Pressemitteilungen 2012

19.06.2012 Unsichtbarkeit sorgt für Unsicherheit Workshop zum Thema Nanopartikel in der Medizin am 26./27. Juni an der Universität Jena

Dinge, die man nicht sieht, die aber da sind, strahlen eine Ge­fahr aus. Das ist wohl der Grund dafür, dass der Nanotechnologie große Zwei­fel entgegengebracht werden - auch im Bereich der Medizin. Seit an­dert­halb Jahren forschen Wissenschaftler an der Friedrich-Schiller-Univer­sität Jena im Projekt NanoMed daran, eventuelle Gefahren zu erkennen und vorzubeugen, indem sie Nanopartikel genauestens untersuchen und katalogisieren. Sie su­chen insbesondere für ver­schie­dene Anwendungen im Bereich der bildge­ben­den Diagnostik, wie Computertomographie (CT) oder Magnet-Resonanz-To­mographie (MRT), die geeignetsten Nanopartikel.

Nachdem das Projekt nun den Meilenstein erreicht hat und sich damit als effek­tiv und förderwürdig erwiesen hat, erwarten die Mitglieder am 26. und 27. Juni in den Rosensälen der Universität Jena (Fürstengraben 27) etwa 100 Experten aus dem In- und Ausland zum Workshop „Safety of Na­no­scale Materials in Me­dicine“. Während der Veranstaltung wollen die Wissen­schaftlerinnen und Wis­senschaftler der Universität Jena den Stand der Forschung diskutieren und sich neue Anregungen für zukünftige Aufgaben holen.

„Wir wollen zum Beispiel die Oberfläche von Nanopartikeln so beschreiben, dass sie sich kontrollieren und einfach reprodu­zie­ren lässt“, sagt Prof. Dr. Dag­mar Fischer vom Institut für Pharmazie der Universität Jena. Dazu müsse man aber u. a. wissen, was sich auf den Parti­keln anlagert, sobald sie sich im Inne­ren des Körpers befinden. Prof. Dr. Ro­land Stauber von der Uni Mainz wird da­rüber während des Workshops spre­chen. Wichtige Hinweise für den Einsatz von Nanopartikeln als Kontrastmittel liefert der Vortrag von Dr. Annette Krae­ge­loh vom Leibniz-Institut für Neue Materialien in Saarbrücken.

Neben wissenschaftlicher Forschung nimmt auch die Öffentlichkeitsarbeit einen großen Teil der Arbeit im NanoMed-Projekt ein. „Bei uns melden sich immer wie­­der Bürgerinnen und Bürger, die Fragen zum Thema Nanomaterialien ha­ben“, berichtet Dagmar Fischer. „Das Spektrum reicht dabei von komplizier­ten medizinischen Problemen bis zu einfachen Alltagsfragen - etwa ob man Nano­teilchen einatme, wenn man seine Schuhe mit Pflegemitteln einsprühe oder ob sich in Schokoladen­überzug eben solche befänden.“ Deshalb wolle man inner­halb des Forschungsprojekts auch viel dafür tun, die Bevölkerung über den Ein­satz von Nanopartikeln im medizinischen Bereich aufzuklären. „Aufgrund der Un­­sichtbarkeit der Teilchen herrscht eine große Unsicherheit, der wir entge­gen­wir­ken wollen“, sagt die Nano-Expertin der Uni Jena. Anreize für diese Aufklä­rungs­arbeit liefert DaNa, die Datenbank für Nanomaterialien im Internet (www.nanopartikel.info), in der auch die Erkenntnisse der Jenaer Forscher ge­sammelt und veröffentlicht werden sollen. Dr. Dana Kühnel vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig berichtet während des Workshops von Aktivitäten, Möglichkeiten und Erfahrungen mit der Datenbank.

Weitere Informationen zum Programm sind zu finden unter: www.nanomed.uni-jena.de.

Kontakt:

Prof. Dr. Dagmar Fischer
Institut für Pharmazie der Universität Jena
Otto-Schott-Straße 41, 07745 Jena
Tel.: 03641 / 949940
E-Mail:

 
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