Jena (UKJ/kbo). Das Jahr 2026 war kaum eingeläutet, da erblickte auch schon das erste Baby des neuen Jahres das Licht der Welt im Kreißsaal der Klinik für Geburtsmedizin am Universitätsklinikum Jena: Die kleine Charlotte wurde am 1. Januar um 1.59 Uhr geboren, 3.420 Gramm schwer und 54,5 Zentimeter groß. Mutter und Kind sind wohlauf – für die Familie ein ganz besonderer Start ins neue Jahr.
Ein Blick auf das vergangene Geburtsjahr zeigt: 2025 wurden im Kreißsaal 1.170 Frauen entbunden, dabei kamen 1.209 Kinder zur Welt. Unter den Neugeborenen waren 573 Mädchen und 634 Jungen. Zudem wurden 37 Zwillingsgeburten sowie eine Drillingsgeburt verzeichnet.
Als Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe betreute das UKJ im vergangenen Jahr 183 Frühgeborene, darunter 30 Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 1.000 Gramm.
Auch 2025 lag die Kaiserschnittrate am UKJ weiterhin niedrig: 66 Prozent der Frauen konnten ihr Kind auf natürlichem Weg zur Welt bringen, bei termingerechten Geburten sogar 80 Prozent – ein Ergebnis der engen Zusammenarbeit von Hebammen und ärztlichem Team mit dem gemeinsamen Ziel einer möglichst physiologischen Geburt.
Ein besonderes Erfolgsmodell ist der hebammengeleitete Kreißsaal, der im Mai 2024 eröffnet wurde und inzwischen fest etabliert ist. 25 Kinder kamen dort zur Welt, bei 40 weiteren Frauen begann die Geburt im hebammengeleiteten Kreißsaal, bevor im Verlauf eine Überleitung in den interdisziplinären Kreißsaal notwendig wurde.
Der 24. November war mit elf Geburten der geburtenstärkste Tag des Jahres. Gleichzeitig gab es im Jahresverlauf auch 17 Tage ohne eine Geburt – ein Beispiel für die hohe Dynamik und Unplanbarkeit in der Geburtshilfe. Diese erfordert täglich große Flexibilität, Erfahrung und einen starken Zusammenhalt aller Beteiligten.
Das Team der Geburtsmedizin ist rund um die Uhr für werdende Eltern da und begleitet Familien mit hoher fachlicher Kompetenz, Einfühlungsvermögen und Engagement – auch in der Neujahrsnacht.
