Aktuelle Umzugsphase des UKJ: Umzüge Augenheilkunde, HNO, Gynäkologie, Urologie am 6. Mai 

Bereits um 11.30 Uhr war der nächste große und vorerst letzte Umzug des Universitätsklinikums Jena erfolgreich geschafft. Insgesamt 42 Patienten sind aus den Innenstadtkliniken der Urologie, Augenheilkunde, Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde (HNO) und Gynäkologie in die neuen Klinikgebäude A und E nach Jena-Lobeda gezogen. Zusätzlich wurden 22 Patienten aus den Kliniken für Innere Medizin am Standort Lobeda auf ihre neuen Stationen verlegt. Schon um 8 Uhr wurde der erste Notfallpatient der HNO in Lobeda operiert.

Fakten zum Umzug

Unterstützt wurde der Umzug von 16 Polizisten, die in der Innenstadt den Verkehr geregelt haben. 23 Helfer vom Arbeiter-Samariter-Bund und vom Deutschen Roten Kreuz haben geholfen, die Patienten in den acht Kilometer entfernten Standort zu transportieren.

Zwei Leitstellen haben in Lobeda den Umzug koordiniert. Zwölf Mitarbeiter des UKJ aus den Bereichen Betreibung und Beschaffung, Medizintechnik und Katastrophenschutz haben das Geschehen überwacht. Von der IT waren heute 40 Mitarbeiter im Einsatz. Insgesamt 500 Rechner mussten neu angeschlossen werden.

Weitere Fakten des Umzuges: 4771 Kartons und 658 Rollwagen wurden gepackt und an den neuen Standort transportiert. 269 medizinische Standgeräte mussten neu angeschlossen werden. 259 Betten wurden umgezogen.

Zwei Millionen Euro teures Medizingerät umgezogen

Der Medizinische Vorstand des UKJ, PD Dr. Jens Maschmann sagte: „Mit dem Umzug an einen Standort ermöglichen wir unseren Patienten kürzere, schnellere Wege für die Versorgung. Auch für die Mitarbeiter ist die Konzentration der Kliniken an einem Ort von Vorteil.“ Als ein Beispiel nannte er die gemeinsame Nutzung des modernen DaVinci OP-Roboters. Das Hightech-Gerät wird von mehreren Kliniken genutzt, die jetzt an einem Standort vereint sind.

Es gehörte zu den besonderen Herausforderungen, den zwei Millionen Euro teuren OP-Roboter umzuziehen. Das hochspezialisierte Gerät musste von Spezialisten an der Klinik für Urologie demontiert und in Lobeda wieder aufgebaut werden. Damit der Roboter bei dem Transport nicht zu Schaden kommt, wurden zuerst die vier Greifarme in Luftpolsterfolie eingepackt. Zudem wurde das Gerät samt Steuerkonsole noch in viele Lagen Stretchfolie verpackt.

Der neue Einsatzort des DaVinci OP-Roboters heißt jetzt nicht mehr Lessingstraße sondern „Am Klinikum“ in Lobeda. Im Haus A, in dem es – zusätzlich zu den dreizehn Sälen im 2004 eröffneten Gebäudekomplex – zwölf OP-Säle gibt, kommt das Hightech-Gerät nun ab Anfang kommender Woche zum Einsatz. Genutzt wird der Roboter in Jena von den Urologen, der Allgemein- und Viszeralchirurgie, der Thoraxchirurgie, der HNO und der Gynäkologie.

Zukunft des Standorts Bachstraße

Mit dem absolvierten Umzug der Kliniken aus der Jenaer Innenstadt geht eine Ära zu Ende. Bereits um das Jahr 1800 entstanden erste Klinikgebäude auf dem Areal in der Bachstraße. Ein Großteil der Gebäude auf dem Gelände im Zentrum Jenas wurde dem Klinikum vom Land Thüringen zur Nutzung überlassen. Nach dem Auszug der Kliniken für HNO, Urologie und Gynäkologie gehen die Gebäude zurück ans Land. Die Stadt Jena und das Land Thüringen sind bereits in Gesprächen über ein sinnvolles Gesamtkonzept.

Die im Jahr 1914 eröffnete „Neue Chirurgische Klinik“, die heute als „Alte Chirurgie“ bezeichnet wird, bleibt im Eigentum des UKJ ebenso wie das Gebäude der Augenklinik. Es gibt Überlegungen, hier Einrichtungen für Forschung und Lehre, Teile der Verwaltung sowie medizinisch-theoretische Institute unterzubringen. Zunächst in der Bachstraße bleiben noch die Klinik für Strahlentherapie und die Klinik für Geriatrie.

 

Rückbau der alten Klinik für Innere Medizin

Wenn das Gebäude der alten Klinik für Innere Medizin in Lobeda, kurz: KIM, komplett leer ist, beginnt der Rückbau. An dieser Stelle soll bis Ende 2019 ein Anbau an das neue Gebäude A entstehen, in dem künftig die Klinik für Strahlentherapie, die Klinik für Geriatrie, die Hautklinik, das Schlaflabor, eine Intensiv-Station, zwei Allgemeinpflege-Stationen sowie die psycho-onkologische Tagesklinik untergebracht werden. Somit wird ab dem Jahr 2020 mit Ausnahme der Psychiatrie im Landgrafengebiet die gesamte Patientenversorgung nach Lobeda verlagert sein.

 

Hier finden Sie die Hauptumzugstage in Gebäude A auf einen Blick:

 12. Mai

  • Klinik für Innere Medizin I (Kardiologie, Angiologie, Pneumologie, Internistische Intensivmedizin):
    • Ambulanz
  • Klinik für Innere Medizin IV:
    • Ambulanz
    • Jetzige Station 461 zieht auf die A430 und B210
  • Ambulanzen der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie
  • Gefäßambulanz

5. / 6. Mai

  • Klinik für Innere Medizin IV: Jetzige Station 461 zieht auf die A430 und B210
  • Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie: Jetzige Station 440 zieht auf die B230

 

10. April

 

31. März/ 1. April

  • Klinik für Innere Medizin II (Hämatologie und Onkologie) inkl. Konservativer Tagesklinik
  • Klinik für Innere Medizin III (Nephrologie, Rheumatologie/Osteologie, Diabetologie/Endokrinologie)
  •  Stationsumzüge der Klinik für Innere Medizin I:
    • Jetzige Station B220 zieht auf die A440 und A230
    • Station 420 zieht auf die A210
    • Station 440 zieht auf die A230
  • Stationsumzug der Klinik für Innere Medizin IV: Jetzige Station 460 zieht auf die A330

Hier erhalten Sie die zusammengefassten  Informationen zu den Umzügen der Kliniken für Innere Medizin I-IV.






Kontakt

Universitätsklinikum Jena
Bachstraße 18
07743  Jena 

Tel.: +49 3641 9-300
E-Mail: 
Web: www.uniklinikum-jena.de

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