Jena (UKJ). Raus aus dem Alltag, rein in ein besonderes Abenteuer: Das war für insgesamt 18 junge Patientinnen und Patienten im Alter von 8 bis 21 Jahren – viele von ihnen dialysepflichtig oder bereits nierentransplantiert – während eines einwöchigen Urlaubs möglich. Dank vieler Unterstützer, unter anderem einer Spende in Höhe von 10.000 Euro des Rotary Clubs Weimar Bauhaus, konnte der Verein Kinderdialyse Jena e.V. auch in diesem Jahr wieder eine unvergessliche Ferienfreizeit voller Freude, Gemeinschaft und unbeschwerter Erlebnisse für chronisch nierenkranke Kinder und Jugendliche ermöglichen. Organisiert wurde die Reise vom KfH-Nierenzentrum für Kinder und Jugendliche in Kooperation mit der Kinderklinik des Universitätsklinikums Jena (UKJ). „Die Ferienfreizeit hat bereits eine lange Tradition und beweist jedes Jahr aufs Neue, wie wichtig es ist, jungen Menschen mit chronischen Erkrankungen nicht nur medizinische Versorgung, sondern auch soziale Teilhabe und echte Lebensqualität zu ermöglichen“, sagt Judith Mannich, Psychologin und Organisatorin der Ferienfreizeit.
Ziel der diesjährigen Reise war das idyllische Naunhof bei Leipzig. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten abwechslungsreiche Tage mit Aktivitäten wie Baden im Grillensee oder im Waldbad, einem Ausflug in den Leipziger Zoo, Klettern im nahegelegenen Kletterwald und erlebnispädagogischen Teamspielen. Auch in der Freizeit vor Ort wurde viel gelacht und gespielt – mit Begeisterung bei Tischtennis, Billard oder spannenden UNO-Runden. „Diese gemeinsamen Momente schenkten den Kindern das so wichtige Gefühl von Normalität und Lebensfreude“, betont Judith Mannich.
Eine solche Freizeit wäre ohne die enge medizinische Betreuung nicht denkbar: Ein interdisziplinäres Team aus einer Kinderärztin, einer Psychologin, einer Urotherapeutin sowie vier Pflegefachkräften des Kinder-Dialysezentrums begleitete die Gruppe und sorgte rund um die Uhr für Sicherheit und Wohlbefinden. Zwei Teilnehmerinnen erhielten während der Reise eine Hämodialyse, ein achtjähriger Junge wurde nächtlich per Bauchfelldialyse betreut. Sechs der Kinder warteten noch auf ein Spenderorgan, während die anderen bereits transplantiert waren.
„Der Verein Kinderdialyse Jena e.V. und das gesamte Betreuungsteam danken dem Universitätsklinikum Jena und dem Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. sowie dem Rotary Club Weimar Bauhaus herzlich für die großzügige Unterstützung dieser wichtigen Maßnahme“, so Judith Mannich.
