Jena (UKJ/ac). Etwa jeder Zehnte leidet an einer chronischen Nierenerkrankung. Häufig bleibt sie lange unentdeckt, weil Beschwerden erst auftreten, wenn ein großer Teil der Nierenfunktion bereits verloren ist. Am Weltnierentag am 12. März macht die Klinik für Innere Medizin III am Universitätsklinikum Jena (UKJ) unter der Leitung von Prof. Dr. Gunter Wolf, MHBA, deshalb auf Risikofaktoren, Früherkennungsmöglichkeiten und Schutz der Nieren aufmerksam. Von 11 bis 14 Uhr informieren die Ärztinnen und Ärzte der Abteilung für Nephrologie mit einem Aktionsstand in der Magistrale des Klinikums am Standort Lobeda sowie von 13 bis 13.30 Uhr in einem Vortrag in Hörsaal 2. Das Angebot richtet sich an Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie Mitarbeitende.
Individuelles Risiko für Nierenschwäche bestimmen
Im Mittelpunkt der Aktion steht ein Rundkurs mit verschiedenen Stationen, bei dem die Besucherinnen und Besucher ihr individuelles Risiko für eine Nierenschwäche bestimmen können. „Viele Nierenerkrankungen entwickeln sich über Jahre ohne deutliche Symptome. Deshalb ist es wichtig, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Genau das wollen wir mit unserer Nephro-Rallye“, sagt Dr. Eric Jankowski, Assistenzarzt in der Klinik für Innere Medizin III. Erfasst werden unter anderem bekannte Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Übergewicht oder eine familiäre Vorbelastung. Neben der Blutdruckmessung haben Teilnehmende auch die Möglichkeit, ihren Urin auf das Eiweiß Albumin untersuchen zu lassen. Eine erhöhte Konzentration kann ein früher Hinweis auf eine Schädigung der Nieren sein. Auf Grundlage der Ergebnisse erhalten die Teilnehmenden eine persönliche Einschätzung und Empfehlungen zur Risikosenkung.
Ursachen erkennen und Nieren schützen
Ergänzend informieren die Nephrologinnen und Nephrologen im Vortrag „Check-Up: Der Filter im Fokus. Unsere Nieren - unterschätzt aber lebenswichtig“ über Maßnahmen zum Schutz der Nieren. Der Vortrag beginnt um 13 Uhr im Hörsaal 2 des Klinikums. „Für gesunde Nieren ist es wichtig, den Blutdruck im Auge zu behalten, sich gesund zu ernähren, regelmäßig zu bewegen, nicht zu rauchen, Übergewicht und Diabetes mellitus zu vermeiden und bei Risikofaktoren regelmäßig in einfachen Blut- und Urintests die Nierenfunktion überprüfen zu lassen. Zudem wird für einen gesunden Erwachsenen eine ausreichende Trinkmenge von 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag empfohlen“, weiß Jonas-Martin Meißner, Assistenzarzt in der Klinik für Innere Medizin III. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit, individuelle Fragen mit den Expertinnen und Experten zu besprechen.
Aktionstag im Überblick
Weltnierentag am UKJ
12. März 20216 von 11 bis 14 Uhr
Informationsstand in der Magistrale des UKJ (Am Klinikum 1, 07747 Jena)
Nephro-Rallye zur Bestimmung des Risikos einer Nierenschwäche
13 - 13.30 Uhr: Vortrag „Check-Up: Der Filter im Fokus. Unsere Nieren - unterschätzt aber lebenswichtig“ (Referenten: Dr. Eric Jankowski und Jonas-Martin Meißner) in Hörsaal 2
