Jena (UKJ/vdG). Für die Intensivmedizinerin Dr. Caroline Neumann und die Biologin Dr. Margit Leitner ist es ein Herzensprojekt: Aus ihrer klinischen und wissenschaftlichen Arbeit am Universitätsklinikum Jena kennen sie die Gefährlichkeit der Sepsis. Sie wollen auf die Gefahren dieser lebensbedrohlichen Komplikation einer Infektion hinweisen, bei der Organe versagen können und unbedingt eine Behandlung auf der Intensivstation notwendig ist.
Gemeinsam mit Marko Kurth und Michael Drosdek wollen sie in diesem Jahr für Jugendliche einen Street Art Workshop zum Thema Sepsis anbieten. Er soll Jugendlichen die Gelegenheit geben, sich damit auseinanderzusetzen, Fragen an Fachleute zu stellen und ihre Emotionen künstlerisch umzusetzen. „Wir freuen uns, dass wir dabei auf die Erfahrungen des Künstlerteams bauen können“, so die Wissenschaftlerinnen. „Denn Themen wie Krankheit und Tod sind schwere Kost, wir wollen den Zugang über die altersgerechte Kunstform erleichtern und sind zuversichtlich, dass tolle Kunstwerke entstehen werden.“ Diese sollen im öffentlichen Raum längerfristig sichtbar sein und damit zur Prävention der Sepsis beitragen.
Mit ihrer Projektidee konnten die beiden Wissenschaftlerinnen die Jury des Hochschulwettbewerbs im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft – überzeugen. Sie sind eines von insgesamt zehn Siegerteams und können nun mit dem Preisgeld von 10.000 Euro ihr Workshopprojekt realisieren. Zunächst werden sie mit den Künstlern das Konzept dafür ausarbeiten und dann mit Jugendlichen umsetzen.
Weitere Informationen:
- zum Wettbewerb: hochschulwettbewerb.net
- Zentrum für Sepsis und Infektionsforschung am UKJ
