Jena (UKJ/sk). Gestern wurden insgesamt 36 liebevoll genähte Herzkissen an die Palliativstation des Universitätsklinikums Jena (UKJ) übergeben. Hinter jedem einzelnen Kissen stehen viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit – und Menschen, die anderen in einer schwierigen Lebensphase Trost und Geborgenheit schenken möchten.
Die Initiative entstand aus persönlichen Erfahrungen. Was zunächst mit einigen selbstgenähten Herzkissen begann, entwickelte sich durch das Engagement von Doreen Poppe und Franziska Voigt zu einem Gemeinschaftsprojekt. Unterstützung erhält die Initiative unter anderem von den Sportfrauen des SSV Blau-Gelb Mellingen e.V. unter der Leitung von Benita Hinkeldein. Gemeinsam mit vielen weiteren Ehrenamtlichen werden Stoffe zugeschnitten, Herzen genäht und Kissen gefüllt.
„Es macht Spaß mitzuhelfen. Ich hoffe, die Menschen freuen sich über die Kissen“, sagt die achtjährige Lena Voigt, die ihre Mutter Franziska Voigt beim Befüllen der Kissen unterstützt. Ihre Mutter ergänzt: „Jedes Herzkissen ist mit viel Zeit und in Handarbeit entstanden. Wir hoffen, dass die Kissen den Menschen zeigen: Sie sind nicht allein.“
Die Kissen sind weit mehr als nur Dekoration. Psychologin und systemische Therapeutin Judith Känel erklärt den praktischen Nutzen im pflegerischen Alltag: „Wir nutzen die Herzen zur Lagerung und als Nackenstütze. Eine Besonderheit bei manchen Kissen ist die kleine Tasche: Hier können wir Kühlakkus oder Kirschkernkissen einlegen.“ Diese zweite Funktion dient der Sensibilitätsschulung – die Patientinnen und Patienten spüren die Wärme oder Kälte ganz unmittelbar. Zudem fungieren die Herzen symbolisch als „Sorgenfresser“, die im Bett Schutz und Halt bieten. „Unsere Patientinnen und Patienten freuen sich sehr darüber und sind unglaublich dankbar,“ so Judith Känel weiter. „Wir möchten uns herzlich bei den fleißigen Näherinnen und allen, die dabei geholfen haben, bedanken.“
Die Initiative wird finanziell unter anderem von der Schaustellerbetrieb TZVZ GmbH unterstützt und freut sich über weiteren Support. Wer das Projekt mit Stoffspenden oder Tatkraft unterstützen möchte, erreicht die Initiative unter:
Kontakt:
Palliativstation, Universitätsklinikum Jena
Telefon: +49 (0) 3641-9 32 75 28
E-Mail:
