH, Borriss R: Two-Component Response Regulator DegU Controls the Expression of Bacilysin in Plant-Growth-Promoting Bacterium Bacillus amyloliquefaciens FZB42. J Mol Microbiol Biotechnol. 2012 Jun 7, 22(2):114-125.


Kontakt

Dr. Oliwia Makarewicz

Tel.: +49 (0)3641 - 9 32 42 27

Universitätsklinikum Jena
Klinik für Innere Medizin II
Abteilung Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie
Sektion Klinische Infektiologie
Erlanger Allee 101
07747 Jena



Forschungsfeld B - Neue diagnostische Technologien und Verfahren

Bisher basierte die Differenzialdiagnose von systemischer Infektion versus Sepsis primär auf klinischen Kriterien und Labortests, denen die notwendige Empfindlichkeit und Spezifität fehlen.

Dieses Problem besteht für alle Patienten und umfasst daher so heterogene Gruppen wie z.B. Patienten nach größeren chirurgischen Eingriffen, Patienten mit Autoimmunerkrankungen oder chemotherapeutisch behandelte Patienten. Der derzeitige „Gold Standard“ der Diagnose ist die Kultivierung der verursachenden Pathogene aus Blut oder anderen Körperflüssigkeiten bzw. aus Geweben. Allerdings kann der betreffende Mikroorganismus nur in 20-40% der Patienten detektiert werden, und das frühestens nach 24 Stunden. Daher werden neue diagnostische Technologien mit hoher Sensitivität und Spezifität dringend gebraucht, um eine frühe Erkennung von Sepsis zu ermöglichen und rechtzeitig eine fundierte und angemessene antibiotische Therapie einzuleiten. Um sich diesem ehrgeizigen Ziel aus verschiedenen Perspektiven - in experimentellen Projekten sowie in einer Beobachtungsstudie - zu nähern, haben sich Grundlagenforscher und klinische Forscher mit breiter Expertise in diesem Forschungsfeld des CSCC zusammengefunden. Das Forschungsgebiet umfasst „-omics“-Technologien, Biochemie und Molekularbiologie sowie spektroskopische Bildgebung und Bioinformatik. Dabei werden zahlreiche analytische Methoden eingesetzt, die von klassischen biochemischen Untersuchungen bis zur optischen Spektroskopie reichen, wie z. B. SELDI-TOFMS, Fluoreszenz- und Raman-Spektroskopie. Mikrobiologische Methoden und Zellkultur-Techniken, Nagetier-Modelle sowie humane Proben (Blut, Plasma, Urin etc.) werden als Sepsis-Untersuchungssysteme verwendet. Drei Strategien werden verfolgt um schnellere, zuverlässige, empfindliche und spezifische Diagnosewerkzeuge zu finden:

  1. Detektion des Pathogens oder von Pathogen-assoziierten molekularen Mustern (pathogen-associated molecular patterns),
  2. Charakterisierung der Wirtsantwort und Etablierung von Biomarkern und
  3. Charakterisierung von Wirtsfaktoren, die für Komplikationen und ungünstiges Outcome prädisponieren.

Im ersten Ansatz werden modernste optische, mikrofluidische und molekulargenetische Techniken benutzt, um neue Werkzeuge für effizientere Pathogendetektion zu finden (Action, CanSep, Spade). Die zweite Herangehensweise zielt auf eine Verbesserung der Beurteilung der Wirtsantwort, um neue und charakteristische Marker zu etablieren, die Ärzten helfen, Sepsis in der frühen Phase zu erkennen (Lab-Alerts, Transseptomics, Aras, Shilers). Der dritte Aspekt wird in einer prospektiven multizentrischen Studie bearbeitet, die eine Assoziation von Translokation bakterieller Fragmente mit Überleben des Patienten untersucht und darauf abzielt, klinische und genetische Risikofaktoren für Infektionskomplikationen zu identifizieren (Action).

Projekte in Forschungsfeld B sind:

Forschungsfeld B - Neue diagnostische Technologien und Verfahren

Action
Prognostische und diagnostische Relevanz des Nachweises bakterieller DNA bei Patienten mit Leberzirrhose und Aszites - eine prospektive multizentrische Studie
Allgemeines

Projektleiter: Dr. med. Tony Bruns
                        Dr. med. Phillipp Reuken

Projektnummer: B3.1

Projektlaufzeit: 01.09.2010 bis 31.08.2012

Modul: Rotationsstelle


Projektbeschreibung

Bei Patienten, die aufgrund einer chronischen Lebererkrankung einen fortgeschrittenen Leberumbau (Leberzirrhose) erlitten haben, liegt häufig Bauchwasser (Aszites) vor. Die Infektion von Aszites (spontan bakterielle Peritonitis) stellt eine schwerwiegende Komplikation der Leberzirrhose dar und geht mit einer hohen Sterblichkeit einher. Der behandelnde Arzt kann eine solche Infektion nur durch die Entnahme und Untersuchung von Aszites ausschließen. Dies sollte insbesondere bei Symptomen oder Laborabweichungen, die auf eine Infektion hinweisen (Bauchschmerz, Spannungsgefühl im Bauch, Fieber, Nierenversagen, Erhöhung der weißen Blutkörperchen [Leukozytose], Übersäuerung des Blutes [Azidose], Störungen des Hirnstoffwechsels mit Verwirrung oder Schläfrigkeit [Hepatische Enzephalopathie] erfolgen. Die kulturelle Anzucht von Bakterien bei Patienten mit entzündlich verändertem Aszites (spontan bakterielle Peritonitis) gelingt jedoch nur bei einem geringen Teil der Patienten. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, mit molekulargenetischen Methoden Bestandteile von Bakterien, z.B. bakterielle Erbinformation (DNA), im Bauchwasser nachzuweisen. Darüber hinaus bestehen Hinweise, dass Patienten, bei denen bakterielle DNA in nicht-entzündetem Bauchwasser nachgewiesen wurde, eine schlechtere Langzeitprognose aufweisen als Patienten mit Leberzirrhose ohne bakterielle DNA im Aszites.

Ziel dieser Studie ist es zu untersuchen, ob der Nachweis bakterieller DNA im Aszites bei Patienten mit Leberzirrhose, die Zeichen der Infektion aufweisen, mit einem verkürzten Überleben einhergeht. Darüber hinaus sollen die Umstände untersucht werden, unter denen Bakterien und bakterielle Bestandteile aus dem Darm in Blut und Bauchwasser übergehen. Weiterhin soll geprüft werden, ob es mit molekulargenetischen Methoden des bakteriellen DNA-Nachweises zuverlässiger möglich ist, den Erreger einer spontan bakteriellen Peritonitis nachzuweisen als mit klassischen Kulturtechniken.


Wissenschaftliche Kurzbeschreibung

Während der Nachweis bakterieller DNA (bactDNA) in Serum und Aszites bei Patienten mit Leberzirrhose in Abwesenheit von Infektionszeichen als Marker der bakteriellen Translokation einen unabhängigen Prädiktor für Mortalität darstellt, wurde die Bedeutung dieses Markers bei Patienten mit systemischem inflammatorischen Response-Syndrom (SIRS), bakteriellen Infektionen und Varianten der spontan-bakteriellen Peritonitis (SBP) bislang nicht ausreichend validiert. Der Nachweis der Äquivalenz verschiedener Methoden des bactDNA-Nachweises im Serum und deren Korrelation mit Markern der bakteriellen Translokation und Endotoxinämie steht bislang ebenfalls aus.

In dieser multizentrischen Kohortenstudie sollen Risikofaktoren für bakterielle Translokation und Endotoxinämie bei Patienten mit Leberzirrhose und Aszites abgeleitet werden. Dazu werden genetische, Wirts- und Umweltfaktoren sowie putative Surrogatmarker analysiert.

Um die diagnostische Relevanz dieser Befunde abzuschätzen, wird als Primärziel untersucht, ob der Nachweis von bakterieller DNA mit einer erhöhten Mortalität bei Patienten mit Leberzirrhose und Aszites, die Zeichen der systemischen Inflammation oder Infektion aufweisen, assoziiert ist.


Ausgewählte projektbezogene Publikationen

Reuken PA, Pletz MW, Baier M, Pfister W, Stallmach A, Bruns T. Emergence of spontaneous bacterial peritonitis due to enterococci - risk factors and outcome in a 12-year retrospective study. Aliment Pharmacol Ther 2012. Im Druck

Bruns T, Reuken P, Fischer J, Berg T, Stallmach A. Further evidence for the relevance of TLR2 gene variants in spontaneous bacterial peritonitis. J Hepatol 2011. Im Druck

Bruns T, Peter J, Reuken PA, Grabe DH, Schuldes SR, Brenmoehl J, Schölmerich J, Wiest R, Stallmach A. NOD2 gene variants are a risk factor for culture-positive spontaneous bacterial peritonitis and monomicrobial bacterascites in cirrhosis. Liver Int 2012;32:223-230.

Bruns T, Peter J, Hagel S, Herrmann A, Stallmach A. The augmented neutrophil respiratory burst in response to Escherichia coli is reduced in liver cirrhosis during infection. Clin Exp Immunol 2011. 164(3):346-356.

Bruns T, Sachse S, Straube E, Assefa S, Herrmann A, Hagel S, Lehmann M, Stallmach A. Identification of bacterial DNA in neutrocytic and non-neutrocytic cirrhotic ascites by means of a multiplex polymerase chain reaction. Liver Int 2009;29:1206-1214.


Kontakt

Dr. med. P. Reuken

Tel. +49 (0)3641 - 9 32 42 21

Universitätsklinikum Jena
Klinik für Innere Medizin IV
Abteilung Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie
Am Klinikum 1
07747 Jena

 

Dr. med. Tony Bruns

Universitätsklinikum Jena
Klinik für Innere Medizin IV
Abteilung Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie
Am Klinikum 1
07747 Jena

Aras
Androgen-Regulation bei Sepsis-Antwort: Verbesserungen durch Androgenrezeptor-Antagonisten?
Allgemeines

Projektleiter: Daniela Röll
                        Prof. Aria Baniahmad

Projektnummer: B3.3

Projektlaufzeit: 01.04.2011 bis 28.02.2014


Projektbeschreibung

In kürzlich veröffentlichten Artikeln konnte eine geschlechterspezifische Antwort beim Menschen auf eine Sepsis gezeigt werden, wobei Frauen in der pro-östrus Phase eine bessere Überlebenschance als Männer aufweisen (Raju und Chaudry, 2008; Angele et al., 2006). Mäusestudien belegten diese statistische Auswertung experimentell (Raju und Chaudry, 2008). Ebenso führte die Applikation des in der Prostatakrebstherapie eingesetzten Androgenrezeptor-Antagonisten Flutamid zu einer verbesserten Sepsistoleranz (Remmer et al., 1997; Wichmann et al., 1997). Da Flutamid neben der Aktivierung des Androgenrezeptorsignalweges auch Einfluss auf den Östrogensignalweg nimmt, ist bis heute noch nicht geklärt, ob der positive Effekt von Flutamid bei der Sepsistoleranz über den Östrogen (ER)- , den Androgenrezeptor (AR) oder beide vermittelt wird.

In den letzten Jahren konnten in der Arbeitsgruppe von Prof. Baniahmad strukturell neuartige, spezifische AR-Antagonisten identifiziert oder neu entwickelt werden. Der Einfluss dieser AR-Antagonisten auf die Sepsistoleranz soll innerhalb der Studie bei männlichen und weiblichen Mäusen untersucht werden. Da die hier verwendeten Antagonisten AR spezifisch sind, können die erhaltenen Daten neue Einblicke in die fundamentale Erforschung einer Sepsis bieten und im folgenden eine neuartige Behandlungsmethode für Sepsispatienten darstellen.

Somit stellt dieses Forschungsvorhaben die erste Analyse von Hormonantworten auf molekulargenetischer Ebene dar, in dem der Fokus auf der Rolle von Androgenen und AR-Antagonisten liegt.

Hypothesen

  1. Geschlechtshormone, wie Östrogene und Androgene spielen eine entscheidende Rolle bei der Sepsisantwort.
  2. Die Hemmung des AR spielt eine wichtige Rolle bei der Immunantwort. Folglich könnten AR-Antagonisten einen positiven Einfluss auf die Sepsisantwort bei Männern haben.
  3. In Mäuse- und in in vitro Studien soll der Einfluss der AR-Inhibierung und der ER- Aktivierung durch neue AR-Antagonisten bzw. Östrogen während der Sepsis aufgeklärt werden.

Publikationen

Poster
Tagung der Deutschen Gesellschaft für Genetik, September 2011 in Würzburg; Titel: Novel Lead Structures to Inhibit the Androgen Receptor and Prostate Cancer Cell Proliferation; Autoren: Daniela Roell, Thomas W. Rösler, Stephanie Degen, Rudolf Matusch, Aria Baniahmad


Kontakt 

Daniela Röll

Universitätsklinikum Jena
Institut für Humangenetik
AG Molekulargenetik
Kollegiengasse 10
07743 Jena

 

CanSep
Identifizierung von Candida albicans Proteinantigenen für die Pilzsepsisdiagnostik
Allgemeines

Projektleiter: Dr. Olaf Kniemeyer

Team: Dipl.-Biochem. Ting Luo

Projektnummer: B3.5

Projektlaufzeit: 01.10.2011 bis 30.09.2014


Projektbeschreibung

Der Hefepilz Candida albicans ist der bedeutendste Erreger von pilzlichen Krankenhausinfektionen. Insbesondere Patienten, die immunsupprimiert sind oder intensivtherapeutisch betreut werden, sind dem Risiko ausgesetzt, an einer Sepsis mit Candida (Candidämie) zu erkranken. Solche invasive Infektionen können lebensgefährlich sein, sind aber schwer zu diagnostizieren und zu therapieren. In unserem Projekt „CANSEP“ suchen wir mit Hilfe der 2D-Gelelektrophorese, einer Technik zur Auftrennung von Proteingemischen, nach Candida-Proteinen, die eine Immunreaktion beim Menschen hervorrufen oder im Blut von Patienten nachweisbar sind. In einem ersten Ansatz untersuchen wir die Antikörper-Antwort gegenüber C. albicans in einem Mausmodell für Candidämie. Im späteren Verlauf sollen auch Patientenseren mit Candida-Infektionen in die Untersuchung mit einbezogen werden. Ausgewählte C. albicans Proteine sollen dann in größeren Mengen rekombinant hergestellt und dahingehend getestet werden, ob sie als Biomarker oder zur Immuntherapie eingesetzt werden können.


Publikationen

Kniemeyer O, Schmidt AD, Vödisch M, Brakhage AA (2011) Identification of virulence determinants of the human pathogenic fungi Aspergillus fumigatus and Candida albicans by proteomics. Int J Med Microbiol 301:368-377.


Kontakt

Dr. Olaf Kniemeyer

Tel. +49 (0)3641 - 532 1071
Fax +49 (0)3641 - 532 0803

Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie
Hans-Knöll-Institut (HKI)
Molekulare und Angewandte Mikrobiologie
Beutenbergstr. 11a
07745 Jena

 

Drift

Charakterisierung phänotypischer Veränderungen bei chronischer Infektion (beendet)
N. Jbeily

Inprot

Identifizierung von C. albicans und A. fumigatus Proteinantigenen für die Pilzsepsisdiagnostik und Untersuchung der A. fumigatus Stressantwort
O. Kniemeyer

Lab-Alerts

Identifizierung von molekularen Signaturen zur Früherkennung der Sepsis mit massenspektrometrischen Methoden (klinische Studie)
M. Kiehntopf, F. Brunkhorst

Lab-Alerts

PremoSpec

Modelle zur Vorhersage von Antibiotikaempfindlichkeiten mit Raman-Spektroskopie (beendet)
J. Hey, P. Schlattmann

Spade

Neue diagnostische Technologien zur kulturunabhängigen Detektion von Sepsiserregern
U. Neugebauer

Shilers

Spektroskopisches Hämogram zur Untersuchung von Leukozyten und ihrer Rolle bei der Sepsis (beendet)
A. Ramoji, U. Neugebauer

TransSeptomics
Integrative Analyse von "omic"-weiten Daten experimenteller und klinischer Sepsis zur individualisierten Prävention, Diagnose und Therapie
Allgemeines

Akronym: TransSeptomics (Translational Septomics)

Projektleiter: Sandro Lambeck, PhD

Projektnummer: B3.4

Projektlaufzeit: 01.07.2011 bis 01.07.2013

Modul: Nachwuchswissenschaftler


Projektbeschreibung

Primäres Ziel
Identifikation von diagnostischen Signaturen für die frühe Diagnose schwerer Sepsis durch integrative Datenanalyse verschiedener Omic-Ebenen, insbesondere des Transkriptomes und des Metabolomes, hinsichtlich der Abgrenzung der Pathogene sowie verschiedener Virulenzfaktoren.

Sekundäres Ziel
Integrative Modellierung der allgemeinen und spezifischen Wirtsantwort um den Ausgang verschiedener Behandlungsstrategien, quantifizierbar über neue identifizierte molekulare Marker und Risikofaktoren, vorherzusagen.

Sepsis kann systembiologisch als multifaktorielle Krankheit auf den separaten aber auch kombinatorischen Einfluss der Faktoren: Pathogen, Zeit (Alter, Observation) und Geschlecht überprüft werden. Dabei aufgefundene Marker (Kandidatengene und Metaboliten) sollten eine hohe Sensitivität und Spezifität aufweisen. In Gegenüberstellung zu humanen Daten werden dabei polymikrobielle murine Sepsismodelle, wie bspw. I) polymicrobial contamination and infection (PCI) und II) cecal ligation and puncture (CLP) verwendet und auf ihre translationale Aussagekraft untersucht. Weiterhin können auch pharmakologische Behandlungsstrategien (bspw. hydrocortisol) hinsichtlich des Einflusses auf die aufgefundenen diagnostischen Marker zur tentativen Validierung verwendet werden. Die zur Gewinnung dieser Kandidaten verwendeten Methoden sollen eine integrative Analyse von verfügbarem Wissen und Daten mehrerer Omic-Ebenen erlauben, wobei ein Fokus auf frei verfügbare Wissensressourcen wie bspw. der Datenbank KEGG (Kyoto Encyclopedia of Genes and Genomes) liegt.


Publikationen

Hepatic fibrosis in a long-term murine model of sepsis, Falk A. Gonnert (CSCC), Elke Kunisch (CSCC), Mieczyslaw Gajda, Sandro Lambeck (CSCC), Martina Weber, Ralf A. Claus (CSCC), Michael Bauer (CSCC), Raimund W. Kinne (CSCC), Shock accepted.

Liver Dysfunction with Impaired Phase I, II and III Metabolism Reflects an Early and Poor Prognostic Event in Sepsis that Depends on PI3K Signalling, Peter Recknagel (CSCC), Falk A. Gonnert (CSCC), Martin Westermann, Sandro Lambeck (CSCC), Amelie Lupp, Jane E. Carré, Andreas Kortgen, Christoph Krafft, Jürgen Popp, Christoph Sponholz, Ingrid Hilger, Ralf A. Claus (CSCC), Niels C. Riedemann, Reinhard Wetzker, Mervyn Singer, Michael Trauner, Michael Bauer (CSCC), PLoS Medicine, under review.

Hepatic Induction of Cholesterol Biosynthesis Reflects a Remote Adaptive Response to Pneumococcal Pneumonia, Martina Weber, Sandro Lambeck (CSCC) ,…, Ulrich A. Maus, Michael Bauer (CSCC), FASEB Journal, under revision

Comparison of transcriptomic profiles from experimental to clinical sepsis and SIRS, Sandro Lambeck (CSCC), Martina Weber, Falk A. Gonnert (CSCC), Ralf Mrowka, Michael Bauer (CSCC), Frontiers, under revision

Poster auf Konferenzen
Assessing Key Transcriptional Regulators and Predicting Interventional Targets in the Murine Sepsis Model of Peritoneal Contamination and Infection, Lambeck S (CSCC), Weber M, Bauer M (CSCC), Guthke R, Weimar Sepsis Update 2011


Kontakt 

Sandro Lambeck, PhD

Tel.: +49 (0)3641 - 9 32 33 45

Center for Sepsis Control and Care
Universitätsklinikum Jena
Am Klinikum 1
07747 Jena

 



ACTION

Prognostische und diagnostische Relevanz des Nachweises bakterieller DNA bei Patienten mit Leberzirrhose und Aszites - eine prospektive multizentrische Studie
Allgemeines

Akronym: ACTION

Projektleiter: Dr. med. Tony Bruns
                       Dr. med. Phillipp Reuken

Forschungsfeld: B Neue diagnostische Technologien und Verfahren

Projektnummer: B3.1

Projektlaufzeit: 01.09.2010 bis 31.08.2012

Modul: Rotationsstelle


Projektbeschreibung

Bei Patienten, die aufgrund einer chronischen Lebererkrankung einen fortgeschrittenen Leberumbau (Leberzirrhose) erlitten haben, liegt häufig Bauchwasser (Aszites) vor. Die Infektion von Aszites (spontan bakterielle Peritonitis) stellt eine schwerwiegende Komplikation der Leberzirrhose dar und geht mit einer hohen Sterblichkeit einher. Der behandelnde Arzt kann eine solche Infektion nur durch die Entnahme und Untersuchung von Aszites ausschließen. Dies sollte insbesondere bei Symptomen oder Laborabweichungen, die auf eine Infektion hinweisen (Bauchschmerz, Spannungsgefühl im Bauch, Fieber, Nierenversagen, Erhöhung der weißen Blutkörperchen [Leukozytose], Übersäuerung des Blutes [Azidose], Störungen des Hirnstoffwechsels mit Verwirrung oder Schläfrigkeit [Hepatische Enzephalopathie] erfolgen. Die kulturelle Anzucht von Bakterien bei Patienten mit entzündlich verändertem Aszites (spontan bakterielle Peritonitis) gelingt jedoch nur bei einem geringen Teil der Patienten. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, mit molekulargenetischen Methoden Bestandteile von Bakterien, z.B. bakterielle Erbinformation (DNA), im Bauchwasser nachzuweisen. Darüber hinaus bestehen Hinweise, dass Patienten, bei denen bakterielle DNA in nicht-entzündetem Bauchwasser nachgewiesen wurde, eine schlechtere Langzeitprognose aufweisen als Patienten mit Leberzirrhose ohne bakterielle DNA im Aszites.

Ziel dieser Studie ist es zu untersuchen, ob der Nachweis bakterieller DNA im Aszites bei Patienten mit Leberzirrhose, die Zeichen der Infektion aufweisen, mit einem verkürzten Überleben einhergeht. Darüber hinaus sollen die Umstände untersucht werden, unter denen Bakterien und bakterielle Bestandteile aus dem Darm in Blut und Bauchwasser übergehen. Weiterhin soll geprüft werden, ob es mit molekulargenetischen Methoden des bakteriellen DNA-Nachweises zuverlässiger möglich ist, den Erreger einer spontan bakteriellen Peritonitis nachzuweisen als mit klassischen Kulturtechniken.


Wissenschaftliche Kurzbeschreibung

Während der Nachweis bakterieller DNA (bactDNA) in Serum und Aszites bei Patienten mit Leberzirrhose in Abwesenheit von Infektionszeichen als Marker der bakteriellen Translokation einen unabhängigen Prädiktor für Mortalität darstellt, wurde die Bedeutung dieses Markers bei Patienten mit systemischem inflammatorischen Response-Syndrom (SIRS), bakteriellen Infektionen und Varianten der spontan-bakteriellen Peritonitis (SBP) bislang nicht ausreichend validiert. Der Nachweis der Äquivalenz verschiedener Methoden des bactDNA-Nachweises im Serum und deren Korrelation mit Markern der bakteriellen Translokation und Endotoxinämie steht bislang ebenfalls aus.

In dieser multizentrischen Kohortenstudie sollen Risikofaktoren für bakterielle Translokation und Endotoxinämie bei Patienten mit Leberzirrhose und Aszites abgeleitet werden. Dazu werden genetische, Wirts- und Umweltfaktoren sowie putative Surrogatmarker analysiert.

Um die diagnostische Relevanz dieser Befunde abzuschätzen, wird als Primärziel untersucht, ob der Nachweis von bakterieller DNA mit einer erhöhten Mortalität bei Patienten mit Leberzirrhose und Aszites, die Zeichen der systemischen Inflammation oder Infektion aufweisen, assoziiert ist.


Ausgewählte projektbezogene Publikationen

Reuken PA, Pletz MW, Baier M, Pfister W, Stallmach A, Bruns T. Emergence of spontaneous bacterial peritonitis due to enterococci - risk factors and outcome in a 12-year retrospective study. Aliment Pharmacol Ther 2012. Im Druck

Bruns T, Reuken P, Fischer J, Berg T, Stallmach A. Further evidence for the relevance of TLR2 gene variants in spontaneous bacterial peritonitis. J Hepatol 2011. Im Druck

Bruns T, Peter J, Reuken PA, Grabe DH, Schuldes SR, Brenmoehl J, Schölmerich J, Wiest R, Stallmach A. NOD2 gene variants are a risk factor for culture-positive spontaneous bacterial peritonitis and monomicrobial bacterascites in cirrhosis. Liver Int 2012;32:223-230.

Bruns T, Peter J, Hagel S, Herrmann A, Stallmach A. The augmented neutrophil respiratory burst in response to Escherichia coli is reduced in liver cirrhosis during infection. Clin Exp Immunol 2011. 164(3):346-356.

Bruns T, Sachse S, Straube E, Assefa S, Herrmann A, Hagel S, Lehmann M, Stallmach A. Identification of bacterial DNA in neutrocytic and non-neutrocytic cirrhotic ascites by means of a multiplex polymerase chain reaction. Liver Int 2009;29:1206-1214.


Kontakt

Dr. med. P. Reuken

Tel. +49 (0)3641 - 9 32 42 21

Universitätsklinikum Jena
Klinik für Innere Medizin II
Abteilung Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie
Erlanger Allee 101
07747 Jena


Dr. med. T. Bruns

NIHR Biomedical Research Unit and Centre for Liver Research
School of Immunity and Infection
Institute of Biomedical Research, 5th Floor
Wolfson Drive
The Medical School
University of Birmingham
Edgbaston
Birmingham B15 2TT
Großbritannien



ARAS

Androgen-Regulation bei Sepsis-Antwort: Verbesserungen durch Androgenrezeptor-Antagonisten?
Allgemeines

Akronym: ARAS

Projektleiter: Daniela Röll
                       Prof. Aria Baniahmad

Forschungsfeld: B Neue diagnostische Technologien und Verfahren

Projektnummer: B3.3

Projektlaufzeit: 01.04.2011 bis 28.02.2014


Projektbeschreibung

In kürzlich veröffentlichten Artikeln konnte eine geschlechterspezifische Antwort beim Menschen auf eine Sepsis gezeigt werden, wobei Frauen in der pro-östrus Phase eine bessere Überlebenschance als Männer aufweisen (Raju und Chaudry, 2008; Angele et al., 2006). Mäusestudien belegten diese statistische Auswertung experimentell (Raju und Chaudry, 2008). Ebenso führte die Applikation des in der Prostatakrebstherapie eingesetzten Androgenrezeptor-Antagonisten Flutamid zu einer verbesserten Sepsistoleranz (Remmer et al., 1997; Wichmann et al., 1997). Da Flutamid neben der Aktivierung des Androgenrezeptorsignalweges auch Einfluss auf den Östrogensignalweg nimmt, ist bis heute noch nicht geklärt, ob der positive Effekt von Flutamid bei der Sepsistoleranz über den Östrogen (ER)- , den Androgenrezeptor (AR) oder beide vermittelt wird.

In den letzten Jahren konnten in der Arbeitsgruppe von Prof. Baniahmad strukturell neuartige, spezifische AR-Antagonisten identifiziert oder neu entwickelt werden. Der Einfluss dieser AR-Antagonisten auf die Sepsistoleranz soll innerhalb der Studie bei männlichen und weiblichen Mäusen untersucht werden. Da die hier verwendeten Antagonisten AR spezifisch sind, können die erhaltenen Daten neue Einblicke in die fundamentale Erforschung einer Sepsis bieten und im folgenden eine neuartige Behandlungsmethode für Sepsispatienten darstellen.

Somit stellt dieses Forschungsvorhaben die erste Analyse von Hormonantworten auf molekulargenetischer Ebene dar, in dem der Fokus auf der Rolle von Androgenen und AR-Antagonisten liegt.

Hypothesen
1) Geschlechtshormone, wie Östrogene und Androgene spielen eine entscheidende Rolle bei der Sepsisantwort.
2) Die Hemmung des AR spielt eine wichtige Rolle bei der Immunantwort. Folglich könnten AR-Antagonisten einen positiven Einfluss auf die Sepsisantwort bei Männern haben.
3) In Mäuse- und in in vitro Studien soll der Einfluss der AR-Inhibierung und der ER- Aktivierung durch neue AR-Antagonisten bzw. Östrogen während der Sepsis aufgeklärt werden.


Publikationen

Poster
Tagung der Deutschen Gesellschaft für Genetik, September 2011 in Würzburg; Titel: Novel Lead Structures to Inhibit the Androgen Receptor and Prostate Cancer Cell Proliferation; Autoren: Daniela Roell, Thomas W. Rösler, Stephanie Degen, Rudolf Matusch, Aria Baniahmad


Kontakt 

Daniela Röll

Universitätsklinikum Jena
Institut für Humangenetik
AG Molekulargenetik
Kollegiengasse 10
07743 Jena



TransSeptomics

Integrative Analyse von "omic"-weiten Daten experimenteller und klinischer Sepsis zur individualisierten Prävention, Diagnose und Therapie
Allgemeines

Akronym: TransSeptomics (Translational Septomics)

Projektleiter: Sandro Lambeck, PhD

Forschungsfeld: B Neue diagnostische Technologien und Verfahren

Projektnummer: B3.4

Projektlaufzeit: 01.07.2011 bis 01.07.2013

Modul: Nachwuchswissenschaftler


Projektbeschreibung

Primäres Ziel
Identifikation von diagnostischen Signaturen für die frühe Diagnose schwerer Sepsis durch integrative Datenanalyse verschiedener Omic-Ebenen, insbesondere des Transkriptomes und des Metabolomes, hinsichtlich der Abgrenzung der Pathogene sowie verschiedener Virulenzfaktoren.

Sekundäres Ziel
Integrative Modellierung der allgemeinen und spezifischen Wirtsantwort um den Ausgang verschiedener Behandlungsstrategien, quantifizierbar über neue identifizierte molekulare Marker und Risikofaktoren, vorherzusagen.

Sepsis kann systembiologisch als multifaktorielle Krankheit auf den separaten aber auch kombinatorischen Einfluss der Faktoren: Pathogen, Zeit (Alter, Observation) und Geschlecht überprüft werden. Dabei aufgefundene Marker (Kandidatengene und Metaboliten) sollten eine hohe Sensitivität und Spezifität aufweisen. In Gegenüberstellung zu humanen Daten werden dabei polymikrobielle murine Sepsismodelle, wie bspw. I) polymicrobial contamination and infection (PCI) und II) cecal ligation and puncture (CLP) verwendet und auf ihre translationale Aussagekraft untersucht. Weiterhin können auch pharmakologische Behandlungsstrategien (bspw. hydrocortisol) hinsichtlich des Einflusses auf die aufgefundenen diagnostischen Marker zur tentativen Validierung verwendet werden. Die zur Gewinnung dieser Kandidaten verwendeten Methoden sollen eine integrative Analyse von verfügbarem Wissen und Daten mehrerer Omic-Ebenen erlauben, wobei ein Fokus auf frei verfügbare Wissensressourcen wie bspw. der Datenbank KEGG (Kyoto Encyclopedia of Genes and Genomes) liegt.


Publikationen

Hepatic fibrosis in a long-term murine model of sepsis, Falk A. Gonnert (CSCC), Elke Kunisch (CSCC), Mieczyslaw Gajda, Sandro Lambeck (CSCC), Martina Weber, Ralf A. Claus (CSCC), Michael Bauer (CSCC), Raimund W. Kinne (CSCC), Shock accepted.

Liver Dysfunction with Impaired Phase I, II and III Metabolism Reflects an Early and Poor Prognostic Event in Sepsis that Depends on PI3K Signalling, Peter Recknagel (CSCC), Falk A. Gonnert (CSCC), Martin Westermann, Sandro Lambeck (CSCC), Amelie Lupp, Jane E. Carré, Andreas Kortgen, Christoph Krafft, Jürgen Popp, Christoph Sponholz, Ingrid Hilger, Ralf A. Claus (CSCC), Niels C. Riedemann, Reinhard Wetzker, Mervyn Singer, Michael Trauner, Michael Bauer (CSCC), PLoS Medicine, under review.

Hepatic Induction of Cholesterol Biosynthesis Reflects a Remote Adaptive Response to Pneumococcal Pneumonia, Martina Weber, Sandro Lambeck (CSCC) ,…, Ulrich A. Maus, Michael Bauer (CSCC), FASEB Journal, under revision

Comparison of transcriptomic profiles from experimental to clinical sepsis and SIRS, Sandro Lambeck (CSCC), Martina Weber, Falk A. Gonnert (CSCC), Ralf Mrowka, Michael Bauer (CSCC), Frontiers, under revision

Poster auf Konferenzen
Assessing Key Transcriptional Regulators and Predicting Interventional Targets in the Murine Sepsis Model of Peritoneal Contamination and Infection, Lambeck S (CSCC), Weber M, Bauer M (CSCC), Guthke R, Weimar Sepsis Update 2011


Kontakt 

Sandro Lambeck, PhD

Tel.: +49 (0)3641 - 9 32 33 45

Center for Sepsis Control and Care
Universitätsklinikum Jena
Erlanger Allee 101
07747 Jena



CANSEP

Identifizierung von Candida albicans Proteinantigenen für die Pilzsepsisdiagnostik
Allgemeines

Akronym: CANSEPDr. Olaf Kniemeyer und Ting Luo

Projektleiter: Dr. Olaf Kniemeyer

Team: Dipl.-Biochem. Ting Luo

Forschungsfeld: B Neue diagnostische Technologien und Verfahren

Projektnummer: B3.5

Projektlaufzeit: 01.10.2011 bis 30.09.2014


Projektbeschreibung

Der Hefepilz Candida albicans ist der bedeutendste Erreger von pilzlichen Krankenhausinfektionen. Insbesondere Patienten, die immunsupprimiert sind oder intensivtherapeutisch betreut werden, sind dem Risiko ausgesetzt, an einer Sepsis mit Candida (Candidämie) zu erkranken. Solche invasive Infektionen können lebensgefährlich sein, sind aber schwer zu diagnostizieren und zu therapieren. In unserem Projekt „CANSEP“ suchen wir mit Hilfe der 2D-Gelelektrophorese, einer Technik zur Auftrennung von Proteingemischen, nach Candida-Proteinen, die eine Immunreaktion beim Menschen hervorrufen oder im Blut von Patienten nachweisbar sind. In einem ersten Ansatz untersuchen wir die Antikörper-Antwort gegenüber C. albicans in einem Mausmodell für Candidämie. Im späteren Verlauf sollen auch Patientenseren mit Candida-Infektionen in die Untersuchung mit einbezogen werden. Ausgewählte C. albicans Proteine sollen dann in größeren Mengen rekombinant hergestellt und dahingehend getestet werden, ob sie als Biomarker oder zur Immuntherapie eingesetzt werden können.


Publikationen

Kniemeyer O, Schmidt AD, Vödisch M, Brakhage AA (2011) Identification of virulence determinants of the human pathogenic fungi Aspergillus fumigatus and Candida albicans by proteomics. Int J Med Microbiol 301:368-377.


Kontakt

Dr. Olaf Kniemeyer

Tel. +49 (0)3641 - 532 1071
Fax +49 (0)3641 - 532 0803

Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie
Hans-Knöll-Institut (HKI)
Molekulare und Angewandte Mikrobiologie
Beutenbergstr. 11a
07745 Jena



Forschungsfeld C - Intensivmedizinische Versorgung

Der primäre Fokus dieser Forschungsfeldes ist eine Untersuchung des Einflusses neuer Implementierungsstrategien für Sepsisleitlinien sowie Optimierung der Diagnosequalität, Behandlung und Kommunikation, um Ergebnisse und Folgen für Patienten, Angehörige und Pfleger zu verbessern.

Forschungsfeld C - Intensivmedizinische Versorgung

Eidecs
Reduktion der Belastung aufgrund Therapie sterbender Patienten durch verbesserte Kommunikationsstrategien - Eidecs (unterbrochene Zeitreihenanalyse).

Viele Patienten mit schwerer Sepsis sterben auf der Intensivstation. Pflege von sterbenden Patienten ist häufig belastend für Angehörige und das Pflegepersonal. Das Ziel dieser Vorher-Nachher-Studie ist es, die psychologische Belastung im Zusammenhang mit der Pflege sterbender Patienten für Angehörige und Pfleger zu verringern. Daten zur Kommunikation und zu Teamwork werden während einer ersten Beobachtungsphase gesammelt. Danach werden Interventionen implementiert und ihr Effekt auf Studienendpunkte gemessen. Primäre Outcomes sind Burnout bei Personal auf Intensivstationen und posttraumatischer Stress bei Angehörigen nach 90 Tagen. Das Projekt dauert 5 Jahre (2010 - 2015).

Verbesserung patientenorientierter Versorgung am Lebensende bei Patienten mit sepsisbedingtem Organversagen: eine zeitabhängige Interventionsanalyse (End-of-life Decisionmaking in patients with Sepsis) (klinische Studie)
C. Hartog

Medusa
Klinische Auswirkungen neuer Strategien zur Leitlinienimplementierung: frühe und angemessene antibiotische Therapie von Patienten mit septischem Schock - Medusa (cluster-randomisierte Studie).

Eine schnelle, intravenöse antimikrobielle Therapie innerhalb einer Stunde nach der Diagnose trägt signifikant zum Überleben des Patienten bei. Trotz der entsprechenden Leitlinienempfehlungen wird dieser Zeitrahmen in der täglichen Routine häufig überschritten. Das Ziel der Studie ist die Etablierung eines Protokolls für die frühe Detektion und schnelle Initialtherapie der Sepsis in den teilnehmenden Krankenhäusern. Wir untersuchen, ob solche Maßnahmen die Überlebenschancen bei einer Sepsis erhöhen. Diese Studie nutzt moderne Implementierungsstrategien, wie z. B. Change Management und Benchmarking. Der Erfolg der Maßnahmen wird durch Vergleiche mit Kontroll-Krankenhäusern bestimmt, die lediglich Standard-Weiterbildungsmaßnahmen erhalten. Die Projektlaufzeit beträgt 5 Jahre.

Medusa
Medizinisches Weiterbildungsprogramm zur Fokuskontrolle und Antibiotikatherapie bei Sepsis (klinische Studie)
F. Bloos, K. Reinhart

PCT-Diagnostik und -Therapie (Meta-Analysen)
Beweismaterial sammeln - PCT-Diagnostika und PCT-Therapie (Meta-Analysen).

Der Nutzen von Biomarkern in der Diagnose, Therapie und Verlaufsverbesserung bei schwerer Sepsis wird, trotz umfangreicher wissenschaftlicher Literatur, nach wie vor diskutiert. Ziel der Studie war eine Prüfung und Meta-Analyse der wissenschaftlichen Literatur hinsichtlich der Rolle von Procalcitonin (PCT) in der Diagnose und Therapie schwerer Sepsis. Diese liefert die besten verfügbaren Belege, um die klinische Entscheidungsfindung in der intensivmedizinischen Versorgung von Patienten mit schwerer Sepsis zu unterstützen. Die Projekte dauerten ein Jahr.

 

Meta-Analyse zur diagnostischen Wertigkeit von Procalcitonin bei der Sepsis

Akronym: PCT-Diagnostik

Projektleiter: Prof. Peter Schlattmann

Team: Christina Wacker

Projektnummer: C3.1

Projektlaufzeit: 01.07.2011 bis 30.06.2012

Modul: Graduiertenstelle


Projektbeschreibung

Mit dieser Metaanalyse soll die diagnostische Wertigkeit des Procalcitonins (PCT) für die Vorhersage von Sepsis ermittelt werden. Dies geschieht sowohl für Erwachsene als auch für Kinder.

Des Weiteren wird untersucht, inwieweit bestimmte Faktoren Einfluss auf die Testgenauigkeit nehmen.


Kontakt 

Prof. Peter Schlattmann

Tel.: +49 (0)3641 - 9 34 13 0

Universitätsklinikum Jena
Institut für medizinische Statistik, Informatik und Dokumentation
Bachstraße 18
07743 Jena


Christina Wacker

Medizinstudentin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Doktorandin am Institut für medizinische Statistik, Informatik und Dokumentation

 

PCT-Therapie (beendet)
Meta-Analyse zur therapeutischen Überlegenheit der Procalcitonin gesteuerten Therapie der Sepsis
A. Prkno, P. Schlattmann

 

Meta-Analyse zur therapeutischen Überlegenheit der Procalcitonin gesteuerten Therapie der Sepsis Akronym: PCT-Therapie

Projektleiter: Prof. Peter Schlattmann

Team: Anna Prkno

Projektnummer: C3.2

Projektlaufzeit: 01.07.2011 bis 30.06.2012

Modul: Graduiertenstelle


Projektbeschreibung

Mit dieser Metaanalyse soll untersucht werden, ob eine Procalcitonin gesteuerte Therapie einer Standardtherapie bei der Behandlung von kritisch kranken Patienten mit Sepsis überlegen ist.


Kontakt 

Prof. Peter Schlattmann

Tel. +49 (0)3641 - 9 34 13 0

Universitätsklinikum Jena
Institut für medizinische Statistik, Informatik und Dokumentation
Bachstraße 18
07743 Jena


Anna Prkno

Medizinstudentin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Doktorandin am Institut für medizinische Statistik, Informatik und Dokumentation



PCT-Diagnostik

Meta-Analyse zur diagnostischen Wertigkeit von Procalcitonin bei der Sepsis
Allgemeines

Akronym: PCT-Diagnostik

Projektleiter: Prof. Peter Schlattmann

Team: Christina Wacker

Forschungsfeld: C Intensivmedizinische Versorgung

Projektnummer: C3.1

Projektlaufzeit: 01.07.2011 bis 30.06.2012

Modul: Graduiertenstelle


Projektbeschreibung

Mit dieser Metaanalyse soll die diagnostische Wertigkeit des Procalcitonins (PCT) für die Vorhersage von Sepsis ermittelt werden. Dies geschieht sowohl für Erwachsene als auch für Kinder.

Des Weiteren wird untersucht, inwieweit bestimmte Faktoren Einfluss auf die Testgenauigkeit nehmen.


Kontakt 

Prof. Peter Schlattmann

Tel.: +49 (0)3641 - 9 34 13 0

Universitätsklinikum Jena
Institut für medizinische Statistik, Informatik und Dokumentation
Bachstraße 18
07743 Jena


Christina Wacker

Medizinstudentin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Doktorandin am Institut für medizinische Statistik, Informatik und Dokumentation



PCT-Therapie

Meta-Analyse zur therapeutischen Überlegenheit der Procalcitonin gesteuerten Therapie der Sepsis
Allgemeines

Akronym: PCT-Therapie

Projektleiter: Prof. Peter Schlattmann

Team: Anna Prkno

Forschungsfeld: C Intensivmedizinische Versorgung

Projektnummer: C3.2

Projektlaufzeit: 01.07.2011 bis 30.06.2012

Modul: Graduiertenstelle


Projektbeschreibung

Mit dieser Metaanalyse soll untersucht werden, ob eine Procalcitonin gesteuerte Therapie einer Standardtherapie bei der Behandlung von kritisch kranken Patienten mit Sepsis überlegen ist.


Kontakt 

Prof. Peter Schlattmann

Tel. +49 (0)3641 - 9 34 13 0

Universitätsklinikum Jena
Institut für medizinische Statistik, Informatik und Dokumentation
Bachstraße 18
07743 Jena


Anna Prkno

Medizinstudentin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Doktorandin am Institut für medizinische Statistik, Informatik und Dokumentation



Forschungsfeld D - Sepsisbedingtes Organversagen

Dieses Forschungsgebiet fokussiert auf Mechanismen, die Organdysfunktion bzw. -regeneration im Zuge lebensbedrohlicher Infektion auslösen. Sepsis ist der Hauptgrund für multiples Organversagen, welches wiederum Prognose-bestimmend auf Intensivstationen ist.

Während eine lokale und kontrollierte Entzündungsreaktion hilft, eine Infektion unter Kontrolle zu bringen, kann eine fehlregulierte Antwort, mit einer überwältigenden Freisetzung proinflammatorischer Mediatoren, im weiteren Verlauf Aktivierung von z. B. intravaskulärer Koagulation, NO und Endothelinen sowie deren Rezeptoren auslösen, was zu Hypoxie in den Geweben führt. Molekulare Mechanismen des Zelltods während eines septischen Schocks umfassen Nekrose und programmierten Zelltod, abhängig vom Grad der Erschöpfung energetischer Ressourcen und mitochondrialer Funktion. Weitere Erkenntnisse zu dieser komplexen Pathophysiologie verheißen Möglichkeiten, septisches Organversagen kausal behandeln zu können. Sepsis-bedingtes Organversagen kann verschiedene Kombinationen von Organen in unterschiedlichem Ausmaß betreffen. Risikofaktoren, Prädisposition, molekulare Mechanismen und Management Sepsis-bedingten Organversagens bilden ein zentrales Forschungsfeld des Konsortiums.

Das CSCC Forschungsfeld D „Sepsisbedingtes Organversagen“ umfasst nun eine Vielzahl von Projekten und deckt das heterogene Feld von spezifischen Organversagen ab:

  • Leber (Praise, HHDP, SomatostatinR, Liver Dysfunction)
  • Niere (HIFMORG)
  • Herz (Rosisip, Thrombomodulin, PI3Kgamma)
  • Koagulation (ADAMTS13)
  • Darm (Phosphatidylcholine)
  • Endotheliale Dysfunktion (Seda)
  • IL6 Sekretions-Pathologie (Sephi)
  • Mechanismen der Candida albicans Anhaftung und Eindringen in Endothel und Blutstrom (Candida)
  • Tiermodelle für Sepsis-Langzeitfolgen (SMAD2)

Innerhalb des Konsortiums ist unser Ziel, diese Aktivitäten in Richtung systembiologischer Ansätze weiterzuentwickeln, um individuelle Aspekte des Organversagens auf einer systemischen Ebene zu verbinden. Das würde auf längere Sicht erlauben, Organ-Organ-Interaktionen zu verstehen und potenzielle therapeutische Hebel zu identifizieren.

Projekte in Forschungsfeld D:

Forschungsfeld D - Sepsisbedingtes Organversagen

ADAMTS13
Sepsis-assoziierte Mikrothrombus-Bildung: Reifung und Sekretion der von-Willebrand Faktor-spaltenden Protease, ADAMTS13
Allgemeines

Projektleiter: Dr. RA Claus

Team: Michael Ekaney

Projektnummer: D1.9

Projektlaufzeit: 01.05.2011 bis 30.04.2014

Modul: Graduiertenstelle


Projektbeschreibung

In dem experimentellen Vorhaben wird die Ursache des Mangels an ADAMTS13, der einzigen Protease, welche den unter Bedingungen einer Sepsis in hoher Konzentration und procoagulanter Aktivität im Plasma zirkulierenden von-Willebrand-Faktor VWF proteolytisch inaktivieren kann, untersucht. Auf zellulärer Ebene werden verminderte Transkription, aber auch eine verminderte Sekretion diskutiert. Die hierfür zugrunde liegenden Signalwege sind unbekannt, ein Beitrag der endothelialen Dysfunktion scheint jedoch sehr wahrscheinlich. Daher sollen (1) Signalwege, welche die Trankskriptionsrate der ADAMTS13 beeinflussen, (2) der intrazelluläre Transport des gereiften Proteins, und (3) auf die Interaktion von unprozessiertem VWF mit (aktivierten) Plättchen in Gegenwart Bindungs-hemmender Peptide und Antikörper untersucht werden. 

Hauptziel des Projektes
In dem Untersuchungsvorhaben soll nachgewiesen werden, dass die VWF spaltende Protease ADAMTS13 bei endothelialer Dysfunktion einer negativen Regulation unterliegt, dass diese Mechanismen regulierbar sind und dass insbesondere Aktiviertes Protein C zur Verminderung des Aktivitätsverlustes beitragen kann.

Forschungshypothese
Der erworbene Aktivitätsverlust der ADAMTS13 ist mit endothelialer Dysfunktion assoziiert und auf der transkriptionellen, sekretorischen und funktionellen Ebene unbalanciert, was in der Plasmapräsenz unprozessierten VWFs und der Bildung von Mikrothromben beiträgt.


Publikationen

Posterbeitrag P12-16 auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose und Hämostase GTH, St. Gallen (CH): ML Ekaney, C Sponholz, GP Otto, M Bauer, RA Claus: Circulating histones, sepsis and endothelial dysfunction; Hämostaseologie 32 (2012) A 97.


Kontakt

Dr. Ralf Claus

Michael Ekaney

Tel. +49 (0)3641 - 9 32 58 60

Universitätsklinikum Jena
AG Molekulare Mechanismen des Organversagens
Forschungszentrum Lobeda
Am Klinikum 1
07747 Jena

 

Candida
Pathogen-Wirt-Interaktion während der Infektion mit Candida albicans und die Entwicklung zur Sepsis
Allgemeines

Projektleiter: Dr. med. Falk A. Gonnert
                        Prof. Bernhard Hube

Team: Dr. Sascha Brunke
           Dr. Ralf Claus
           Nayla Jbeily (MSc)

Projektnummer: D1.5

Projektlaufzeit: 01.08.2010 bis 31.07.2015

         


Projektbeschreibung

Das Ziel dieses Projekts ist, die Pathogenitätsmechanismen bei bestimmten Phasen von lebensbedrohenden C. albicans-Infektionen aufzuklären. Es sollen zelluläre und molekulare Eigenschaften von C. albicans und Wirtszellen während der Verbreitung im Blutkreislauf, beim Verlassen des Blutkreislaufs und bei der Kolonisation von Organen analysiert werden. Die Ziele sind im Einzelnen:

  • Herstellung bzw. Etablierung von fluoreszierenden C. albicans-Reporterstämmen (GFP-, RFP-markiert) zur optischen Analyse der Verbreitung des Pilzes im Blut und in Organen.
  • Nutzung und Etablierung der Intravitalmikroskopie zur Visualisierung der Mikroverteilung von C. albicans in verschiedenen Wirtsorganen.
  • Analyse des zeitlichen Verlaufs und Bestimmung des Übergangsortes vom Blut in Organe und Gewebe.
  • Identifizierung der verschiedenen Pilzmorphologien während der Verteilung im und beim Verlassen des Blutkreislaufes.
  • Anschließende histologische Untersuchungen der Gewebe und Anfertigung von in vivo-Transkriptionsprofilen.
  • Identifizierung von Immunzellen an den Orten der Interaktion von C. albicans und Wirt (im Blutkreislauf, Verlassen des Blutkreislaufs, Kolonisation von Organen)
  • Anfertigung von Transkriptionsprofilen der Wirtsorgane und Immunzellen an den Orten der Interaktion von C. albicans und Wirt (im Blutkreislauf, Verlassen des Blutkreislaufs, Kolonisation von Organen)

Ausgewählte Publikationen

Brunke S, Hube B (2013) Two unlike cousins: Candida albicans and C. glabrata infection strategies. Cell Microbiol. 15(5):701-8

Lüttich A, Brunke S, Hube B, Jacobsen ID (2013) Serial passaging of Candida albicans in systemic murine infection suggests that the wild type strain SC5314 is well adapted to the murine kidney. PloS one 8: e64482

Martin R, Albrecht-Eckardt D, Brunke S, Hube B, Hünniger K, Kurzai O (2013) A Core Filamentation Response Network in Candida albicans Is Restricted to Eight Genes. PloS one 8: e58613

Mayer FL, Wilson D, Hube B (2013) Candida albicans pathogenicity mechanisms. Virulence 4: 119-128

Mayer FL, Wilson D, Hube B (2013) Hsp21 potentiates antifungal drug tolerance in Candida albicans. PloS one 8: e60417

Miramon P, Kasper L, Hube B (2013) Thriving within the host: Candida spp. interactions with phagocytic cells. Med Microbiol Immunol 202: 183-195

Pietrella D, Pandey N, Gabrielli E, Pericolini E, Perito S, Kasper L, Bistoni F, Cassone A, Hube B, Vecchiarelli A. (2013) Secreted aspartic proteases of Candida albicans activate the NLRP3 inflammasome. Eur J Immunol. 43: 679-692

Citiulo F, Jacobsen ID, Miramon P, Schild L, Brunke S, Zipfel P, Brock M, Hube B, Wilson D (2012) Candida albicans scavenges host zinc via Pra1 during endothelial invasion. PLoS Pathog 8: e1002777

Gow NA, Hube B (2012) Importance of the Candida albicans cell wall during commensalism and infection. Current Opinion in Microbiology 15: 406-412

Jacobsen ID, Wilson D, Wächtler B, Brunke S, Naglik JR, Hube B (2012) Candida albicans dimorphism as a therapeutic target. Expert Rev Anti Infect Ther. 10(1):85-93

Lüttich A, Brunke S, Hube B. (2012) Isolation and amplification of fungal RNA for microarray analysis from host samples. Methods Mol Biol. 845: 411-21

Mayer FL, Wilson D, Jacobsen ID, Miramon P, Slesiona S, Bohovych IM, Brown AJ, Hube B (2012) Small but crucial: the novel small heat shock protein Hsp21 mediates stress adaptation and virulence in Candida albicans. PloS one 7: e38584

Miramón P, Dunker C, Windecker H, Bohovych IM, Brown AJ, Kurzai O, Hube B. (2012) Cellular Responses of Candida albicans to Phagocytosis and the Extracellular Activities of Neutrophils Are Critical to Counteract Carbohydrate Starvation, Oxidative and Nitrosative Stress. PLoS One 7(12):e52850.

 

Kontakt

Prof. Bernhard Hube

Tel. + 49 (0)3641 - 532 1401 oder 00

Abteilung Mikrobielle Pathogenitätsmechanismen
Leibniz Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie e.V.
Hans-Knöll-Institut (HKI)
Beutenbergstraße 11a
07745 Jena

Webseite der Abteilung Mikrobielle Pathogenitätsmechanismen (MPM) des HKI

 

CEAalbicans

Die Familie der CEA Rezeptoren: eine neue Klasse von immun-regulatorischen, mit Candida albicans interagierenden Proteinen
E. Klaile

Duo-LBP

Doppelrolle von LBP in SIRS and Sepsis (beendet)
H. Fang

HHDP
Häm, Hämabbauprodukte und Systembiologie des sepsis-assoziierten Organversagens
Allgemeines

Akronym: HHDP-Sepsis

Projektleiter: Prof. Dr. Michael Bauer

Team: Dr. rer. med. Marcel Kramer
           Peter Recknagel
           Bianka Wissuwa
           Beate Szafranski

Projektnummer: D1.2

Projektlaufzeit: 01.08.2010 bis 31.07.2015

Modul: In-house Forschungsprofessur


Projektbeschreibung

Induktion der HMOX1 stellt eine zentrale Komponente der zellulären Stressantwort dar, wobei sowohl Häm als auch Hämabbauprodukte erster (Biliverdin, Kohlenmonoxid und freies Eisen) und höherer Ordnung (Bilirubin, bilirubin oxidation end products) ausgeprägte und weitgehend unbekannte Effekte auf zelluläre Proteine (wie Ionenkanäle) und damit Zellfunktionen und Signalvorgänge ausüben. Um hier neue therapeutische Optionen beim septischen Organversagen zu eröffnen, ist eine grundlegende Klärung zellulärer Veränderungen in der Sepsis sowie deren Modulation durch Häm und Hämabbauprodukte im Sinne der Systembiologie und Pharmakogenomik („Theragnostik“) erforderlich.

Folgende Hypothesen wurden im Rahmen des Projekts in der zurückliegenden Förderperiode untersucht:

  • Charakterisierung der Rolle bekannter (wie eines (GT)n repeat Mikrosatellitenpolymorphismus (-198 -256) und derzeit unbekannter regulatorischer Elemente in HMOX1- und Biliverdinreduktasen-Genloci
  • Charakterisierung des organspezifischen sepsis-assoziierten Gewebeschadens sowie dessen Abhängigkeit vom Genotyp/Haplotyp für Genloci, die Hämabbauprodukte erster und zweiter Ordnung kontrollieren

Publikationen

Sponholz C., Huse K., Kramer M. et al. Gene Polymorphisms in the Heme Degradation Pathway and Outcome of Severe Human Sepsis. (Shock, in revision)

Weber M, Lambeck S, Ding N, et al. Hepatic Induction of Cholesterol Biosynthesis Reflects a Remote Adaptive Response to Pneumococcal Pneumonia (FASEB J , in revision)

Recknagel P., Gonnert F., Westermann M., et al. Liver Dysfunction with Impaired Phase I,II, and III Metabolism Reflects an Early and Poor Prognostic Event in Sepsis that Depends on PI3K Signalling. PLoS Medicine (under review)

Recknagel P, Claus RA, Neugebauer U, Bauer M, Gonnert FA. In vivo imaging of hepatic excretory function in the rat by fluorescence microscopy. J Biophotonics. 2012 Jan 23. doi: 10.1002/jbio.201100118. [Epub ahead of print]

Gonnert FA, Kunisch E, Gajda M, Lambeck S, Weber M, Claus RA, Bauer M, Kinne RW. Hepatic Fibrosis in a Long-Term Murine Model of Sepsis. Shock. 2012 Jan 18. [Epub ahead of print]

Kleiman A, Hübner S, Rodriguez Parkitna JM, Neumann A, Hofer S, Weigand MA, Bauer M, Schmid W, Schütz G, Libert C, Reichardt HM, Tuckermann JP. Glucocorticoid receptor dimerization is required for survival in septic shock via suppression of interleukin-1 in macrophages. FASEB J. 2012 Feb;26(2):722-9. Epub 2011 Oct 31.

Gonnert FA, Recknagel P, Seidel M, Jbeily N, Dahlke K, Bockmeyer CL, Winning J, Lösche W, Claus RA, Bauer M. Characteristics of clinical sepsis reflected in a reliable and reproducible rodent sepsis model. J Surg Res. 2011 Sep;170(1):e123-34. Epub 2011 Jun 12.

Reviews
Lösche W, Boettel J, Kabisch B, Winning J, Claus RA, Bauer M. Do aspirin and other antiplatelet drugs reduce the mortality in critically ill patients? Thrombosis. 2012;2012:720254. Epub 2011 Nov 9.

Letters / Editorials
Bauer M, Witte OW, Heinemann SH. Carbon monoxide and outcome of stroke-A dream CORM true? Crit Care Med. 2012 Feb;40(2):687-8.

Vassilev T, Bauer M. Passive immunotherapy of sepsis with intravenous immune globulin: not all IVIg preparations are created equal. Crit Care. 2012 Jan 25;16(1):407.


Kontakt

Prof. Dr. Michael Bauer

Universitätsklinikum Jena
Klinik für Anästesiologie und Intensivmedizin
Am Klinikum 1
07747 Jena

 

HIFMORG
Die Rolle von HIF-1α und Morg1 bei Sepsis-induziertem Nierenversagen Allgemeines

Projektleiter: Prof. Dr. Gunter Wolf, MHBA

Team: Claudia Schindler
           Katrin Schindler

Projektnummer: D1.3

Projektlaufzeit: 01.08.2010 bis 31.07.2013

Modul: Rotationsstelle


Projektbeschreibung

Der intrazelluläre Hypoxie-induzierte Faktor 1 (HIF-1a) wird zum Teil durch Prolylhydroxylasen (PHDs) kontrolliert. Die PHDs vermitteln die Sauerstoff- und Eisenabhängige Hydroxylierung und proteolytische Degradation von HIF1a. Neueste Daten belegen eine erhöhte renale HIF1a-Proteinexpression bei Sepsis. Außerdem konnte gezeigt werden, dass die HIF1a-Expression in Abhängigkeit zur Erhöhung von inflammatorischen Zytokinen wie TNFa, IL-1, IL-6, und IL-12 in Makrophagen bei früher Sepsis steht. Diese Effekte waren vom toll-like-receptor (TLR)-4 und LPS abhängig.

Bei Sepsis-assoziierter Organdysfunktion ist auch die Niere betroffen. Die Anzahl tödlich verlaufender Sepsen ist bei Patienten mit präexistenten chronischen Nierenerkrankungen höher.

Es konnte bereits früher durch uns gezeigt werden, dass Angiotensin II (ANGII), dessen Konzentration bei Sepsis erhöht ist, die HIF1a- und TLR-4-Expression in renalen Zellen erhöht. Zudem konnte ein Protein Morg1 (MAPK organizer protein) identifiziert und kloniert werden, welches kovalent an PHD3 bindet. Es konnte weiterhin bei experimentell induzierter Ischämie/Reperfusion im Tiermodel eine geänderte renale HIF1a-Expression durch Morg1 aufgezeigt werden. Bisher ist eine Wechselwirkung von HIF1a und Morg1 im Sepsis-induzierten Nierenversagen nicht näher untersucht worden. Im vorliegenden Projekt soll die Funktion von HIF1a und Morg1 bei Sepsis-induziertem Nierenversagen im Tiermodel an heterozygoten +/- Morg1 und Wildtyp-Mäusen analysiert werden. Die durch die HIF1a-Expression regulierten Gene wie auch die Parameter der Nierenfunktion werden untersucht. Es soll getestet werden, ob eine Reduktion der Morg1-Expression in heterozygoten +/- Morg1-Mäusen eine mögliche funktionelle und strukturelle Verbesserung des Sepsis-induzierten Nierenversagens mit sich bringt. Es ist derzeit unklar, ob eine Induktion von HIF1a bei Sepsis-induzierter akuter Nierenschädigung schützend wirkt (wie im renalen Ischämie-/Reperfusionsmodell mit abgeschwächter proinflammatorischer Antwort gezeigt wurde) oder sogar eher schädigend wirken kann, beispielsweise durch die verstärkte Aktivierung von inflammatorischen Zytokinen und Hochregulation von Zytokinen wie dem Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF).

Die Studie soll dazu genutzt werden, um neue potenzielle therapeutische Ansätze zu entwickeln, wie zum Beispiel Morg1 Inhibitoren zur Applikation bei Organschädigung in der Sepsis.


Kontakt

Prof. Dr. Gunter Wolf, MHBA

Tel. +49 (0)3641 - 9 32 43 01

Universitätsklinikum Jena
Klinik für Innere Medizin III
Am Klinikum 1
07747 Jena

 

Leber-BioChip

Etablierung eines mikrofluidisch unterstützten humanen Lebermodells
A. Mosig

Leberversagen
Molekulare Mechanismen und die Bedeutung der exkretorischen Dysfunktion und des  gestörten Xenobiotika-Stoffwechsels für die Klinische Pharmakologie in der Intensivmedizin
Allgemeines

Projektleiter: PD Dr. med. Andreas Kortgen

Team: Esther Fröhlich
           Jaqueline Fischer

Projektnummer: D1.11

Projektlaufzeit: 01.07.2011 bis 30.06.2015

Modul: Senior research group


Projektbeschreibung

Die zentrale Hypothese des Projekts ist, dass eine Störung der hepatozellulären Exkretionsfunktion mit Störung der basolateralen und - zu einem größeren Ausmaß - der kanalikulären Transportfunktion, zur Akkumulation potentiell toxischer Substanzen bei Inflammation und Sepsis führt und damit gemeinsam mit einem gestörten Phase I- und Phase II-Metabolismus einen Beitrag zur Aggravation der Leberfunktionsstörung und der Multiorgandysfunktion leistet.


Publikationen

Sakr Y, Haetscher F, Gonsalves MD, Hoffman M, Theis B, Barz D, Reinhart K, Kortgen A. Heparin-induced thrombocytopenia type II in a surgical intensive care unit. J Crit Care. 2011 Aug 18. [Epub ahead of print]

Perz S, Uhlig T, Kohl M, Bredle DL, Reinhart K, Bauer M, Kortgen A. Low and "supranormal" central venous oxygen saturation and markers of tissue hypoxia in cardiac surgery patients: a prospective observational study. Intensive Care Med. 2011; 37:52-59.

Bloos F, Bayer O, Kortgen A, Sachse S, Reinhart K. PCR dependent pathogen detection shortens time to antifungal therapy in patients with invasive Candida infection. Infection 2011; 39:S113

Sponholz C, Unbehaun C, Bauer M, Kortgen A. Extracorporeal liver support in liver failure: parameters associated with indication and risk factors of negative outcome a single center experience. Infection 2011; 39:S140


Kontakt

PD Dr. med. Andreas Kortgen

Tel.: +49 (0)3641 - 9 32 31 84

Universitätsklinikum Jena
Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie
Am Klinikum 1
07747 Jena

 

Leptin

Wiederherstellung des sepsisgeschwächten Energiehaushalts mithilfe einer Glukokortikoid-stimulierten Leptin-Hochregulation. Ein neuer Ansatz zum Schutz vor Organversagen
A. Kleyman

Mime
Die Rolle von NHE1 und NKCC1 in der Entstehung von Sepsis
Allgemeines

Projektleiter: Rizwan Mumtaz

Projektnummer: D1.14

Projektlaufzeit: 01.10.2011 bis 30.09.2012

Modul: Nachwuchswissenschaftler


Projektbeschreibung

Sepsis ist durch die Dysregulation des Immunsystems und ein anschließendes Organversagen gekennzeichnet. Die Steuerung und Balance von immunogenen Mediatoren gerät hierbei so außer Kontrolle, dass es schließlich zu einem irreversiblen Verlust der Organfunktion kommt.

Wir vermuten, dass zwei Na+-abhängige Ionen-Transporter, der Na+ / H+-Austauscher NHE1 und der Na + /K +/ 2Cl-Cotransporters NKCC1 eine besondere Bedeutung für die Pathophysiologie der Sepsis haben. Auf der einen Seite hat sich gezeigt, dass NHE1 ein notwendiger Mediator für die Aktivierung von dendritischen Zellen des Immunsystems durch LPS ist, was ein zentrales Ereignis in der Fehlregulation des Immunsystems darstellt. Auf der anderen Seite ist NKCC1 mutmaßlich für die Aufrechterhaltung der kapillar-alveolären Barriere wichtig. In dem vorliegenden Projekt generieren wir transgene Mausmodelle, bei denen die beiden Na+-gekoppelten Ionentransporter gewebespezifisch ausgeschaltet werden. In einem zweiten Schritt untersuchen wir, ob sich eine pharmakologische Hemmung der beiden Moleküle positiv auf den Sepsisverlauf auswirken kann.

Hypothesen

  • Sind Mäuse mit einem Funktionsverlust von NHE1 in dendritischen Zellen vor Sepsis geschützt?
  • Wenn ja, ist die pharmakologische Hemmung von NHE1 ebenfalls effektiv?
  • Sind Mäuse mit einer Endothel-spezifischen Inaktivierung von NKCC1 vor Sepsis geschützt?
  • Sind Mäuse mit einer Inaktivierung von NKCC1 in glatten Muskelzellen vor Sepsis geschützt?
  • Beeinflusst die pharmakologische Hemmung von NKCC1 durch Bumetanid den Sepsis-Verlauf?

Kontakt 

Rizwan Mumtaz

Universitätsklinikum Jena
Institut für Humangenetik
AG Funktionelle Genetik
Kollegiengasse 10
07743 Jena

 

Miras

AMPK-assoziierte Insulinresistenz im Kontext von Inflammation und Sepsis
C. v. Löffelholz

MomCanSep
Molekulare Mechanismen der Candida-Sepsis

Akronym: MomCanSep

Projektleiter: Prof. Bernhard Hube

Team: Ilse Jacobsen
           Betty Hebecker
           Tony Pawlik
           Nadja Jablonowski

Projektnummer: D1.15

Projektlaufzeit: 01.08.2012 - 31.07.2015

Modul: In-house Professorship

 

Zusammenfassung

Candida albicans ist der häufigste Erreger lebensbedrohlicher Pilzinfektionen beim Menschen. Die Mortalität der Candida-Sepsis liegt dabei mit >50% noch höher als bei bakterieller Sepsis. Obwohl C. albicans im Rahmen systemischer Infektionen fast alle Organe befallen kann, bestehen signifikante organspezifische Unterschiede in der Immunantwort und Erreger-Eliminierung. Das Standard-Tiermodell zur Untersuchung der disseminierten Candidiose ist die intravenös infizierte Maus. Das Hauptzielorgan in diesem Modell ist die Niere. Infektionen der Niere sind charakterisiert durch progressive Entzündung und Pilzwachstum, welche letztendlich zu einer progressiven Sepsis, Nierenversagen und Tod führen. Im Gegensatz zur Niere werden Infektionen in allen anderen Organen in diesem Modell ohne Manifestation pathologischer Veränderungen geklärt. Dies weist darauf hin, das organspezifische Gewebsschädigungen durch überschießende Immunreaktionen ohne Eliminierung des Erregers an der Pathogenese beteiligt sind.

Ziel dieses Projektes ist die Identifizierung von Pilzfaktoren, die organspezifisch für die Induktion einer protektiven Immunantwort einerseits und der Immunpathologie in der Niere andererseits verantwortlich sind. Wir postulieren, (1) dass zusätzlich zu Komponenten der Zellwand weitere Pilzfaktoren oder -aktivitäten vom Immunsystem erkannt werden und so die organspezifischen Immunantworten und –pathologien auslösen und (2), dass bestimmte Pilzfaktoren, die nicht an der Organschädigung beteiligt sind, spezifisch zur protektiven bzw. nicht-protektiven Immunantwort in den verschiedenen Organen beitragen.

Einzelne Proof-of-principle Gene mit den oben genannten Eigenschaften wurden bereits identifiziert. Um weitere Kandidatengene zu identifizieren, werden wir zum einen in vivo Transkriptionsprofile erstellen und zum anderen C. albicans Mutantenbanken screenen. Im nächsten Schritt soll die Rolle dieser Kandidatengene für die systemische C. albicans–Infektion detailliert aufgeklärt werden.
Das Projekt trägt somit zur Aufklärung der molekularen Mechanismen der Sepsis durch C. albicans bei. Die zu identifizierenden immunmodulierenden Pilzfaktoren könnten Angriffspunkte für neuartige Immuntherapien in der Candida-Sepsis darstellen.

Das Arbeitsprogramm umfasst vier Hauptbereiche:

  • Identifizierung von Genen, die stadien-, gewebs- oder organspezifisch exprimiert werden und die Wirtsantwort beeinflussen könnten
  • Konstruktion von Mutanten mit Deletion virulenzassoziierter Gene und Zusammenstellung von Mutantenbanken
  • Screening der Mutantenbanken auf Kandidatengene, die die Wirtsantwort beeinflussen
  • Detaillierte Charakterisierung der Funktion ausgewählter Gene hinsichtlich Beitrag zur Sepsis und Aufklärung der molekularen Interaktion mit dem Immunsystem
Ausgewählte Publikationen

Seider K, Gerwien F, Kasper L, Allert S, Brunke S, Jablonowski N, Schwarzmüller T, Barz D, Rupp S, Kuchler K, Hube B (2014) Immune evasion, stress resistance, and efficient nutrient acquisition are crucial for intracellular survival of Candida glabrata within macrophages. Eukaryotic Cell 13:170-183

Brunke S, Hube B (2013) Two unlike cousins: Candida albicans and C. glabrata infection strategies. Cell Microbiol. 15(5):701-708

Lüttich A, Brunke S, Hube B, Jacobsen ID (2013) Serial passaging of Candida albicans in systemic murine infection suggests that the wild type strain SC5314 is well adapted to the murine kidney. PloS one 8: e64482

Martin R, Albrecht-Eckardt D, Brunke S, Hube B, Hünniger K, Kurzai O (2013) A Core Filamentation Response Network in Candida albicans Is Restricted to Eight Genes. PloS one 8: e58613

Mayer FL, Wilson D, Hube B (2013) Candida albicans pathogenicity mechanisms. Virulence 4: 119-128

Mayer FL, Wilson D, Hube B (2013) Hsp21 potentiates antifungal drug tolerance in Candida albicans. PloS one 8: e60417

Miramon P, Kasper L, Hube B (2013) Thriving within the host: Candida spp. interactions with phagocytic cells. Med Microbiol Immunol  202: 183-195

Pietrella D, Pandey N, Gabrielli E, Pericolini E, Perito S, Kasper L, Bistoni F, Cassone A, Hube B, Vecchiarelli A. (2013) Secreted aspartic proteases of Candida albicans activate the NLRP3 inflammasome. Eur J Immunol. 43: 679-692

Citiulo F, Jacobsen ID, Miramon P, Schild L, Brunke S, Zipfel P, Brock M, Hube B, Wilson D (2012) Candida albicans scavenges host zinc via Pra1 during endothelial invasion. PLoS Pathog 8: e1002777 (→ Publikationspreis der DMyk)

Gow NA, Hube B (2012) Importance of the Candida albicans cell wall during commensalism and infection. Current Opinion in Microbiology 15: 406-412

Jacobsen ID, Wilson D, Wächtler B, Brunke S, Naglik JR, Hube B (2012) Candida albicans dimorphism as a therapeutic target. Expert Rev Anti Infect Ther. 10(1):85-93

Lüttich A, Brunke S, Hube B. (2012) Isolation and amplification of fungal RNA for microarray analysis from host samples. Methods Mol Biol. 845:411-21

Mayer FL, Wilson D, Jacobsen ID, Miramon P, Slesiona S, Bohovych IM, Brown AJ, Hube B (2012) Small but crucial: the novel small heat shock protein Hsp21 mediates stress adaptation and virulence in Candida albicans. PloS one 7: e38584

Miramón P, Dunker C, Windecker H, Bohovych IM, Brown AJ, Kurzai O, Hube B. (2012) Cellular Responses of Candida albicans to Phagocytosis and the Extracellular Activities of Neutrophils Are Critical to Counteract Carbohydrate Starvation, Oxidative and Nitrosative Stress. PLoS One. 7(12):e52850

 

Kontakt

Prof. Bernhard Hube

Tel. + 49 (0)3641 - 532 1401 oder 00

Abteilung Mikrobielle Pathogenitätsmechanismen
Leibniz Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie e.V.
Hans-Knöll-Institut (HKI)
Beutenbergstraße 11a
07745 Jena

Webseite der Abteilung Mikrobielle Pathogenitätsmechanismen (MPM) des HKI

PI3Kgamma
Duale Rolle von PI3K  in der Pathogenese der septischen Kardiomyopathie
Allgemeines

Projektleiter: Prof. Reinhard Bauer
                        Prof. Reinhard Wetzker

Team: Bernadin Ndongson-Dongmo

Projektnummer: D1.7

Projektlaufzeit: 01.04.2011 bis 30.06.2014


Projektbeschreibung

Myokardiale Dysfunktion stellt eine frühe Manifestation einer Sepsis dar. Sie ist charakterisiert durch myokardiale Depression, die durch proinflammatorische Zytokine induziert wird und durch myokardiale kontraktile Dysfunktion sichtbar wird. Sepsis-induzierte autonome Störungen der Herzfunktion sind hauptsächlich durch Störungen in der Signaltransduktion b-adrenerger und cholinerger Signale im Kardiomyozyten vermittelt. Molekulare Mechanismen struktureller Folgen (Verlust an Kardiomyozyten, myokardiale Fibrose) nach Überleben einer schweren Sepsis sind bislang weitgehend unbekannt.

PI3Kg ist unmittelbar in Mechanismen der Regulation der myokardialen Kontraktilität einbezogen: PI3Kg-defiziente Mäuse weisen myokardialen Hyperkontraktilität auf, assoziiert mit erhöhtem cAMP -Spiegel. Jedoch wurde die Rolle von PI3Kg bei septischer Kardiomyopathie bisher nicht untersucht. Eine grundlegende Klärung der Rolle von PI3Kg auf die Ausbildung myokardialer Dysfunktion bei SIRS und bakterieller Sepsis soll durch simultane in vivo Messung von Kontraktilität und Schlagvolumen im intakten Herzen von PI3Kg defiziente Mäuse einschließlich transgenen Tieren mit fehlender Kinase-Aktivität herbeigeführt werden. Die zugrundeliegenden molekularen Mechanismen sollen durch gezielte Untersuchungen in Primärkulturen von Kardiomyozyten dieser PI3Kg defiziente Mäuse aufgeklärt werden.

Hypothesen

  • PI3Kg kontrolliert in der Frühphase der SIRS-induzierten, b-adrenergen Überstimulation bei schwerer SIRS/Sepsis (murines SIRS-Model: i.p.-Injektion von LPS bzw. murines Sepsismodell: i.p.-Injektion einer humanen Faeces-Suspension (PCI)) eine myokardiale Schädigung durch Begrenzung einer übermäßigen (inadäquaten) Steigerung der myokardialen Kontraktilität.
  • PI3Kg optimiert durch synergistische Downregulation der b-adrenergen Aktivierung und Stimulation muskarinerger M2-Rezeptoren die initiale sympathikoton dominierte, sepsis-induzierter autonomer Dysfunktionen.
  • PI3Kg zeigt duale Funktionsmuster von initial proinflammatorischer/potenziell schädigender myokardialer Expression und Freisetzung inflammatorischer Mediatoren bei nachfolgend die Regeneration fördernden Prozessen (Inhibition von Fibrose, Verbesserung von Angiogenese).

Zusammenfassend wird eine duale Rolle von PI3Kg in der Pathogenese der septischen Kardiomyopathie postuliert. Die angestrebten Ergebnisse eröffnen Optionen zur Entwicklung neuer therapeutischer Konzepte bei der Behandlung septischer Kardiomyopathie.


Publikationen

Antonow-Schlorke, I., Helgert, A., Rapus, J., Gey, C., Bauer, R., Schwab, M., Schubert, H., Nathanielsz, P.W., Brodhun, M., 2012. Advantages of Phosphotungstic Acid/Levanol Myelin Stain in the Immature Brain - Developmental Aspects of Astroglia and Myelination. Acta Neuropathol submitted.

Richter, F., Bauer, R., Ebersberger, A., Lehmenkühler, A., Schaible, H.-G., 2012. Enhanced neuronal excitability in adult rat brainstem causes widespread repetitive brainstem depolarizations with cardiovascular consequences. J Cereb Blood Flow Metab, in revision.

Schubert, H., Eiselt, M., Walter, B., Fritz, H., Brodhun, M., Bauer, R., 2012. General isoflurane / nitrous oxide anesthesia induces enhanced neuroapoptosis but attenuated cardiovascular and renal effects in newborn intrauterine growth restricted piglets. Intensive care medicine in revision.

Schulz, A., Niwa-Kawakita, M., Baader, S.L., Bauer, R., Garcia, C., Zoch, A., Jung, M.J., Gutmann, D.H., Hagel, C., Mautner, V.-F., Hanemann, C.O., Weis, J., Schröder, J.M., Giovannini, M., Morrison, H., 2012. The role of merlin isoform 2 in neurofibromatosis type 2-associated polyneuropathy Nature Neurosci, in revision.

Walter, B., Eiselt, M., Cumming, P., Xiong, G., Hinz, R., Brust, P., Bauer, R., 2012. Resistance of brain glucose metabolism to thiopental-induced CNS de-pression in newborn piglets. J Cereb Blood Flow Metab, in revision.


Kontakt 

Prof. Reinhard Bauer

Tel.: +49 (0)3641 - 9 39 56 36

Universitätsklinikum Jena
Institut für Molekulare Zellbiologie
CMB-Zentrum für Molekulare Biomedizin
Hans-Knöll-Straße 2
07745 Jena

 

Phosphatidylcholine
Modifizierung der Barrieredysfunktion des Darmes bei Sepsis durch Phosphatidylcholine
Allgemeines

Projektleiter: Dr. Carsten Schmidt

Projektnummer: D2.1

Projektlaufzeit: 01.01.2012 bis 31.12.2013

Modul: Senior Research Group

 

Weitere Informationen folgen alsbald an dieser Stelle

 

 

Pneumo-HSC

Aktivierung hepatischer Sternzellen bei Pneumonie (beendet)
B. Giszas, R. Claus

Praise
Wirkung von Iloprost nach Lebertransplantation zur Prophylaxe von septischen Komplikationen - eine prospektive, multizentrische, randomisierte, doppelt verblindete, placebo-kontrollierte Studie

 

Projektleiter: Dr. Falk Rauchfuss
                       Dr. Erik Bärthel
                       Prof. Dr. Utz Settmacher

Team: Matthias Graul, Jana Ziegler

Projektnummer: D1.1

Projektlaufzeit: 01.08.2010 bis 31.07.2015


Projektbeschreibung

Infektiöse Komplikationen sind ein ernstes und zunehmendes Problem nach Lebertransplantation. Circa 50 % aller lebertransplantierten Patienten erleiden im ersten Jahr nach der Transplantation eine bakterielle Infektion, die Mehrheit davon in den ersten zwei Monaten in denen die Immunsuppression noch am intensivsten ist. Insbesondere Empfänger schlecht oder verzögert funktionierender Organe haben ein erhöhtes Risiko eine Infektion zu erleiden. Somit ist ein Ansatz, über die Verbesserung der Transplantatfunktion in der frühen postoperativen Phase die Inzidenz bakterieller Infektionen (sekundär) zu senken.

Wir stellen die folgenden Hypothesen auf:

  1. durch die systemische Applikation von Ilomedin (einem Prostaglandinderivat) kann die Transplantatfunktion verbessert werden.
  2. sekundär kommt es zu einer verringerten Häufigkeit bakterieller Infektionen
  3. zudem soll durch die Probenasservierung die Etablierung eines multiplex qPCR-Assays  analog dem etablierten SIQnature-Test an einer Kohorte immunsupprimierter Patienten möglich werden.

Kontakt

Dr. Falk Rauchfuss
Dr. Erik Bärthel
Prof. Dr. Utz Settmacher

Universitätsklinikum Jena
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie
Am Klinikum 1
07747 Jena

 

ResolveAKI

Untersuchungen zum sepsis-assoziierten akuten Nierenversagen und dessen Erholung
G. Otto

Rosisep
Rolle reaktiver Sauerstoffintermediate (ROS) im Rahmen der septischen myokardialen Dysfunktion
A
llgemeines

Projektleiter: Dr. med. Andreas Finkensieper

Projektnummer: D1.8

Projektlaufzeit: 01.04.2011 bis 31.03.2013

Modul: Rotationsstelle

 

Projektbeschreibung

Sepsis has been defined as a systemic inflammatory response to infection. Patients with myocardial dysfunction have significantly higher mortality compared with septic patients without cardiovascular impairment. Myocardial dysfunction is a complication in patients with sepsis, and early recognition and aggressive supportive therapy are mandatory as mortality in patients with septic shock is still high The objective of this project is that septic plasma components (e.g. cytokines) potentially induce an imbalance of reactive oxygen species (ROS) and nitric oxide (NO) in isolated cardiomyocytes from mice as well as in differentiated beating clusters derived from embryonic stem cells (ES cells). We postulate that an inhibition of critical members of the NADPH oxidase family may protect cardiomyocytes during sepsis and attenuate the inflammatory process and circumvent septic myocardial dysfunction as well.

Aims in conclusion:

  • Determine whether ROS are generated in cardiomyocytes as a result of circulating cytokines
  • Identify the expression pattern of NADPH oxidase isoforms and NO-generating enzymes in cardiomyocytes derived from septic mice
  • Identify factors and predictors that increase the prognosis of survival during septic organ failure

 

Kontakt

Dr. med. Andreas Finkensieper

Tel. +49 (0)3641 - 9 32 41 39

Universitätsklinikum Jena
Universitäts-Herzzentrum
Klinik für Innere Medizin I
Am Klinikum 1
07747 Jena

 

S1P

Diagnostische Risikobewertung und therapeutische Modulation lokaler und systemischer Sphingosin-1-phosphat (S1P) Konzentrationen und S1P-Rezeptoren für Sepsisabwehr
M. Gräler

Seda
Regulation der Sepsis-induzierten endothelialen Dysfunktion durch 5’ AMP-aktivierte Protein Kinase (AMPK)
Allgemeines

Projektleiter: Prof. Dr. Regine Heller

Team: Silke Lindenmüller

Projektnummer: D1.12

Projektlaufzeit: 01.10.2011 bis 30.09.2014


Projektbeschreibung

AMP-aktivierte Proteinkinase (AMPK), ein als Energiesensor bekanntes Enzym, ist auch in Endothelzellen exprimiert und dort an der Regulation von Energiebereitstellung und Stressprotektion beteiligt. Das Ziel des Projektes ist es, zu untersuchen, ob endotheliale AMPK durch Stimuli, die bei einer Sepsis erhöht vorkommen, moduliert wird und ob AMPK inflammatorische Antworten des Endothels und die Entwicklung einer Endotheldysfunktion limitieren kann. Um diese Fragen zu klären, werden der Einfluss von inflammatorischen Stimuli auf die Aktivität der AMPK charakterisiert und potentielle AMPK-vermittelte Schutzmechanismen identifiziert. Dazu werden metabolische, inflammatorische, vasoregulatorische, hämostatische und Überlebensparameter in Endothelzellen, in welchen die katalytischen Untereinheiten AMPKa1 oder AMPKa2 downreguliert sind, oder in Zellen, die aus den jeweiligen Knockout-Mäusen präpariert wurden, untersucht. Zudem werden Sepsis-induzierte Veränderungen der Mikrozirkulation in AMPKa1- oder a2-Knockout-Mäusen unter Einsatz von in-vivo-Permeabilität-Assays, Intravitalmikroskopie, Laser-Doppler-Flowmetrie und Mikrosphärentechnik gemessen. Wir vermuten, dass eine Hemmung der AMPK die endotheliale und mikrovaskuläre Dysfunktion sowie das Entstehen von Organversagen bei Sepsis verstärkt, während eine Aktivierung des Enzyms die Schwere der genannten Prozesse vermindert. Unsere Untersuchungen sollen Mechanismen zur Prävention der endothelialen und mikrovaskulären Dysfunktion aufdecken und helfen, Sepsis-induziertem Organversagen vorzubeugen.


Kontakt

Silke Lindenmueller

Tel.: +49 (0)3641 - 9 39 56 05

Prof. Dr. Regine Heller

Tel.: +49 (0)3641 - 9 39 56 33

Universitätsklinikum Jena
Institut für Molekulare Zellbiologie, CMB
Hans-Knöll-Str. 2
07745 Jena

 

Sensepsys

Etablierung eines molekularen Sensors zur Detektion und Behandlung von Sepsis
R. König

Sephi
Proteinacetylierung bei Sepsis und deren Modulation durch Inhibitoren von Proteindeacetylasen
Allgemeines

Projektleiter: Prof. Dr. T. Heinzel
                        PD Dr. O.H. Krämer

Team: Katrin Noack

Projektnummer: D1.13

Projektlaufzeit: 05.10.2011 bis 04.10.2014


Projektbeschreibung
  • Charakterisierung des Einflusses septischer Stimuli auf den Crosstalk von NF-κB, p53, GR und STAT1/STAT2/STAT3
  • Identifizierung von regulatorischen Proteinen, deren Hyperacetylierung oder deren veränderte Expression bzw. Stabilität für die Wirkung von HDACi in Sepsis-Modellsystemen relevant ist
  • Charakterisierung des Einflusses bestimmter HDACs auf Sepsis und sepsistypische Reaktionen wie beispielsweise die exzessive Cytokinausschüttung und die mit Organversagen assoziierte zelluläre Stressantwort
  • Charakterisierung des Einflusses der Acetylierung auf Interferone, ihre hierarchische Regulation und den Crosstalk zwischen Typ 1- und Typ 2- Interferonen
  • Analyse der Bedeutung der PI3Kg für die HDACi-Wirkung auf den Sepsisverlauf
  • Untersuchung der Wirkung von HDACi auf septisches und nichtseptisches Gewebe in vivo und Validierung der in vitro-Ergebnisse

Kontakt 

Katrin Noack

Tel.: +49 (0)3641 - 9 49 354